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2016-4/5

Newsletter des SKM-Bundesverbandes und der Gemeinschaft der
Vinzenz-Konferenzen Deutschlands e.V.

Inhalt

Stand:09.05.2016

Aktuelles
Arbeitsmarkt
Asyl/Migration
Rechtliche Betreuung
Ehrenamt/Bürgerschaftliches Engagement
Familie
Fortbildung/Tagungen
Jugendhilfe
Kampagnen/Initiativen
Männerarbeit
Sozialberatung für Schuldner
Rund ums SGB
Straffälligenhilfe
Sucht/Drogen
Verschiedenes
Wohnraum/Wohnungslose
Verbandsinterne Informationen des SKM
Verbandsinterne Informationen der VKD
Bundesgeschäftsstelle
 

Aktuelles

Am 20. Mai 2016 von 16.00 Uhr bis 21.00 Uhr wird die von der Bundestagsfraktion DIE LINKE organisierte Konferenz ‚Armut im Rheinland‘ in der Kölner Südstadt stattfinden. Martin-Luther-Kirche, Martin-Luther-Platz 2-4, in 50677 Köln. Der Skandal massenhafter Armut in einem reichen Land ist mit dem am 23.02.2016 vorgestellten Armutsbericht des DPWV für einige Tage wieder in das Blickfeld der Öffentlichkeit geraten. In der öffentlichen Wahrnehmung zählt das Rheinland nicht zu den ‚klassischen‘ Armutsregionen. Doch auch 2014 lag die Armutsquote in der Stadt Köln mit 20,5 Prozent auf dem Niveau des Ruhrgebietes. Und schon im vergangenen Jahr hatte der DPWV den Großraum Köln/Düsseldorf bereits „armutspolitisch insgesamt als eine sehr problematische Region“ ausgemacht.
Diskussionsteilnehmer:

  • Dr. Gregor Gysi MdB
  • die LINKEN Bundestagsabgeordneten Matthias W. Birkwald, Sevim Dagdelen, Andrej Hunko, Dr. Alexander S.

Referenten:

  • Prof. Dr. Chr. Butterwegge, Institut für vergleichende Bildungsforschung und Sozialwissenschaften, Humanwissenschaftliche Fakultät der Universität zu Köln,
  • Ulrike Detjen, Vorsitzende der Fraktion DIE LINKE in der Landschaftsversammlung Rheinland,
  • Michaela Hofmann, Referentin für Allgemeine Sozialberatung, Armutsfragen, Frauenhäuser und Gewaltschutz, Diözesan-Caritasverband für das Erzbistum Köln e.V./Nationale Armutskonferenz,
  • Antonia Kühn, Leiterin der Abteilung Hochschulen, Wissenschaft und Forschung beim DGB NRW,
  • Prof. Dr. Thomas Münch, Fachbereich Sozial- und Kulturwissenschaften der Hochschule Düsseldorf,
  • Pfarrer Franz Meurer, Gemeinde St. Theodor und St. Elisabeth, Köln
  • Dr. Witich Rossmann, 1. Bevollmächtigter IG Metall Köln-Leverkusen und
  • Dr. Ulrich Schneider, Hauptgeschäftsführer Deutscher Paritätischer Wohlfahrtsverband - Gesamtverband e.V.
  • Mit Grußworten werden sich Özlem Alev Demirel, Sprecherin des Landesverbandes DIE LINKE. NRW, und Pfarrer Hans Mörtter als Hausherr der Kölner Martin-Luther-Kirche beteiligen.

Die Ratifizierung der Freihandelsabkommen CETA und TTIP bedrohen die Existenz kleinerer kommunaler Unternehmen und in letzter Konsequenz die Arbeit der Wohlfahrtsverbände. Warum das so ist, zeigt der neue Film vom SKM Bundesverband und der Katholischen Arbeitnehmerbewegung Deutschlands (KAB). www.skmev.de

Seminar „Rechtsfragen bei Presse-, Öffentlichkeitsarbeit und bei Publikationen im Internet“ vom 26. bis 27. September 2016 im Freiburg. Bei Presse- und Öffentlichkeitsarbeit sowie verbandsinterner Kommunikation treten auch in Caritasorganisationen und bei anderen kirchlichen Trägern zahlreiche rechtliche Fragen auf. Die Fortbildungs-Akademie des DCV bietet daher auch 2016 in Zusammenarbeit mit dem SKM-Bundesverband wieder das Seminar „Rechtsfragen bei Presse-, Öffentlichkeitsarbeit und bei Publikationen im Internet“ an - von Montag, den 26. bis Dienstag, den 27. September 2016 in Freiburg. In diesem Seminar wird auf wesentliche Probleme wie beispielsweise Urheberrecht, Recht am eigenen Bild, Mailings, Haftung u.v.m. eingegangen; der rechtliche Rahmen wird verständlich aufgezeigt und Lösungsansätze werden beschrieben. Da keine Organisation mehr Öffentlichkeitsarbeit ohne Internet und E-Mail betreiben kann, werden wir auch vertieft auf die besonderen Probleme bei Online-Publikationen eingehen. Die ausführliche Ausschreibung und das Anmeldeformular finden Sie unter folgendem Link: http://www.fak-caritas.de.

 

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Arbeitsmarkt

Zur Schaffung vom mehr Beschäftigungsmöglichkeiten für Menschen mit Behinderung ist es laut Bundesregierung in erster Linie notwendig, für deren Ausbildung und Beschäftigung weitere Arbeitgeber zu gewinnen und sie zu unterstützen. Dies erfolge „insbesondere im Rahmen der beschäftigungspolitischen Aktivitäten des Nationalen Aktionsplans der Bundesregierung zur Umsetzung der UN-Behindertenrechtskonvention“.

Am Dienstag, den 14. Juni 2016 zeigt 3sat/die woche um 10.15 Uhr einen Film von Bärbel Maiwurm: Ein Job allein reicht nicht zum Leben. Drei unterschiedliche Multi-Jobber zeigen ein Jahr lang ihren Kampf um Würde und Überleben - voller Erschöpfung und Ängste, aber auch Kraft und Energie und dem Traum von einem besseren Leben. Claudia F., 50, ist gelernte Krankenschwester. Sie hat eine Vollzeitstelle als Kinderfrau in einem Privathaushalt. Doch der Lohn ist knapp. Auch mit zusätzlichen Nebenjobs wie der Pflege von alten Menschen am Wochenende kann sie ihre Existenz nicht absichern. Um innerlich ruhiger zu werden, würde sie gerne Rücklagen bilden. Doch das ist unmöglich. Claudia wünscht sich eine Festanstellung mit einem guten Gehalt. Anna S., 44, aus Remscheid ist alleinerziehend. Die gelernte Kauffrau hat schon bessere Zeiten gesehen. Sie war wohlhabend und führte mit Ehemann und Sohn ein bürgerlich abgesichertes Leben. Bis ein Schicksalsschlag alles zerstörte. Heute hat Anna drei Minijobs und muss zusätzlich mit Hartz IV aufstocken. Ihre Jobs sind prekär - im Falle einer längeren Erkrankung hätte sie keinen Anspruch auf Lohnfortzahlung. Das setzt Anna zu. Sie steht unter massivem Druck, jeden Tag. Und sie hat - wie Claudia - das Gefühl, in einem Hamsterrad zu rotieren und doch auf keinen grünen Zweig zu kommen. Ganz anders Honke R., 45, aus Essen: Er schätzt das Maß an persönlicher Freiheit, das die Jobberei ihm beschert. Nach dem Abi hat er Musik, Kunst und Philosophie studiert. Seine Qualifikationen kann er im Kulturbetrieb nutzen. Doch für seine Aufträge wird er meist schlecht honoriert. Zur Not putzt er auch mal in einer Bar. Honke klagt nicht und ist zufrieden mit seinem Leben. Aber er weiß, dass er nicht krank werden darf und im Alter nur wenig Rente bekommt. Für private Vorsorge hat Honke schlicht kein Geld.

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Asyl/Migration

Deutschland ist ein Einwanderungsland. Diese Tatsache spiegelt sich in der heterogenen Bevölkerungsstruktur wider, ebenso wie in gesellschaftlichen Aushandlungsprozessen um Zugehörigkeiten, (nationale) Identität(en), Partizipation und Chancengerechtigkeit. Das Integrationsbemühen in Deutschland hat sich lange Zeit nur auf Migranten und deren Nachkommen konzentriert. Dabei sind ganze Teile der Mehrheitsbevölkerung aus dem Fokus geraten, die sich in diesem "neuen" Deutschland fremd und gesellschaftlich desintegriert fühlen. Wie wollen und wie können wir in einer Gesellschaft zusammenleben, die durch Vielfalt gekennzeichnet ist? Eine Annäherung. http://www.bpb.de

Integration: Herausforderung und Chance zugleich. In der neuen Ausgabe von „change“ (Bertelsmann-Stiftung) dreht sich alles um die Integration von Flüchtlingen. Wir haben uns in Deutschland umgeschaut, Menschen und ihre Schicksale kennengelernt, nach Hoffnungen und Chancen gefragt und mit Experten gesprochen. Ein Blick auf den Ist-Zustand unseres Landes. Und ein Blick auf das Deutschland der Zukunft. http://www.bertelsmann-stiftung.de

Flüchtlinge:
Seit dem 21. März 2016 informiert ein neues Internetangebot der Deutschen Bischofskonferenz über die umfangreiche Flüchtlingshilfe der katholischen Kirche in Deutschland. Unter www.fluechtlingshilfe-katholische-kirche.de – einer Erweiterung des bisherigen Dossiers „Flüchtlingshilfe“ – finden sich Informationen über die Flüchtlingsarbeit der (Erz-)Bistümer, Hilfswerke und Orden. Das Internetangebot bietet auch eine Liste der Ansprechpartner für Flüchtlingsfragen in den (Erz-)Bistümern. Darüber hinaus sind Informationen zu den Leitsätzen kirchlicher Flüchtlingsarbeit, zum Sonderbeauftragten für Flüchtlingsfragen, Erzbischof Dr. Stefan Heße (Hamburg), und seinem Arbeitsstab, zum Katholischen Flüchtlingsgipfel, Dokumente, Stellungnahmen, Interviews und zahlreiche Links aufgelistet. Außerdem werden unter „Aktuelles“ die neuesten Meldungen und Veröffentlichungen rund um das gesamte kirchliche Engagement für Flüchtlinge bereitgestellt.

Die meisten Flüchtlinge, die in den vergangenen Jahren in die Bundesrepublik kamen, sind männlich. Dennoch finden sie oftmals wenig Angebote, die sich spezifisch an sie als Männer wenden. Die Männerpastoral im Erzbistum Köln führt mit der Bonner Pfarrei St. Thomas Morus und mit zwei katholischen Bildungseinrichtungen ein Pilotprojekt durch, in dem die Aktivitäts- Interessen, -Bedarfe und -Wünsche der männlichen Flüchtlinge beachtet werden. Darum berücksichtigen die Aktionen praktische Anliegen für das Leben in der Unterkunftsstadt, bieten sie Sport-Möglichkeiten, werden handwerkliche Fertigkeiten verstärkt oder Medienkompetenz vermittelt. Auch für die einheimischen Männer sind diese Angebote so interessant, dass bei jeder Aktion männliche Flüchtlinge wie auch alteingesessene Männer teilnehmen. Gerade dieses Miteinander fördert Integration. Weitere Infos: http://www.erzbistum-koeln.de.

