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2015-10

Newsletter des SKM-Bundesverbandes und der Gemeinschaft der
Vinzenz-Konferenzen Deutschlands e.V.

Inhalt

Stand: 28.10.2015

Aktuelles
Arbeitsmarkt
Asyl/Migration
Rechtliche Betreuung
Ehrenamt/Bürgerschaftliches Engagement
Familie
Fortbildung/Tagungen
Jugendhilfe
Kampagnen/Initiativen
Männerarbeit
Sozialberatung für Schuldner
Rund ums SGB
Straffälligenhilfe
Sucht/Drogen
Verschiedenes
Wohnraum/Wohnungslose
Verbandsinterne Informationen des SKM
Verbandsinterne Informationen der VKD
Bundesgeschäftsstelle
 

Aktuelles

Nach zwölf Jahren an der Spitze des Deutschen Caritasverbandes (DCV) wurde Präsident Peter Neher in Regensburg von der Delegiertenversammlung des DCV für eine dritte Amtszeit wiedergewählt. Die rund 190 Mitglieder des obersten Beschlussorgans der Caritas bestätigten Neher, der einziger Kandidat war, mit großer Mehrheit. Die Zukunftsfähigkeit der Caritas unter sich wandelnden sozial- und gesellschaftspolitischen Bedingungen sicherzustellen, nannte Neher als ein zentrales Ziel seiner dritten Amtszeit. In dem von ihm initiierten Zukunftsdialog Caritas 2020 diskutieren Führungskräfte und Mitarbeitende aus Mitgliedsorganisationen der Caritas und ihren Einrichtungen und Diensten u.a. darüber, wie die Caritas als Arbeitgeber attraktiv bleibt, wie Betroffene in verbandlichen Prozessen beteiligt werden können und welche neue Formen der Vernetzung mit sozial Engagierten und anderen zivilgesellschaftlichen Akteuren entwickelt werden können. Dass die Caritas ihre Rolle als Mitgestalter des Sozialstaats aktiv wahrnehme, zeige sich aktuell in den vielen Caritasaktivitäten in der Flüchtlingshilfe. „Gemeinsam mit vielen Menschen in den Pfarrgemeinden stellen sich die beruflich und ehrenamtlich tätigen Frauen und Männer der Caritas mit ungeheurem Einsatz den Fragen und Problemen, die sich durch die Not der Flüchtlinge ergeben und ringen um Lösungen. Dieses engagierte Handeln zeichnet die Caritas aus“, würdigte Neher den Einsatz der Caritas auf Orts- und Diözesanebene und in den Fachverbänden. „Auf einen Espresso mit Peter Neher“: in diesem Video https://youtu.be erfahren Sie mehr über den Präsidenten und seine Pläne für die dritte Amtszeit.

 

Thema Armut

  • Das Kampagnenthema 2015 des SKM – Katholischer Verband für soziale Dienste in Deutschland-Bundesverband e.V. lautet „Der Mensch am Rand ist unsere Mitte“. Auf der diesjährigen SKM-Vertreterversammlung vom 19.-20. Juni in Aachen untersuchten die rund 60 SKM-Delegierten insbesondere die Kinder- und Jugendarmut. Mit einer Armutskonferenz Ende April hat der SKM-Bundesverband die SKM-Kampagne 2015 „Der Mensch am Rand ist unsere Mitte“ eröffnet. Die Delegierten der Vereine und Verbände des SKM haben auf der Vertreterversammlung zudem den zweiten Meilenstein der Kampagne ins Rollen gebracht. Im Oktober fanden finden in ganz Deutschland Veranstaltungen anlässlich des Welttags zur Überwindung der Armut der Vereinten Nationen statt. Ausführliche Berichte finden sie auf der Kampagnenseite des SKM: www.skmev.de

Flüchtlinge:

Letzte Informationen zum Thema über die Pressestelle des DCV: 

  • Über den Link http://www.refugeeguide.de werden Informationen gegeben die in mehreren Sprachen den Flüchtlingen das Ankommen und auch Klarkommen mit den Regeln, Normen und Verhaltensweisen, die für uns (meist) selbstverständlich sind, erleichtern sollen.
  • Eine Gruppe von 70 Kreativen haben einen kostenlosen Audiosprachkurs mit Musik für Flüchtlinge produziert: http://www.welcomegrooves.de. Man kann die welcomegrooves downloaden und offline hören; sämtliche Lektionen stehen auch als PDF-Dateien zum Ausdruck und Lernen zur Verfügung. Aktuell  sind es 17 Sprachen (von Arabisch bis Tigrinya – welche Sprache auch immer das ist??). Weitere Sprachen sind wohl in Arbeit. Vielleicht kann auch dieser Hinweis für die Arbeit vor Ort hilfreich sein.

Flüchtlingen helfen wollen viele, aber sie trauen sich nicht recht. Die Caritasverbände wollen mit Broschüren leicht verständlich, anschaulich und sachkundig ehrenamtliches Engagement für Flüchtlinge unterstützen. Zwei Verbände haben sich besonders dafür stark gemacht: der Caritasverband Köln und der Diözesan-Caritasverband München und Freising. Hier eine Übersicht aus der Zeitschrift `“Sozialcourage“ über derzeit verfügbares Infomaterial:

  • Flüchtlinge und Asylbewerber begleiten und unterstützen, Informationen, Fakten und Hilfsmöglichkeiten für Pfarrgemeinden, Ehrenamtliche und Helferkreise. Herausgegeben vom Erzbischöflichen Ordinariat und dem DiCV München und Freising, Hirtenstraße 4, 80335 München, E-Mail: info@caritasmuenchen.de
  • Flüchtlinge in Köln. Tipps und Informationen für ehrenamtliche Helferinnen und Helfer. Herausgegeben vom Caritasverband für die Stadt Köln, Bartholomäus-Schink-Straße 6, 50825 Köln, E-Mail: info@caritas-koeln.de
  • Flüchtlinge auf dem Gebiet des Erzbistum Hamburg, E-Mail: conrad@erzbistum-hamburg.de
  • Flüchtlinge, Flucht, Asyl – Informationen, Fakten und Hilfsmöglichkeiten, E-Mail: christine.bueltmann@caritas-essen.de
  • Flüchtlinge in Niedersachsen. Was kann ich tun? E-Mail: dicv@caritas-dicvhildesheim.de; dicv-os@caritas-os.de; info@lcv-oldenburg.de
  • Weit weg ist näher, als du denkst. Flüchtlinge bei uns – wie können wir ihnen helfen. E-Mail: info@caritas-speyer.de
  • Mit Kirche und Caritas Flüchtlinge und Asylbewerbern helfen. E-Mail: info@caritas-regensburg.de
  • Flüchtlinge und Asylbewerbern begleiten und unterstützen. E-Mail: info@carias-wuerzburg.de
  • Ein neuer Wegweiser bietet Asylsuchenden eine erste Orientierung, wie das Asylverfahren in Deutschland abläuft. Der Flyer zeigt mit kurzen Texten und anschaulichen Piktogrammen die wichtigsten Stationen im Ablauf des Asylverfahrens. Auch engagierte Ehrenamtliche können sich damit einen Überblick zum Aufnahmeverfahren verschaffen beziehungsweise die Information zur Beratung von Asylsuchenden nutzen. Der Flyer steht auf Arabisch, Englisch und Deutsch zum Download zur Verfügung: http://www.bamf.de

Veröffentlichungen der Finanzverwaltung zur steuerlichen Förderung der Hilfen für Flüchtlinge sowie zur steuerlichen Beurteilung von Unterbringungs- und Betreuungsleistungen

  • BMF-Schreiben zu den Steuerlichen Maßnahmen zur Förderung der Hilfe für Flüchtlinge vom 22. September 2015 http://www.meine-caritas.de
  • Umsatzsteuer- und gemeinnützigkeitsrechtliche Behandlung der Unterbringung von Bürgerkriegsflüchtlingen und Asylbewerbern. Verfügung des Bayerischen Landesamtes für Steuern vom 11. Februar 1015 zur Umsatzsteuer: http://www.meine-caritas.de  BMF-Schreiben vom 20. November 2014 zu Billigkeitsmaßnahmen bei vorübergehender Unterbringung von Flüchtlingen http://www.meine-caritas.de
  • Zivilrechtliche Aspekte. Auch wenn die Finanzverwaltung mit dem BMF-Schreiben vom 22. September 2015 steuerrechtliche Hürden und Beschränkungen in der Flüchtlingshilfe beseitigt hat, bleiben die Vorgaben des Vereins-, Gesellschafts- und Stiftungsrechts. Vorstände und Geschäftsführungen sind grundsätzlich an die Bestimmungen der Satzung oder des Gesellschaftsvertrags gebunden. Bei gemeinnützigen Organisationen, bei denen die Flüchtlingshilfe nicht zu den satzungsgemäßen Aufgaben zählt, sollte deshalb zur Vermeidung zivilrechtlicher Konflikte das Vorhaben zuvor mit den Aufsichtsgremien, der Mitgliederversammlung oder den Gesellschaftern abgestimmt werden. Bei Stiftungen empfiehlt sich gegebenenfalls die frühzeitige Abstimmung mit der Stiftungsaufsicht. 

