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2017-01

Newsletter des SKM-Bundesverbandes und der Gemeinschaft der
Vinzenz-Konferenzen Deutschlands e.V.

Inhalt

Stand: 23.01.2017

Aktuelles
Arbeitsmarkt
Asyl/Migration
Rechtliche Betreuung
Ehrenamt/Bürgerschaftliches Engagement
Familie
Fortbildung/Tagungen
Jugendhilfe
Kampagnen/Initiativen
Männerarbeit
Sozialberatung für Schuldner
Rund ums SGB
Straffälligenhilfe
Sucht/Drogen
Verschiedenes
Wohnraum/Wohnungslose
Verbandsinterne Informationen des SKM
Verbandsinterne Informationen der VKD
Bundesgeschäftsstelle
 

Aktuelles

Neue Regelungen ab Januar 2017. Die Neuregelungen betreffen folgende Bereiche:

  • Arbeit und Soziales
  • Gesundheit und Pflege
  • Frauen und Familien
  • Steuern und Finanzen
  • Verbraucherschutz
  • Verkehr
  • Energie
  • Kultur

https://www.bundesregierung.de

„So funktioniert die Pflegereform“ lautet der Titel einer neuen Broschüre, die die Änderungen in der Pflege ab dem 1. Januar 2017 erklärt. Herausgeber ist die Caritas in NRW. „Die Broschüre gibt auf wenigen Seiten einen strukturierten Überblick über die Neuerungen der Pflegeversicherung“, erklärt Christopher Durst vom Referat Altenhilfe, Hospiz und Sozialstationen des Diözesan-Caritasverbandes Paderborn. „Im Kern geht es bei der Reform um einen neuen Begriff von Pflegebedürftigkeit und die Frage, wie selbstständig ein Mensch ist.“ Grundsätzlich gelte: Niemand, der jetzt pflegebedürftig im Sinne des Pflegeversicherungsgesetzes (SGB XI) ist und einer der drei Pflegestufen zugeordnet wurde, erhält weniger als vorher. Alte Regelungen genießen Bestandsschutz. Die größte Umstellung: Statt in drei Pflegestufen wird der individuelle Pflegebedarf künftig in fünf Pflegegraden erfasst. Zur Einstufung beurteilt der Medizinische Dienst der Krankenkassen sechs Bereiche: Mobilität, geistige und kommunikative Fähigkeiten, Verhalten, Selbstversorgung, Umgang mit Erkrankungen und Belastungen sowie soziale Kontakte. Eine Überleitung aus den bisherigen Pflegestufen in die zukünftigen Pflegegrade bringe zunächst keine Nachteile für die individuelle Zuzahlung eines pflegebedürftigen Heimbewohners, so Christopher Durst. Ein Blick in die Details zeigt aber, wie wichtig eine individuelle Beratung ist. Denn für den Personenkreis der sogenannten Pflegestufe „0“ kann es im Einzelfall ab 2017 zu höheren Zuzahlungen kommen. Die Kunden von ambulanten Pflegediensten erhalten zukünftig in den fünf Pflegegraden mehr Geld, um Pflegeleistungen zu finanzieren. Die Broschüre wird von Caritas in NRW, dem Zusammenschluss der fünf Diözesan-Caritasverbände in Nordrhein-Westfalen, herausgegeben. „Sie liefert Patienten oder deren Angehörigen Basiswissen und gibt hilfreiche Tipps“, sagt Christopher Durst vom Diözesan-Caritasverband Paderborn. Erklärt wird auch, wie ein Pflegetagebuch geführt werden kann, um sich auf die Begutachtung zur Pflegebedürftigkeit vorzubereiten. Die Broschüre „So funktioniert die Pflegereform“ steht unter http://www.caritas-paderborn.de zum Download bereit.

Die Aktion Mensch hat ihre Programme vor allem in den Bereichen ehrenamtliches Engagement sowie Unterstützung von Menschen mit Traumaerfahrung und von unbegleiteten minderjährigen Flüchtlingen geöffnet. Förderanträge aus dem Bereich der Caritas werden automatisch an den Deutschen Caritasverband weitergeleitet. Dieser prüft die Anträge und schickt sie an Aktion Mensch weiter. Ausführliche Informationen zu den Förderbestimmungen finden Sie auf der Webseite der Aktion Mensch unter: http://bit.ly

Aktuelles Zitat: „Wir sind bereit, über alles zu reden, was mehr Sicherheit schafft.“ Heiko Maas gegenüber der dpa - 9. Januar 2017

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Arbeitsmarkt

Am 10. Februar 2017 zeigt 3sat/die woche um 09.15 Uhr den Film von Christiane Schwarz: Auslaufmodell Mensch Wann übernehmen die Maschinen? Maschinen, schlauer und schneller als der Mensch, das klingt nach Science-Fiction. Doch brillante Forscher auf der ganzen Welt arbeiten daran, dass dieses Szenario Realität wird. Eine Gefahr? Wissenschaftler arbeiten mit Hochdruck an einer Künstlichen Intelligenz, die diesen Namen auch verdient. Und machen dabei, unterstützt mit Milliardensummen großer High-Tech-Konzerne und dem Militär, rasant Fortschritte. Sollte der Durchbruch gelingen - und dafür gibt es zahlreiche Indizien - wird sich unser Leben radikal verändern. Die Frage ist nur, zum Guten oder zum Schlechten? Die ZDF-Reporterin Christiane Schwarz hat Träume mit Fakten verglichen: Wie weit sind die Forscher? Wem dienen und welche Ziele verfolgen sie? Schon heute - stellt die Reporterin fest - können Computer Menschen vorgaukeln, sie würden mit einem anderen Menschen kommunizieren. Doch sind sie lernfähig? Können sie komplexe Zusammenhänge durchschauen? Die Spurensuche führt die Reporterin von deutschen Autobauern über Japan, das Mutterland der Robotik, zu Waffenentwicklern in Dubai bis hin zu den großen Koryphäen der Roboterforschung. Anders als andere Filme über superschlaue Roboter ist es diesmal keine Zeitreise in fiktionale Welten, sondern ein Ritt durch die Realität.

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Asyl/Migration

Flucht und Migration: Herausforderungen und Chancen für Kommunen. Integration geflüchteter Menschen als Herausforderung, aber auch als Chance für Kommunen: Die vom Deutschen Verein herausgegebene Neuerscheinung erörtert die Anforderungen an Verwaltung, freie Träger und Zivilgesellschaft und zeigt anhand zahlreicher Praxisberichte, wie die Integration geflüchteter Menschen in den verschiedenen Handlungsfeldern gelingen kann. https://www.deutscher-verein.de

Flüchtlinge:

Für den besseren Schutz von Frauen und Kindern in Flüchtlingsunterkünften. Bundesweit werden 75 weitere Koordinatorenstellen gefördert. Die von UNICEF und dem Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ) ins Leben gerufene Bundesinitiative zum „Schutz von Frauen und Kindern in Flüchtlingsunterkünften“ wird erheblich ausgebaut: Bundesweit werden weitere 75 Koordinatorenstellen für Gewaltschutz gefördert. Bewerben können sich seit heute (Mittwoch) freie, kommunale und private Träger von Flüchtlingsunterkünften ebenso wie Einrichtungen in Landesträgerschaft. Das Verfahren zur Interessenbekundung endet am 10. Februar 2017. Bundesfamilienministerin Manuela Schwesig betont: „Frauen und Kinder vor Gewalt und Missbrauch zu schützen, ist unsere Pflicht. Wir dürfen den Schutz der Schwächsten nicht aus den Augen verlieren. Ich freue mich deshalb, dass wir unsere Bundesinitiative mit UNICEF in Flüchtlingsunterkünften erweitern und die Zahl der Koordinatorenstellen vervierfachen“, so Manuela Schwesig. „Kinder und ihre Familien sollten grundsätzlich möglichst kurz in Not- und Gemeinschaftsunterkünften bleiben. Solange sie sich dort aufhalten, müssen sie vor Gewalt und Missbrauch geschützt werden und Zugang zu strukturierten Spiel- und Lernangeboten haben“, führt Kirsten Di Martino, Country Coordinator, Refugee and Migrant Response – Germany, UNICEF, aus. „Dass sich künftig 75 weitere Koordinatoren um besseren Schutz in Einrichtungen kümmern und ihr Wissen in ihre Netzwerke weitertragen werden, ist ein wichtiger Schritt in diese Richtung.“ Die Initiative wurde im vergangenen Jahr mit der Förderung von bundesweit 25 Koordinatorenstellen gestartet. Ziel ist es, die Sicherheit von Kindern, Frauen und Jugendlichen sowie anderen besonders schutzbedürftigen Personen in Not- und Gemeinschaftsunterkünften zu verbessern. Zusammen mit den Leitern der Unterkünfte entwickeln und implementieren die Koordinatorinnen und Koordinatoren spezifische Schutzkonzepte und verfolgen ihre Umsetzung. Sie sind die zentralen Ansprechpersonen für Bewohnerinnen und Bewohner sowie für Beschäftigte in den Flüchtlingsunterkünften. Zu ihren Aufgaben gehört auch die Organisation von Schulung der in der Einrichtung tätigen Personen, die von UNICEF und Partnern, u.a. zu Fragen des Kinderschutzes, kinderfreundlichen Orten und entsprechenden Angeboten entwickelt wurden. Zudem organisieren die Koordinatorinnen und Koordinatoren die Zusammenarbeit mit Partnern vor Ort und informieren die Bewohnerinnen und Bewohner über ihre Rechte sowie über Angebote zur Integrationsförderung. Das BMFSFJ fördert jede Koordinatorenstelle mit jährlich 40.000 Euro. Als Leitlinie für die Erstellung und Umsetzung von Schutzkonzepten in den Einrichtungen dienen die im Juli 2016 von UNICEF, BMFSFJ und weiteren Partnern veröffentlichten Mindeststandards: https://www.bmfsfj.de. Überdies fördert das BMFSFJ gemeinsam mit der Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) die Umsetzung baulicher Schutzmaßnahmen. Hierfür können Kommunen vergünstigte Investitionskredite in Anspruch nehmen: https://www.kfw.de. Weitere Informationen zum Interessenbekundungsverfahren finden Sie unter: www.gewaltschutz-gu.de

Neues Bundesmodellprogramm "Starke Netzwerke Elternbegleitung für geflüchtete Familien". Das Interessenbekundungsverfahren hierfür wurde gestartet. Genauere Informationen bietet ein Infoblatt unter https://www.elternchance.de. Das Programm spricht Träger bzw. Einrichtungen der Kinder-, Jugend- und Familienhilfe an, die bereits über zertifizierte Elternbegleiter(innen) verfügen und in der Flüchtlingsarbeit aktiv sind. Es soll dabei unterstützen, aufsuchende/ niedrigschwellige Begleitungs- und Beratungsangebote zu entwickeln. Ob Familienbildungsstätte, Kita, Hort: Gefördert werden freie und öffentliche Träger der Kinder,- Jugend- und Familienhilfe, die sich zu einem Netzwerk zusammengeschlossen haben. Jeder Standort wird in einer Höhe von bis zu 50.000 € pro Jahr unterstützt.