Willkommen auf Deutsch. Film inklusive Unterrichtsvorschläge und Zusatzmaterial. Wie reagieren Menschen, wenn in ihrer Nachbarschaft Asylsuchende untergebracht werden? Der Film "Willkommen auf Deutsch" geht diesem Thema nach und beschäftigt sich mit den gesellschaftlichen Auswirkungen der Asyl- und Flüchtlingspolitik. Im Zentrum der Dokumentation stehen die vielzitierte "Willkommenskultur" und die Frage nach der Offenheit gegenüber Migrantinnen und Migranten in Deutschland. Die Regisseure Carsten Rau und Hauke Wendler beobachten 2013 und 2014 zwei kleine Gemeinden in Niedersachsen, in denen Flüchtlinge untergebracht werden sollen. Sie erleben, wie sich Bürgerinitiativen gründen, die sich angesichts der neuen Nachbarn um das Wohl ihrer Kinder und den Verkaufswert ihrer Eigenheime sorgen. Sie lernen aber auch Menschen kennen, die sich ohne Wenn und Aber für die Flüchtlinge einsetzen. Für die Asylsuchenden selbst ist die Ankunft in Deutschland zwar oft das Ende einer jahrelangen Odyssee, doch viele Probleme dämpfen ihre Erwartungen an die neue Heimat. http://www.bpb.de

Mit einer neuen App können sich Flüchtlinge über Möglichkeiten zur Anerkennung ihrer ausländischen Berufsqualifikationen informieren. Die App „Anerkennung in Deutschland“ für Android-, iOSund Windows-Geräte ist in den fünf wichtigsten Herkunftssprachen von Geflüchteten (Arabisch, Dari, Farsi, Tigrinya und Paschtu) sowie auf Deutsch und Englisch verfügbar. Sie bietet einen Einstieg in das Thema, erklärt in einfacher Sprache das Anerkennungsverfahren und verlinkt zu Informations- und Beratungsangeboten. https://www.anerkennung-in-deutschland.de

In der Wochenschrift „Aus Politik und Zeitgeschichte“ /66. Jahrgang 14-15/2016 / 4. April 2016 sind folgende Beiträge zum Thema „Zufluchtsgesellschaft Deutschland“ veröffentlicht:

  • Herfried Münkler: Die Mitte und die Flüchtlingskrise
  • Christian Jakob: Flüchtlinge verändern Deutschland
  • Fatima El-Tayeb: Rassismus, Fremdheit und die Mitte der Gesellschaft
  • Volker Kronenberg: Patriotismus in Krisenzeiten
  • Sina Arnold/Sebstian Bischoff: Nationale Identität in Krisenzeiten
  • Priska Daphi: Engagement für Flüchtlinge
  • Ulrich Bielefeld: Europas: Vergesellschaftung jenseits des Nationalstaates

Download aller Beiträge über www.bpb.de, die Homepage der Bundeszentrale für politische Bildung

„Was geht?“ Das Heft zu Flucht und Asyl der Bundeszentrale für politische Bildung. Warum fliehen so viele Menschen aus ihrer Heimat? Was bedeutet eigentlich das Wort Asyl? Nimmt Deutschland wirklich viel mehr Menschen auf als andere europäische Länder? In dieser Ausgabe von "Was geht?" dreht sich alles um das Thema Flucht und Asyl. Mit dabei: ein Faktencheck, ein Quiz, Geschichten von geflüchteten Jugendlichen sowie viele weitere Informationen, Links und Hinweise. http://www.bpb.de

fluter: Integration. Im letzten Jahr sind mehr als eine Million Menschen als Flüchtlinge nach Deutschland gekommen. Die einfache Frage „Wie geht es weiter?“ wird nun zum Angelpunkt vieler Auseinandersetzungen. Wie kann der innere Zusammenhalt und soziale Ausgleich der Gesellschaft besser gelingen? Was muss bei Bildung, Arbeitsmarktzugang oder in der Wohnungsfrage anders, neu gemacht werden? Die Debatten und politischen Entscheidungen werden in vielen Bereichen ein Katalysator für die Neubestimmung der Politik und der Gesellschaft als Ganzes. Fragen der Integration sind bei uns so aus den Randbezirken der öffentlichen Wahrnehmung in deren Zentrum gerückt. Wir fangen dabei aber nicht bei null an. Deutschland ist seit Jahrzehnten ein Einwanderungsland und es wird sich dessen zunehmend bewusst. Im Alltag vieler Kommunen ist das schon lange angekommen. Das ist ein Reservoir für den selbstbewussten und auf die eigenen Kräfte vertrauenden Umgang mit den aktuellen Krisen. Integration hat Millionen Gesichter und Geschichten, sie ist ein generationsübergreifender, widersprüchlicher und dynamischer Prozess. Es geht, aber nicht ohne Konflikte. Und es braucht sehr lang. Krisen zu ignorieren oder kleinzureden hilft vielleicht zur Beruhigung im Moment, ist aber auf Dauer gefährlich. Desintegration bildet dann eine wechselseitige Dynamik von Segregation, herrschender Ignoranz, Alltagsrassismus und zunehmender Radikalisierung und Gewaltbereitschaft.
Debatten um Integration sind immer auch ein Spiegel der eigenen Vorstellungen von Gesellschaft. Verhandelt werden dabei Wertefragen – was ist uns wichtig, welche Forderungen sollen verbindlich gelten, welche Möglichkeiten lassen wir zu? Das wird mit den jetzt wieder beginnenden Prozessen der Integration auf Jahre hinaus neu bestimmt werden. Die Frühlingsausgabe des fluters schaut sich einige dieser Fragen und Antworten genau an. http://www.bpb.de

Mehr als die Hälfte aller Syrerinnen und Syrer wurde inzwischen aus ihrer Heimat vertrieben. Vor allem diejenigen unter ihnen, die sich erst kürzlich nach Europa aufgemacht haben, sind in eine fatale Situation geraten. Die hygienischen Zustände in den Camps im Süden des Kontinents sind schlecht und viele Menschen müssen jede Nacht frieren. Ihre Hoffnung auf ein würdevolles Dasein schwindet Tag um Tag. Es ist ein Trugschluss zu glauben, all diese Menschen wünschten sich nichts anderes, als sich in Europa ein neues Leben aufzubauen. Die meisten von ihnen, so hören wir immer wieder aus Gesprächen mit vielen Flüchtlingen, sehnen sich nach nichts mehr als nach ihrem Zuhause. Fast jeder von ihnen hat seinen Hausschlüssel in der Tasche. Er ist für sie ein Symbol der Hoffnung. Die Hoffnung, irgendwann das wiederzuerlangen, was sie verloren haben: ihre Heimat. Ein Schlüssel auf einer Handfläche – das ist das zentrale Motiv der neuen Kampagne von Caritas international „Keys of Hope“. Menschen, die sich unter Einsatz ihres Lebens auf den Weg gemacht haben, erzählen hierin ihre Geschichte und schildern auf eindrucksvolle Weise, was ihr Zuhause für sie bedeutet. Lassen auch Sie sich berühren und schenken Sie den zehn Menschen auf www.keys-of-hope.org Ihre Aufmerksamkeit.

Deutsch als Fremdsprache Flüchtlingen beizubringen, ist eine Herausforderung. Wie man das am besten angeht, mit dieser Frage beschäftigten sich Ehrenamtliche bei einer Fachtagung der Caritas-Konferenzen im Erzbistum Paderborn im Paderborner Liborianum. Da Flüchtlinge bis zur Klärung ihres Aufenthaltsstatus je nach Herkunftsland teilweise keinen Zugang zu geförderten professionellen Sprachkursen haben, engagieren sich viele Ehrenamtliche, indem sie Konversationsgruppen und Sprachlerngruppen in den Gemeinden anbieten, Patenschaften übernehmen oder ehrenamtlich in Fördergruppen von Schulen mithelfen. Referentin Ewa Gabrys, Deutschlehrerin der Sprachwerkstatt Paderborn und selbst in sechs weiteren Fremdsprachen bewandert, gab den Ehrenamtlichen Tipps: Wertvolle Tipps gab die Referentin zu Lernmaterialien, die u. a. auch als kostenlose Downloads im Internet zur Verfügung stehen, so etwa unter www.graf-gutfreund.at, www.lingolia.com oder www.goethe.de

Literaturhinweis: Themenblätter im Unterricht (Nr. 110) der Bundeszentrale für politische Bildung, Bonn: Alltäglicher Rassismus. Rassismus findet sich überall: in unserer Sprache, in Bildern, im Verhalten von Menschen, in Institutionen, Gesetzen und Verordnungen – kurz: in unserem Alltag! Er ist auf den ersten Blick für Viele unsichtbar, dazu subtil und hartnäckig. Rassismus zu identifizieren ist der erste Schritt, ihm begegnen zu können. http://www.bpb.de

Rechtliche Betreuung

Neuauflage des Buches „Praxiswissen Betreuungsrecht“ – für Ehrenamtliche, Familienangehörige und Bevollmächtigte. Die Stichwörter wurden überarbeitet und einige neue Stichwörter, z.B. Pfändungsschutz, Zwangsbehandlung und Persönliches Budget hinzugefügt. Herausgeber ist der Deutsche Caritasverband: Das Buch ist in einer Kooperation des C.H. Beck Verlag und Lambertus Verlag erschienen. http://www.beck-shop.de

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Ehrenamt/Bürgerschaftliches Engagement

Das erste bundesweite Förderprogramm „Kultur macht stark. Bündnisse für Bildung“ startete im Jahr 2013. Bis Ende 2017 fördert das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) Projekte Kultureller Bildung. Bundesbildungsministerin Johanna Wanka hat nun die Fortsetzung des erfolgreichen Programms in einer neuen Förderperiode ab 2018 bekannt gegeben. Jedes Kind und jeder Jugendliche soll die bestmöglichen Bildungschancen erhalten, unabhängig von der sozialen Herkunft. Mit dem Programm fördert das BMBF außerschulische Angebote der kulturellen Bildung. In lokalen Bündnissen für Bildung setzen engagierte Bürger bundesweit Projekte für Kinder und Jugendliche um, die aus Verhältnissen kommen, die den Zugang zu Bildung erschweren: Paten- und Mentorenprogramme, Leseförderungen, Ferienfreizeiten, Musik-, Tanz-, Theater- oder Zirkusaktionen. Durch die aktive Beschäftigung mit Kunst und Kultur erleben die Kinder und Jugendlichen persönliche Wertschätzung, sie entwickeln neue Perspektiven und
erlernen wichtige Fähigkeiten für ein erfolgreiches und selbstbestimmtes Leben. Weitere Infos: http://www.buendnisse-fuer-bildung.de.