Bei Rückfragen können Sie sich an Frau Gutmann (lucia.gutmann@caritas.de) wenden.

Der Norddeutsche Rundfunk (NDR) strahlt seit September auf NDR Info spezial eine eigene Radiosendung für Flüchtlinge aus. Montags bis freitags um 11.55 Uhr und um 23.55 Uhr läuft das „Refugee Radio“. Auf Englisch und Arabisch erhalten die Zuhören die wichtigsten Informationen des Tages. Die Situation von Flüchtlingen in Deutschland und die politische Diskussion über die aktuelle Lage sowie Service-Themen wie Gesundheit, Recht, Integration und ehrenamtliche Initiativen stehen im Mittelpunkt der Sendung.

Die Technische Universität München öffnet ihr Studienangebot für Flüchtlinge. Das kostenlose Angebot richtet sich an jene, denen die Möglichkeit genommen worden sei, in ihrer Heimat das Studium aufzunehmen oder fortzusetzen, teilte die Hochschule mit. Ab Oktober können Asylbewerber(innen) mit dem Sofortprogramm als Gasthörer deutsch- oder englischsprachige Kursmodule besuchen, um den Anschluss an das deutsche Bildungssystem zu finden. Speziell geschulte Mentoren sollen sie begleiten

Die neuen Internetseiten des SKM- Katholischer Verband für soziale Dienste in Deutschlands – Bundesverband e.V. und der Gemeinschaft der Vinzenz-Konferenzen Deutschlands e.V. sind freigeschaltet und werden regelmäßig aktualisiert. Sie finden sie unter:

Bitte beachten Sie: Alle aktuellen Fortbildungsangebote im Bereich der Schuldnerberatung der Caritas für 2015/16 finden Sie auch auf der Website des SKM www.skmev.de unter Aktuelles/Fortbildungen. Ein Blick auf die Internetseite lohnt sich, da sich auch kurzfristig Änderungen für die Fortbildungsangebote ergeben können. Ihre Fragen zum Fortbildungsangebot in der Schuldnerberatung beantworten wir Ihnen gerne: Stephan Buttgereit, SKM e.V., Tel. 0211/233948-0. 

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Arbeitsmarkt

Der Anteil der Langzeitarbeitslosen an allen Arbeitslosen unterscheidet sich in West- und Ostdeutschland nicht. Das geht aus der Antwort http://dip21.bundestag.de der Bundesregierung auf eine Kleine Anfrage http://dip21.bundestag.de der Fraktion Die Linke zur Situation des ostdeutschen Arbeitsmarktes 25 Jahre nach der Wiedervereinigung hervor. In Ost wie West waren im Jahresdurchschnitt 2014 demnach rund 37 Prozent aller Arbeitslosen Langzeitarbeitslose. In absoluten Zahlen bedeutet das: rund 770.000 in Westdeutschland und rund 306.000 in Ostdeutschland. „Der ostdeutsche Arbeitsmarkt steht 25 Jahre nach der Wiedervereinigung gut da“, resümiert die Bundesregierung. Nach vielen Jahren mit wachsender Arbeitslosigkeit steige der Zahl der Beschäftigten seit dem Jahr 2005 wieder an. Nach wie vor hätten zwar viele ostdeutsche Bundesländer höhere Arbeitslosenquoten als westdeutsche Länder. Die regionalen Unterschiede innerhalb beider Regionen seien inzwischen jedoch deutlicher als die Niveauunterschiede zwischen Ost- und Westdeutschland, heißt es in der Antwort.

Die Kampagne „Jobs für Menschen mit Behinderung“ will Arbeitsuchende mit Behinderung und Unternehmen in Kontakt bringen. Zentrales Element der von einem breiten Aktionsbündnis aus Politik, Wirtschaft und Gesellschaft zusammen mit der Stiftung „MyHandycap“ initiierten Kampagne ist die Internet-Plattform www.myhandicap.de. Sie will einen Beitrag dazu leisten, die Vernetzung von potenziellen Arbeitnehmer(inne)n mit den Betrieben zu verbessern

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Asyl/Migration

Die neue Broschüre „Das Bundesamt in Zahlen 2014“ bietet aktuelle Zahlen und Daten zu den vielfältigen Aufgaben des Amtes für Migration und Flüchtlinge (BAMF) in den Bereichen Asyl, Migration und Integration: http://www.bamf.de.

Die Bundesregierung hat einen Gesetzentwurf zur schnelleren Entlastung der Länder und Kommunen bei der Aufnahme und Unterbringung von Asylbewerbern http://dip21.bundestag.de vorgelegt. Danach sollen die Länder schon in diesem Jahr weitere 500 Millionen Euro, die bisher für 2016 eingeplant waren, zusätzlich für die Aufnahme und Unterbringung von Asylbewerbern erhalten.
Für den Zeitraum ab 2016 hat der Bund zugesagt, sich strukturell, dauerhaft und dynamisch an den gesamtstaatlichen Kosten zu beteiligen, die in Abhängigkeit von der Zahl der Aufnahme der Asylbewerber und Flüchtlinge entstehen, heißt es im Gesetzentwurf weiter. Die genauen Regelungen dafür sollen zwischen Bund und Länder bis zum Herbst gemeinsam festgelegt werden.

Der Informationsverbund Asyl und Migration hat eine an die Beratungspraxis gerichtete Broschüre herausgegeben, in der der Ablauf des Verfahrens beschrieben sowie Fallbeispiele und weiterführende Informationen zusammengestellt sind. Die Broschüre kann unter http://www.asyl.net heruntergeladen oder bestellt werden.

Die von Bund und Ländern angestrebte Verteilung, Unterbringung, Versorgung und Betreuung von unbegleiteten minderjährigen Flüchtlingen wird von Sachverständigen und Vertretern der Kommunen zwar prinzipiell begrüßt. Allerdings besteht aus ihrer Sicht auch deutlicher Nachbesserungsbedarf am Gesetzentwurf der Bundesregierung http://dip21.bundestag.de). Dies wurde in einer öffentlichen Anhörung des Familienausschusses über den Gesetzentwurf und zwei Anträge der Fraktionen Die Linke http://dip21.bundestag.de, http://dip21.bundestag.de deutlich. Die fehlenden Regelungen zur Alterseinschätzung und zur Beteiligung der Jugendlichen bei der Auswahl eines geeigneten Jugendamtes sowie die fehlende Bestellung einer unabhängigen rechtlichen Vertretung der Jugendlichen bei der vorläufigen Inobhutnahme im Gesetzentwurf wurden auch von Bernward Ostrop vom Deutschen Caritasverband, Birgit Lambertz von SOS-Kinderdorf und Thomas Meysen vom Deutschen Institut für Jugendhilfe und Familienrecht kritisch bewertet. Das Gesetz erschwere zudem die Familienzusammenführung und nehme keine Rücksicht auf spezielle medizinische Notwendigkeiten, sagte Meysen.
Klaus-Dieter Müller, Geschäftsführer des Landesbetriebs Erziehung und Beratung Hamburgs, und Franz Prügl, Leiter des Kreisjugendamtes Passau, begrüßten die im Gesetzentwurf vorgesehene bundesweite Verteilung der Flüchtlingskinder ausdrücklich. Sie verwiesen darauf, welch gewaltige Belastungen jene Jugendämter zu stemmen hätten, die besonders stark von der Flüchtlingskrise betroffen seien. Allein in Hamburg seien bis Mitte September dieses Jahres 1.598 unbegleitete Jugendliche in Obhut genommen worden, sagte Müller. Bis Ende des Jahres würden es voraussichtlich 3.000 sein. Dies sei gegenüber den Vorjahren ein dramatischer Zuwachs. Prügl betonte, auch das Jugendamt des Landkreises Passau sei an seiner Belastungsgrenze angekommen. Bis September seien bereits 3.300 unbegleitete Minderjährige registriert worden.