Materialien der Bundeszentrale für politische Bildung

  • Das Thema Krieg und Frieden ist allgegenwärtig innerhalb der politischen und gesellschaftlichen Diskussion. In diesem Zusammenhang sind fundierte empirische Kenntnisse eine wichtige Voraussetzung, um zielführende Diskussionen zu initiieren und auf eine begründete Basis zu stellen. Mit Hilfe des Portals werden in verschiedenen thematischen Modulen wichtige Grundinformationen als interaktive Karten dargestellt, die durch Infografiken sowie themenvertiefende Texte veranschaulicht werden. So wird ein breiter und anschaulicher Zugang zu wichtigen Daten und Fakten zu Krieg und Frieden ermöglicht, um die eigene Reflexion politischer Handlungsoptionen zu fördern. http://sicherheitspolitik.bpb.de
  • Dossier: Innerstaatliche Konflikte - Konfliktportrait Syrien. Der Syrien-Krieg hat mehr als 250.000 Menschenleben gefordert und die Hälfte der Bevölkerung (ca. 24 Mio.) zu Flüchtlingen gemacht. Die gemäßigte Opposition wurde zwischen syrischem Regime und IS fast aufgerieben. Die russische Intervention stärkt das Regime, bringt aber auch Bewegung in die Verhandlungen. http://www.bpb.de
  • Falter Extra: Fluchtgeschichten. Wisam und Kibrom sind aus ihrer Heimat geflohen. Sie haben viele Hundert Kilometer hinter sich, als sie in Deutschland ihre Geschichte erzählen. Ihre Erlebnisse zeigt der Falter als illustrierte Interviewstrecke. So werden die beiden Fluchtgeschichten aus Syrien und Eritrea Station für Station nachvollzogen. http://www.bpb.de
  • Dossier: Kinder sehen Krieg. Krieg ist Kinderalltag. Täglich hören Kinder und Jugendliche Opferzahlen im Radio, fangen Geschichten aus Gesprächen auf, sehen Fernsehbilder von Terror und Katastrophen. Die Krisen der Welt lassen sich schon lange nicht mehr aus unseren Kinderzimmern sperren. Umso wichtiger ist es, die Kinder mit den Fragen und Ängsten nicht allein zu lassen. In drei Kapiteln erschließt das Dossier dazu die Erlebnisse und Bildwelten der Kinder. Es stellt Kindernachrichten aus der ganzen Welt vor und gibt Pädagogen Richtlinien an die Hand, wie sie Kindern beim Umgang mit Kriegsbildern helfen können. http://www.bpb.de
  • Aus Politik und Zeitgeschichte (8/2016): Syrien, Irak und Region. In den Bürgerkriegen in Syrien und im Irak machen sich die Regierungen, Rebellen unterschiedlicher Couleur, Kurden und der sogenannte Islamische Staat Territorien wechselseitig streitig. Beide Länder sind zudem Schauplatz konfessioneller und politisch-ideologischer Konflikte Dritter. Zurzeit will keine Großmacht die Regie für die Konfliktregulierung in Syrien und die Bekämpfung des IS in der Region übernehmen. Was kann die internationale Gemeinschaft tun? Militärisch intervenieren, noch mehr Sanktionen verhängen, in Wien, Genf und anderswo weiterverhandeln? Konsens besteht lediglich über die Notwendigkeit, die Situation der Flüchtlinge vor allem in den Nachbarländern Syriens zu verbessern. http://www.bpb.de

Am Mittwoch, den 8. Februar 2017 zeigt 3sat/die woche um 12.00 Uhr einen Film von Norman Striegel: Angekommen? Wie Flüchtlinge Europäer werden "Wir sind die Generation ohne Identität", sagt Naiem in fließendem Englisch. Der Afghane ist vor 13 Jahren vor der radikal-islamischen Taliban nach Europa geflüchtet. Sein Ziel war Deutschland. Doch bis heute lebt er auf der griechischen Insel Lesbos, dort wo er vor 13 Jahren auf seiner Flucht über die Türkei mit einem Ruderboot gestrandet ist. Naiem arbeitet als Übersetzer für eine Hilfsorganisation. Und solange er und seine Frau anderen Flüchtlingen helfen können, will er auf der Insel bleiben. Das eigene Schicksal treibt ihn dazu an. Naiems Schwester Leila hat es dagegen bis nach Deutschland geschafft und ist als Flüchtling anerkannt. Vor sechs Jahren kam sie mit ihrer Tochter Sara nach Velbert bei Düsseldorf. Ihr Mann Ahmad kam erst zwei Jahre später nach Deutschland. Er war auf der Flucht in Griechenland zurückgeblieben, hatte Probleme mit Geld und Papieren, eine große Belastungsprobe für die junge Familie. Heute sind sie glücklich vereint und haben Zuwachs. Tochter Dorsa ist gut ein Jahr alt. Ihre ältere Schwester Sara ist inzwischen zehn, geht in die vierte Klasse, spricht akzentfrei Deutsch. Leila und ihr Bruder Naiem tun alles, um sich in der neuen Heimat zu integrieren. Sie wollen Europäer werden, ohne ihre kulturellen Wurzeln zu verlieren. Der Weg zurück ist unwahrscheinlich. Die Flüchtlinge sind in einem Dilemma. Leila drückt es in gebrochenem Deutsch etwa so aus: "Wenn Afghanistan einmal ein sicheres Land sein sollte, dann würde ich vielleicht zurück wollen, aber meine Kinder nicht." Filmemacher Norman Striegel hat das Geschwisterpaar vor fünf Jahren schon einmal mit der Kamera begleitet. Damals stand Deutschland noch nicht vor der historischen Herausforderung, über eine Million Asylsuchende unterzubringen. Nun schaut er noch einmal genau hin: Was ist aus Leila und Naiem geworden? Wie wirkt sich der Ansturm neuer Flüchtlinge auf sie aus? Und sind sie wirklich in unserer Gesellschaft angekommen? - "In Afghanistan sind wir nicht sicher", sagt Naiem, "und in Europa sind und bleiben wir Flüchtlinge."

Rechtliche Betreuung

Arbeitshilfe für ehrenamtliche rechtliche Betreuer. Ordner mit Erläuterungen zum Betreuungsrecht, Checklisten und Musterbriefen. Die Neuauflage der Arbeitshilfe der Arbeitsstelle Rechtliche Betreuung DCV, SkF, SKM ist zu beziehen/bestellen über die Internetseiten des SKM Bundesverbandes: www.skmev.de und www.kath-betreuungsvereine.de

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Ehrenamt/Bürgerschaftliches Engagement

Wir freuen uns, Ihnen ein Angebot weiterleiten zu können, das es haupt- und ehrenamtlich Tätigen unter dem Dach der Caritas ermöglicht, Event- und Kulturveranstaltungen vergünstigt zu besuchen. Das Unternehmen „Ticketsprinter“ mit Sitz in Frankfurt, hat in Absprache mit dem CSR-Kompetenzzentrum im Deutschen Caritasverband auf deren Homepage folgenden Zugang für Interessierte eingerichtet: https://caritas.mitarbeiteraktionen.de. Man registriert sich dort mit der privaten Emailadresse und dem Zugangscode: csr-caritas2017. Dieses Angebot ist auch für ehrenamtlich Tätige nutzbar. Ein geldwerter Vorteil entsteht dabei nicht.

Die CaritasStiftung für das Erzbistum Paderborn schreibt den Pauline-von-Mallinckrodt-Preis 2017 aus. Im Mittelpunkt stehen Projekte und Initiativen, die Menschen Heimat geben. Mit dem Pauline-von-Mallinckrodt-Preis würdigt die CaritasStiftung für das Erzbistum Paderborn beispielhafte und innovative Projekte ehrenamtlicher Caritas-Arbeit. Unter dem Motto „Heimat geben“ werden in diesem Jahr ehrenamtliche Gruppen und Initiativen geehrt, die sich dafür einsetzen, dass auch jene, die sonst ausgegrenzt und an den Rand gedrängt werden, dazugehören. „Wenn von Heimat die Rede ist, geht es um mehr als nur um Orte, Regionen oder ein Land, es geht auch um Identität, Vertrautheit und Geborgenheit. Jeder Mensch braucht einen Ort, an dem er sich Zuhause fühlt. Doch nicht jeder Mensch hat das Glück, ein Zuhause zu haben“, sagt Domkapitular Dr. Thomas Witt, Kuratoriumsvorsitzender der CaritasStiftung für das Erzbistum Paderborn. Die Caritas möchte jenen, die ihr Zuhause, ihre Familie oder ihr soziales Netz verloren haben dabei unterstützen, eine neue Heimat zu finden. Mit dem Pauline-von-Mallinckrodt-Preis 2017 möchte die CaritasStiftung Projekte und Initiativen würdigen, die sich dafür starkmachen, allen Menschen einen Ort zu geben, wo Begegnungen möglich sind, wo Geborgenheit spürbar und Anerkennung erfahrbar wird. Nominiert werden können Gruppen und Initiativen, die zum Beispiel Treffpunkte und Möglichkeiten der Begegnung und des Austausches für einsame, kranke und wohnungslose Menschen organisieren. Ebenso nominiert werden können Projekte, die Flüchtlingen und Migranten helfen, eine neue Heimat zu finden. Vorschläge für den Pauline-von-Mallinckrodt-Preis können bis zum 30. April bei der CaritasStiftung für das Erzbistum Paderborn eingereicht werden. Die Preisverleihung findet am 29. Juli beim Caritas-Tag im Rahmen des Liborifestes in Paderborn statt. Wie schon im Vorjahr werden auch diesmal wieder drei Preise verliehen. Der erste Preis ist mit 2.500 Euro, der zweite Preis mit 1.500 und der dritte Preis mit 1.000 Euro dotiert. Die Preisträger werden von einer unabhängigen Jury ausgewählt, zu der Vertreter der CaritasStiftung, der Orts- und Kreis-Caritasverbände, der Caritas-Konferenzen sowie der Kongregation der Schwestern der Christlichen Liebe gehören. Weitere Infos bei der CaritasStiftung für das Erzbistum Paderborn, Am Stadelhof 15, 33098 Paderborn, Tel. 05251/209-227; Fax 05251/209-202; E-Mail: stiftung@caritas-paderborn.de

Familie 

10 Jahre Elterngeld. Die bekannteste Familienleistung feiert Geburtstag. Vor zehn Jahren, am 1.1.2007, wurde das Elterngeld eingeführt – der Beginn einer Erfolgsgeschichte: Denn seitdem haben acht Millionen Mütter und Väter diese Familienleistung bezogen. Die Resonanz ist eindeutig: 82 Prozent der Bezieherinnen und Bezieher sagen, dass das Elterngeld besonders wichtig für ihr Familieneinkommen ist. Die Einführung des Elterngeldes im Jahr 2007 markiert einen Richtungswechsel in der Familienpolitik. Mit den sogenannten Partnermonaten, die der Familie nur dann zustehen, wenn beide Elternteile Elterngeldmonate in Anspruch nehmen, wurden erstmals beide Eltern in ihrer Familienverantwortung angesprochen und väterliches Engagement durch zusätzliche Elterngeldmonate belohnt. Inzwischen nehmen 34 Prozent der Väter Elterngeldmonate in Anspruch - in einigen Regionen sind es sogar bis zu 58 Prozent. Vor der Einführung des Elterngeldes waren es durchschnittlich etwa zwei Prozent. Diese Entwicklung führt dazu, dass immer mehr Mütter früher wieder in den Beruf einsteigen. Mit dem ElterngeldPlus wurde die Leistung im Jahr 2015 modernisiert und genauer an die Wünsche und Bedürfnisse junger Eltern von heute angepasst. Das ElterngeldPlus erleichtert die Kombination aus Teilzeitarbeit und Elterngeldbezug und begünstigt zudem eine partnerschaftliche Aufteilung der Elterngeldmonate zwischen Mutter und Vater. Der Partnerschaftsbonus soll Eltern dazu ermutigen, sich für ein partnerschaftliches Zeitarrangement zu entscheiden. So besteht die Möglichkeit, vier weitere Monate ElterngeldPlus zu nutzen, wenn Mutter und Vater in vier aufeinanderfolgenden Monaten gleichzeitig zwischen 25 und 30 Wochenstunden arbeiten. Der Partnerschaftsbonus kommt besonders bei den Vätern gut an: Bis zu 41 Prozent der Väter, die ElterngeldPlus beantragen, entscheiden sich zugleich für den Partnerschaftsbonus. Das ElterngeldPlus richtet sich vor allem an Eltern, die früher in den Beruf zurückkehren möchten. Wenn beide Eltern gleichzeitig zwischen 25 und 30 Wochenstunden arbeiten, erhalten sie zusätzliche Monatsbeträge. Obwohl es erst zwei Jahre alt ist, haben es bereits 150.000 Eltern in Anspruch genommen. Das zeigt, dass wir mit der Leistung den Wünschen und den Bedürfnissen der heutigen Eltern gerecht werden. http://www.bmfsfj.de