Familie 

Attraktive Angebote zur Familienerholung macht die Caritas im Erzbistum Paderborn. Familien mit geringem Einkommen gewährt sie dafür Zuschüsse. In einem neuen Katalog werden Familien-Ferienziele von der Nord- und Ostsee bis zum Allgäu und von der Eifel bis nach Thüringen vorgestellt. Auch ein „Strandurlaub“ in Berlin-Grunewald ist im Angebot. In dem Katalog sind sowohl Familienferienstätten wie auch Ferienhäuser und Ferienwohnungen zu finden. Die Organisation dieser Familienerholungsangebote liegt im Aufgabenbereich des Diözesan-Caritasverbandes Paderborn. Interessierte können sich an die örtlichen Caritasverbände wenden. Durch eine Bezuschussung aus kirchlichen Mitteln des Erzbistums Paderborn sind diese Ferienziele auch mit kleinem Geldbeutel erreichbar. Den Katalog und weitere Informationen gibt es unter Tel. 05251/209 244, per E-Mail an S.Groppe@caritas-paderborn.de oder als Download unter: http://www.caritas-paderborn.de.

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Fortbildung/Tagungen

 Die Fortbildungs-Akademie des Deutschen Caritasverbandes e.V. bietet demnächst folgende Veranstaltungen an:

  • Mit EU-Geldern die Caritas Behindertenhilfe und Psychiatrie profilieren (S16067). Einführung in EU-Förderprogramme. Seminar von 01.06.2016 bis 03.06.2016 in Brüssel. Der Deutsche Caritasverband und sein Fachverband Caritas Behindertenhilfe und Psychiatrie (CBP) haben sich dazu bekannt, sich an der Gestaltung eines sozialen Europas aktiv zu beteiligen. Mittlerweile sind vielerorts in der verbandlichen Caritas Projekte entstanden, in denen Kolleginnen und Kollegen einen Blick über den eigenen Tellerrand wagen - und durch Zusammenarbeit mit Partnern aus anderen EU-Mitgliedsstaaten neue Horizonte für sich entdecken und damit die eigene Arbeit bereichern. Dieses Seminar bietet gezielte Informationen zu einschlägigen EU-Förderprogrammen und entsprechenden Projekten, es bietet den Teilnehmern Raum für die gemeinsame exemplarische Entwicklung von Projekten sowie einen Einblick in die EU-Förderperiode 2014 - 2020. Preis: 420,00 € zzgl. Unterkunft und Verpflegung. Ansprechpartnerin: Andrea Bartsch, Tel: 0761/200-1703, E-Mail: andrea.bartsch@caritas.de, Web-Link: http://www.fak-caritas.de.
  • IT-Grundkenntnisse für Datenschutzbeauftragte (S16052). Seminar von 06.06.2016 bis 07.06.2016 in Paderborn. Neben den umfangreichen rechtlichen Vorgaben müssen Datenschutzbeauftragte auch technische Begrifflichkeiten verstehen, zuordnen und hinterfragen können um ihre Aufgabe als DSB erfüllen zu können. In diesem Seminar vermitteln wir Ihnen nicht nur die "Sprache der IT-ler“ sondern auch das Basisverständnis, um datenschutzrelevante IT-Prozesse und deren Technik zu verstehen. Sie werden durch dieses Seminar in die Lage versetzt, IT-Prozesse zu hinterfragen sowie die damit verbundenen Risiken erkennen zu können. Die Ausschreibung dazu finden Sie unter folgendem Link: http://www.fak-caritas.de. Preis: 310,00 € zzgl. Unterkunft und Verpflegung. Ansprechpartnerin: Andrea Bartsch, Tel: 0761/200-1703, E-Mail: andrea.bartsch@caritas.de, Web-Link: http://www.fak-caritas.de.
  • IT-Aufbauwissen für Datenschutzbeauftragte (S16053). Seminar von 08.06.2016 bis 09.06.2016 in Paderborn. Zu den Aufgaben eines Datenschutzbeauftragten gehört es auch, die Kollegen aus der IT zu be- und hinterfragen. Dies ist für nicht IT-ler meist nicht einfach. Insbesondere die schnelle Wandlung der Angebote rund um die IT ziehen neue Technologien und Möglichkeiten nach sich. Datenschutzrechtlich sind hier viele Fragen im Spiel, die es diesbezüglich zu beleuchten gilt. In diesem Seminar werden Sie hierzu mit den folgenden Themen vertraut gemacht: - Cloud-Computing (DC, SaaS, etc.); - Social-Networking; - Mobile-Device (Mobile-Device-Management); - BYOD (Bring-your-own-device) und PUOCE (Private-use-of-company-equipment; - DLP-Data-Loss-Prevention; - Grundlagen der IT-Forensik. Vielleicht haben Sie bereits das Seminar „IT-Grundkenntnisse für Datenschutzbeauftragte“ besucht und möchten Ihr Wissen weiter ausbauen und vertiefen. Oder Sie sind mit der Materie vertraut und möchten Ihr Wissen auf den neuesten Stand bringen, dann ist dieses Seminar genau das Richtige für Sie! Preis: 310,00 € zzgl. Unterkunft und Verpflegung. Ansprechpartnerin: Andrea Bartsch, Tel: 0761/200-1703, E-Mail: andrea.bartsch@caritas.de, Web-Link: http://www.fak-caritas.de.
  • Gewusst wie!  (K2016-15-0). Führen in sozialen Organisationen. Kurs von 01.12.2016 bis 02.12.2016 in Freiburg. Mit dem Titel "Gewusst wie! Führen in sozialen Organisationen" startet die Fortbildungs-Akademie den zweiten Durchgang einer neu konzipierten Weiterbildung für Führungskräfte in der Caritas. Diese Weiterbildung richtet sich an Führungskräfte in Organisationen der Caritas, insbesondere solche, die mit Aufgaben der strategischen Steuerung betraut sind. Die Teilnehmenden lernen u.a. - die eigene Persönlichkeit im Kontext von Führung und Management gezielt weiter zu entwickeln, - einflussnehmende Faktoren in Organisationen und ihrem Umfeld im Handeln als Führungskraft zu erkennen und zu berücksichtigen, - theologische, ethische und spirituelle Grundlagen in der eigenen Funktion zu reflektieren, - Veränderungsprozesse in Organisationen gezielt zu gestalten, - ein profiliertes persönliches Handlungskonzept zu entwickeln. Preis: 60,00 € zzgl. Unterkunft und Verpflegung. Ansprechpartner: Hermann Krieger, Tel: 0761/200-1701, E-Mail: hermann.krieger@caritas.de, http://www.fak-caritas.de.
  • Datenschutz-Fachkundenachweis (S16090). Seminar von 13.06.2016 bis 17.06.2016 in Fulda. Datenschutz wird gerade auch in caritativen Unternehmensbereichen immer bedeutsamer. Jedes caritative Unternehmen bearbeitet im Rahmen der modernen Datenverarbeitung personenbezogene Daten: von Kunden und Lieferanten ebenso wie von den eigenen Mitarbeitenden. Hat Ihr Unternehmen einen Datenschutzbeauftragten (DSB) bestellt oder aber beabsichtigt es die künftige Bestellung, dann muss diese/dieser außer der erforderlichen Zuverlässigkeit auch die entsprechende Fachkunde gemäß der KDO (kirchliche Datenschutzordnung) nachweisen. In diesem Seminar werden die erforderlichen Fachkenntnisse im Sinne der KDO erworben, um die Aufgaben als DSB noch professioneller und effektiver zu meistern. Die relevanten Anordnungen über den Datenschutz in der Katholischen Kirche (KDO) sowie die Novellierungen des Bundesdatenschutzgesetzes (BDSG) werden dabei berücksichtigt. Preis: 620,00 € zzgl. Unterkunft und Verpflegung. Ansprechpartnerin: Andrea Bartsch, Tel: 0761/200-1703, E-Mail: andrea.bartsch@caritas.dehttp://www.fak-caritas.de.
  • Systemisch-lösungsorientierte Beratung (K2016-13-0). 1. Kurs in acht Abschnitten mit regionalen Supervisionsgruppen. Kurs von 09.06.2016 bis 10.06.2016 in Freiburg. Systemisch-lösungsorientierte Beratung hat sich in den vergangenen Jahren als ein sehr erfolgreiches Konzept bewährt. In allen Bereichen der Caritas und anderen sozialen Organisationen besteht ein hoher Bedarf an Beratungskompetenz. Die systemische Beratung bietet eine eigene Theorie, die sich auf die Kommunikations- und Handlungsmuster der Menschen untereinander bezieht. Dazu gehört eine Haltung, die von hoher Wertschätzung und Allparteilichkeit geprägt ist. Für diese Beratungsform gibt es eine Vielzahl hochwirksamer Methoden, die in allen Kontexten eingesetzt werden können. Das systemische Denken und Handeln arbeitet nicht mit Problemen und Defiziten, sondern fokussiert immer auf Ressourcen und Lösungen. Ziele sind: - Einführung in die Systemtheorie und den Konstruktivismus, - Kennenlernen der systemischen Haltungen: Neutralität/Allparteilichkeit, - Entwicklung beraterischer Kompetenzen für systemisches Arbeiten, - Einüben von systemischen Interventionstechniken. Diese Weiterbildung richtet sich an Mitarbeiter aus Arbeitsfeldern der Sozialen Arbeit und an Verantwortliche für die Ausbildung sozialer Berufe. Außerdem an Mitarbeiter mit einer abgeschlossenen Berufsausbildung und einer mindestens 3-jährigen Berufstätigkeit im psychosozialen oder beraterischen Feld. Preis: 60,00 € zzgl. Unterkunft und Verpflegung.  Ansprechpartnerin: Gabriele Ruck, Tel: 0761/200- 1708, E-Mail: gabriele.ruck@caritas.de, http://www.fak-caritas.de.

Nähere Auskünfte: Fortbildungs-Akademie des Deutschen Caritasverbandes e.V., Wintererstr. 17-19, 79124 Freiburg, Tel. 0761/200-538, Fax -199, E-Mail akademie@caritas.de , Internet: www.fak.caritas.de, www.caritas-akademien.de.

„Jung, allein und auf der Flucht - Unbegleitete minderjährige Flüchtlinge in der Kinder- und Jugendhilfe“. Fachtagung vom 18. bis 19. Juli 2016 in Freiburg. Die gestiegene Anzahl von unbegleiteten minderjährigen ausländischen Jugendlichen stellt die Mitarbeiter/-innen und die Träger der Kinder- und Jugendhilfe der Caritas vor große Herausforderungen. Im vergangenen Jahr hatten DCV und Fortbildungs-Akademie bereits Tagungen dazu angeboten. Aufgrund der hohen Nachfrage und weil viele Kolleginnen und Kollegen erst neuerdings in diesem Feld tätig sind, zeichnet sich hier nach wie vor Weiterbildungsbedarf ab. Sie finden hier ein erneutes Angebot für pädagogische Fachkräfte, die sich auf die Arbeit mit unbegleiteten Minderjährigen mit Fluchthintergrund vorbereiten bzw. sich dazu gut einarbeiten möchten. Die Tagung bietet zum einen durch Fachvorträge grundlegendes, aktuelles Wissen und zum anderen in Workshops Gelegenheit zum Austausch und zur Bearbeitung spezifischer pädagogischer Fragestellungen in der Jugendhilfe. Die Teilnehmerzahl ist begrenzt. Ausschreibung und Anmeldeformular finden Sie hier:  http://www.fak-caritas.de.

