Ich will helfen

Historie

Im Sinne der Tradition immer am Zahn der Zeit

Die 50. Generalversammlung der Katholiken (heute Zentralkomitee der deutschen Katholiken – ZdK) forderte 1903, die „Betreuung gefährdeter und verwahrloster Jünglinge und Knaben“ zu intensivieren. Neben den bis dato in diesem Bereich tätigen Vinzenz-Vereinen sollten eigene Organisationen in größeren Städten und in den Industriegebieten entstehen.

Doch erst 1910 begannen die Vorbereitungen für eine neue Organisation, die 1912 in Essen als Katholischer Männer-Fürsorge-Verein gegründet wurde. Den Anstoß dazu lieferte ein Referat von Agnes Neuhaus, Vorsitzende des Kath. Fürsorgevereins für Mädchen, Frauen und Kinder (heute: Sozialdienst katholischer Frauen – SkF) bei der 57. Generalversammlung der Katholiken Deutschlands. Sie sprach 1910 in Essen die „Moderne(n) Probleme der Jugendfürsorge“ eindrucksvoll aus.

Nach den Wirren zweier Weltkriege und den Einschränkungen der Verbandsarbeit durch die Nazi-Herrschaft erholte sich das Verbandsgefüge erst wieder nach 1948 mit Domkapitular Prälat Braekling (Paderborn) als Vorsitzender und dem damaligen Düsseldorfer Jugendkaplan Carl Richter als Generalsekretäre. Die Mitarbeiter der Geschäftsstelle des Verbandes in Düsseldorf belebten durch persönliches Engagement, zahlreiche Reisen und Gespräche bestehende Gruppierungen und halfen bei der Gründung neuer Ortsvereine.

1962 änderte der Verband aufgrund der inzwischen eingetretenen Änderungen im sozialen Bereich seinen Namen in „Sozialdienst Katholischer Männer“ (SKM).

1980 öffnete sich der Verband für Frauen als Mitglieder. Damit stand die Frage des Verbandsnamens zur Diskussion. Im Oktober 1991 beschloss die Vertreterversammlung den Verbandsnamen „SKM – Katholischer Verband für soziale Dienste in Deutschland – Bundesverband e. V.“.

Über 6500 ehrenamtlich/freiwillig tätige Frauen und Männer und rund 1700 berufliche Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in 125 Ortsvereinen sind heute das Fundament des Verbandes. Sie fühlen sich dem Auftrag Christi verpflichtet, an der Gestaltung von Welt und Gesellschaft mitzuwirken. Sie wenden sich denen zu, die aus unterschiedlichen Gründen an den Rand dieser Gesellschaft geraten sind.

Das 2010 auf der Vertreterversammlung beschlossene LEITBILD verdeutlicht das Selbstverständnis des SKM und seine Perspektive für die nächste Zukunft.

Die BUNDESGESCHÄFTSSTELLE befindet sich in Düsseldorf in der Sternstraße 71–72.

100 Jahre SKM
von Hans Wilhelm Friske