Mit einem Leitfaden möchte die Katholische Hochschule Freiburg Studierende ermutigen sich der Herausforderung „Studieren mit Kind“ zu stellen. Unterstützungsmöglichkeiten, die das Studieren mit Kind erleichtern, relevante Gesetze, Verordnungen und Informationen sind übersichtlich zusammengestellt und bieten interaktive Möglichkeiten, direkt per Link zu den entsprechenden Antragsformularen zu gelangen. Der Leitfaden steht unter: http://bit.ly

Änderungen bei Kinderzuschlag, Kindergeld und Kinderfreibetrag ab 2017. Mehr Geld für Familien mit kleinen Einkommen: Für Eltern mit niedrigem Einkommen wird der Kinderzuschlag zum Jahresbeginn 2017 erhöht. Nach einer ersten Erhöhung im Juli 2016 auf 160 Euro beläuft sich der Kinderzuschlag ab dem 1. Januar auf 170 Euro, teilte das Bundesfamilienministerium in einer Pressemitteilung mit. https://www.bmfsfj.de. Kindergeld und Kinderfreibetrag werden zum 01. Januar 2017 ebenfalls erhöht. Ab dem Jahreswechsel können Familien mit einem Anstieg des Kindergeldes um zwei Euro monatlich rechnen. Der Kinderfreibetrag wird um 108 Euro auf 4.716 Euro /Jahr angehoben. Zum 01. Januar 2018 steigt das Kindergeld nochmals um weitere zwei Euro pro Monat. Auch der Kinderfreibetrag steigt zum 1. Januar 2018 nochmals um weitere 72 Euro auf dann 4.788 Euro/Jahr. Ab 2017 beträgt das Kindergeld: für das erste und zweite Kind 192 Euro pro Monat, für das dritte Kind 198 Euro, für das vierte und jedes weitere Kind 223 Euro.

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Fortbildung/Tagungen

 Der Siebte Bericht zur Lage der älteren Generation in der Bundesrepublik Deutschen liegt vor und er bietet eine umfangreiche Analyse, welche Beiträge kommunale Politik und örtliche Gemeinschaften zur umfassenden Teilhabe älterer Menschen, zum Erhalt der selbständigen Lebensführung und zu einem aktiven Altern leisten können. Der Deutsche Verein stellt unter dem Titel „Sorge und Mitverantwortung in der Kommune – Aufbau und Sicherung zukunftsfähiger Gemeinschaften “ am 27. März 2017, 10.30 –16.30 Uhr zentrale Ergebnisse des Siebten Altenberichts vor. Die Veranstaltung wird in der Katholischen Akademie in Berlin stattfinden. Bitte merken Sie sich diesen Termin vor! Wir würden uns freuen, wenn Sie an der Veranstaltung teilnehmen können. Gerne können Sie schon jetzt die Onlineanmeldung unter https://www.deutscher-verein.de nutzen.

„Vielfalt verbindet" - so lautet das Motto der Interkulturellen Woche 2017. Zur Vorbereitungstagung lädt der Ökumenische Vorbereitungsausschuss am 17. und 18. Februar 2017 ins Stephansstift in Hannover ein. Ein sehr breites Themenspektrum ist bei dieser Vorbereitungstagung der Inhalt verschiedener Arbeitsgruppen. Darüber hinaus stehen Diskussionsrunden mit politisch Verantwortlichen auf dem Programm. Weitere Infos auch zur Anmeldung: http://www.interkulturellewoche.de. Anmeldeschluss ist der 06. Februar 2017.

Die Fortbildungs-Akademie des Deutschen Caritasverbandes e.V. bietet demnächst folgende Veranstaltungen an:

  • Konflikte in Gruppen und Teams (S17003): Mit TZI auf dem Weg zur Arbeitsfähigkeit: Seminar von 27.03.2017 bis 31.03.2017 in Freiburg: Die Fortbildungs-Akademie bietet vom 27. bis 31. März 2017 wieder ein Seminar „Konflikte in Gruppen und Teams - Mit TZI auf dem Weg zur Arbeitsfähigkeit“ an. Dass bei der Arbeit in Teams, Gruppen und bei der Mitarbeiterführung Konflikte entstehen ist normal.  Voraussetzung dafür, dass wieder ein motivierendes, produktives und die effektive Arbeit förderndes Klima entstehen kann, ist, dass der Konflikt erkannt wird und versucht wird, diesen fair zu lösen. Für den professionellen Umgang mit Konflikten benötigt man Fähigkeiten im methodischen und im persönlichen Bereich. Im Seminar wird die persönliche Auseinandersetzung mit dem eigenen Konfliktverhalten angeregt und ein methodisches Handeln trainiert und reflektiert. Das Seminar richtet sich an Personen mit TZI-Erfahrung, z. B. Absolventen der Kursreihen Themenzentrierte Interaktion und Didaktik in der Erzieherinnen- bzw. Fachschul-Ausbildung, sowie an andere Interessierte. Preis: 520,00 € zzgl. Unterkunft und Verpflegung. Ansprechpartnerin: Andrea Bartsch, Tel: 0761/200-1703, Email: andrea.bartsch@caritas.de
  • Der Wurm muss dem Fisch schmecken, nicht dem Angler!  (S17044). Wirksame Öffentlichkeitsarbeit in der sozialen Arbeit. Seminar von 13.03.2017 bis 15.03.2017 in Freiburg. Nach nun schon zwei erfolgreichen Seminaren zum Thema Öffentlichkeitsarbeit, heißt es auch in 2017 wieder: „Der Wurm muss dem Fisch schmecken, nicht dem Angler! Wirksame Öffentlichkeitsarbeit in der sozialen Arbeit“. Das Seminar wendet sich an Mitarbeitende in Einrichtungen und Diensten der Caritas und anderer sozialer Dienstleister, die u.a. mit Marketing beschäftigt sind - ohne dass Sie eine spezielle Qualifikation in diesem Bereich haben. Wir werden folgende Fragen klären: Was heißt überhaupt Marketing oder Öffentlichkeitsarbeit für soziale Anliegen und Angebote? Wen wollen wir mit unseren Maßnahmen erreichen? Muss man immer viel Geld in die Hand nehmen, um wirkungsvoll zu sein? Es geht um Grundlagen, Ziele und Strategien von Öffentlichkeitsarbeit (ÖA) und Marketing und um hilfreiche Instrumente dafür. Das Seminar findet vom 13.-15. März 2017 in Freiburg statt. Die ausführliche Ausschreibung und das Anmeldeformular finden Sie unter folgendem Link: http://www.fak-caritas.de Preis: 390,00 € zzgl. Unterkunft und Verpflegung. Ansprechpartnerin: Andrea Bartsch, Tel: 0761/200-1703, E-Mail: andrea.bartsch@caritas.de
  • Sand im Betriebe? (S17053) Als betriebswirtschaftlich Verantwortliche/r wirksam handeln. Seminar von 10.05.2017 bis 12.05.2017 in Essen. Als Verantwortlicher für Finanzen ein Sympathieträger in der Organisation zu sein, ist eine Herausforderung. Und selbst wenn man diesen Anspruch gar nicht hat, ist es doch seltsam, unbefriedigend oder  sogar erschreckend, wie wenig wirksam manche Informationen, Interventionen oder Strukturen oder 'Tools' sind. Deshalb bietet die Fortbildungs-Akademie das Seminar „Sand im Betriebe?“ an. Darin geht es um die Frage der Wirksamkeit der eigenen betriebswirtschaftlichen Steuerung - mit Blick auf die eingesetzte Methodik, v.a. aber auch mit Blick darauf, wie Mitarbeitende, Klienten und andere das Thema Finanzen in der Organisation erleben. Sie werden in diesem Seminar den Einsatz betriebswirtschaftlicher Steuerungsinstrumente fachlich reflektieren. Und Sie werden ungewohnte Perspektiven einnehmen und damit hilfreiche neue Zugänge zum Thema „Finanzen in meiner Organisation“ erkunden können. Das Seminar findet statt vom 10. bis 12. Mai 2017 in Essen. Preis: 480,00 € zzgl. Unterkunft und Verpflegung. Inhaltlicher Ansprechpartner: Daniel Ham, Tel: 0761/200-1704, E-Mail: daniel.ham@caritas.de
  • Rechtsfragen bei Presse-, Öffentlichkeitsarbeit und bei Publikationen im Internet (S17060). Seminar von 15.03.2017 bis 16.03.2017 in Freiburg. Bei Presse- und Öffentlichkeitsarbeit sowie verbandsinterner Kommunikation treten auch in Caritasorganisationen und bei anderen kirchlichen Trägern zahlreiche rechtliche Fragen auf. Die Fortbildungs-Akademie des DCV bietet daher auch 2017 wieder das Seminar „Rechtsfragen bei Presse-, Öffentlichkeitsarbeit und bei Publikationen im Internet“ an - von Mittwoch, den 15. bis Donnerstag, den 16. März 2017 in Freiburg. In diesem Seminar wird auf wesentliche Probleme wie beispielsweise Urheberrecht, Recht am eigenen Bild, Mailings, Haftung u.v.m. eingegangen; der rechtliche Rahmen wird verständlich aufgezeigt und Lösungsansätze werden beschrieben. Da keine Organisation mehr Öffentlichkeitsarbeit ohne Internet und E-Mail betreiben kann, werden wir auch vertieft auf die besonderen Probleme bei Online-Publikationen eingehen. Preis: 290,00 € zzgl. Unterkunft und Verpflegung. Ansprechpartnerin: Andrea Bartsch, Tel: 0761/200-1703, E-Mail: andrea.bartsch@caritas.de
  • BWL in der Caritas: Vertiefung (S17069) für Verantwortliche ohne kaufmännische Ausbildung. Seminar von 24.04.2017 bis 26.04.2017 in Frankfurt/M. Als Führungskraft innerhalb der Caritas auch in betriebswirtschaftlichen Zusammenhängen denken und handeln zu können, ist in allen Arbeitsbereichen notwendig geworden. Für Verantwortungsträger ohne kaufmännische Ausbildung ist es deshalb wichtig, die zentralen betriebswirtschaftlichen Begriffe und Prinzipien zu kennen sowie die Zusammenhänge zu verstehen. Die Teilnehmer dieses Seminars erwerben ein vertieftes Wissen in Betriebswirtschaft, insbesondere zu Themen wie Finanzierung und Investitionen. Sie werden befähigt, Zusammenhänge und Auswirkungen ihrer eigenen Entscheidungen aus betriebswirtschaftlicher Sicht vertieft zu beurteilen. Anhand von Übungsbeispielen trainieren die Teilnehmer ihr neu erworbenes unternehmerisches Wissen und Denken. Preis: 490,00 € zzgl. Unterkunft und Verpflegung. Ansprechpartner: Daniel Ham, Tel: 0761/200-1704, E-Mail: daniel.ham@caritas.de

Nähere Auskünfte: Fortbildungs-Akademie des Deutschen Caritasverbandes e.V., Wintererstr. 17-19, 79124 Freiburg, Tel. 0761/200-538, Fax -199, E-Mail akademie@caritas.de , Internet: www.fak.caritas.de, www.caritas-akademien.de.