Der Bundesweite Fachkongress Kinder- und Jugendarbeit 2016 wird vom 26. bis zum 28.09.2016 an der Technischen Universität Dortmund stattfinden. Nach 2002 ist dies der zweite bundesweite Kongress an der Universität Dortmund, bei dem hauptberufliche Mitarbeiter, freiwillig Engagierte, Studierende und Wissenschaftler sowie Vertreter der Institutionen und Organisationen, aber auch der Politik und Verwaltung gemeinsam und in unterschiedlichen Formaten über Gegenwart und Zukunft der Kinder- und Jugendarbeit nachdenken und diskutieren werden. Ein wichtiges Format des Fachkongresses werden Workshops zu Projektpräsentationen sein (max. 40), die am Nachmittag des 27.09. (voraussichtlich 14.00-16.15h) und am Vormittag des 28.09. (voraussichtlich 09.00-11.15h) angeboten werden sollen. Jeder Workshop soll zweimal hintereinander (jeweils 60 min.) entweder am Dienstag, 27.09., oder am Mittwoch, 28.09., stattfinden, damit die einzelnen Projekte möglichst viele Teilnehmer erreichen können. Willkommen sind Projekte, die das aktuelle Spektrum der Kinder- und Jugendarbeit abbilden sowie Einblicke in interessante Forschungsansätze und -methoden bieten. Es kann sich also sowohl um Praxisprojekte für Kinder und Jugendliche oder Projekte der Organisationsentwicklung als auch um Projekte aus dem Hochschulkontext handeln. Wichtig ist, dass sie in Art, Form und/oder Methodik innovativ sind, für andere beispielgebend sein können und auf die Herausforderungen aktueller Kinder- und Jugendarbeit reagieren. Von Interesse sind ebenso Beispiele gescheiterter Projekte wie auch Ansätze, die den Weg aus dem Projektstatus in eine Verstetigung bereits gefunden haben. Die Teilnahme am Kongress wird kostenfrei sein. Über den Anmeldestart (Mitte Juni) werden wir Sie rechtzeitig informieren. Weitere Informationen finden Sie in Kürze auch auf unserer Homepage www.fachkongress-jugendarbeit.de. Für telefonische Rückfragen stehen wir Ihnen gerne zur Verfügung: Dr. Julia von der Gathen-Huy 0231 755-6585, Katharina Gosse 0231 755-6554, Erich Sass 0231 755-6554, Sebastian Volberg 0231 755-7422

Jugendhilfe 

Eckpunktepapier „Kinder von Eltern mit psychischen Erkrankungen im Kontext Früher Hilfen“. Die Publikation gibt einen Überblick über die aktuelle (Versorgungs-)Situation von Kindern, deren Eltern psychisch erkrankt sind, im Kontext der Frühen Hilfen. Beschrieben werden die Risikokonstellationen für die Kinder, die Hilfe- und Unterstützungsbedürfnisse der betroffenen Familien sowie der dringende Bedarf an interdisziplinär und systematisch gestalteten Hilfen. Erläutert wird in diesem Zusammenhang die Bedeutung des breiten Zugangs über die beteiligten Disziplinen. Das Eckpunktepapier beinhaltet Empfehlungen zu einer besseren Vernetzung der psychiatrischen Versorgungssysteme mit den präventiven, niedrigschwelligen Angeboten der Frühen Hilfen. http://www.fruehehilfen.de

 „Taschengeldbörse“ heißt ein Projekt des Caritasverbandes Moers-Xanten und der Stadt Neukirchen-Vluyn, das Jobs an Jugendliche vermittelt. Vor allem Senioren suchen Hilfen für den Haushalt oder die Gartenarbeit. Alle „Taschengeldler“ sind versichert und ihre Mitarbeit wird bescheinigt. Das mache sich gut im Lebenslauf, so Janina Rothe, die die Angebote in die sozialen Netzwerke einstellt. Die Jugendlichen freuen sich über das Geld und lernen Leute kennen, die sie sonst nicht getroffen hätten. Youngcaritas hat zwei Broschüren zum Thema Flucht und Asyl aktualisiert: das Aktionsheft für Schulen „Flüchtlinge willkommen“ und FAQ-Guide zum Thema Flucht und Asyl. Diese Broschüre informiert kurz und knapp zu häufig gestellten Fragen. Beide Publikationen können im CariKauf bestellt werden.

Studie: Kinderarmut in Westdeutschland wächst weiter. DGB fordert Aktionsprogramm. Die Zahlen sind alarmierend: Mehr als 1,66 Millionen Kinder waren im vergangenen Jahr in Deutschland von Hartz IV abhängig. Während im Osten die Armutsquote auf hohem Niveau nahezu stagniert, nimmt sie in Westdeutschland weiter zu – trotz starker Konjunktur und geringer Arbeitslosigkeit. Der DGB fordert jetzt ein Sonderprogramm gegen Kinderarmut. http://www.dgb.de

Der Deutsche Caritasverband (DCV) unterstützt die Forderung, die Bildungsdaten für Ländervergleiche zu nutzen. Diese Forderung erhebt in Stellungnahme der Wissenschaftliche Beirat des Bundeswirtschaftsministeriums. „Wir müssen besser verstehen, warum Kinder und Jugendliche in der Schule scheitern oder vorankommen“, so Caritas-Präsident Peter Neher. Bisher behindern die Länder eine länderspezifische Auswertung der Bildungsdaten, indem sie den Forschern restriktive Auflagen machen. Forscher, die ohne Erlaubnis Ländervergleiche anstellen und veröffentlichen, riskieren, vom Zugang zu den Daten gesperrt zu werden. Der DCV veröffentlicht jährlich eine regional vergleichende Bildungsstudie. Kernindikator ist der Anteil der Jugendlichen, die die Schule ohne Abschluss verlassen. Die Ergebnisse zeigen sehr große Unterschiede zwischen und innerhalb der Bundesländer. Hier wird großes Potential für bildungspolitische Fortschritte deutlich. Es wäre viel gewonnen, wenn überall die Erfolge erreicht würden, die sich in einem Teil der Städte und Kreise bereits als machbar erwiesen haben. Informationen unter www.caritas.de.

Mit Schulunterricht für Flüchtlingskinder oder junge Asylbewerber - zum Beispiel in Willkommensklassen - soll ein Teil der „UN-Kinderrechtskonvention“ erfüllt werden, wonach Kindern und Jugendlichen uneingeschränkter Zugang zum Bildungswesen eines Asyllandes zusteht. Jedem Bundesland ist es in Deutschland dabei selbst überlassen, wie es die Beschulung von zugewanderten Kindern und Jugendlichen gestaltet. Ziel ist es in der Regel, ausländischen Kindern und Jugendlichen in diesen Lerngruppen erste Grundkenntnisse der deutschen Sprache beizubringen, um die Schüler danach schnellstmöglich in den Regelklassen integrieren zu können. In einer Flüchtlingsklasse kommen verschiedene Nationen, verschiedene Altersgruppen und ein unterschiedlicher Bildungsstand zusammen. Hier finden Sie in paar Vorschläge von bpb-Unterrichtsmaterialien, die zwar zumeist für den allgemeinen Unterricht konzipiert wurden, aber die Sie vielleicht in Teilen für Ihren Unterricht in Willkommensklassen nutzen können. http://www.bpb.de

 „Lückekinder“ – Die 10- bis 14-Jährigen zwischen Kindheit und Jugend KJug – Ausgabe 2/2016. Die Lebensphase der 10- bis 14-Jährigen wird in Forschung und (Fach)Öffentlichkeit als „späte Kindheit“, „Vorpubertät“ oder „frühe Adoleszenz“ bezeichnet und kennzeichnet unter entwicklungspsychologischen Aspekten eine besondere Situation des Übergangs. Die Mädchen und Jungen sind „nicht mehr Kind“ und „noch nicht Jugendliche“ – sogenannte „Lückekinder“. Dieser Status schlägt sich in ihren Handlungspraxen und ihrem Orientierungswissen nieder. Sie wechseln zwischen kindlichen, jugendlichen und erwachsenen Handlungsrepertoires. Welche entwicklungspsychologischen und soziokulturellen Besonderheiten diese Altersgruppe aufweist und wie ihre Lebenswirklichkeit aussieht, wird in den Beiträgen der aktuellen Ausgabe von KJug – Kinder- und Jugendschutz in Wissenschaft und Praxis dokumentiert.

  • Manuela Gulde, Katharina Steinicke, Franziska Köhler-Dauner, Dr. Kathrin Mörtl, Prof. Dr. Jörg M. Fegert, Prof. Dr. Ute Ziegenhain: Die soziale Welt der „Lückekinder“ – Analyse einer vergessenen Gruppe
  • Katharina Steinicke, Dr. Kathrin Mörtl, Manuela Gulde, Prof. Dr. Ute Ziegenhain, Prof. Dr. Jörg M. Fegert: Die Umfunktionierung von Plätzen – Aneignungsprozesse im öffentlichen Raum in der Altersgruppe der Lücke-Kinder
  • Christa Gebel: „... weil sie damit Daten machen, was sie wollen.“ Online-Angebote und – Risiken aus Sicht von 12- bis 14-Jährigen
  • Christina Scholz-Asci, Yasemin Ayar: „Lückekindertreff“ im Jugendzentrum
  • Marianne Meyer: ELTERN beteiligen und stärken – im Netzwerk
  • Sigmar Roll (Recht und Rechtsprechung): Braucht es keinen Jugendschutz mehr bei Pornos – oder liegt hier ein Vollzugsdefizit vor?
  • Josephine Paula Rothlaender, Daniel Schwerdt (Aus der Hochschule): Zur Aufarbeitung sexueller Gewalt in pädagogischen Einrichtungen
  • Britta Schülke (Die Jugendschutzfrage): Wie lange darf mein Kind abends ausgehen?

Die Ausgabe 2-2016 der Zeitschrift Kinder- und Jugendschutz in Wissenschaft und Praxis (KJug) mit dem Titel „Lost in Transition?! Die 10- bis 14-jährigen zwischen Kindheit und Jugend“ kann zum Preis von EUR 16,- (inkl. Versandkosten) bestellt werden beim Herausgeber: Bundesarbeitsgemeinschaft Kinder- und Jugend-schutz, Mühlendamm 3, 10178 Berlin, Fax: 030-400 40 333, Mail: kjug@bag-jugendschutz.de. Online www.kjug-zeitschrift.de.