Die Gesundheitsversorgung der nach Deutschland kommenden Kriegsflüchtlinge aus dem Nahen Osten läuft nach dem Bund-Länder-Gipfel derzeit auf mehreren Ebenen an. Ein besonderes Problem stellt dabei die in vielen Fällen nötige psychotherapeutische Behandlung der Flüchtlinge dar, wie Bundesgesundheitsminister Hermann Gröhe (CDU) bei der Erläuterung des Haushaltsplans 2016 im Gesundheitsausschuss des Bundestages in Berlin sagte. Zwar soll die psychotherapeutische Behandlung durch eine Änderung der Zulassungsverordnung für Vertragsärzte verbessert werden, um eine kontinuierliche Versorgung zu gewährleisten. Problematisch ist jedoch die Sprachbarriere. Wo die Sprache selbst Therapieinstrument sei, stelle die angemessene Versorgung traumatisierter Flüchtlinge eine "riesige Herausforderung" dar, sagte Gröhe. Hier gehe es um mehr als die Frage, ob genug Dolmetscher zur Verfügung stünden oder die Bezahlung der Therapie.
Wie schon bei den Ärzten soll nun auch geprüft werden, ob unter den Flüchtlingen selbst eventuell psychologisch geschulte Kräfte mit entsprechenden Sprachkenntnissen für bestimmte Hilfestellungen in Frage kommen. Denkbar wäre auch eine beratende Aufgabe. Gröhe betonte: „Wir müssen eine bestmögliche Versorgung sichern.“ Der Minister wies auch darauf hin, dass die medizinische Versorgung der Flüchtlinge nicht zulasten der Beitragszahler in der Gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) gehe. Das gelte auch dann, wenn die Länder in Rahmenvereinbarungen mit den Krankenkassen nun von der Möglichkeit Gebrauch machten, die Gesundheitskarte an Flüchtlinge auszugeben, damit diese ohne Umwege über eine Behörde gleich zum Arzt gehen können. Vielmehr handele es sich hier um die Abwicklung einer steuerfinanzierten Leistung über das Asylbewerberleistungsgesetz (AsylbLG). Die Kosten werden letztlich von den Kommunen getragen.

Um den „Familiennachzug zu anerkannten syrischen Flüchtlingen“ geht es in der Antwort der Bundesregierung http://dip21.bundestag.de) auf eine Kleine Anfrage der Fraktion Die Linke http://dip21.bundestag.de. Darin verweist die Regierung darauf, dass die syrische Flüchtlingskrise eine bisher nicht gekannte Dimension erreicht habe. Mehr als zehn Millionen Menschen seien seit 2011 auf der Flucht vor dem Bürgerkrieg in Syrien. Seit Ausbruch des Konflikts hätten rund 140.000 Syrer in Deutschland Zuflucht gefunden, heißt es in der Antwort vom 28. August weiter. Kein Land außerhalb der Krisenregion habe mehr Flüchtlinge aus Syrien aufgenommen als Deutschland. Der „potentielle Familiennachzug von zahlreichen neuen Asylbewerbern aus Syrien (allein im Monat Juli 26.000)“ bringe die Auslandsvertretungen in der Region jedoch an die Grenze ihres Leistungsvermögens. Die Bundesregierung unternimmt ihrer Antwort zufolge gemeinsam mit den Regierungen der Länder alles, was zu leisten und zu verantworten ist, um eine Einreise der Familienangehörigen so schnell und so einfach wie möglich zu erreichen. Bund und Länder seien sich ihrer Verantwortung bewusst, „alle erforderlichen Maßnahmen zu ergreifen, um das humanitäre und zugleich rechtsstaatliche Gebot der Familienzusammenführung zu erfüllen“.

Themenblätter im Unterricht: „Flüchtlinge“. Über eines scheinen sich zumindest alle einig: Die derzeit wachsende Zahl an Menschen in Deutschland, die aus ihrer Heimat geflüchtet sind, wird unser Zusammenleben verändern, oder ist bereits dabei, dies zu tun. Weniger Einigkeit besteht jedoch in praktisch allen anderen Aspekten des Themas. Die verschiedenen Positionen werden mit Zahlen, Fakten und Argumenten unterlegt, deren Stichhaltigkeit sich jedoch nicht immer so leicht erklärt. Hier schafft das neue Themenblatt Abhilfe. Lernende können damit mögliche Fluchtursachen nachvollziehen, sich mit Fluchtbewegungen und der Aufnahme in unterschiedlichen Regionen, darunter der EU, auseinandersetzen und damit auch die Verknüpfung zur eigenen Lebenswelt reflektieren. http://www.bpb.de.

Flucht und Asyl sind an den deutschen Schulen angekommen. Zum einen entstehen bundesweit sogenannte Willkommensklassen; ihr Ziel ist es, ausländischen Kindern und Jugendlichen in Lerngruppen die deutsche Sprache beizubringen, um sie schnellstmöglich in eine reguläre Schulklasse integrieren zu können. Zum anderen spielt das Themengebiet Flucht auch im regulären Unterrichtsangebot eine immer größere Rolle. Hier finden Sie Vorschläge für den Unterricht in Flüchtlingsklassen: https://www.bpb.de. Über Flüchtlingsbewegungen und die Motive der Flucht können Sie sich hier informieren: http://www.bpb.de.

Rechtliche Betreuung

Grundlagenseminar Rechtliche Betreuung. Das Nächste Seminar für neue berufliche Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in den kath. Betreuungsvereinen ist vom 8.-10. Juni 2016 in Frankfurt. Die Ausschreibung erfolgt Ende des Jahres.

Fachtagung 2016 - Eine Fachtagung für Leitungsverantwortliche in unseren Betreuungsvereinen wird am 10. Mai 2016 in Bonn angeboten. Das Thema wird sich mit der Bedrohung „Schließung eines Betreuungsvereins“ beschäftigen.

Lobbyarbeit - Die AG Lobbyarbeit hat am 17.9.2015 getagt und weitere Strategien erarbeitet. Am 6. und 7. Oktober 2015 haben Gespräche in Berlin im Justiz- und Finanzministerium in Sachen „finanzielle Situation der Betreuungsvereine“ stattgefunden. Ausführliche Informationen dazu im nächsten BtG-Infobrief Ende Oktober 2015

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Ehrenamt/Bürgerschaftliches Engagement

Inklusion erlebbar machen. Das will die Aktion Mensch mit ihrer Förderung erreichen, gemeinsam mit Ihnen. Mit dem neuen Newsletter, der Sie Monat für Monat durch unsere Angebote führt, wollen wir Ihnen die Möglichkeiten unserer Förderung bekannter machen. Denn sicher haben auch Sie eine tolle Idee, wie wir gemeinsam das selbstverständliche Miteinander von Menschen mit und ohne Behinderung in allen Bereichen vorantreiben können – bei der Arbeit, beim Wohnen, in der Bildung und der Barrierefreiheit und selbstverständlich auch in der Freizeit. Im neuen Fördernewsletter präsentieren wir regelmäßig ausgesuchte Förderprogramme und Beispiele für bereits geförderte Projekte, die zur Nachahmung einladen. Machen Sie mit! Wir fördern Ihr Projekt! Und wir zeigen Ihnen, welche Möglichkeiten sich Ihnen dazu bieten. Den regelmäßigen Newsletter erhalten Sie unter: https://www.aktion-mensch.de.

Familie 

„Verantwortung mit Menschen im Alter. Eine Orientierungshilfe aus christlicher Sicht für Haupt- und Ehrenamtliche in der Altenhilfe", das ist der Titel der aktuell erschienenen Handreichung des Diözesancaritasverbandes Limburg. Sie befasst sich mit dem Altern und den Herausforderungen, die eine allgemein höhere Lebenserwartung für die älteren Menschen, aber auch für ihr soziales Umfeld und Kirche und Gesellschaft insgesamt mit sich bringt. Erstellt von der vielfältig zusammengesetzten Theologischen Grundsatzkommission des Verbandes - bestehend aus Theologen, Medizinern, ehrenamtlich in der Caritas Engagierten sowie Praktikern aus Altenhilfe und Pastoral –, will der Text dazu anregen, die Fragen des Älterwerdens und des Alters besser zu verstehen, sie in den größeren Kontext gesellschaftlicher und kirchlicher Entwicklungsprozesse einzuordnen, sie in christlicher Sichtweise zu deuten und in der jeweiligen hauptberuflichen oder ehrenamtlichen Praxis fruchtbar werden zu lassen. Die Broschüre kann kostenlos beim Diözesancaritasverband Limburg bestellt werden bei: Annegret Heim, Tel.: 06431/997-111, annegret.heim@dicv-limburg.de. Als Download: http://www.dicv-limburg.de. Weitere Infos: Simon Rüffin, Geschäftsführer der Theologischen Grundsatzkommission, Tel.: 06431/997-121, simon.rueffin@dicv-limburg.de.

Der Monitor Familienforschung Sonderausgabe 2015 / Familie und Arbeitswelt - Die NEUE Vereinbarkeit ist erschienen. Die Vereinbarkeit von Familie und Beruf ist entscheidend für die Zukunftsfähigkeit Deutschlands und damit für die Familien und die Wirtschaft. Ich freue mich,  dass es uns gelungen ist, mit Wirtschaft und Gewerkschaften einen bemerkenswerten Konsens für eine NEUE Vereinbarkeit zu erreichen. Mütter und Väter müssen die Möglichkeit haben Beruf und Familie tatsächlich zu vereinbaren. Dafür brauchen wir gute und verlässliche Kitas, Ganztagsschulen und eine neue Arbeitskultur, die auch Zeiten für Familien mitberücksichtigt, das heißt innovative Arbeitsmodelle und Rahmenbedingungen auf der Höhe der Zeit: http://www.bmfsfj.de.