In vielen Einrichtungen und Diensten der Altenhilfe gehört die Zusammenarbeit mit Migranten und/oder Flüchtlingen zum Alltag. An kaum einer Einrichtung geht die Auseinandersetzung mit diesem Thema vorbei, denn: auf der einen Seite steht der enorme Mangel an geeigneten und qualifizierten Mitarbeiter/innen, auf der anderen Seite leben in Deutschland viele Menschen, die in den letzten Monaten und Jahren nach Deutschland gekommen sind und arbeiten möchten. Aber unter welchen Voraussetzungen passt beides zusammen? Die entscheidende Frage ist, wie können geeignete (geflüchtete) Menschen in Einrichtungen der Pflege integriert, qualifiziert und beschäftigt werden. Diesen Fragen gehen wir im Rahmen der Fachtagung „Integration von Flüchtlingen in die Pflege“ am 30.03.2017 im Spenerhaus in Frankfurt nach. Aufschlussreiche Vorträge zu Unterstützungsmöglichkeiten und unterschiedliche praktische Beispiele regen an und zeigen Wege zur Integration von Flüchtlingen in die Pflege auf. Wir laden hiermit herzlich zur Teilnahme ein und freuen uns schon auf einen lebendigen Austausch und den Erkenntnisgewinn! Gerne können Sie die Einladung an interessierte Kolleginnen und Kollegen weitergeben. Die Tagung richtet sich insbesondere an DiCV-Referenten, Einrichtungsleitungen und Pflegedienstleitungen in der stationären Altenhilfe, Personalverantwortliche, Schnittstellenmitarbeiter aus dem Bereich Migration/Integration und Altenhilfe. Weitere Infos: https://www.meine-caritas.de.

Was sind die Gefahren des zunehmenden Rechtspopulismus, woran genau ist er festzumachen, und vor allem: Was kann und muss die Zivilgesellschaft ihm entgegensetzen – neben anderen Akteuren auch die Caritas? Diese Fragen beantwortet der Fachtag „Populismus macht sprachlos – schlagfertig antworten!“ am 3. Mai 2017 im Caritasverband Frankfurt/M. Veranstalter ist der Deutsche Caritasverband mit seiner Demografie-Initiative. Anmeldungen sind bis 7. April 2017 erwünscht an: carmen.perez@caritas.de. Der Fachtag möchte im Vorfeld der Bundestagswahl im Herbst 2017 Impulse für alle Interessierten und Multiplikatoren geben, die sich vor Ort in den Verbänden mit ihren vielfältigen Einrichtungen und Diensten, aber auch in den Kommunen einsetzen wollen: für eine demokratische Kultur der politischen Auseinandersetzung, für den Zusammenhalt der Gesellschaft.

Jugendhilfe 

Jugendschutz geht zur Schule! Kinder- und Jugendschutz als Aufgabe der Schulsozialarbeit. Die Zusammenarbeit von Jugendhilfe und Schule ist gesetzlich vorgesehen (§ 81 SGB VIII) und in vielen Handlungsfeldern schon gewachsene Praxis. Schulsozialarbeit ist eine besonders geeignete Form dieser Kooperation. Schulsozialarbeiter sehen sich im Rahmen ihres sozialpädagogischen Handelns immer wieder mit jugendschutzrelevanten Themen/Problemen konfrontiert – dabei sind sowohl Prävention als auch Intervention gefragt.  In der Publikation wird die (erfolgreiche) Kooperation der beiden Akteure Jugendschutz und Jugend- bzw. Schulsozialarbeit in den verschiedenen Handlungsfeldern thematisiert. Ziel der Beiträge ist es, die Kooperation zu befördern und die Akteure zu vernetzen und in Austausch zu bringen.

  • Prof. Dr. Nicole Pötter: Kinder- und Jugendschutz als Aufgabe der Schulsozialarbeit
  • Prof. Dr. Anke Spies/Katja Knapp: Schulsozialarbeit und erzieherischer Kinder- und Jugendschutz – Herausforderungen und Perspektiven in der Kooperation und Vernetzung
  • Prof. Dr. Andreas Lange: Schulsozialarbeit in der spät-modernen radikalisierten Gesellschaft: Beiträge der Soziologie
  • Stephanie Haupt / Prof. Dr. Nicole Ermel: Junge Menschen stärken – wie erzieherischer Kinder- und Jugendschutz und schulische Präventionsarbeit gemeinsam gelingen
  • Klaus Umbach: Zielgruppen von Schul- und Jugendsozialarbeit im Fokus des Kinder-und Jugendschutzes
  • Thomas A. Fischer: Schulsozialarbeit – Neue Wege und Perspektiven für die Kinder- und Jugendkriminalitäts-prävention
  • Lydia Schönecker / Dr. Thomas Meysen: Schutzauftrag nach § 4 KKG in der Schule
  • Prof. Dr. Susanne Dern / Prof. Dr. Regine Morys / Prof. Dr. Bettina Müller: Bearbeitung und Vermeidung von Diskriminierung. Eine Aufgabe von Schule und Schulsozialarbeit – Erkenntnisse aus dem Forschungsprojekt „SalsA“
  • Dr. Daniel Hajok / Peter Siebert / Sven Kruppik: Digital Na(t)ives. Ein Projekt macht Schule!
  • Ingo Weidenkaff / Pia Conrady: Der Jugendschutzparcours stop & go. Jugendschutz in aller Munde

Bundesarbeitsgemeinschaft Kinder- und Jugendschutz (Hrsg.:): Jugendschutz geht zur Schule! Kinder- und Jugendschutz als Aufgabe der Schulsozialarbeit. Berlin 2016. 164 Seiten. EUR 10,-. ISBN 978-3-00-055461-2. Der Blickpunkt Kinder- und Jugendschutz 2016 mit dem Titel »Jugendschutz geht zur Schule! Kinder- und Jugendschutz als Aufgabe der Schulsozialarbeit« kann zum Preis von EUR 10,- beim Herausgeber bestellt werden:
Bundesarbeitsgemeinschaft Kinder- und Jugendschutz, Mühlendamm 3, 10178 Berlin, Fax: 030-400 40 333, Mail: info@bag-jugendschutz.de, Online unter: www.bag-jugendschutz.de

Save the date: Kooperationsfachtagung „Extrem... Radikal... Orientierungslos!? - Politischer und religiöser Radikalisierung von Jugendlichen vorbeugen“ am 31. Mai 2017 in Frankfurt/M. Der Deutsche Caritasverband e.V., Referat Kinder, Jugend, Familie, Generationen, und die Bundesarbeitsgemeinschaft Kinder- und Jugendschutz e.V. (BAJ) führen am Mittwoch, den 31. Mai 2017in der Bildungsstätte des Landessportbund Hessen e.V, Frankfurt/M. eine Kooperationsveranstaltung „Extrem... Radikal... Orientierungslos!? - Politischer und religiöser Radikalisierung von Jugendlichen vorbeugen“ durch. Aktuelle Studien zeigen, dass Jugendliche rechtspopulistische und rechtsextreme Positionen einnehmen. Ebenso nimmt die Zahl der Jugendlichen zu, die sich religiös radikalisieren. Betroffen sind hiervon insbesondere Heranwachsende, die Ausgrenzungen und Perspektivlosigkeit erleben. Für die Kinder- und Jugendhilfe / Kinder- und Jugendschutz gilt daher, sich mit diesen Phänomenen zu befassen und den Jugendlichen präventiv Alternativen anzubieten. Die Fachtagung wird sowohl den Ursachen rechtsextremer/ rechtspopulistischer und salafistischer Radikalisierung nachgehen und präventive Handlungsmöglichkeiten aufzuzeigen. Bitte merken Sie sich den Termin vor und leiten Sie den Veranstaltungshinweis an mögliche Interessierte weiter.

Im Dezember 2016 wurde die neue PISA – Studie veröffentlicht. Sie erforscht den Zusammenhang von sozialer Herkunft und Bildung. Die PISA – Studie zeigt, dass im Deutschen Bildungssystem einige positive Entwicklungen zu erkennen sind, aber noch immer ist es außergewöhnlich stark von der sozialen Herkunft abhängig, wie erfolgreich ein junger Mensch seine Schullaufbahn meistert. Signifikant benachteiligt sind junge Menschen mit Zuwanderungshintergrund. http://www.pisa.tum.de.

No Hate Speech. Gegen Hass im Internet. Kinder- und Jugendschutz in Wissenschaft und Praxis –KJug 1/2017. Die Alltagssprache von Jugendlichen ist oftmals ruppig, zynisch und gewollt abwertend, aber Beleidigungen, Hetze und Bedrohungen, die vorrangig (anonym) in Internetforen oder auf Facebook gegen Personen, die aufgrund ihrer Hautfarbe, ihrer (vermeintlichen) Herkunft, ihrer Religion, ihres Geschlechts oder ihrer sexuellen Orientierung, einer bestimmten Gruppe zugeschrieben werden, gehen weit darüber hinaus. Hate Speech ist (digitale) gruppenbezogene Menschenfeindlichkeit. Pädagogische Fachkräfte müssen sich immer häufiger mit diesem Phänomen auseinandersetzen. Neben Interventionen in konkreten Situationen, sollten sie auch präventiv reagieren (können). Die Autorinnen und Autoren der Ausgabe 1-2017 von KJug bieten in ihren Beiträgen Informationen und Handlungsempfehlungen, um u.a. Gegenstrategien in der politischen Bildung und der Medienkompetenzförderung zu entwickeln. Beiträge zum Thema:

  • Dr. Daniel Hajok: Hate Speech. Mit Hassreden in eine neue Kommunikationskultur?
  • Matthias Felling, Nora Fritzsche: Hass im Netz. Hate Speech als Herausforderung für die pädagogische Arbeit mit Jugendlichen
  • Christina Dinar: Flüchtlingsfeindlichkeit im Netz: Wie kann Gegenrede in die pädagogische Praxis übersetzt werden?
  • Dana Buchzik, Sami Rauscher: Kontern statt schweigen. Die No Hate Speech-Kampagne des Europarats empowert Betroffene von Hass im Netz
  • Anja Puneßen: Hate Speech / Rechtsfragen
  • Dr. Daniela Piontek, Tessa-Virginia Hannemann (Fachbeitrag): Neue psychoaktive Substanzen – ein Überblick
  • Malte Mühlsteff (Aus der Hochschule): Zur Konstruktion des Flüchtlingsbildes in der lokalen Medienberichterstattung am Beispiel Hamburgs
  • Sigmar Roll (Recht und Rechtsprechung): Cybermobbing – Was tun, wenn die Täter immer jünger werden?
  • Anja Puneßen (Die Jugendschutzfrage): Handykauf & Co. Was dürfen Kinder eigentlich wirklich von ihrem
    Taschengeld kaufen?
  • Carolin Hoch (Die aktuelle Studie): Straßenjugendliche in Deutschland

Der Ausgabe 1-2017 liegt darüber hinaus das Dossier „Medienpädagogische Elternarbeit in einer mediatisierten Gesellschaft“ bei, in dem Angebote der Landesstellen/Landesarbeitsgemeinschaft für Kinder- und Jugendschutz dargestellt werden, die sich unmittelbar an Eltern richten, wie beispielsweise ELTERNTALK, aber auch Angebote, die sich an pädagogische Fachkräfte in Jugendarbeit, Erziehungsberatung, Jugendhilfe und Schule richten wie z.B. der Eltern-Medien-Trainer. Download unter www.bag-jugendschutz.de. Die Ausgabe 1-2017 der Zeitschrift Kinder- und Jugendschutz in Wissenschaft und Praxis (KJug) mit dem Titel  „No Hate Speech. Gegen Hass im Internet“ kann zum Preis von EUR 16,- (inkl. Versandkosten) beim Herausgeber bestellt werden: Bundesarbeitsgemeinschaft Kinder- und Jugendschutz, Mühlendamm 3, 10178 Berlin, Fax: 030/400 40 333, Mail: kjug@bag-jugendschutz.de, Online unter: www.kjug-zeitschrift.de

Ein neues praxisorientiertes Handbuch mit dem Titel „Kinderhandel. Prävention, Identifizierung und Betreuung minderjähriger Opfer“ wurde von der Fachstelle ECPAT und der Stiftung Kinderschutz Schweiz herausgegeben. Indem es über das Phänomen Kinderhandel informiert und dafür sensibilisiert, soll es zu einer besseren Identifizierung und Betreuung von Betroffenen führen. Auch befasst sich ein Kapitel des Buches speziell mit betroffenen Minderjährigen, die sich im Asylverfahren befinden. Download: https://www.kinderschutz.ch.