Regelmäßige Datenerhebungen für die Offene Kinder- und Jugendarbeit finden sowohl auf kommunaler Ebene als auch auf Landesebene statt. Gegenstand dieser Erhebungen sind die Zielgruppen, Angebotsstruktur, Angaben zu (Stamm-) Besuchern, Mitarbeitern und der Finanzierung. Landesebene – Strukturdatenerhebung. Seit 2002 wird durch das Land NRW die Berichterstattung für das Arbeitsfeld der Offenen Kinder- und Jugendarbeit unterstützt. In den Jahren 2002 und 2004 übernahm diesen Auftrag die Dortmunder Arbeitsstelle für Kinder- und Jugendhilfestatistik. Mit dem  Berichtsjahr 2008 wurden die Landesjugendämter Rheinland und Westfalen beauftragt. Hier finden Sie die Ergebnisse der Strukturdatenerhebungen aus Nordrhein-Westfalen. http://www.lwl.org

„Vielfalt gestalten, Rechte für alle Kinder und Jugendlichen stärken!“ - Empfehlungen zum Reformprozess SGB VIII der AGJ. Themen der laufenden bundespolitischen Diskussionen rund um eine Reform des SGB VIII sind unter anderem die Weiterentwicklung der Hilfeplanung, die „große“ bzw. inklusive Lösung, die Weiterentwicklung und Steuerung der Hilfen zur Erziehung, die Absicherung der Rechte von Pflegekindern in Dauerpflegeverhältnissen, die Änderungen bei der Betriebserlaubnis. In ihren Empfehlungen bündelt die Arbeitsgemeinschaft für Kinder- und Jugendhilfe – AGJ die Forderungen und Vorschläge aus dem Diskurs und positioniert sich hierzu. https://www.agj.de

Der Handy Guide des Deutschen Kinderhilfswerkes ist in einer grundlegend überarbeiteten Neuauflage erschienen. Die Broschüre „Fit fürs Handy“ richtet sich an Kinder und Eltern und gibt auf 28 bebilderten Seiten kindgerecht Antworten auf die wichtigsten Fragen zur Handynutzung. Neu ist bei dieser Ausgabe, dass auch die zahlreichen Funktionen und Möglichkeiten von Smartphones und Tablets erklärt werden. www.dkhw.de

Pünktlich zu seinem 10. Geburtstag geht das Fachkräfteportal der Kinder- und Jugendhilfe in einem neuen Design an den Start. Nutzerfreundlich und in optimierter Struktur liefert das Portal einen noch besseren Überblick über Themen, Entwicklungen und Diskurse in der Kinder- und Jugendhilfe. Das Fachkräfteportal der Kinder- und Jugendhilfe ist Anlaufstelle für alle, die über die neuesten Entwicklungen in der Kinder- und Jugendhilfe sowie in thematisch angrenzenden Bereichen auf dem Laufenden bleiben möchten und Materialien zum eigenen Arbeitsbereich oder nach aktuellen jugendpolitischen Initiativen und Fördermitteln suchen. Neben tagesaktuellen Nachrichten zu Entwicklungen und Aktivitäten in allen Handlungsfeldern der Kinder- und Jugendhilfe sowie zu thematisch angrenzender Forschung und Politik, stellt das kosten- und werbefreie Portal eine bedarfsgerecht strukturierte Datenbasis zur Verfügung. In den Datenbanken können Termine, Materialien, Projekte und Institutionen recherchiert sowie in der umfangreichen Jobbörse Angebote gesucht werden. https://www.jugendhilfeportal.de

Das vom Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend vorgelegte Gesetz zum Schutz von Kindern und Jugendlichen vor den Gefahren des Konsums von elektronischen Zigaretten und elektronischen Shishas ist verabschiedet. Damit werden die Abgabe- und Konsumverbote des Jugendschutzgesetzes und des Jugendarbeitsschutzgesetzes für Tabakwaren auf E-Zigaretten und E-Shishas ausgedehnt. Zudem wird sichergestellt, dass die Abgabeverbote von Tabakwaren, E-Zigaretten- und E-Shishas an Kinder und Jugendliche auch im Wege des Versandhandels gelten. Es gibt nikotinhaltige und nikotinfreie Lösungen. Die Produkte haben oftmals den Ruf als gesündere Alternative zum Tabakrauchen und wirken aufgrund von Geschmacksrichtungen wie Schokolade und diversen Fruchtsorten als harmlos und auf Kinder und Jugendliche attraktiv. Mit den elektronischen Inhalationsprodukten werden Flüssigkeiten, sogenannte Liquids, verdampft. Der dabei entstehende Nebel wird inhaliert. Aromastoffe verleihen dem Dampf den jeweiligen Geschmack. Nachdem die gesundheitlichen Risiken des Suchtstoffs und Nervengifts Nikotin, wie physische Abhängigkeit und Herz-Kreislauferkrankungen, seit längerem bekannt sind, haben Studien des Bundesinstituts für Risikobewertung und des Deutschen Krebsforschungszentrums Aufschluss auch die gesundheitlichen Risiken des Konsums von nikotinfreien E-Shishas und E-Zigaretten belegt.

Die Informationsbroschüre „Meine Erziehung – da rede ich mit!“ des Bundesministeriums der Justiz und für Verbraucherschutz ist nach Überarbeitung in einer Neuauflage erschienen und online verfügbar. http://www.bmjv.de

Die aktuellen Zahlen des Berufsbildungsberichtes 2016 zeigen, dass die Situation auf dem Ausbildungsmarkt weiterhin durch zunehmende Passungsprobleme gekennzeichnet ist: So blieb die Anzahl der unversorgten Bewerber/-innen, die bei der Suche nach einem Ausbildungsplatz erfolglos blieben, mit 20.712 im Vergleich zum Vorjahresniveau nahezu unverändert (Vorjahr: 20.872). Parallel dazu waren rund 41.000 Ausbildungsplätze unbesetzt. Hier ist seit 2009 ein konstanter Anstieg zu verzeichnen, der mit einer erneuten Zunahme von 10,4 % einen neuen Höchststand markiert. Der Datenreport widmet sich vor allem auch der beruflichen Integration von Menschen mit Migrationshintergrund. Hier zeigen die Analysen, dass die Schulabschlüsse ausländischer Jugendlicher insgesamt niedriger sind als die der deutschen Jugendlichen. Daher gestaltet sich der Übergang in Ausbildung gerade für nicht studienberechtigte Jugendliche mit Migrationshintergrund weiterhin schwierig und langwierig. Sie bleiben überdurchschnittlich häufig ohne Berufsabschluss und haben damit ein höheres Arbeitslosigkeitsrisiko. (Quelle: BIBB, Veröffentlichung des Datenreports 2016, 27.04.2016, sowie Berufsbildungsbericht 2016 der Bundesregierung vom 27.04.2016)
Vorläufige Fassung des BIBB-Datenreports zum Berufsbildungsbericht 2016 als kostenloser Download: www.bibb.de, Berufsbildungsbericht 2016 der Bundesregierung: www.bmbf.de.

Wie gerecht geht's in der Schule zu? Gerechtigkeit in der Schule - ein heikles Thema für ein Heft, das u.a. Lehrer(innen) hoffentlich ihren Schüler(innen) in die Hand drücken werden. Schließlich kann es in der Frage, welche Note gerecht ist, manchmal ganz schön hoch her gehen. Denn nicht alle haben die gleichen Voraussetzungen - sei es aufgrund der persönlichen Begabung, den finanziellen Möglichkeiten der Familie oder der Herkunft. Wie kann es trotzdem so gerecht wie möglich zugehen? http://www.youngcaritas.de.

THEMA JUGEND, Heft 1/2016 ist erschienen: Flucht und Perspektive. Das Thema Flucht begegnet uns alltäglich – in der (europa-)politischen Auseinandersetzung, im beruflichen Geschehen, in der privaten Umgebung. Suche scheint dabei ein wenig diskutierter, aber zentraler Aspekt: Suche nach politischen Lösungen, Suche nach Projekten und Konzepten der Begegnung und Integration vor Ort, Suche nach ehrenamtlich Engagierten,… und allen voran die Suche junger Menschen nach Schutz, Sicherheit und Zukunft. Diese Suchbewegungen miteinander in Passung zu bringen, ist eine herausfordernde Aufgabe, auch mit Blick auf den Kinder- und Jugendschutz. Sie fordert Reflexion und Engagement auf vielfältigen Ebenen und jeder und jedes Einzelnen. Tragfähige Antworten auf einzelne dieser Suchbewegungen entstehen insbesondere im Dialog und in der Beziehung zu jungen Geflüchteten. Diese Ausgabe der THEMA JUGEND widmet sich diesen vielfältigen Such-bewegungen und zeichnet Antwortmöglichkeiten auf den verschiedenen Ebenen nach. Markus Ottersbach skizziert die Suchbewegung der Flüchtlingsarbeit auf globaler und lokaler Ebene. Martina Huxoll-von Ahn und Rainer Kascha berichten aus 25 Jahren herausfordernder und erfolgreicher Flüchtlingsarbeit in Nordrhein-Westfalen. Michael Borg-Laufs beschreibt die Bedeutung der Fluchterfahrung für junge Menschen vor dem Hintergrund von Traumatisierung. In einem Interview plädieren der Geflüchtete Ali und der Mitarbeiter Hassan Obeidat für Offenheit und Begegnung. Vielfältige Projekte zeugen in ihrer Sammlung von einem breiten Engagement und Ideenreichtum in Bezug auf Begegnungsmöglichkeiten als Antwort auf die Suche nach Sicherheit und Heimat. THEMA JUGEND kostet 2,- Euro pro Exemplar zzgl. Versandkosten. Bestelladresse: Katholische Landesarbeitsgemeinschaft Kinder- und Jugendschutz NW e.V., Salzstraße 8, 48143 Münster, Tel.: 0251/54027. Fax: 0251 518609, E-Mail: info@thema-jugend.de

Drei Monate nachdem die Landesstelle Nordrhein-Westfalen die Verteilung der unbegleiteten minderjährigen Jugendlichen übernommen hat, betreuen sämtliche 186 Jugendämter im Land diese jungen Flüchtlinge. In Nordrhein-Westfalen ist die Zahl der unbegleiteten Kinder und Jugendlichen auf inzwischen 12.748 angewachsen. Das Land hat damit 88 Prozent seiner Aufnahmepflicht erfüllt. „Bei unbegleiteten minderjährigen Flüchtlingen geht es um besonders schutzbedürftige Kinder und Jugendliche. Allerdings müssen sie nicht allesamt in vollstationären Kinder- und Jugendeinrichtungen betreut werden. Es gibt längst andere Wohnformen, die sich bewährt haben, wie etwa betreute Wohngruppen, Jugendwohnheime oder Gastfamilien. Um der Situation dieser jungen Flüchtlinge gerecht zu werden, müssen wir die Betreuung weiterentwickeln, und zwar orientiert am konkreten Bedarf“, sagte Ministerin Kampmann. Die Tabelle der Verteilung nach Städten und Kreisen steht als Download unter https://www.mfkjks.nrw zur Verfügung.