Viele Familien wünschen sich ein familiennahes Betreuungsangebot, das sich an den Bedürfnissen der Kinder orientiert und sich möglichst flexibel an den Erfordernissen des Familienalltags ausrichten lässt. Genau das kann die Kindertagespflege bieten: Tagesmütter und Tagesväter unterstützen Kinder ganz individuell in ihrer Entwicklung und helfen Eltern, Familie und Beruf miteinander zu vereinbaren. Mittlerweile nutzen rund 150.000 Kinder unter drei Jahren dieses Angebot. Unter dem Motto „Weil die Kleinsten große Nähe brauchen“ fand die Auftaktveranstaltung zum „Bundesprogramm Kindertagespflege“ statt: Ab Januar
2016 werden ca. 30 Modellstandorte über drei Jahre mit insgesamt 21 Mio. Euro gefördert. Im Mittelpunkt dieser Förderung steht das neue Qualifizierungskonzept für die Kindertagespflege. Im Auftrag des Bundesfamilienministeriums wurde vom Deutschen Jugendinstitut (DJI) ein neues Qualifizierungskonzept für die Kindertagespflege, das „Kompetenzorientierte Qualifizierungshandbuch Kindertagespflege (QHB)“ entwickelt. Im Rahmen des neuen „Bundesprogramms Kindertagespflege“ werden Kommunen gefördert, die dieses neue Qualifizierungshandbuch anwenden. Sie erhalten einen finanziellen Zuschuss für die Durchführung der Kurse. Zusätzlich können sie weitere Maßnahmen zur Qualitätsentwicklung finanzieren lassen, wie: Festanstellungsmodelle und Inklusion in der Kindertagespflege, Weiterqualifizierung von Kindertagespflegepersonen und Fachberatung. Weitere Infos: http://www.fruehe-chancen.de.

Am Freitag, den 20. November zeigt 3sat/die woche um 12.00 Uhr den Beitrag: Wirst Du es ohne uns schaffen? Alte Eltern, behinderte Kinder, einen Film von Ulrike Michels (Erstsendung 20.10.2013) Sind erwachsene behinderte Kinder in der Lage, ohne die Fürsorge ihrer Eltern zu leben, oder ist Betreuung zu Hause doch besser? Zwei Familien stehen vor dieser schwierigen Entscheidung. Marlies Quirmbach ist 81 Jahre alt und lange verwitwet. Seitdem sie im letzten Jahr ins Krankenhaus musste, macht sie sich Sorgen um ihre beiden behinderten Kinder. Ihr Sohn Michael ist 56 und seit seiner Geburt geistig behindert. Er ist der älteste von acht Kindern. Seine jüngste Schwester Claudia ist 38 und hat das Down-Syndrom. Marlies Quirmbach hat immer aufopferungsvoll für ihre beiden behinderten Kinder gesorgt. Was geschieht mit ihnen, wenn sie nicht mehr kann? Die anderen Geschwister können Michael und Claudia nicht aufnehmen. Jetzt sucht Marlies Quirmbach für beide einen Platz im Heim. Schweren Herzens muss sie sich von ihnen trennen, obwohl sie sich ein Leben ohne die beiden gar nicht vorstellen kann. Markus Schmidt ist 24 Jahre alt und denkt darüber nach, zuhause auszuziehen. Was für andere junge Leute in seinem Alter selbstverständlich ist, ist für ihn nicht einfach: er hat eine geistige Behinderung, die es ihm schwerer macht, selbstständig zu werden. Seine Schwester Judith ist als junge Erwachsene ausgezogen. Schafft er das auch? Seine Mutter Gudrun Schmidt versucht alles, um ihrem Sohn fit zu machen für ein selbstständiges Leben. Ihr Mann und sie sind sicher, dass es das Beste für Markus' Entwicklung ist, wenn er bald in eine WG, ein betreutes Wohnen oder allein in eine Wohnung zieht. Die Familie sucht nach einer guten Lösung.

Die Linke und Bündnis 90/Die Grünen sind mit ihrem Vorstoß gescheitert, die im Bundeshaushalt 2015 eingestellten Mittel direkt in den Ausbau der Kindertagesbetreuung zu investieren. Der Familienausschuss lehnte die beiden entsprechenden Anträge der Linken http://dip21.bundestag.de und der Grünen http://dip21.bundestag.de mit der Stimmenmehrheit der Koalitionsfraktionen CDU/CSU und SPD ab. Die beiden Oppositionsfraktionen kritisierten übereinstimmend, dass bei der Einigung zwischen der Bundesregierung und den Ministerpräsidenten auf dem sogenannten Flüchtlingsgipfel in der vergangenen Woche die frei werdenden Mittel den Ländern nach Umsatzsteuerpunkten und Einwohnerzahl anteilsmäßig zur Verfügung zu stellen, keine Auflagen über deren konkrete Verwendung gemacht worden seien. Union und Sozialdemokraten wiesen diese Kritik zurück. Das Geld komme in den Ländern den Familien und Kindern zugute. Dies sei zu begrüßen. Misstrauen gegenüber den Ländern sei an diesem Punkt nicht angebracht. Es sei zudem richtig, es den Ländern zu überlassen, wie sie die Gelder konkret verwenden. Ebenfalls abgelehnt wurde mit den Stimmen von CDU/CSU und SPD der Gesetzentwurf der Linksfraktion http://dip21.bundestag.de), mit dem sie das Betreuungsgeldgesetz aufheben lassen will. Die Koalitionsfraktionen argumentierten, dass das Bundesverfassungsgericht mit seinem Urteil vom 21. Juli dieses Jahres das Betreuungsgeldgesetz für verfassungswidrig erklärt habe. Das Gesetz werde deshalb auch nicht angewendet. Eine gesetzliche Aufhebung des Gesetzes sei deshalb überflüssig.

In der Beilage zur Wochenzeitung „Das Parlament“ Aus Politik und Zeitgeschichte, Heft 38-39/2015 14. September 2015 sind folgende Beiträge zum Thema „Hochbetagt“ veröffentlicht:

  • Jule Specht: Psychologie des hohen Lebensalters
  • Heinrich Grebe: Wie Hochbetagte um sich selbst Sorge tragen
  • Marianne Egger de Campo: Globale Dienstbotinnen? Personenbetreuerinnen!
  • Jochen René Thyrian, Tilly Eichler, Adina Dreier, Wolfgang Hoffmann: Dementia Care Mangement
  • Shingo Shimada: Das vierte Lebensalter in Japan
  • Reiner Sörries: Verhandlungen über das Lebensende Hochbetagter
  • Susanne Boshammer: Der assistierte Suizid und eine Ethik des Helfens
  • Eckhard Nagel: Selbstbestimmt sterben: Eine Fiktion

Download aller Beiträge über www.bpb.de, die Homepage der Bundeszentrale für politische Bildung.

Am Dienstag, den 3. November 2015 bringt 3sat/die Woche um 0.15 Uhr in der Reihe „37 Grad“ den Beitrag: Die Pflege macht uns arm! Wenn Angehörige zuhause betreut werden, einen Film von Anne Kauth und Bernd Reufels. Aus Liebe nicht ins Heim. Diese Entscheidung kann teuer werden, denn Angehörige, die kranke Menschen zuhause pflegen, können in schwere Geldnöte geraten. Rund 1,25 Millionen Menschen werden in Deutschland von ihren Angehörigen gepflegt. In extremen Fällen kann für diese am Ende der Gang zum Sozialamt oder zum Schuldenberater stehen. Ein Film über die Liebe zu Angehörigen, die zuhause gepflegt werden – und über den alltäglichen Kampf gegen Schulden und Armut.