Jugendförderung erfolgreich inklusiv – Eine Arbeitshilfe. Herausgeber: LWL-Landesjugendamt, Westfalen/ LVR-Landesjugendamt Rheinland. Die Arbeitshilfe „Jugendförderung erfolgreich inklusiv" beleuchtet u.a. die Erkenntnisse und Erfahrungen, wie die Städte Bonn, Dortmund, Gütersloh, Köln, Siegen und der Oberbergische Kreis des Modellprojektes „Inklusion in der Jugendförderung" die Aufgabe der Inklusion gestaltet und erfolgreich umgesetzt haben. Im Blickpunkt standen Fragen der kommunalen Planungs- und Steuerungsprozesse, der Verankerung der Leitidee „einer inklusiven Jugendförderung" in den Strukturen, Arbeitsweisen und konkreten Angeboten, Fragen der Kooperation und Netzwerkarbeit mit freien Trägern - insbesondere mit der Behindertenhilfe. Des Weiteren werden Praxisergebnisse des Modellprojektes: G5-Projekt-„Under Construction" und der „Initiative Inklusives Kinder- und Jugendreisen NRW" präsentiert.  http://www.lwl.org.

Medien rauben Zeit, die für wichtigere Dinge frei sein sollte“ und „Das Internet geht nicht mehr weg“ – diese Aussagen beschreiben kurz und knapp, womit sich der Film der Deutschen Liga für das Kind auseinandersetzt: Schon die jüngsten Kinder sind im Alltag von digitalen Medien umgeben, Eltern und Fachkräfte in Kitas können nicht einfach so tun, als gebe es sie nicht. Umso wichtiger ist es, die Risiken und Chancen zu erkennen, die mit der Nutzung digitaler Medien verbunden sind. Den Filmemacherinnen ist es hervorragend gelungen, Alltagsbeispiele und wissenschaftliche Erkenntnisse aufeinander zu beziehen und einen informativen, gut strukturierten und anregenden Film zu erstellen. In vier anschaulichen Kapiteln entfaltet der Film Grundlagen der Medienerziehung. Der erste Teil „Zwischen Sandkasten und Smartphone“ nimmt Kinder in den ersten drei Lebensjahren in den Blick. Er enthält neben der Botschaft „Handfest ist wichtiger als digital“ auch konkrete Impulse für Alternativen zu Tablet und Co. Die nachfolgenden Kapitel geben fundierte Tipps für das Aufwachsen mit digitalen Medien. Dabei werden Fluch und Segen dieser Errungenschaften beleuchtet und gleichermaßen ernsthaft und unterhaltsam vorgestellt. Der Schlussteil enthält nicht nur den Appell an die Erwachsenen, Vorbild zu sein, sondern plädiert auch dafür, Kindern und Jugendlichen Handlungsalternativen und ein anregungsreiches Umfeld zu bieten und sie Medien kreativ als Werkzeuge benutzen zu lassen. Die DVD mit dem Film ist im Online-Shop der Deutschen Liga für das Kind zum Preis von 15,- Euro zuzüglich Versandkosten erhältlich: www.fruehe-kindheit-online.de. Pressemeldung des KTK vom 22.12.2016

Am Montag, den 6. Februar 2017 zeigt 3sat/wie woche in der Reihe 37Grad um 00.10 Uhr den Beitrag von Roland May: „Bleib wie Du bist“ Kinder von Eltern mit Behinderungen. 12 000 Kinder behinderter Eltern leben in Deutschland. Als Kleinkinder erleben sie die Behinderung des Elternteils als normal. Sie sind stolz darauf, helfen zu können. Schuldgefühle, Angst und auch Scham entwickeln sich in der Regel erst dann, wenn die Außenwelt, die Clique, die Schule, eine immer wichtigere Rolle spielen. Denn dann sind solche Kinder mit gesellschaftlichen Tabus und Vorurteilen konfrontiert. Anna-Lena, 11 Jahre, demonstriert mit Tausenden anderen vor dem Brandenburger Tor für das Recht auf mehr Selbstbestimmung und für garantierte Hilfe geistig behinderter Menschen. Sie demonstriert auch für ihre eigene Mutter, 35, die unter Auflage einer täglichen Unterstützung das Sorgerecht für Anna-Lena bekommen hat. Die beiden leben in Frankfurt/Oder in einer betreuten Wohnung. Anders als ihre Mutter glaubt sie nicht daran, dass die Aktion in Berlin helfen wird. Der Alltag zuhause von Mutter und Kind sieht einerseits ähnlich aus wie der einer Familie, in der die Eltern nicht behindert sind. Aber es gibt auch große Unterschiede. Ihre Mutter kann jetzt schon kaum noch dem Schulstoff der fünften Klasse folgen, den das Mädchen mit Leichtigkeit lernt und auch mit guten Noten bestätigt bekommt. Anna-Lena erklärt ihrer Mutter Sinn-Zusammenhänge aus Texten, formuliert ihre Briefe und rechnet Summen für anstehende Einkäufe aus. Die Elfjährige ist Selbstständigkeit gewohnt, kümmert sich um den Einkauf, ihr Schulessen und andere organisatorische Details des täglichen Lebens. Das prägt sie. Die beiden verlassen jeden Morgen gemeinsam das Haus, wenn Anna-Lena zur Schule muss und ihre Mutter zur Arbeit in einer Wäscherei. Die Mutter ist sich ihrer Behinderung bewusst, sie kann gestellte Aufgaben nur einzeln, nacheinander lösen. Bei Gesprächen mit dem Mädchen wird klar, dass  sie sich in der Clique ihrer Mitschüler wegen der Behinderung ihrer Mutter nicht immer verstanden fühlt. Ihre fast mütterliche Fürsorge für sie empfindet Anna-Lena als Selbstverständlichkeit. Jana, 20, spielt Rollstuhl-Basketball. Sie betreibt den Behindertensport seit früher Kindheit, obwohl es ihr 50-jähriger Vater ist, der den Rollstuhl braucht. Jana kann normal gehen. Für sie ist dieses Mitmachen ein Schritt hin zu ihrem Vater und seinen Möglichkeiten, die Liebe einer Tochter zu ihrem Vater. Die beiden gehen zusammen ins Kino, einkaufen, zum Sport, und sie wohnen zusammen. Sie leben die Inklusion. Doch Jana kommt immer mehr an die Grenzen ihrer Belastbarkeit. Sehr offen erzählt sie davon, wie die Behinderung ihres Vaters ihr eigenes Leben einschränkt. Jana plant, auszuziehen. Ein Film über das enge Band zwischen Kindern und ihren behinderten Eltern. Er zeigt, was die Kinder in jungen Jahren leisten und was sie von ihren Eltern lernen. Es wird auch deutlich, dass Kinder Raum für ihre Entwicklung brauchen und welche Konflikte entstehen, wenn sie sich aus diesem engen Band lösen

THEMA JUGEND, Heft 4/2016 erschienen: ARMUT ALS STIGMA. Die Spaltung der Gesellschaft vollzieht sich sichtbar, wenn es um Reichtum und Armut geht. Erwerbstätigkeit wird zur individuellen Lösungsformel. Doch greift diese in vielerlei Hinsicht nicht (mehr): In vielen Sparten kann ein Niedriglohnniveau festgestellt werden, welches Ausgleichszahlungen durch den Sozialstaat notwendig macht; insbesondere Jugendliche und junge Erwachsene in Ausbildung und ersten Beschäftigungsjahren können ihren Lebensunterhalt nicht allein aus ihrem Einkommen bestreiten; Kinder und Jugendliche wachsen in prekären Lebensverhältnissen auf, denen sie machtlos gegenübergestellt sind. Existenzielle Nöte und soziale Ausgrenzung sind Folgen dieser Lebensrealitäten, unter denen einzelne Menschen und Familien leiden. Diese Ausgabe der THEMA JUGEND befasst sich mit dem Phänomen Armut als Folge nicht wahrgenommener gesellschaftlicher sowie politischer Verantwortung, als Risiko für Kinder und Jugendliche und ihre Familien und als Leiderfahrung für die betroffenen Kinder und Jugendlichen mit ihren kreativen Bewältigungsideen und -anstrengungen. Christoph Butterwegge postuliert in seinem einführenden Artikel die Wahrnehmung gesellschaftlicher sowie politischer Verantwortung, in einem reichen Land ökonomische Spaltung nicht zuzulassen. Margherita Zander betrachtet das Erleben von Kindern, die von Armut betroffen sind. Über Jugendarmut und ihre Gründe sowie Konsequenzen geht Ronald Lutz ein. In einem Interview zieht Harald Ansen Stellung zur Situation von jungen Familien, Kindern und Jugendlichen in Armut und berichtet über Herausforderungen und Optionen der Schuldnerberatung für den Schutz von Kindern und Jugendlichen. Martin Heidrich fokussiert die Anforderungen an Fachkräfte in der Kinder- und Jugendhilfe am Beispiel der Frühen Hilfen.  THEMA JUGEND kostet 2,- Euro pro Exemplar zzgl. Versandkosten. Bestellungen an: Katholische Landesarbeitsgemeinschaft Kinder- und Jugendschutz NW e.V., Schillerstraße 44a, 48155 Münster, Tel.: 0251/54027, Fax: 0251/518609, E-Mail: info@thema-jugend.de

Flüchtlingsfamilien: Elternbegleiterinnen und Elternbegleiter helfen bei der Integration. Neues Bundesmodellprogramm „Starke Netzwerke Elternbegleitung für geflüchtete Familien“. Dass die vielen geflüchteten Familien mit Klein- und Schulkindern gut in Deutschland ankommen und sich integrieren, ist eine wichtige familienpolitische Aufgabe. Das stellt auch die Fachkräfte in den Einrichtungen der frühkindlichen Bildung und Betreuung vor viele neue Herausforderungen, denn neu zugewanderte Familien benötigen besondere Betreuung. Der Arbeit von Elternbegleiterinnen und Elternbegleitern kommt dabei eine besondere Bedeutung zu. Ihre Arbeit soll stärker gefördert werden – weshalb das BMFSFJ ab Frühjahr 2017 das neue Programm mit jährlichen Programmitteln in Höhe von 3 Mio € auflegt. Mit dem Modellprogramm sollen die Angebote der Elternbegleitung ausgeweitet und gut mit anderen Unterstützungsangeboten in der Kommune verknüpft werden. Elternbegleiterinnen und Elternbegleiter sind früh- und sozialpädagogische Fachkräfte der Familienbildung, die an Kitas, Familienzentren und Familienbildungseinrichtungen aktiv sind. Sie beraten und begleiten Eltern von Kleinkindern bis hin zum Grundschulalter in Bildungs- und Entwicklungsfragen. Sie erklären den Eltern zum Beispiel, warum das Kind eine Kita besuchen sollte, helfen bei der Auswahl der Kita und der Anmeldung und beraten die Eltern, wie sie ihr Kind beim Lernen und bei der Integration unterstützen können. Rund 7.000 Fachkräfte der Familienbildung wurden im Bundesprogramm „Elternchance ist Kinderchance“ und seit Herbst 2015 im ESF-Bundesprogramm „Elternchance II - Familien früh für Bildung gewinnen“ bundesweit qualifiziert. Für das neue Modellprogramm können sich freie oder öffentliche Träger bewerben, die in der flüchtlingsbezogenen Elternbegleitung in Einrichtungen der Kinder- Jugend- und Familienhilfe und in der Flüchtlingsarbeit aktiv sind. Das Bundesprogramm soll nach Auswahl der Projektträger im April 2017 starten und bis Dezember 2020 laufen. Interessenten können sich ab sofort hier informieren und um eine Teilnahme bewerben:  www.elternchance.de