Ein Bündnis, bestehend aus dem Verband der deutschen Computer- und Videospielbranche BIU – Bundesverband Interaktive Unterhaltungssoftware, der Unterhaltungssoftware Selbstkontrolle USK und dem Deutschen Kinderhilfswerk fordert eine dringende Reform des gesetzlichen Jugendmedienschutzes in Deutschland. Bundesregierung und Bundesländer sollen noch in dieser Legislaturperiode eine gemeinsame umfassende Reform des Jugendmedienschutzes umsetzen. Das aktuelle deutsche Jugendschutzsystem gewährleiste ein hohes Schutzniveau – angesichts der zunehmenden Verschmelzung verschiedener Medienformate, der grenzüberschreitenden Verbreitung digitaler Medien und der hohen Dynamik der Medienmärkte aber zunehmend nur noch in der Theorie. Wesentlicher Kritikpunkt des Bündnisses ist die zersplitterte Gesetzgebungskompetenz, die sich am Verbreitungsweg der Inhalte orientiere. So sind für Online-Medien und den Rundfunk die Bundesländer zuständig, bei allen Offline-Verbreitungswegen der Bund. Auch bei der Anwendung und Überwachung der verschiedenen Gesetze sind die Zuständigkeiten unnötig kompliziert aufgeteilt. Stattdessen muss der Jugendmedienschutz nach den Wünschen des Bündnisses künftig einheitlich, konvergent, verständlich sein, um dadurch auch international anschlussfähig zu werden. Nur so könne der Jugendmedienschutz in Deutschland zukunftsfähig gestaltet werden. www.jugendmedienschutz-reformieren.de

Kampagnen/Initiativen

Der demografische Wandel wirkt sich auf alle Lebensbereiche aus, auch auf die Arbeit der Einrichtungen und Dienste der Caritas. Die Veränderungen zeigen sich dabei regional äußerst unterschiedlich. Um Handlungsempfehlungen für die soziale Arbeit vor Ort zu entwickeln, sind daher Daten und Prognosen bis auf die Kreisebene erforderlich. So hat der Deutsche Caritasverband (DCV) das Berlin-Institut für Bevölkerung und Entwicklung (BI) mit einer Erhebung dieser Daten zu Trends und Herausforderungen beauftragt. Anhand von knapp 100 Indikatoren untersuchte das BI die Auswirkungen des demografischen Wandels auf die besonders betroffenen Fachgebiete Kinder- und Jugendhilfe, Altenhilfe sowie Migration/Integration. Anhand sozio-demografischer Indikatoren für die jeweiligen Landkreise und kreisfreien Städte wurden Regionen mit ähnlicher demografischer Entwicklung ermittelt und zu Clustern (Gruppen) zusammengefasst, um für diese Regionstypen Handlungsempfehlungen aufzeigen zu können. Alle Daten, umfangreiche Grafiken und ausführliche Informationen finden Sie hier: www.caritas.de/demografie-studie

Schwierige Zeiten für demokratischen Wandel. Nicht nur aufgrund der Flüchtlingszahlen nimmt die deutsche Öffentlichkeit internationale Krisen derzeit recht unmittelbar wahr. Konfliktlösungen allerdings sind kaum in Sicht, im Gegenteil: Politische und soziale Spannungen nehmen weltweit zu. Und sie kommen Westeuropa so nah wie lange nicht. Dies ergibt der aktuelle Transformationsindex der Bertelsmann Stiftung (BTI). http://www.bertelsmann-stiftung.de

Zum 100-jährigen Bestehen des Diözesancaritasverbandes Köln gibt es einen Film, in dem Prominente gefragt wurden, was für sie Nächstenliebe heute bedeutet: https://www.youtube.com.

Das erfolgreiche Projekt Stromspar-Check, das es mittlerweile in rund 190 Städten und Gemeinden gibt, wird mit neuer Ausrichtung und neuem kommunalen Schwerpunkt bis 2019 fortgesetzt. Mehr als eine halbe Millionen Menschen mit geringem Einkommen haben seit 2009 am Stromspar-Check des Deutschen Caritasverbandes (DCV) und des Bundesverbandes der Energie- und Klimaschutzagenturen Deutschlands (eaD) teilgenommen und so ihre Energiekosten deutlich reduziert. Bis März 2019 wollen die Stromspar-Teams bundesweit weitere 125.000 Haushalte mit geringem Einkommen beraten. Die bisherige Energieeinsparung summiert sich auf 927 GWh, die CO2-Einsparung auf über 385.000 Tonnen. Damit ist der Stromspar-Check ein gelungenes Beispiel, wie Maßnahmen zur Energieeffizienz und zum Klimaschutz in Verbindung mit einem sozialen Ansatz in allen Teilen der Gesellschaft umgesetzt werden können. Pressekontakte: Nicola Buskotte, Deutscher Caritasverband e.V.. Tel.: +49 (0)221 / 2010-120, nicola.buskotte@caritasnet.de, www.stromspar-check.de

Armutsbericht 2016: Ein Verharren der Armutsquote in Deutschland auf hohem Niveau beklagt der Paritätische Gesamtverband in seinem aktuellen Armutsbericht, der erstmals in erweiterter Form und unter Mitwirkung weiterer Verbände und Fachorganisationen erscheint. Während in neun Bundesländern die Armutsquoten 2014 gesunken seien, belegt der Bericht einen Anstieg der Armut in den bevölkerungsreichen Bundesländern Bayern und Nordrhein-Westfalen. Hauptrisikogruppen seien Alleinerziehende und Erwerbslose sowie Rentnerinnen und Rentner, deren Armutsquote rasant gestiegen sei und erstmals über dem Durchschnitt liege. Die Herausgeber sehen daher auch keinerlei Anlass zur Entwarnung und fordern von der Bundesregierung einen sozial- und steuerpolitischen Kurswechsel, um dringend notwendige Maßnahmen zur Armutsbekämpfung auf den Weg zu bringen. https://www.paritaet-berlin.de

Männerarbeit

Literaturhinweis: Geschlechterverhältnisse in der Politik. Eine genderorientierte Einführung in Grundfragen der Politikwissenschaft. Wie steht es um die Gleichberechtigung der Geschlechter? Was können, was müssen Akteure in Staat, Gesellschaft, Politik (noch) leisten, damit Teilhabe und Chancengleichheit verbessert werden? Die Autorin beleuchtet das Thema aus politikwissenschaftlicher Perspektive. Bundeszentrale für politische Bildung, Bonn. 4,50 € zzgl. Versandkosten. http://www.bpb.de

Der Themenbereich Frauen und Männer lädt mit seinen vielfältigen Angeboten zu einer geschlechtersensiblen Umsetzung des Katholikentagsleitwortes ein. Wie wollen junge Frauen und Männer heute ihr Leben angesichts unterschiedlicher Rollenerwartungen und Zuschreibungen gestalten? Wie gelingt es uns als Gesellschaft und Kirche, bestehende Ungerechtigkeiten im Geschlechterverhältnis zu beseitigen? Wie können wir theologisch verantwortet mit der Genderfrage umgehen? http://kath-maennerarbeit.de.

Hier gibt es die aktuelle Ausgabe vom Newsletter „MANN Aktuell“ der Arbeitsstelle für Männerseelsorge: http://kath-maennerarbeit.de.

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Sozialberatung für Schuldner

Der Deutsche Caritasverband veröffentlicht regelmäßig den „Newsletter Sozialberatung für Schuldner“, aus dem KuNo mit freundlicher Genehmigung einige Beiträge übernimmt. Interessierte Träger und Einrichtungen der verbandlichen Caritas können den Rundbrief über die für den Fachbereich Schuldnerberatung zuständigen Referenten in ihrer Diözese beziehen. Verantwortlich für den Newsletter ist Cornelius Wichmann, Deutscher Caritasverband e.V., Abteilung Soziales und Gesundheit , Referat Sozialraum, Engagement, Besondere Lebenslagen, Karlstr. 40, 79104 Freiburg i.Br., Postfach 420, 79004 Freiburg, Tel.: 0761/200-121, Fax: 0761/200-11-121 Homepage: http://www.caritas.de, http://www.caritas.de, E-Mail: cornelius.wichmann@caritas.de

Mahnkosten kann ein Energieversorgen nur verlangen, wenn er die Berechnungsgrundlage offenlegt. Gleiches gilt für die Aus- und Einschaltkosten bei Stromsperre wegen Zahlungsverszugs. Mit Hinweis auf §§ 17,19 der Stromgrundversorgungsverordnung wies das Amtsgericht Hamburg-Harburg mit Urteil vom 24. Juni 2015 – 647 C6/15 die Klage eines großen Stromversorgers ab, der sich weigerte, das Zustandekommen von 3,10 Euro pro Mahnung darzulegen.

BGH stärkt Verbraucherrechte bei Widerruf von Online-Käufen. Der Bundesgerichtshof (BGH) in Karlsruhe hat in einem Urteil (VIII ZR 146/15) bekräftigt, dass Online-Käufe innerhalb der Fristen widerrufen werden können - egal warum. Es sei dabei vollkommen ohne Belang, warum ein Kunde vom Recht auf Widerruf Gebrauch macht. Der Gesetzgeber ermögliche Verbrauchern aus gutem Grund mit diesem effektiven und einfachen Recht auf Widerruf die unproblematische Loslösung von solchen Verträgen. Denn nur so sei die Hemmschwelle für solche Bestellungen niedrig und das wiederum erhöhe die Marktchancen der Online-Händler. http://juris.bundesgerichtshof.de

Alle Fraktionen haben sich in der Sitzung des Finanzausschusses des Bundestags am 24. Februar für einen Rechtsanspruch auf ein Basiskonto für alle und somit auch für Flüchtlinge ausgesprochen. Verbraucher mit rechtmäßigem Aufenthalt in der Europäischen Union erhalten mit dem Gesetz die Möglichkeit, diskriminierungsfrei ein Zahlungskonto mit grundlegenden Funktionen zu eröffnen. Das Recht auf ein Basiskonto sollen auch Menschen ohne festen Wohnsitz, Asylsuchende und Menschen ohne Aufenthaltstitel, die aber aus rechtlichen oder tatsächlichen Gründen nicht abgeschoben werden können, erhalten.

Der Unterhaltsvorschuss soll geändert werden, dazu gibt es jetzt eine Anhörung des Familienausschusses. Hier haben sich die geladenen Sachverständigen übereinstimmend für eine Reform des Unterhaltsvorschussgesetzes ausgesprochen, um die Situation von Alleinerziehenden zu verbessern. Konkret forderten sie, die Befristung des Unterhaltsvorschusses von 72 Monaten pro Kind zu streichen, die Bezugsgrenze vom zwölften auf das 18. Lebensjahr des Kindes zu heben und das Kindergeld zukünftig nur noch zu 50 Prozent auf den Unterhaltsvorschuss anzurechnen.
Alles weitere hier: http://www.soziale-schuldnerberatung-hamburg.de.

Das statistische Bundesamt hat die offiziellen Insolvenzzahlen für das Jahr 2015 veröffentlicht. Danach wurden neben 80.347 Verbraucherinsolvenzverfahren 20.586 Anträge von Selbstständigen gezählt. Die Zahl der Insolvenzanträge insgesamt sank damit um 5,5 Prozent.