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Fortbildung/Tagungen

 Die Fortbildungs-Akademie des Deutschen Caritasverbandes e.V. bietet demnächst folgende Veranstaltungen an:

  • Compliance in der Caritas (S15062) Gesetze, Regelungen und eigene Vorgaben systematisch einhalten und damit Risiken minimieren Tagung am 09.12.2015 in Berlin. Neben der Verantwortung für den sozialwirtschaftlichen Erfolg obliegt der Leitung von Einrichtungen und Diensten der Caritas auch die Pflicht, durch geeignete Maßnahmen ein ordnungsgemäßes Verhalten aller Organe und Mitarbeiter/innen mit Blick auf gesetzliche, vertragliche und unternehmenseigene Regelungen - sprich Compliance - sicherzustellen. Im Kern geht es hierbei um die Übereinstimmung mit sowie die Befolgung von gesetzlichen, satzungsgemäßen oder anderen regulativen Vorgaben, die Vermeidung von wesentlichen Rechts- und Regelverstößen sowie die Frage, wie dies im Unternehmen sichergestellt werden kann. Insofern werden durch Compliance auch die moralischen und ethischen Wert- und Zielvorstellungen in der Einrichtung etabliert. Compliance ist ein fortlaufender Prozess und findet Ausdruck in einem Compliance Management System als Teil des Risikomanagementsystems einer Organisation. Diese Tagung der Fortbildungs-Akademie in Kooperation mit dem Referat Sozialwirtschaft des Deutschen Caritasverbandes und der Solidaris GmbH, Köln, bietet die Möglichkeit, sich die Thematik Compliance transparent und verständlich aufbereitet näherbringen zu lassen. Dabei wird auch deutlich, dass viele Organisationen bereits Ansätze und Bausteine für Compliance-Management haben, es aber an der Einordnung (z.B. im Rahmen des Risikomanagements) und der systematischen Umsetzung mangelt. Unterstützt wird die Tagung durch die neue Arbeitshilfe Compliance in sozialtätigen Unternehmen der Solidaris GmbH, Köln. Diese wird jedem/r Teilnehmenden zur Verfügung gestellt. Wichtig ist uns, dass wir Themen und Anliegen der Teilnehmenden aus deren Praxis berücksichtigen, um neben dem kollegialen Austausch gemeinsam mit  den Referenten mögliche Lösungsansätze zu diskutieren. Dazu werden wir diese nach Ihrer Anmeldung bei Ihnen abfragen. Preis: 225,00 € zzgl. Unterkunft und Verpflegung. Ansprechpartner: Dr. Dirk Sichelschmidt, Tel: 0761/200 1702, E-Mail: dirk.sichelschmidt@caritas.de, http://www.fak-caritas.de.
  • 9. Forum für Theologie und Caritas (S16001). Muss die Caritas ökologischer werden? Mit der Bewahrung der Schöpfung ernst machen. Forum vom 26. bis 27.01.2016 in Frankfurt/M. Papst Franziskus nimmt in seiner Enzyklika „Laudato Si“ kein Blatt vor den Mund: Die Umwelt ist eine Gabe, mit der wir treuhänderisch umgehen müssen. Wenn wir die Umwelt schädigen, dann schädigen wir uns selbst, weil wir untrennbar mit der Natur verbunden sind. Vor allem die Armen leiden unter den Folgen der Umweltzerstörung. Umweltprobleme können nicht nur Ursache, sondern auch Folge der Armut sein. Der Zusammenhang zwischen Ökologie, Sozialem und Wirtschaft fordert die Caritas heraus. Wie kann die Caritas als Anwalt der Armen, Solidaritätsstifter und Dienstleister authentisch und konstruktiv dazu beitragen, unser gemeinsames Haus international wie regional zu schützen? Diese und ähnliche Fragen werden im Forum 2016 thematisiert. Wir freuen uns, wenn Sie Interesse an der Teilnahme haben und mögliche Interessenten auf diese Veranstaltung aufmerksam machen. Preis: 150,00 € zzgl. Unterkunft und Verpflegung. Ansprechpartner: Hermann Krieger, Tel: 0761/200-1701, E-Mail: hermann.krieger@caritas.de, http://www.fak-caritas.de.
  • Projektmanagement (S16024). Effektiv planen und erfolgreich zusammenarbeiten. Seminar vom 11. bis 15.01.2016 in Freiburg. Projektbezogene Arbeit ist zum unverzichtbaren Element in der Sozialen Arbeit geworden. Die Planung, Durchführung und Kontrolle von Projekten konstruktiv zu gestalten ist eine Herausforderung, die durch das Erlernen entsprechender Methoden und Konzepte gemeistert werden kann. In diesem Seminar werden die methodischen Grundlagen des Projektmanagements vermittelt und gelernt. Dazu gehören u.a. die Auseinandersetzung mit dem Grundverständnis des Projektmanagements; Merkmale von Projekten; die Bedeutung von Zielen für die Projektarbeit; Projektplanung, -steuerung, -kontrolle; Projektabschluss und Projektdokumentation. Preis: 575,00 € zzgl. Unterkunft und Verpflegung. Ansprechpartner: Dr. Dirk Sichelschmidt, Tel: 0761/200-1702, E-Mail: dirk.sichelschmidt@caritas.de, http://www.fak-caritas.de.
  • Wirkungsvolle Handlungsstrategien für die Sozialarbeit (S16075). Arbeiten mit 'hoffnungslosen Fällen' unter schwierigen Bedingungen. Seminar vom 25. bis 29.01.2016 in Köln.  Arbeiten im sogenannten "Zwangskontext" und das mit extrem schwieriger "Kundschaft", das sind Aussichten, die den meisten Kollegen in psychosozialen Arbeitsfeldern richtig zu schaffen machen. Häufig entsteht ein Pendeln zwischen Allmachts- und Ohnmachtsgefühlen, ein Prozess, der die Praktiker nicht nur viel Energie kostet, sondern langfristig auch an deren (professionellem) Selbstbewusstsein nagt. Sicher ist, dass es für solche Fälle keine Patentrezepte gibt, vielmehr sind hier innere Haltungen und Einstellungen gefragt, die im praktischen Arbeiten möglichst viel Flexibilität erlauben. Die Gemeinsamkeit solcher Hilfeprozesse besteht darin, dass sie mit herkömmlichen Denk- und Handlungsmodellen in der Regel nicht zu bewältigen sind. Hier geht's um „Thinking out oft the Box“, das heißt, die ausgetrampelten Pfade des Alltagsdenkens zu verlassen und mit Neuem zu experimentieren. Themen des Seminars: Welche Haltung ermöglicht einen möglichst großen Handlungsspielraum? Welche Rolle spiele ich selbst im Prozess und welche "Stellschrauben" für Veränderung gibt es dann? Welche Möglichkeiten gibt es überhaupt, um Menschen einzuladen, sich auf einen Entwicklungsprozess einzulassen - was sagt die Wissenschaft dazu? Inwiefern spielen mein Arbeitskontext und das Helfersystem eine Rolle? Welche Haltung ermöglicht mir als Helfer möglichst großen Handlungsspielraum? Welche Rolle spiele ich selbst im Prozess und welche „Stellschrauben“ für Veränderung gibt es dann? Inwiefern spielen mein Arbeitskontext und das Helfersystem eine Rolle? Welche Möglichkeiten gibt es überhaupt, um Menschen einzuladen, sich auf einen Entwicklungsprozess einzulassen - was sagt die Wissenschaft dazu? Wann sind meine (persönlichen) Grenzen erreicht und was sollte ich dann tun? Preis: 480,00 € zzgl. Unterkunft und Verpflegung. Ansprechpartnerin: Gabriele Ruck, Tel: 0761/200-1708, E-Mail: gabriele.ruck@caritas.de, http://www.fak-caritas.de.

Nähere Auskünfte: Fortbildungs-Akademie des Deutschen Caritasverbandes e.V., Wintererstr. 17-19, 79124 Freiburg, Tel. 0761/200-538, Fax -199, E-Mail akademie@caritas.de , Internet: www.fak.caritas.de, www.caritas-akademien.de.

„Die Angst lässt uns nicht los“ / Umgang mit traumatisierten Flüchtlingen ist Thema einer Tagung der Caritas-Konferenzen am 12. November 2015 Der Umgang mit traumatisierten Flüchtlingen ist Thema einer Tagung der Caritas-Konferenzen (CKD) im Erzbistum Paderborn. „Die Angst lässt uns nicht los“ lautet der Titel der überregional ausgerichteten Veranstaltung am Donnerstag, 12. November, 9.30 bis 16.30 Uhr, im Liborianum in Paderborn. Themen sind die Ursachen von Traumata, der Umgang mit Traumatisierten sowie der Ablauf des Asylverfahrens und aufenthaltsrechtliche Fragen. Eingeladen sind Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter von Caritas-Konferenzen, die sich für Flüchtlinge engagieren. „Von unseren rund 17.500 Ehrenamtlichen sind viele in Übergangsheimen aktiv“, erklärt Elisabeth Völse von der CKD-Diözesan-Geschäftsstelle. „Sie sorgen für Lebensmittel, Kleidung und Möbel, begleiten bei Behördengängen und Arztbesuchen, organisieren Freizeitangebote und Sprachkurse und ermöglichen ein Stück Heimat in einem fremden Land.“ Dabei kommen die Ehrenamtlichen mit vielen Traumatisierten in Kontakt. Geschätzt wird, dass bis zu 40 Prozent der in Deutschland lebenden Flüchtlinge durch die Ursachen und Umstände der Flucht traumatisiert sind. Anmeldungen bis zum 5. November bei den Caritas-Konferenzen im Erzbistum Paderborn, Uhlenstraße 7, 33098 Paderborn, Tel. 05251/209-280, E-Mail: ckd@caritas-paderborn.de.