Kampagnen/Initiativen

Das gelingende Zusammenleben von Einheimischen und Zuwanderern ist Thema der diesjährigen Caritas-Kampagne „Zusammen sind wir Heimat.“. Angesichts der großen Zahl der Flüchtlinge, die nach Deutschland gekommen sind, sind Einheimische und Zuwanderer gleichermaßen gefordert ihren Beitrag zu leisten für ein gelingendes Miteinander. „Wir leben in einer offenen Gesellschaft der Vielfalt, die für viele Menschen auch eine Herausforderung darstellt. Zusammenleben in Vielfalt muss eingeübt werden. Dazu gehört auch, sich mit Unterschieden in der Weltanschauung und der Lebensführung zu beschäftigen und Differenzen und Konflikte auf der Basis einer freiheitlich-demokratischen Grundordnung auszutragen“, betont Caritas-Präsident Peter Neher. Die Flüchtlingsthematik habe zu einer starken gesellschaftlichen Polarisierung geführt. Neher warnt vor dem Erstarken des Rechtspopulismus in Deutschland. „Damit geht teilweise eine Verrohung der Sprache einher, die mit einem besorgniserregenden Anstieg der Gewaltbereitschaft zusammenkommt.“ In Demokratien gebe es aber keine andere Möglichkeit, als Fakten zu präsentieren und zu diskutieren. Zu einer Versachlichung der Debatte gehöre auch, die in der Gesellschaft vorhandenen Sorgen und Ängste aufzunehmen und sich damit argumentativ auseinanderzusetzen. Es sei Aufgabe von Politik, Kirchen und Zivilgesellschaft, die anstehenden Debatten zur Integration der Menschen, die in Deutschland eine neue Heimat suchen, ernsthaft und sachlich zu führen. „Heimat wird nicht geschützt oder bewahrt, indem man Grenzen zieht“, macht Neher deutlich. So dürfe der Begriff der Heimat auch nicht rechten Gruppen überlassen werden. Heimat, das seien die Menschen, die einander begegnen. „Heimat entsteht, lebt und kann wachsen, indem wir unsere Sprache, unsere Kultur, unser Land teilen“, so Neher. Dies wolle die Caritas-Kampagne deutlich machen, die auch zum Dialog einlade.  Statement des Präsidenten: https://www.meine-caritas.de.

Unter www.zusammen-heimat.de finden sich viele Informationen, sozialpolitische Positionen und der Heimatfilm. Sie können hier auch mehr über die Menschen erfahren, die auf den Plakaten abgebildet sind und beim Heimat-Quiz testen, wie gut Sie Deutschland kennen.

Das Bundesministerium für Arbeit und Soziales hat in Berlin das vierte und letzte Symposium zum Armuts- und Reichtumsbericht veranstaltet. Das Expertengremium würdigte das transparente Verfahren bei der Erstellung des 5. Armuts- und Reichtumsberichts ausdrücklich. In ihrem anschließendem Statement fasste Bundesministerin Andrea Nahles die Ergebnisse des Symposiums zusammen. http://www.bmas.de.

Ein Bündnis aus Sozial- und Wohlfahrtsverbänden um die Nationale Armutskonferenz hat eine Online-Petition gegen Kinderarmut gestartet. Man fordert die Akzeptanz und Gewährleistung eines sachgerechten Existenzminimums für alle Kinder. Weitere Infos: http://skmev.de.

ZusammenLeben! Gemeinsam entdecken wir Heimat. Gewinnen Sie mit dem CKD-Ehrenamtshandbuch 2017 neue Perspektiven auf Heimat, Heimatlosigkeit, solidarisches Zusammenleben in Vielfalt und den Umgang mit Vorbehalten in diesem Zusammenhang. Das Handbuch mit fachlichen, spirituellen und ganz praktischen Impulsen richtet sich speziell an Ehrenamtliche und Hauptberufliche der Ehrenamtsarbeit. Mit Fachartikeln von Kardinal Woelki, Prof. Dr. Annette Treibel (Soziologin), Dr. Hans-Jürgen Marcus (Diözesan-Caritasdirektor), Iris Horstmann (Supervisorin), Hiltrud Stöcker-Zafari (Verband binationaler Familien und Partnerschaften), Renate Höning (Künstlerin), Claudia Beck (Presse- und Öffentlichkeitsarbeit, DCV) und einem Interview mit Raúl-Aguayo Krauthausen (Aktivist, Gründer). Zielgruppen: Das Handbuch ist für ehrenamtliche Leiterinnen und Leiter, Ehrenamtliche in Gemeinden und Einrichtungen sowie Hauptberufliche, die Ehrenamtliche bei ihrer Tätigkeit unterstützen, Interessierte am Thema, auf Orts-, Dekanats- und Diözesanebene konzipiert. Verwendung: Für Gruppenstunden, Runde Tische, Gottesdienste oder Infoabende finden die Leserinnen und Leser: spannende Fachartikel von Experten und methodische Hinweise zur Vorbereitung; Gebete, Zitate, Texte in mit unterschiedlichem Bezug zum Thema für Anfangs-, Zwischen- oder Schlussimpulse; konkrete Praxisbeispiele aus unterschiedlichen Diözesen mit unterschiedlichem Umfang und mit Angabe der jeweiligen Ansprechpartner(innen); Aktionsideen zum Jahresthema und einen fertigen Gottesdienstbaustein für den Caritas-Sonntag mit spirituellem Text und Gebeten; Informationen mit Tipps und Links erleichtern die weitere Informationsrecherche. Die Handbücher sind ab Mitte/Ende Januar lieferbar und ab sofort bestellbar unter: ckd@caritas.de. Kosten pro Handbuch: 10,50 Euro (für CKD-Mitglieder 8,50 Euro).

Männerarbeit

Sie interessieren sich für das Thema Jungen- und Männerarbeit? Mein Arbeitsbereich ist vielfältig und es gibt somit viele Anknüpfungspunkte zu verschiedenen Themenbereichen. Ich komme gerne als Referent zu Ihnen. Gibt es in Ihrem Team oder Ihrer Einrichtung den Bedarf und Wunsch sich zu geschlechtsspezifischer Arbeit fortzubilden oder haben Sie Interesse an einem Fachvortrag, dann nehmen Sie gerne Kontakt zu mir auf. Ich gebe seit vielen Jahren Fortbildungen in verschiedenen Kontexten. Neben der geschlechtsspezifischen Arbeit ist das Thema Prävention besonders wichtig für mich. Ich bin Präventionsfachkraft der SKM gGmbH und biete auch die entsprechenden Schulungen in diesem Bereich an. Weitere Infos über unseren Referenten für Jungen- und Männerarbeit, Rüdiger Jähne, seine Arbeit und über Themen zur Jungen und Männerarbeit: http://skmev.de

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Sozialberatung für Schuldner

Der Deutsche Caritasverband veröffentlicht regelmäßig den „Newsletter Sozialberatung für Schuldner“, aus dem KuNo mit freundlicher Genehmigung einige Beiträge übernimmt. Interessierte Träger und Einrichtungen der verbandlichen Caritas können den Rundbrief über die für den Fachbereich Schuldnerberatung zuständigen Referenten in ihrer Diözese beziehen. Verantwortlich für den Newsletter ist Cornelius Wichmann, Deutscher Caritasverband e.V., Abteilung Soziales und Gesundheit, Referat Sozialraum, Engagement, Besondere Lebenslagen, Karlstr. 40, 79104 Freiburg i.Br., Postfach 420, 79004 Freiburg, Tel.: 0761/200-121, Fax: 0761/200-11-121 Homepage: http://www.caritas.de, http://www.caritas.de, E-Mail: cornelius.wichmann@caritas.de

Arbeitslosengeld-Bezieher haben bei der Bundesagentur für Arbeit Schulden in Höhe von insgesamt 4,4 Milliarden Euro. Das geht aus einer Antwort http://dipbt.bundestag.de der Bundesregierung auf eine Kleine Anfrage http://dipbt.bundestag.de der Linksfraktion im Bundestag hervor. Demnach entfallen 3,1 Milliarden Euro auf Langzeitarbeitslose, die Hartz-IV (Arbeitslosengeld II) erhalten, und rund 1,3 Milliarden Euro auf Arbeitslosengeld-I-Bezieher. Die Bundesregierung bewertet das Angebot einer Schuldnerberatung für Bezieher von Grundsicherung und Sozialhilfe als „wichtigen Beitrag“ zur sozialen Stabilisierung und zur Heranführung der leistungsberechtigten Personen an den Arbeitsmarkt. Einen Reformbedarf bei der Organisation der Inkasso-Verfahren der Bundesagentur sieht sie allerdings nicht

Neue Website will junge Menschen auf Verschuldungsgefahren hinweisen. Zusammen mit der Landesarbeitsgemeinschaft (LAG) Schuldnerberatung Hamburg e.V. informiert die Sozialbehörde Hamburg mit einer Kampagne über Gefahren der Überschuldung und wirbt auf Plakaten und in sozialen Netzwerken für die Inanspruchnahme von Beratungsmöglichkeiten. Auf der Website http://www.geld-im-griff.de/ wird exemplarisch gezeigt, wie schnell einem Schulden über den Kopf wachsen können. Darüber hinaus werden Auswege aus der Überschuldung aufgezeigt. Auf Stadtinformationsanlagen sowie in sozialen Netzwerken (#GeldimGriff) wird auf das Informationsangebot hingewiesen. Die Seite verlinkt auch auf die Video-Reihe „Pleite-was-nun“ der Caritas.

Das Bundeswirtschaftsministerium hat heute eine Studie zum Thema Stromsperren veröffentlicht. Die Studie mit dem Titel „Analyse der Unterbrechungen der Stromversorgung nach 19 Abs. 2 StromGVV“ wurde im Auftrag des Bundeswirtschaftsministerium vom Zentrum für Europäische Wirtschaftsforschung (ZEW) durchgeführt. Sie untersucht Ursachen für Stromsperren und die Wirksamkeit des gegenwärtigen Instrumentariums. http://www.bmwi.de.

Dokumentation des Forums Schuldnerberatung 2016. Der Deutsche Verein hat die Dokumentation der Fachtagung, die am 24./25.11.2016 in Berlin stattfand, online gestellt. https://www.deutscher-verein.de

Für den Überschuldungsreport 2016 des iff wurden die Daten von 61.723 überschuldeten Haushalten in 21 Schuldnerberatungsstellen ausgewertet. Trotz der rückläufigen Arbeitslosenquote und gestiegenen Erwerbstätigkeit ist der Anteil der Ratsuchenden, die Arbeitslosigkeit oder reduzierte Arbeit als Hauptauslöser für ihre Überschuldung angaben, im Jahr 2015 auf 27,5 Prozent gestiegen. Die Einkommensarmut hat sich als Ursache auf einem hohen Niveau stabilisiert. Das Konsumverhalten spielt als Überschuldungsauslöser hingegen nach wie vor eine nachrangige Rolle. http://www.iff-ueberschuldungsreport.de/
Laut dem SchuldnerAtlas Deutschland - Überschuldung von Verbrauchern, Jahr 2016 der creditreform ist die Überschuldung von Privatpersonen in Deutschland 2016 zum dritten Mal in Folge angestiegen. Zum Stichtag 1. Oktober 2016 wurde von der creditreform für die gesamte Bundesrepublik eine Überschuldungsquote von 10,06 Prozent gemessen. Damit sind über 6,8 Millionen Bürger über 18 Jahre überschuldet und weisen nachhaltige Zahlungsstörungen auf. Dies sind rund 131.000 Personen mehr als noch im letzten Jahr (+ 1,9 Prozent). Die Überschuldungsquote steigt deutlich an, obwohl die Bevölkerung spürbar zugenommen hat.

Bitte beachten Sie: Alle aktuellen Fortbildungsangebote im Bereich der Schuldnerberatung der Caritas für 2016 finden Sie auch auf der Website des SKM www.skmev.de unter Aktuelles/Fortbildungen. Ein Blick auf die Internetseite lohnt sich, da sich auch kurzfristig Änderungen für die Fortbildungsangebote ergeben können. Ihre Fragen zum Fortbildungsangebot in der Schuldnerberatung beantworten wir Ihnen gerne: Stephan Buttgereit, SKM e.V. Tel. 0211/233948-0.