Viele Flüchtlinge kennen sich im deutschen Urheberrecht nicht aus und begehen, ohne es zu wissen, Urheberrechtsverletzungen – so die Computerzeitschrift "ct" in Heft 6/2016. Sie wüssten oftmals nicht, dass das Herunterladen von Filmen und Musik aus Tauschbörsen in Deutschland hohe Geldforderungen nach sich ziehen kann und geraten dann in das Visier darauf spezialisierter Abmahnanwälte. Anschlussinhaber, die Flüchtlingen Internetzugang gewähren, sollen diese auf die spezifische Rechtslage in Deutschland hinweisen. Denn als Betreiber des WLAN kann man für Rechtsverletzungen, die über diesen Zugang stattfinden, zur Verantwortung gezogen werden. Die Verbraucherzentrale Hamburg hat zu dieser Thematik eine Infoseite mit dem Titel "Flüchtlinge: Informationen zum Urheberrecht" ins Netz gestellt. http://www.vzhh.de

Rund ums SGB

Im Nachrichtendienst des Deutschen Vereins für öffentliche und private Fürsorge finden sich in Heft 3/2016 folgende Beiträge:

  • Nora Schmidt: Die Schwerpunktthemen 2016 im Deutschen Verein
  • Rechtlicher Rahmen zur Erwerbsintegration von Menschen ohne deutsche Staatsangehörigkeit – eine Handreichung des Deutschen Vereins
  • Leistungsberechtigte in besonderen sozialen Schwierigkeiten bedarfsdeckend unterstützen – Empfehlungen des Deutschen Vereins zur Anwendung der Hilfe nach §§ 67 ff. SGB XII
  • Karl Janssen, Michael Löher, Prof. Dr. Thomas Rauschenbach: Allianz für mehr Steuerung und Qualität
  • Andreas Krampe: Soziale und berufliche Eingliederung von Ausgrenzung bedrohter Personen – Handlungsperspektiven der Kommunen
  • Jürgen Burmeister: Ausbildung für das Jugendamt
  • Heribert Kleene: „Lokale Allianz für Menschen mit Demenz“ in kommunaler Partnerschaft
  • Wolfgang Dern, Constanze Hirling, Georg Hees: Der begrenzte Blick – Die überindividuell ähnliche Sicht langzeitarbeitsloser Menschen auf die Welt, Teil 1

Bezug der Zeitschrift über: Eigenverlag des NDV, Michaelkirchstraße 17/18, 12179 Berlin, Tel.: 030/62980-0, Fax: -9521 Internet: www.deutscher-verein.de.

Im Nachrichtendienst des Deutschen Vereins für öffentliche und private Fürsorge finden sich in Heft 4/2016 folgende Beiträge:

  • Zur Novellierung des Psychotherapeutengesetzes
  • Erfolgsmerkmale guter Jugendberufsagenturen
  • Sie sind doch gar nicht arm, sie sind doch nur etwas ungleich!

Bezug der Zeitschrift über: Eigenverlag des NDV, Michaelkirchstraße 17/18, 12179 Berlin, Tel.: 030/62980-0, Fax: -9521 Internet: www.deutscher-verein.de.

Sozialrecht - Zeitschrift für Sozialberatung aktuell befasst sich in der Ausgabe 1/2016 – mit folgenden Themen:
Abhandlungen

  • Mustervertrag stationäre Heimerziehung nach § 192 SGG
  • Die Auferlegung von Verschuldenskosten nach § 192 SGG

Rechtsprechung

  • Zum Anspruch der Pflegeeinrichtung auf Anerkennungsbetrag bei Herabstufung von Bewohnern (BSG)
  • Kein Anspruch des Hilfeberechtigten mit besonders großem Hilfebedarf auf Gewährung zusätzlicher Eingliederungshilfe über regelhafte Pflegesätze hinaus (LSG BW)
  • Berücksichtigung privater Zuwendungen an den Heimträger bei der Zustimmung nach § 82 Abs. 3 SGB XI (BayLSG)

Bezug der Zeitschrift, die vom Caritasverband für die Diözese Münster e.V. herausgegeben wird, über die Nomos-Verlagsgesellschaft, Waldseestraße 3-5, 76520 Baden-Baden, Tel.: 07221/2104-0, Fax -27.

Sozialrecht - Zeitschrift für Sozialberatung aktuell befasst sich in der Ausgabe 2/2016 – mit folgenden Themen:
Abhandlungen

  • „Kaum Licht im Dschungel“- Elterngeldrecht aktuell
  • Die Hilfe zur Erziehung gemäß §§ 27f. SGB VIII- Wird die Hilfe durch einen Dauerverwaltungsakt bewilligt und ist eine Befristung der Hilfe zulässig?

Rechtsprechung

  • Pflicht des Unterhaltsbedürftigen zur Wahl eines preisgünstigen Pflegheims (BHG)
  • Voraussetzung für den Abzug der Versicherungspauschale (LSG BW)
  • Risikozuschlag in der Vergütungsvereinbarung für die stationäre Pflege (Schiedsstelle NRW nach § 76 SGB XI)

Bezug der Zeitschrift, die vom Caritasverband für die Diözese Münster e.V. herausgegeben wird, über die Nomos-Verlagsgesellschaft, Waldseestraße 3-5, 76520 Baden-Baden, Tel.: 07221/2104-0, Fax -27.

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Straffälligenhilfe

Die BAG-S Bundestagung findet vom 21.-22. März 2017 in Bonn statt. Titel der Tagung: „Resozialisierungsanspruch und Wiedereingliederungspraxis – Was hat die Föderalismusreform straffällig gewordenen Menschen gebracht?“ http://bag-s.de.

Internationales Symposium zum Jugendstrafrecht. Zum Auftakt des „Berliner Symposiums zum Jugendkriminalrecht und seiner Praxis“ hat sich Staatssekretärin Dr. Stefanie Hubig für eine Verbesserung des Opferschutzes auch im Jugendstrafverfahren ausgesprochen. http://www.bmjv.de.

Sucht/Drogen 

 Ziel der Aktionswoche Alkohol 2017 ist es, möglichst viele Menschen zu erreichen und auf die Risiken des Alkoholkonsums aufmerksam zu machen Die Dokumentation der Aktionswoche Alkohol 2015 gibt einen Überblick über all das, was unzählige Ehrenamtliche und Engagierte im letzten Jahr auf die Beine gestellt haben: http://www.aktionswoche-alkohol.de.  Dies setzt Maßstäbe für die Aktions-woche Alkohol 2017.

Computer- und Videospiele sind für einen Großteil der Gesellschaft Teil des Alltags geworden. Entsprechend zeigen sich auch dort deren Schattenseiten: Rassismus, Sexismus und allgemein Hate Speech sind Teil von Computerspielen. Die Amadeu Antonio Stiftung veröffentlicht dazu die Broschüre „Gaming und Hate Speech – Computerspiele in zivilgesellschaftlicher Perspektive“. Sie bietet eine Auseinandersetzung mit unterschiedlichen Diskriminierungsformen und Problemen, die sich immer wieder in der Gaming-Szene zeigen. Dabei sollen auch positive Entwicklungen aufgezeigt werden. In dieser Broschüre wird ein erster Versuch gewagt, das gesellschaftlich relevante Feld des Gamings Akteuren/Akteurinnen der klassischen zivilgesellschaftlichen Arbeit nahezubringen. Die Broschüre wurde mit Hilfe des Bundesministeriums für Justiz und Verbraucherschutz finanziert und kann kostenfrei bei der Amadeu Antonio Stiftung bestellt oder im Internet heruntergeladen werden: https://www.amadeu-antonio-stiftung.de.

Die Drogenbeauftragte der Bundesregierung Marlene Mortler hat am 06. April zusammen mit der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) zentrale Studienergebnisse der repräsentativen BZgA-Befragung „Die Drogenaffinität Jugendlicher in der Bundesrepublik Deutschland 2015“ in Berlin vorgestellt. Die auf Prävention ausgerichtete Tabakpolitik der Bundesregierung zeigt demnach Wirkung. Auch beim Alkohol ist die langfristige Entwicklung erfreulich: Jugendliche und junge Erwachsene trinken weniger Alkohol. Die Drogenaffinitätsstudie der BZgA wird seit 1973 in regelmäßigen Abständen durchgeführt und ist das zentrale Instrument zur Erfassung von Trends im Suchtmittelkonsum junger Menschen in Deutschland. Für die Drogenaffinitätsstudie 2015 wurden 7.004 Personen im Alter von 12 bis 25 Jahren im Zeitraum von März bis Juni 2015 befragt. Die Studie ist abrufbar unter: www.bzga.de.
Ein Faktenblatt mit ausgewählten Ergebnissen der BZgA-Studie „Die Drogenaffinität Jugendlicher in der Bundesrepublik Deutschland 2015“ findet sich unter: http://www.bzga.de.

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Verschiedenes

Für einen neuen Generationenvertrag plädiert der Paderborner Bundestagsabgeordnete Carsten Linnemann (CDU) in einem Beitrag für die neue Ausgabe (2/2016) der Zeitschrift „Caritas in NRW“. „Die Niedrigzinsphase und die Pensionsverpflichtungen zwingen zum Handeln“, schreibt er in dem Heft, das sich dem Jahresthema der deutschen Caritas „Mach dich stark für Generationengerechtigkeit“ widmet. Linnemann fordert einen Abbau von Beschäftigungshürden für Ältere, eine Stärkung der privaten und betrieblichen Altersvorsorge und eine Reform der Beamtenversorgung. Denn der demographische Wandel ist in vollem Gange: Nach Prognosen des Statistischen Bundesamtes schrumpft die Einwohnerzahl Deutschlands auf 70 Millionen im Jahr 2060. Dann wird es nur noch halb so viele unter 20-Jährige geben wie Menschen, die 65 Jahre und älter sind. Vor dem missverständlichen Leitbild „Generationengerechtigkeit“ warnt hingegen der Kölner Politikwissenschaftler Christoph Butterwegge. Die soziale Scheidelinie in Deutschland verlaufe nicht zwischen Jung und Alt, sondern zwischen Arm und Reich, schreibt er.

„Caritas in NRW“ ist die gemeinsame Zeitschrift der Diözesan-Caritasverbände Aachen, Essen, Köln, Münster und Paderborn mit Sitz in Düsseldorf. Die 52-seitige Zeitschrift erscheint vierteljährlich und kann kostenlos angefordert werden: vertrieb@caritas-nrw.de

Der Deutsche Bundestag hat Prof. Dr. Andreas Lob-Hüdepohl, Professor für Theologische Ethik an der Katholischen Hochschule für Sozialwesen Berlin, in den Deutschen Ethikrat berufen. Prof. Lob-Hüdepohl ist Mitglied im Zentralkomitee der deutschen Katholiken (ZdK). Er wird in das ZdK vom Diözesanrat der Katholiken im Erzbistum Berlin entsandt und gehört dem Hauptausschuss des ZdK an.