Soeben erschienen ist das Jahresprogramm 2016 der Kaiserswerther Diakonie für den Bereich Bildung und Erziehung. Bezug: Alte Landstraße 179c, 40489 Düsseldorf, Tel.: 0211/409-3000, Fax: -3111, E-Mail kws@kaiserswerther-diakonie.de, www.kaiserswerther-seminare.de

Programm 2016 Fort- und Weiterbildung, Weiterbildungsmasterstudiengänge, Forschung und Entwicklung. Katholische Stiftungsfachhochschule München, Institut für Fort- und Weiterbildung Forschung und Entwicklung, Preysingstraße 83, 81667 München, Tel.: 089 / 48092-1279, 089 / 48092-1423, Fax: 089 / 48092-1902, E-Mail: if-fortbildung@ksfh.de, Internet: www.ksfh.de

Jugendhilfe 

LfM-Studie zur Smartphone-Nutzung von Kindern und Jugendlichen in Düsseldorf präsentiert. 64 Prozent der 8- bis 14-Jährigen können über das Handy bzw. Smartphone auf das Internet zugreifen. Bei den 13- und 14-Jährigen sind es bereits 86 Prozent - aktuelle Zahlen aus der Forschung der Universität Mannheim im Auftrag der Landesanstalt für Medien Nordrhein-Westfalen (LfM). Die Ergebnisse der neuen Studie „Mediatisierung mobil. Handy- und mobile Internetnutzung von Kindern und Jugendlichen“ präsentierten die Wissenschaftler am 1. Oktober 2015 im Rahmen der Fachtagung „Always On! Wie Kinder und Jugendliche Smartphones nutzen“ in Düsseldorf. Zusammenfassung der Studie und weitere Infos: www.lfm-nrw.de.

Das klicksafe Youth Panel ist eine Gruppe von Schülern, die sich als Medienscouts mit digitalen Trends beschäftigen und jüngeren Schülern an ihren Schulen mit Vorträgen über Facebook, WhatsApp und Co. helfen, sich im digitalen Universum zurecht zu finden. Innerhalb des neuen Flyers "Tipps fürs digitale (Über)Leben" stellen die Jugendlichen Hinweise zusammen, die persönlich dabei helfen, das Internet sicherer zu nutzen. Download des Flyers: http://www.klicksafe.de.

Die Jugendämter in Deutschland führten 2014 rund 124.000 Verfahren zur Einschätzungen der Gefährdung des Kindeswohls durch. Dies entspricht einem Anstieg um 7,4 Prozent gegenüber dem Vorjahr, wie das Statistische Bundesamt (Destatis) weiter mitteilt. Die Jugendämter bewerteten 18.600 Verfahren eindeutig als Kindeswohlgefährdungen, ein Anstieg um 8,2 Prozent gegenüber 2013. Bei 22.400 Verfahren (plus 4,7 Prozent) konnte eine Gefährdung nicht ausgeschlossen werden. Der stärkste Anstieg (plus 9,8 Prozent) betrifft 41.500 Fälle, in denen festgestellt wurde, dass zwar keine Kindeswohlgefährdung, aber ein weiterer Hilfebedarf vorlag.

Die DGB-Jugend hat ihren Ausbildungsreport für das Jahr 2015 vorgestellt. Ein Ergebnis: Fast 40 Prozent der Auszubildenden leisten regelmäßig Überstunden, im Schnitt mehr als vier Stunden pro Woche.  Weitere Infos: http://www.dgb.de.

Shell Jugendstudie 2015: Seit 1953 beauftragt Shell in Deutschland Studien von unabhängigen Forschungsinstituten, um Sichtweisen und Erwartungen der Jugend zu dokumentieren. Mehr: http://www.shell.de.

Die Bundesregierung hält den 100-Euro-Zuschuss zur Deckung des jährlichen Schulbedarfs aus dem Bildungs- und Teilhabepaket für ausreichend. Das schreibt sie in ihrer Antwort http://dip21.bundestag.de auf eine Kleine Anfrage http://dip21.bundestag.de) der Fraktion Bündnis 90/Die Grünen. Die Fraktion hatte darin gefragt, ob dieser Betrag vor dem Hintergrund der real höheren Kosten für den Schulbedarf eines Kindes angemessen sei. Das Bildungs- und Teilhabepaket soll über finanzielle Zuschüsse die Chancen zur gesellschaftlichen Teilhabe von Kindern aus einkommensschwachen Familien verbessern. Die Bundesregierung argumentiert, dass die Kosten für die Schule bereits im System der Grundsicherung für Arbeitssuchende berücksichtigt seien. Der Schulbedarf werde zu einem großen Teil bei der Ermittlung der Regelbedarfe berücksichtigt und unterliege damit auch der jährlichen Fortschreibung. Die Zahlung von 100 Euro aus dem Bildungs- und Teilhabepaket stelle eine ergänzende Leistung dar, so die Bundesregierung.

17. Shell Jugendstudie veröffentlicht: „Die junge Generation befindet sich im Aufbruch“ Bei der Veröffentlichung der neuen Shell Jugendstudie kommentieren die Wissenschaftler die Ergebnisse als „bemerkenswert, überraschend und richtungsweisend“. Der Anteil der an Politik interessierten jungen Menschen zwischen 12 und 25 Jahren sei auf 41 Prozent gestiegen. Ihnen sei die Meinungsfreiheit, das Recht zu wählen und die Möglichkeit, sich in Entscheidungen einzubringen, besonders wichtig. Sie stellen zudem hohe Ansprüche an die Vereinbarkeit von Familie und Beruf. Die Ergebnisse belegen auch, dass die junge Generation offener gegenüber Zuwanderung eingestellt sei. Die meisten haben weniger Angst vor dem Fremden, sondern vielmehr vor der Fremdenfeindlichkeit. Für die 17. Shell Jugendstudie wurden über 2.500 Jugendliche und junge Erwachsene im Alter von 12 bis 25 Jahren zu ihrer Lebenssituation und zu ihren Einstellungen befragt. Weitere Informationen: http://www.bmfsfj.de  und Inhalte der Studie: http://www.shell.de.

Unbegleitete minderjährige Flüchtlinge können zukünftig bundesweit auf alle Jugendämter verteilt werden. Dies sieht der Gesetzentwurf der Bundesregierung http://dip21.bundestag.de, den der Familienausschuss in einer geänderten Fassung mit den Stimmen der Koalitionsfraktionen CDU/CSU und SPD gegen das Votum der Linksfraktion verabschiedete. Die Fraktion Bündnis 90/Die Grünen enthielt sich der Stimme. Der Bundestag wird morgen abschließend über die Gesetzesvorlage beraten und abstimmen. Das Gesetz soll bereits zum 1. November dieses Jahres in Kraft treten. Vor dem Hintergrund der aktuellen Flüchtlingskrise hatte sich die Bundesregierung mit den Ministerpräsidenten der Bundesländer für ein beschleunigtes Gesetzgebungsverfahren ausgesprochen. Durch die bundesweite Aufnahmepflicht der Länder soll gewährleistet werden, dass unbegleitete Flüchtlingskinder dort untergebracht werden können, wo Kapazitäten für eine dem Kindeswohl entsprechende Versorgung und Betreuung vorhanden sind. Nach der derzeit geltenden Gesetzeslage ist dies nicht möglich. Zuständig für die Inobhutnahme von unbegleiteten Flüchtlingskindern ist bislang stets jenes Jugendamt, bei dem das Kind nach seiner Einreise nach Deutschland erstmals registriert wird. Diese Regelung führte jedoch zu einer Überforderung vieler Jugendämter in den Grenzregionen und Ballungsgebieten.

Migrationssensibler Kinder- und Jugendschutz Kinder- und Jugendschutz in Wissenschaft und Praxis (KJug) – Ausgabe 4-2015. Kinder und Jugendliche, die in einer Familie mit Migrationsgeschichte aufwachsen, haben (und machen) aus Sicht des Jugendschutzes nicht mehr und nicht weniger Probleme als deutschstämmige Mädchen und Jungen. Trotzdem sollte man im Rahmen der Präventions- und Elternarbeit verschiedene Aspekte im Blick haben. Z.B. das Lebensumfeld, die Sozialisationsbedingungen, die ethnische Zugehörigkeit, den kulturellen Hintergrund, die (Mutter) Sprache, die Aufenthaltsdauer und den Bildungsstand. Die Praxis der Jugendhilfe sieht sich momentan einer Vielzahl und Verschiedenartigkeit von Menschen mit Migrationsgeschichte gegenüber. Da sind Familien, die bereits in der zweiten, dritten oder gar vierten Generation in Deutschland leben, aber aktuell auch zunehmend (minderjährige) Flüchtlinge. Was es für die Jugendhilfe als Hilfesystem und die Fachkräfte bedeutet, mit dieser Vielfalt umzugehen, und welcher besonderen Kompetenzen es bedarf, um Zugang zu den Familien zu bekommen und Hilfen anzubieten, zeigen die Autorinnen und Autoren der vorliegenden Ausgabe von KJug.