Rund ums SGB

Der Deutsche Caritasverband bietet zusammen mit seinen Fachverbänden (BVkE, CBP, KTK, IN VIA, SkF, VKJF) ein Fachforum zur SGB VIII-Reform an. Die eintägige Veranstaltung findet in Köln statt: Dienstag, den 21. März 2017 im Maternushaus in Köln. Die Veranstaltung wird einen Gesamtüberblick über den aktuellen Stand der Reform vermitteln. Danach wird diskutiert, wie die SGB VIII-Reform sich auf die verschiedenen Bereiche auswirkt und wie die Caritas und ihre Fachverbände diese Reform umsetzen können. Wir werden folgende Bereiche vertiefen: Weiterentwicklung der Hilfen zur Erziehung, Entwicklung der Inklusiven Lösung, Pflegekinderhilfe, Jugendsozialarbeit und Kindertageseinrichtungen. Bitte merken Sie sich den Termin vor. Infos: Marianne Schmidle, Referentin Deutscher Caritasverband e.V., Abteilung Soziales und Gesundheit, Referat Kinder, Jugend, Familie, Generationen, Karlstraße 40, 79104 Freiburg, Tel.: 0761/200-222, Fax: 0761/200-634

Ab dem 01.01.2017 gelten die Änderungen des Regelbedarfsermittlungsgesetzes, also die erhöhten Regelleistungen und die umfangreichen Änderungen im SGB XII. Dazu ein Überblick der wesentlichen Änderungen von Harald Thomé einschließlich Regelleistungen von Widerspruch e.V. : http://tacheles-sozialhilfe.de, http://tacheles-sozialhilfe.de

Soziale Arbeit / Zeitschrift für soziale und sozialverwandte Gebiete Dezember 2016 65. Jahrgang beschäftigt sich unter anderem mit:

  • Michael Noack: Der vergessene Raum
  • Claudia Steckelberg: Niederschwelligkeit als Handlungskonzept Sozialer Arbeit Theoretisch konzeptionelle Grundlagen und aktuelle Herausforderungen
  • Eva Wunderer, Sigrid Borse, Lydia Lamers, Oliver Ommen: Beratungsstellen für Menschen mit Essstörungen. Versorgungslage und Rolle der sozialen Arbeit.
  • Norbert Wohlfahrt: Inklusion und Exklusion. Anmerkungen zur theoretischen Konstruktion sinnentleerter Abstraktionen zu ihrer Fruchtbarmachung für die soziale Arbeit

Soziale Arbeit wird herausgegeben vom Deutschen Zentralinstitut für soziale Fragen (DZI), Bernadottestr. 94, 14195 Berlin, Tel.: 030/839001-0 Fax: 030/8314750 www.dzi.de, E-Mail sozialinfo@dzi.de.

Im Nachrichtendienst des Deutschen Vereins für öffentliche und private Fürsorge finden sich in Heft 12/2016 folgende Beiträge:
Aktuelles

  • Beate Maria Hagen: Teilhabe geflüchteter Menschen – Integration in Kita, Schule, Arbeitsmarkt. Bericht von der Hauptausschusssitzung des Deutschen Vereins am 28. September 2016 in Schwerin.
  • Anja Katrin Orth: Maßnahmen zur Bildungsintegration von Geflüchteten
  • Daniel Heinisch: Modernes Teilhaberecht im Bundesteilhabegesetz
  • Eberhard Funk: Aktuelle Bemühungen zur Novellierung des Psychotherapeutengesetzes

Empfehlungen und Stellungnahmen

  • Stellungnahme des Deutschen Vereins zum Gesetzentwurf der Bundesregierung eines Gesetzes zur Stärkung der Teilhabe und Selbstbestimmung von Menschen mit Behinderungen (Bundesteilhabegesetz) – Teil 2
  • Empfehlungen des Deutschen Vereins zur Zulassung in die Ausbildung zur Heilpädagogin/zum Heilpädagogen an Fachschulen und Fachakademien
  • Stellungnahme des Deutschen Vereins zur Konsultation über eine europäische Säule sozialer Rechte.

Berichte

  • Harald Tornow: Wie kann Wirkungsorientierung in der Jugendhilfe-Praxis gelingen.
  • Sören Hoyer: Wie geht Muslemische Wohlfahrtspflege in Europa?

Gutachten

  • Gutachten vom 29. September 2016 – G 3/15.Zur Frage des Umfangs der Kostenerstattung nach $ 89F SGB YIII bei nicht leistungsgerechten Entgelten für stationäre Leistungen

Bezug der Zeitschrift über: Eigenverlag des NDV, Michaelkirchstraße 17/18, 12179 Berlin, Tel.: 030/62980-0, Fax: -9521 Internet: www.deutscher-verein.de.

Im Nachrichtendienst des Deutschen Vereins für öffentliche und private Fürsorge finden sich in Heft 1/2017 folgende Beiträge:
Empfehlungen und Stellungnahmen

  • Empfehlungen des Deutschen Vereins zur Förderung der Integration geflüchteter Menschen

Aktuelles

  • Thomas Schmitt-Schäfer: Der neue Behinderungsbegriff des Bundesteilhabegesetzes (Regierungsentwurf)
  • Carolin Böhmig: Die psychotherapeutische Versorgung von Geflüchteten in Deutschland

Abhandlungen

  • Heinrich Greving/Ulrich Scheibner: Bildung: Schlüssel zur Inklusion
  • Armin Schneider: Zwischen Standard und Diskurs – Qualität in der frühen Bildung

Berichte

  • Jonas Pieper: Die Umsetzung der UN-Behindertenrechtskonvention in der Europäischen Union
  • Uwe Hellwig, Mariana Siggel und Jörg Marx: Identifizieren – Definieren – Bewegen: das Tryptichon der Sozialplanung
  • Thorsten Klute: Erfolgreiche Teilhabe und Integration von Zugewanderten bedürfen der Koordination und Steuerung vor Ort
  • Werner Borcherding, Dieter Schöffmann, Hans Oliva und Rüdiger Hartmann: Wirksame Förderung des Bürgerengagements in der Kommune
  • Sybille Kastner: „Lokale Allianzen für Bürger mit Demenz“ – RuhrKunstMuseen sinnlich erleben. Eine Kulturmetropole im demografischen Wandel

Bezug der Zeitschrift über: Eigenverlag des NDV, Michaelkirchstraße 17/18, 12179 Berlin, Tel.: 030/62980-0, Fax: -9521 Internet: www.deutscher-verein.de.

Den Jahresbericht der Bundesregierung 2015/2016 „Den Wandel gestalten - gezielt investieren“ finden Sie unter: https://www.bundesregierung.de.

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Straffälligenhilfe

Die Justizministerinnen und Justizminister der Bundesländer haben bei ihrer Frühjahrskonferenz im Juni 2016 die Bedeutung der wirtschaftlichen Situation Straffälliger für ihre Resozialisierung erörtert. Sie waren sich einig, dass die Konsolidierung der Vermögensverhältnisse einen wesentlichen Beitrag zur sozialen Stabilisierung und zur Wiedereingliederung in den Arbeitsmarkt leisten kann und zugleich die materielle Wiedergutmachung gegenüber dem Opfer befördert. Wie kann dieser Anspruch in der Praxis eingelöst werden? Welchen Aufgaben müssen der Strafvollzug, die Straffälligen- und Bewährungshilfe, sowie die Soziale Schuldnerberatung übernehmen? Welche Erfahrungen liegen vor und welche Konzepte sind erfolgreich? Die 2. Fachtagung „Schuldnerberatung in der Straffälligenhilfe“ will eine bundesweite Kommunikationsplattform zum Erfahrungsaustausch und zur Weiterentwicklung der Schuldnerberatung in Strafvollzug und Straffälligenhilfe bieten. Dazu lädt ein breites Bündnis von Veranstaltern alle in diesen Bereichen tätigen Kolleginnen und Kollegen ein. Weitere Informationen und Anmeldung: http://www.caritas.de

Sucht/Drogen 

 Wer unter Alkoholeinfluss unterwegs ist, kann nicht nur sich selber schaden, sondern auch andere ernsthaft gefährden. Daher widmet sich die Aktionswoche Alkohol vom 13. bis 21. Mai 2017 dem Schwerpunktthema „Kein Alkohol unterwegs!“. Dies gilt vor allem und uneingeschränkt für das selbstständige Führen eines Verkehrsmittels. Ebenfalls im öffentlichen Personenverkehr sollen Mitreisende berücksichtigt und allen Beteiligten eine sichere und angenehme Reise ermöglicht werden. Die Veranstalter dieser Aktionswoche können diese Plattform nutzen, um  gemeinsam mit Verkehrsbetrieben, Fahrschulen, der Verkehrswacht sowie Fahrrad- oder Automobilclubs Aktionen durchzuführen, die auf die Alkoholgefahren im Straßenverkehr, in der Luft und zu Wasser aufmerksam machen. Dazu stellt die Deutsche Hauptstelle für Suchtfragen e. V. (DHS) kostenloses Material für alle gemeldeten Veranstalter wie z.B. Anzeigen und Webbanner zur Verfügung. Selbstverständlich können neben den originären Aktionswochen-Materialien auch die Materialien der DHS unter www.dhs.de [Rubrik Informationsmaterial] kostenfrei bestellt werden. Anmeldung und Materialbestellung sind auf der Website der Aktionswoche www.aktionswoche-alkohol.de möglich.

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Verschiedenes

Datenschutz in der Sozialarbeit bei der Nutzung sozialer Medien. Soziale Arbeit läuft heute auch über WhatsApp, Facebook und andere soziale Netzwerke. Viele Sozialarbeiter erreichen ihre Klienten nur noch über diese Kanäle. In einer sechsteiligen Blogserie erklären Experten, wie die Nutzung aussehen muss, damit der Datenschutz gewahrt bleibt. http://www.caritas-digital.de.

Dr. Martin Stauch ist seit Januar neuer Geschäftsführer im Generalsekretariat des Zentralkomitees der deutschen Katholiken (ZdK). Stauch, der seit 2003 als Geschäftsführer der Katholikentage in der Arbeitsgruppe Katholikentage und Großveranstaltungen zum Team des Generalsekretariates des ZdK gehört, übernimmt die Geschäftsführungsaufgaben von Bernhard Schmitz, der nach 33 Jahren als Mitarbeiter im Generalsekretariat in den Ruhestand tritt. Der promovierte Historiker hatte in den Jahren 1997/1998 als wissenschaftlicher Mitarbeiter das Projekt zu 150 Jahren Katholikentage für den Jubiläumskatholikentag 1998 in Mainz begleitet, insbesondere ein großes Ausstellungsprojekt, das unter freiem Himmel in der Innenstadt von Mainz präsentiert wurde. Nach dem Katholikentag wechselte Martin Stauch als Geschäftsführer zur Gemeinschaft katholischer Männer und Frauen im Bund Neudeutschland. 2003 kam er als Geschäftsführer der Katholikentage zurück zum ZdK. Seitdem hat er die Katholikentage in Ulm 2004, Saarbrücken 2006, Osnabrück 2008, Mannheim 20012, Regensburg 2014, Leipzig 2016 und den 2. Ökumenischen Kirchentag in München 2010 organisiert. Stauch wird weiterhin auch die Aufgabe als Geschäftsführer der Katholikentage wahrnehmen. In Münster haben bereits die Vorbereitungen für den 101. Deutschen Katholikentag 2018 unter dem Leitwort „Suche Frieden“ begonnen.

Im Mittelpunkt steht der Mensch, keine Algorithmen. Der Bundesminister der Justiz und für Verbraucherschutz Heiko Maas setzt sich dafür ein, das Grundgesetz und sein Menschenbild als Richtschnur für unser Handeln zu sehen – auch in der digitalen Welt. http://www.bmjv.de.