Aus Politik und Zeitgeschichte (APuZ 16–17/2016): Unternehmertum. Die deutsche Unternehmenslandschaft ist von beeindruckender Vielfalt, und sie ist dynamisch. Und doch zeichnet sich ab, dass mehr Aufbruchsstimmung herrschen, gar eine "Neue Gründerzeit" anbrechen müsste. Hierüber sind sich die Forschung, die Interessenvertretungen von Unternehmen, die Investoren und die Politik tendenziell erstaunlich einig. Die deutsche Unternehmenslandschaft ist von beeindruckender Vielfalt, noch immer geprägt von kleinen und großen Familienunternehmen. Und sie ist dynamisch. Und doch zeichnet sich ab, gerade im internationalen Vergleich, dass mehr Aufbruchsstimmung herrschen, gar eine "Neue Gründerzeit" anbrechen müsste. Hierüber sind sich die Forschung, die Interessenvertretungen von Unternehmen, die Investoren und die Politik tendenziell erstaunlich einig. Und relativ unstrittig ist auch, dass vor allem ein Mentalitätswandel, also mehr gesellschaftliche Anerkennung, Förderung und Vermittlung der Schlüsselkompetenzen erforderlich ist, die unternehmerischem Denken und Handeln zugrunde liegen. http://www.bpb.de

Menschen in Pflegeberufen begegnen anderen Menschen hautnah. Sie werden mit Bildern, Gefühlen und Erfahrungen konfrontiert, die oft weitreichende Fragen mit sich bringen: Kann man Würde verlieren? Gibt es ein Leben nach dem Tod? Gibt es noch Hoffnung, wenn keine Heilung mehr möglich ist? Warum ausgerechnet ich? Im Projekt „DIALOG! Pflege – Bildung – Glaube – Ethik“ des Diözesan-Caritasverbandes für das Erzbistum Köln werden vielseitig einsetzbare Materialien entwickelt, die Sie zur Bearbeitung religiöser und ethischer Themen im fachpflegerischen Kontext nutzen können. Aktuell erschienen sind umfangreiche Unterrichtsmaterialien zum Thema „Sprachlos – Umgang mit Leiderfahrungen/existentiell herausfordernden Situationen in der Pflege“ sowie ein Arbeitspaket zum Thema „Religiosität im Alter“ mit zwei Praxisaufgaben für Pflegeschülerinnen und -schüler. Darüber hinaus finden Sie unter anderem Materialien zum Thema „Todeswunsch im Alter“, zum Umgang mit dem Thema Gebet im professionellen Kontext wie auch zur Frage „Was heißt eigentlich christlich pflegen?!?“. www.pflege-dialog-bildung.de

Der Deutsche Bundestag hat am 28.4. abschließend über den Entwurf für ein Zweites Gesetz zur Änderung des Buchpreisbindungsgesetzes beraten. Mit der Verabschiedung der Änderung des Buchpreisbindungsgesetzes setzt der Deutsche Bundestag ein klares Zukunftssignal an die Buchbranche. Nunmehr erstreckt sich die Preisbindung ausdrücklich auf elektronische Bücher und alle Buchverkäufe an Letztabnehmer in Deutschland. Damit wird das Gesetz an das veränderte Leserverhalten angepasst. Die Änderung des Buchpreisbindungsgesetzes trägt dem gestiegenen Anteil der über das Internet verkauften Bücher sowie der Zunahme von E-Books Rechnung. Der Gesetzentwurf wird im Anschluss dem Bundesrat zugeleitet. Das Gesetz soll am 1. September 2016 in Kraft treten.

In der Wochenschrift „Aus Politik und Zeitgeschichte“ /66. Jahrgang /8/2016 / 29. Februar 2016 sind folgende Beiträge zum Thema „Antidiskrimierung“ veröffentlicht:

  • Albert Scherr: Diskriminierung/Antidiskriminierung – Bergriffe und Grundlagen
  • Ulrike Lembke: Europäisches Antidiskriminierungsrecht in Deutschland
  • Doris Liebscher: Eine Zwischenbilanz nach zehn Jahren AGG
  • Martina Thiele, Lilian Masuhr, Scheila Mysorekar: Medien und Diskriminierung
  • Christine Lüders, Nathalie Schlenzka: Schule ohne Diskriminierung
  • Lena Hipp: Ungleichheiten und Diskriminierung auf dem Arbeitsmarkt
  • Irmhild Saake: Zum Umgang mit Unterschieden und Asymmetrien

Download aller Beiträge über www.bpb.de, die Homepage der Bundeszentrale für politische Bildung

In der Wochenschrift „Aus Politik und Zeitgeschichte“ /66. Jahrgang 10-11/2016 / 7. März 2016 sind folgende Beiträge zum Thema „UN und Menschenrechte“ veröffentlicht:

  • Lothar Brock: Wozu brauchen wir heute die Vereinten Nationen?
  • Hannah Birkenkötter: Die Menschenrechtsausschüsse der Vereinten Nationen
  • Beate Wagner: 50 Jahre UN-Menschenrechtspakte
    Gerrit Kurtz, Philipp Rotmann: Der Schutz von Zivilisten durch UN-Friedenseinsätze
  • Peter Rudolf: Prävention von Massenverbrechen im Sinne der „Schutzverantwortung“
  • Siba N. Grovogui: Universalismus, Partikularismus und das Streben nach menschlicher Würde

Download aller Beiträge über www.bpb.de, die Homepage der Bundeszentrale für politische Bildung

Die neue Ausgabe der Salzkörner ist erschienen. Herausgeber: Pressestelle des ZdK,. Hochkreuzallee 246,  53175 Bonn, Tel. 0228/38 297 - 28  Fax 0228. 38 297 – 48, E-Mail presse@zdk.de Web www.zdk.de. Auf der Homepage: http://www.zdk.de finden Sie eine PDF-Version der Salzkörner

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Wohnraum/Wohnungslose 

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Verbandsinterne Informationen des SKM 

Der „abseits-Chor“ der Tageswohnung für wohnungslose Menschen (Osnabrück) wird auf dem Deutschen Chorfest Stuttgart mit sechs Auftritten vertreten sein. Die Teilnahme ist eine große Anerkennung des Chors und der Arbeit unserer Tageswohnung. Der abseits-Chor wurde 2011 nach dem Vorbild des Berliner Straßenchores gegründet. Er besteht aus Besucherinnen und Besuchern der Tageswohnung für wohnungslose Menschen sowie aus ehrenamtlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Tageswohnung und der Osnabrücker Straßenzeitung abseits (www.abseits-online.de). Ziel des abseits-Chores ist es, über das gemeinsame Singen eine positive Stimmung zu erzeugen (Singen bewegt), die motiviert, (weiter) etwas an der eigenen Lebenssituation zu verändern. Darüber sollen das Selbstbewusstsein und das Selbstwertgefühl der Sängerinnen und Sänger gestärkt und ein Gemeinschaftsgefühl in der Gruppe aufgebaut werden. Es gibt einen festen Probetermin in der Woche, jeden Mittwoch von 11.00 bis 12.15 Uhr, der für viele inzwischen ein wichtiger Termin geworden ist, zu dem sie verlässlich und engagiert kommen. Die Leitung hat ein Musikpädagoge, der den Chor mit Gitarre begleitet. Die Teilnahme ist für die Mitglieder kostenlos. Der abseits-Chor singt deutsche Lieder, in der Regel mit einem sozialen Hintergrund. Neben gecoverten Songs ist der Chor besonders stolz auf selbst getextete und komponierte Lieder. In ihnen geht es ebenfalls um soziale Themen, allerdings nicht mit dem Ziel, Trübsal zu blasen, sondern Motivation zu fördern („Gib nicht auf“, “Nur Mut“, Öffne dein Herz“, Traumhaus“). Mit den Liedern möchte der abseits-Chor auch Verständnis wecken für die besonderen Lebenslagen von Menschen im sozialen Abseits und Vorurteile in der Gesellschaft abbauen. Der Chor sorgte bereits auf zahlreichen Veranstaltungen für die musikalische Begleitung. So wirkte er zum Beispiel beim Lyrasingen der Sängerkreisgruppe Osnabrück-Stadt auf dem Rathausplatz in Osnabrück mit, auf Weihnachtsfeiern, Sommer- und Straßenfesten unterschiedlicher (sozialer) Einrichtungen und Aktionstagen zu sozialen Themen. Darüber hinaus wurde er auch schon für das musikalische Programm auf Geburtstagen und auf einer kirchlichen Hochzeit engagiert. Seit letztem Jahr ist der abseits-Chor Mitglied im Deutschen Chorverband. Eine dreijährige Mitgliedschaft wurde ihm von der Sängerkreisgruppe Osnabrück-Stadt gesponsert. Weitere Informationen zum Chorfest gibt es hier: https://www.chorfest.de.

Personalien
Der SKM – Katholischer Verein für soziale Dienste im Rhein-Sieg-Kreis e.V. trauert um seinen langjährigen ehemaligen Vorstandsvorsitzenden Clemens Bruch. Von 1995 bis zur Neustrukturierung der Gremien 2012 stand Clemens Bruch unserem ehrenamtlichen Vorstand vor. Die Sorgen und Nöte hilfebedürftiger Menschen waren ihm stets eine Herzensangelegenheit. Für viele Einzelne setzte er sich ebenso ein wie für die Fortentwicklung des Lebens. Dies tat er mit Liebe und nimmermüdem Einsatz.

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Verbandsinterne Informationen der VKD

Seit 2012 setzen sich die Vinzenz-Konferenzen im Erzbistum Paderborn unter dem Motto „Den Durchblick behalten“ mit dem Problem auseinander, dass es für gesetzlich Krankenversicherte (ab 18, die nicht ein ganz besonders eingeschränktes Sehvermögen haben oder in den Genuss der Beihilfe oder einer privaten Zusatzversicherung oder der ausnahmsweisen Zusatzleistung ihrer KV kommen) ganz unabhängig von ihrem Einkommen – also selbst im ALG II-Bezug- keine Unterstützung für den Kauf einer Brille gibt. Praktisch setzen wir uns dafür ein, in Einzelfällen Zuschüsse für die Anschaffung einer Brille durch Menschen mit geringem Einkommen zu gewähren. Dazu setzen wir Eigenmittel ein, konnten aber auch schon auf die finanzielle Unterstützung der Vinzentinischen Bundesstiftung und des Armutsfonds des Erzbischofs zurückgreifen. Politisch streben wir an, für einkommensschwache Personen entsprechende Regelungen ins SGB II/XII bzw. SGB V aufzunehmen. Unser Ziel ist es nun, uns im Vorfeld der LT-Wahlen in NRW (Mai 17) und vor allem der BT-wahl (Herbst 17) deutlich Gehör zu verschaffen.

Die neuen Internetseiten der Gemeinschaft der Vinzenz-Konferenzen Deutschland s e.V. freigeschaltet. Sie finden sie unter: www.vinzenz-gemeinschaft.de. Alle Konferenzen, deren Daten noch nicht eingepflegt sind, werden gebeten, dem Generalsekretariat die notwendigen Angaben zu den gewünschten Inhalten mitzuteilen.

Bundesgeschäftsstelle 

Hier die voraussichtlich nächsten Erscheinungstermine:

  • KuNo 6/2016              Mitte Juni 2016

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Der Verein ist im Vereinsregister des Amtsgerichtes Düsseldorf unter der Registernummer VR 3385 eingetragen.

Vertretung des Vereins
Der Verein wird gesetzlich vertreten durch den Generalsekretär Stephan Buttgereit oder durch die Vorsitzende/den Vorsitzenden des Vorstandes, bei deren/dessen Verhinderung durch die stellvertretende Vorsitzende/den stellvertretenden Vorsitzenden, jeweils zusammen mit einem weiteren Mitglied des Vorstandes.
Der SKM ist Mitglied im Deutschen Caritasverband.

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