  • Prof. Dr. Ahmet Toprak: Kultur- und Migrationssensibilität. Kinder, Jugendliche und Familien im Kontext des Jugendschutzes
  • Dr. Birgit Jagusch: Migrations- und Diversitätssensibilität im Kinderschutz
  • Andrea Urban: Eltern zu Gast bei Eltern. Medienerziehung für Migranteneltern
  • Ursula Kluge und Henrik Blaich im Gespräch: „Es gibt keine Fettnäpfe. Es sei denn, man redet sich solche ein.“ Sensibel, vorurteilsfrei und flexibel: medienpädagogische Angebote für Zielgruppen mit Migrationshintergrund
  • Sara Scharmanski, Dr. Karla Verlinden, Katharina Urbann, Jun.-Prof. Dr. Pia Bienstein: Prävention von sexuellem Missbrauch an Kindern und Jugendlichen mit Behinderung. Erste Ergebnisse der bundesweiten SeMB-online-Befragung von Mitarbeiter/innen an Förderschulen
  • Recht und Rechtsprechung Sigmar Roll: Minderjährig oder nicht? – und die unterschiedlichen rechtlichen Folgen für Flüchtlinge

Die Ausgabe 4-2015 der Zeitschrift Kinder- und Jugendschutz in Wissenschaft und Praxis (KJug) kann zum Preis von EUR 16,- (inkl. Versandkosten) bestellt werden beim Herausgeber: Bundesarbeitsgemeinschaft Kinder- und Jugendschutz, Mühlendamm 3, 10178 Berlin, Fax: 030-400 40 333, Mail: kjug@bag-jugendschutz.de. Online www.kjug-zeitschrift.de

Das im Kinderunterhaltsrecht vorgesehene vereinfachte Verfahren soll auch weiterhin dann Anwendung finden, wenn der Unterhaltspflichtige seinen gewöhnlichen Wohnsitz im Ausland hat. Von einer in ihrem eigenen Gesetzentwurf http://dip21.bundestag.de zur Änderung des Unterhaltsrechts und des Unterhaltsverfahrensrechts vorgesehenen Regelung, die diese Möglichkeit gestrichen hätte, nimmt die Bundesregierung inzwischen Abstand. Das geht aus einer Unterrichtung der Bundesregierung http://dip21.bundestag.de) über die Stellungnahme des Bundesrates zu dem Gesetzesvorhaben hervor. Die Länderkammer hatte sich nachdrücklich für die Beibehaltung des vereinfachten Verfahrens ausgesprochen. Sie argumentierte, dass das vereinfachte Verfahren in der Praxis der Jugendämter bei Auslandsfällen eine "herausragende Bedeutung" habe. Der in der Gesetzesbegründung für die Streichung angeführten Grund, dass Auslandszustellungen vorzunehmen und Sprachbarrieren zu überwinden seien, gelte auch für andere Verfahrensarten, insbesondere für die dann wohl als Ersatz zum Einsatz kommende einstweilige Anordnung. Die geplanten Neuregelungen des vereinfachten Verfahrens sind nach Ansicht des Bundesrates auch für Auslandsfälle sinnvoll. Da der Entwurf vorsehe, den Formularzwang im vereinfachten Verfahren aufzuheben, würde künftig zum Beispiel keine amtliche Übersetzung mehr notwendig.

Thema Jugend, Heft 4/20154 unter dem Titel „Mobbing“ ist erschienen: Es beschäftigt sich unter anderem mit Struktur und Form, Hintergründen und Rollen sowie Prävention und Intervention. THEMA JUGEND kostet 2,- Euro pro Exemplar zzgl. Versandkosten. Bezug: Katholische Landesarbeitsgemeinschaft Kinder- und Jugendschutz NW e.V., Salzstraße 8, 48143 Münster, Tel.: 0251/54027, Fax: 0251/518609, E-Mail: info@thema-jugend.de.

Bei den Dreijährigen ist bereits jedes zehnte Kind online. Dies zeigt die kürzlich erschienene DIVSI U9-Studie „Kinder in der Digitalen Welt“. Wie früh Kinder mit dem Internet in Berührung kommen und ob dieses eher als Unterhaltungsmedium oder für Informationssuche und Lernen genutzt wird, hängt stark von Einstellung und Bildungsgrad der Eltern ab. Je geringer die elterliche Bildung, desto weniger engagierten sich Väter und Mütter, um ihre Kinder aktiv in der digitalen Welt zu begleiten, so Bündnis 90/Die Grünen in ihrem Antrag http://dip21.bundestag.de.

Die Fraktion Die Linke will die Rechte von Kindern und Jugendlichen bis zur Vollendung des 18. Lebensjahres gemäß der Kinderrechtskonvention der Vereinten Nationen im Grundgesetz verankern. In ihrem Antrag http://dip21.bundestag.de fordert sie die Bundesregierung deshalb auf, einen entsprechenden Gesetzentwurf vorzulegen. Zudem soll das Amt eines unabhängigen Bundeskinderbeauftragten in die Verfassung aufgenommen werden. Dieser soll bei allen Gesetzesvorhaben und Entscheidungen, die Kinder betreffen, darauf hinwirken, dass die UN-Kinderrechtskonvention beachtet wird, auf Verletzungen der Kinderrechte aufmerksam machen und dem Bundestag einen jährlichen Bericht über seine Arbeit und ihre Ergebnisse vorlegen. Ihm soll zudem ein Akteneinsichts- und Anhörungsrecht gegenüber staatlichen Einrichtungen sowie ein Amtshilferecht eingeräumt werden, um Kinder mit ihren Beschwerden gegenüber Bundesbehörden, Bundesgerichten, dem UN-Kinderrechtsausschuss und dem Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte vertreten zu können. Nach Ansicht der Linksfraktion hat Deutschland die UN-Kinderrechtskonvention bis heute noch nicht konsequent und vollständig umgesetzt. Der UN-Ausschuss für die Rechte des Kindes habe diesbezüglich wiederholt gravierende Mängel festgestellt.

Kampagnen/Initiativen

Am Freitag, den 27. November 2015 zeigt 3sat/die woche um 20.15 Uhr den Beitrag: Wohlstand für alle – Was bringen Freihandelsabkommen? einen Film von Tilman Achtnich. Das Freihandelsabkommen zwischen Europa und USA – kurz TTIP – machte viele Schlagzeilen. Heilsbringer oder Untergang? Aus anderen Freihandelsabkommen kann man Erkenntnisse ziehen. Viele neue Jobs soll es bringen, mehr Wohlstand, 500 Euro pro deutschen Haushalt jährlich, statistisch, so die Versprechungen der Befürworter aus Wirtschaft und Politik. Auf der anderen Seite wächst die Skepsis der Gegner. Sie fürchten den Abbau von Verbraucher- und Sozialstandards. Wer hat Recht im Kampf um die Deutungs- und Meinungshoheit? Dabei gibt es Anschauungsmaterial in Hülle und Fülle. 20 Jahre wird zum Beispiel das NAFTA-Abkommen zwischen Nordamerika und Mexiko alt, das vor allem Mexiko mehr Wohlstand versprach. Lori Wallach, prominente amerikanische Handelsexpertin meint, das sollten sich die Europäer genau anschauen. Das hat der Autor des Films getan, er hat sich umgeschaut bei mexikanischen Bauern, amerikanischen Arbeitnehmern. Und er besucht deutsche Mittelständler, die auf TTIP setzen. „Freihandel ist gut, wenn er die Bürgerrechte und unsere soziale Marktwirtschaft schützt, Freihandel ist ein Desaster, wenn er dem Raubtierkapitalismus die öffnet“, sagt der Wirtschaftsprofessor Max Otte. Er hat sich mit fast allen wichtigen Freihandelsabkommen der letzten Jahrzehnte beschäftigt, kennt Gewinner und Verlierer – die werden nämlich schon am Verhandlungstisch gemacht. TTIP – mehr Wohlstand für alle oder ein großes Täuschungsmanöver, das vor allem Kapitalanlegern und globalen Konzernen nutzt.

Männerarbeit

Eine neue Ausgabe von MANN Aktuell ist jetzt online. Darin gibt es wieder viele interessante Veranstaltungen und Hinweise u.a. zur geschlechtersensiblen Pastoral. Link: http://kath-maennerarbeit.de.