In der Wochenschrift „Aus Politik und Zeitgeschichte“ /66. Jahrgang 52/2016 /27. Dezember 2016 sind folgende Beiträge zum Thema „Reformation“ veröffentlicht:

  • Frieder Otto Wolf: Was geht mich das an? Arbeitsthesen für eine überfällige Kritik des Reformationsjubiläums
  • Thomas Kaufmann Von den 95 Thesen zum Augsburger Religionsfrieden
  • Luise Schorn-Schütte: Kleine Historiografie-Geschichte der Reformation
  • Dorothea Wendebourg: Reformationsjubiläen und Lutherbilder
  • Hubert Wolf: Die Reformierbare –Von den vielfältigen Optionen der katholischen Kirche
  • Friedrich Wilhelm Graf: „Islamische Reformation“: Ein moderner Religions- kultureller Diskurs
  • Ulrich Willems: Herausforderung religiöse Vielfalt

Download aller Beiträge über www.bpb.de, die Homepage der Bundeszentrale für politische Bildung

Rund die Hälfte aller Ärzte kann sich vorstellen, Videosprechstunden mit Patienten abzuhalten. Während im Vorjahr rund ein Drittel der Ärzte dieser Option gegenüber aufgeschlossen war, ist es mittlerweile fast die Hälfte (2015: 38,7 Prozent, 2016: 47 Prozent). Der Anteil der Gegner sank von 61,3 Prozent auf 53 Prozent. Diejenigen Ärzte, die Videosprechstunden positiv gegenüberstehen, wurden zusätzlich gefragt, bei welchen Patientengruppen sie sich diese Kommunikationsform besonders gut vorstellen könnten. An erster Stelle nannten die Ärzte dabei Patienten, die nur eingeschränkt mobil sind (81,6 Prozent). Weitere sinnvolle Zielgruppen wären Patienten, die einen weiten Anfahrtsweg zur Praxis haben (72,3 Prozent) sowie chronisch kranke Patienten (52,8 Prozent). Mit ihrer Studienreihe „Ärzte im Zukunftsmarkt Gesundheit“ beobachtet die Stiftung Gesundheit seit 2005 die Einstellung niedergelassener Ärzte zu wiederkehrenden und aktuellen Themen. Die detaillierten Ergebnisse finden Sie online unter: www.stiftung-gesundheit.de, Webcode: Forschung

Die neue Ausgabe der Salzkörner ist erschienen. Lesen Sie die Artikel zu folgenden Themen:

Auf http://www.zdk.de finden Sie auch eine PDF-Version der Salzkörner.

Die Broschüre zur sozialen Gerechtigkeit und Gleichheit von Caritas Europa ist erschienen. Caritas Europa hat am 23. November 2016 ein Papier veröffentlicht, in dem Bausteine für robuste Sozialmodelle in Europa zur Sicherstellung sozialer Gerechtigkeit vorgestellt werden. Die Veröffentlichung mit dem Titel „Soziale Gerechtigkeit und Gleichstellung in Europa ist möglich“ macht Vorschläge, wie die Gewährleistung eines angemessenen Solidaritätsniveaus in den europäischen Gesellschaften erreicht werden kann. Weitere Informationen und eine deutsche Version des Berichts sind unter dem nachfolgenden Link abrufbar: http://www.caritas.eu.

Seit mehr als 10 Jahren beschäftigen sich die Ethikbeauftragten des Erzbistums Köln mit ethischen Fallbesprechungen. Dazu haben sie neben einem Gesprächsleitfaden, um ethische Fallbesprechungen zu strukturieren und ein Votum zu erarbeiten, auch ein Kurskonzept entwickelt, mit dem man sich als Moderator ethischer Fallbesprechungen qualifizieren kann. Jetzt wurde eine Praxishilfe herausgegeben, in die ein großer Teil der Erfahrung der Ethiker des Erzbistums eingeflossen ist. Neben den Instrumentarien für Klinik, stationäre Altenhilfe und Psychiatrie ist ein Manual enthalten. Dieses ist wie ein Kommentar zu einzelnen Punkten des Instrumentariums zu lesen. Moderatoren können damit ihr Hintergrundwissen zum Bogen auffrischen und praktische Hinweise für ihr Vorgehen finden. Außerdem enthält die Praxishilfe zwei Artikel, die häufig wiederkehrende Fragen der Teilnehmer aus der Seminararbeit der Beauftragten, aufgreifen. „Die Moderation von 64 Fragen“ widmet sich der Ressource Zeit und dem verantwortungsvollen Umgang damit bei der Gestaltung der Fallbesprechung. Der zweite Artikel will helfen, das Auffinden der ethischen Frage und damit den Einstieg in die Fallbesprechung zu erleichtern. Dazu werden Unterscheidungen von ethischen Fragen zur Verfügung gestellt und praktische Tipps gegeben, wie der Einstieg in die Fallbesprechung gelingen kann. Unter www.ethik-medizin-pflege.de kann die Praxishilfe pdf-Format heruntergeladen werden. Von Praktikern für Praktiker entwickelt, möchte sie Moderatoren in ihrem praktischen Tun unterstützen und ihre beraterischen Kompetenzen fördern.

Neue Caritas in neuem Look. Künftig ist die neue caritas durchgängig vierfarbig mit noch lesefreundlicherem Layout als bisher. Natürlich werden die einzelnen Themen in der gleichen Breite und Vielfalt dargestellt. Entsprechend den Leserwünschen wurde eine „bunte Seite“ eingefügt, die unterhaltsam soziale Sachverhalte auf den Punkt bringt. Trotz gestiegener Kosten wurde auf eine Preiserhöhung verzichtet. Das aktuelle Heft beschäftigt sich im Schwerpunkt mit dem Thema „Jobsharing in Führungspositionen“. Es werden die Erfolgsfaktoren für Topsharing Modelle aufgezeigt und im Interview berichten Karin Dasbach und Sandra Engelberg von Ihren Erfahrungen im Caritasverband Remscheid. „Topsharing motiviert Nachwuchskräfte“ so die Meinung von Nina Bessing, Direktorin der Europäischen Akademie für Frauen in Politik und Wirtschaft, die in ihrem Artikel verschiedene Topsharing-Modelle vorstellt und Vor- und Nachteile beleuchtet. Sollten Sie die neue caritas nicht auf den Tisch bekommen, so bestellen Sie sich doch ein kostenloses Probeheft unter https://www.caritas.de.

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Wohnraum/Wohnungslose 

Neues Bundesprogramm Mehrgenerationenhaus startete am 1. Januar 2017. Zusätzliche Mittel ermöglichen die Förderung von mehr als 100 weiteren Einrichtungen. „Wir leben Zukunft vor“ – unter diesem Motto ging am 1. Januar 2017 das neue Bundesprogramm Mehrgenerationenhaus an den Start. Bundesweit rund 550 Einrichtungen wurden ausgewählt und werden für einen Zeitraum von vier Jahren gefördert. Bundesfamilienministerin Manuela Schwesig betont: „Die Mehrgenerationenhäuser leisten wertvolle Arbeit für unsere Gesellschaft und sind aus vielen Städten und Gemeinden nicht mehr wegzudenken: Hier treffen sich Jung und Alt, sie lernen voneinander, sind gemeinsam aktiv und machen sich zusammen für ihre Interessen vor Ort stark. Deshalb freue ich mich, dass wir mit dem neuen Bundesprogramm nicht nur das Erfahrungswissen der bisher geförderten Häuser erhalten, sondern sogar mehr als 100 zusätzliche Mehrgenerationenhäuser fördern können. Die große Unterstützung des Bundestages über alle Parteigrenzen hinweg zeigt: Die Kompetenz der Mehrgenerationenhäuser wird überaus geschätzt, gerade wenn es darum geht, die Kommunen zukunftsfest auszurichten“, so Schwesig. Durch die Aufstockung der Haushaltsmittel um jährlich 3,5 Millionen Euro können künftig nicht nur mehr Einrichtungen gefördert werden. Ein weiteres Ziel des neuen Bundesprogramms ist es, gemeinsame Qualitätskriterien für alle Häuser zu entwickeln, zu erproben und einzuführen. Außerdem sollen die Mehrgenerationenhäuser künftig noch flexibler werden, um auf die verschiedenen demografischen Herausforderungen vor Ort reagieren und die richtigen Lösungen finden zu können. Durch enge Abstimmung mit den Kommunen sollen sich die Häuser noch stärker an die lokalen Bedürfnisse anpassen. Orientiert am Sozialraum, gemeinsam mit Partnern und mit der großen Unterstützung der vielen freiwillig Engagierten werden die Mehrgenerationenhäuser ihre Erfolgsgeschichte fortschreiben. Weitere Infos: www.mehrgenerationenhaeuser.de.

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Verbandsinterne Informationen des SKM 

Franz Eßer, Geschäftsführer des SKM Neuss und „Diplomat für die Männerarbeit“, ist am 08. Januar 2017 verstorben. Über 37 Jahre hat Franz Eßer den Sozialdienst Katholischer Männer Neuss e.V. begleitet, entwickelt und geleitet. Er gehörte zum wesentlichen Kern unserer sozial engagierten Gemeinschaft. Mit seinem selbstlosen, jahrzentelangen, vorbildlichen und unermüdlichen Einsatz prägte er das Profil des SKM Neuss und des SKM Bundesverbandes. Für ihn und für uns galt die Leitlinie unseres Wirkens: „Im Mittelpunkt steht der Mensch!“ „Unser Franz Eßer“ war sowohl für alle Mitglieder als auch für die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des SKM Neuss immer der persönliche und verlässliche Ansprechpartner. Der gesamte SKM wird ihm ein ehrendes Gedenken bewahren.

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Verbandsinterne Informationen der VKD

Zur Brillenaktion „Den Durchblick erhalten“ wurde im Internetauftritt der Gemeinschaft der Vinzenz-Konferenzen eine Sonderseite mit allen Materialien, Terminen und Neuigkeiten freigeschaltet: http://vinzenz-gemeinschaft.de. Bitte nutzen auch Sie die Möglichkeit, diese Aktion durch die Unterzeichnung der Petition zu unterstützen. https://www.openpetition.de.

Brillenträger haben das Nachsehen. Mit Urteil vom 23. Juni 2016 (B 3 KR 21/15 R) hat das Bundessozialgericht die geltende Rechtslage bestätigt, nach der die gesetzliche Krankenkasse (GVK) Erwachsenen einen Zuschuss für Sehhilfen nur dann zahlt, wenn sie auch mit Brille/Kontaktlinsen höchstens 30 % Sehschärfe erreichen. Hintergrund für diesen weitreichenden Leistungsausschluss war die Erwägung, dass die Versicherten ca. 70 bis 80 Prozent der Kosten einer Brille selbst trügen. Deshalb ging der Gesetzgeber davon aus, dass die Leistungsausgrenzung Erwachsene finanziell nicht überfordere. Der GKV-Leistungskatalog dürfe auch von finanzpolitischen Erwägungen mitbestimmt sein, so das BSG. Ist die medizinisch notwendige Versorgung im Einzelfall besonders kostenaufwendig und der Versicherte mittellos, kann das Existenzminimum gefährdet sein. Das BSG beweist insofern Weitblick, als es anmahnt, die Versorgung mit Sehhilfen zu prüfen und fordert, der Gesetzgeber solle klären, ob und unter welchen Bedingungen die Kassen sich an Sehhilfen zumindest zu beteiligen haben.

Ehrungen

Am 8. Januar wurde Harry Bölling von der Vinzenz-Konferenz St. Joseph in Leipzig für seine langjährige Mitgliedschaft mit der Urkunde des Verbandes geehrt.

Bundesgeschäftsstelle 

Hier die voraussichtlich nächsten Erscheinungstermine:

KuNo 2/2017                          Ende Februar 2017zurück zum Seitenanfang

Der Verein ist im Vereinsregister des Amtsgerichtes Düsseldorf unter der Registernummer VR 3385 eingetragen.

Vertretung des Vereins
Der Verein wird gesetzlich vertreten durch den Generalsekretär Stephan Buttgereit oder durch die Vorsitzende/den Vorsitzenden des Vorstandes, bei deren/dessen Verhinderung durch die stellvertretende Vorsitzende/den stellvertretenden Vorsitzenden, jeweils zusammen mit einem weiteren Mitglied des Vorstandes.
Der SKM ist Mitglied im Deutschen Caritasverband.

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