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Sozialberatung für Schuldner

Der Deutsche Caritasverband veröffentlicht regelmäßig den „Newsletter Sozialberatung für Schuldner“, aus dem KuNo mit freundlicher Genehmigung einige Beiträge übernimmt. Weitere Informationen über den Newsletter gibt es bei Cornelius Wichmann, Deutscher Caritasverband e.V., Abteilung Soziales und Gesundheit , Referat Sozialraum, Engagement, Besondere Lebenslagen, Karlstr. 40, 79104 Freiburg i.Br., Postfach 420, 79004 Freiburg, Tel.: 0761/200-121, Fax: 0761/200-11-121 Homepage: http://www.caritas.de, http://www.caritas.de, E-Mail: cornelius.wichmann@caritas.de.

Die aktuelle Sanktionspraxis muss nach Auffassung des Deutschen Caritasverbandes (DCV) dringend reformiert werden. So fordert der DCV u.a. die Abschaffung der Sondersanktionen für Jugendliche, keine Sanktionierung der Kosten der Unterkunft und eine bessere Beratung der betroffenen Leistungsempfänger. „Sanktionen sind für die betroffenen Menschen und ihre Familien ein massiver Einschnitt in ihr Leben und führen dazu, dass sie unter dem Existenzminimum leben müssen“, macht Caritas-Präsident Peter Neher deutlich. Die Höhe der Sanktionen müsste daher auf maximal 30 Prozent des Regelbedarfs beschränkt werden, wobei bei einer Sanktionshöhe von über 20 Prozent Sachleistungen erbracht werden müssen. Gravierend können sich Kürzungen der Kosten der Unterkunft auswirken, die im Extremfall zu Wohnungslosigkeit führen. Auch werden bei einer Einstellung der Zahlungen durch das Jobcenter keine Beiträge mehr an die Krankenversicherung gezahlt. „Ein Zuhause zu haben und im Krankheitsfall abgesichert zu sein, ist für alle Menschen existenziell. Dies darf nicht durch die Sanktionspraxis gefährdet werden“, so Neher. Deutlich stärker als Erwachsene werden derzeit Jugendliche unter 25 Jahren sanktioniert. Ihnen können im schlimmsten Fall alle Leistungen im Hartz IV-Bezug gestrichen werden. Diese Verschärfungen bei den Sanktionierungen müssen dringend abgeschafft werden. Die Erfahrungen aus der Praxis zeigen, dass die betroffenen Jugendlichen  mitunter aufgrund der rigiden Sanktionierung den Kontakt zum Jobcenter abbrechen. „Damit geht der Kontakt zu jungen Menschen verloren, die in besonderer Weise Unterstützung brauchen. Dann müssen mühsam wieder durch die öffentlichen Hilfesysteme Kontakte und Vertrauen aufgebaut werden“, kritisiert Neher. In jedem Fall muss sichergestellt sein, dass die Betroffenen ausreichend beraten werden und es auch außerhalb des Amtes Ansprechpartner im Konfliktfall gibt. Der DCV fordert daher die Einrichtung regionaler Ombudsstellen, in denen die betroffenen Menschen neutral beraten werden. Quelle:  Pressemeldung des DCV vom 1.10.2015: http://www.caritas.de.

Die Arbeitsgemeinschaft Schuldnerberatung der Verbände (AG SBV) ist der Auffassung, dass auch Personen in finanziellen Notsituationen, die nicht leistungsberechtigt im Sinne des SGB II oder SGB XII sind, einen Anspruch auf ein qualifiziertes Schuldnerberatungsangebot erhalten müssen. Das entsprechende Positionspapier findet sich unter: http://www.schuldnerberatung-sh.de.

Die Bundesregierung plant Änderungen im Unterhaltsrecht. Der Gesetzentwurf vom 07.09.2015 sieht vor, die rechtlichen Grundlagen in Hinblick auf den Mindestunterhalt, das vereinfachte Verfahren im Kinderunterhaltsgesetz und Regelungen im Auslandsunterhaltsgesetz zu überarbeiten. Der Mindestunterhalt soll sich nach Willen der Bundesregierung nicht mehr am steuerrechtlich geprägten Kinderfreibetrag orientieren, sondern an das steuerfrei zu stellende sächliche Existenzminimum minderjähriger Kinder anknüpfen. Letzteres wird alle zwei Jahre durch einen Bericht der Bundesregierung ermittelt. Entsprechend soll der Mindestunterhalt per Rechtsverordnung des Justizministeriums angepasst werden können. http://dip21.bundestag.de.

Am 24.09.2015 berichtete die Wochenzeitung „Die Zeit“ über die florierende Branche „Inkasso“. Für die Recherche zu diesem Artikel wurden auch Schuldnerberatungsstellen der Caritas befragt. http://www.bing.com.

Die nächste Aktionswoche Schuldnerberatung wird vom 06.-10.06.2016 stattfinden. Der Ständige Ausschuss der AG SBV hat das Thema „Schulden und Krankheit“ ausgewählt. Wie im Vorjahr sollen auch diesmal Postkarten gedruckt werden.

Rund ums SGB

Im Nachrichtendienst des Deutschen Vereins für öffentliche und private Fürsorge finden sich in Heft 9/2015 folgende Beiträge:

  • 80. Deutscher Fürsorgetag – Teilhaben und Teil sein
  • Rede des Bundespräsidenten anlässlich der Eröffnung des 80. Deutschen Fürsorgetages am 16. Juni in Leipzig (Joachim Gauck)
  • Rede der Bundeskanzlerin beim Deutschen Fürsorgetag am 17. Juni 2015 in Leipzig (Angela Merkel)
  • Rede der Bundesministerin für Familie, Senioren, Frauen und Jugend zur Eröffnung des Fachkongress im Rahmen des 80. Deutschen Fürsorgetages Leipzig (Manuela Schwesig)
  • Den richtigen Weg konsequent weitergehen: 80. Deutscher Fürsorgetag – Teilhaben und Teil sein (Beate Maria Hagen)
  • Soziale Arbeit (der Kirchen) während der NS-Zeit (Sabine Schmitt)
  • Auf dem Weg zur Inklusion – Entwicklungen und Perspektiven aus Nordrhein-Westfalen (Christof Stamm und Cornelia Sennewald)
  • Das Persönliche Budget – eine qualitative Studie zum Entscheidungsprozess aus der Perspektive von Menschen mit Behinderung und ihren gesetzlichen Betreuenden. (Bernard Joseph-Auguste)

Bezug der Zeitschrift über: Eigenverlag des NDV, Michaelkirchstraße 17/18, 12179 Berlin, Tel.: 030/62980-0, Fax: -9521 Internet: www.deutscher-verein.de.

Im Nachrichtendienst des Deutschen Vereins für öffentliche und private Fürsorge finden sich in Heft 10/2015 folgende Beiträge:

  • Markus Faßhauer, Maria-Theresia Münch: Never Ending Story deutscher Familienpolitik: Das Betreuungsgeld
  • Eberhard Funk: Neues vom bevorstehenden Pflegeberufsgesetz
  • Kirsten Witte, René Geißler: Ansatzpunkte zur Entlastung der Kommunen von den Sozialausgaben
  • Thomas Klie: Ordnung für Engagierte im Bereich Pflege
  • Julia Schlicht, Eva Gehltomholt: Qualifizierung für Engagierte im Bereich Pflege
  • Heiko Schulzki, Peter Marquard: Arbeitsfähigkeits- und Qualitätssicherung im ASD
  • Matthias Schulze-Böing: Lokale Beschäftigungspolitik jenseits der Arbeitsmarktpolitik
  • Maria Schwille, Bettina Wissing: Kommune goes International: Im Netzwerk die Internationale Jugendarbeit auf kommunaler Ebene stärken
  • Isa von Kalben, Alexandra Krause: Um die Ecke als App – welche digitalen Angebote brauchen Eltern?

Bezug der Zeitschrift über: Eigenverlag des NDV, Michaelkirchstraße 17/18, 12179 Berlin, Tel.: 030/62980-0, Fax: -9521 Internet: www.deutscher-verein.de.

Wenn Kindergeld im SGB II- Bezug angerechnet und später von der Kindergeldkasse zurückgefordert wird, kann der Betrag unter bestimmten Voraussetzungen erlassen werden. Hier hat das BSG schon einmal festgestellt, dass eine „wiederholte Antragstellung“ nach § 28 SGB X wegen Aufhebung der Leistung ausgeschlossen ist. Im Folgenden könnte aber ein Billigkeitserlass gestellt werde. http://www.gegen-hartz.de.

Soziale Arbeit / Zeitschrift für soziale und sozialverwandte Gebiete September 2015 / 64. Jahrgang beschäftigt sich unter anderem mit:

  • Ute Elisabeth Volkmann: Promovieren in der Sozialen Arbeit – Motive, Erfahrungen und Strategien
  • Doris Gräber: Nähe und Distanz – Ihre Bedeutung für die berufliche Identität in der Sozialarbeit
  • Marie-Therese Reichenbach: Wider den Begriff der Niedrigschwellligkeit – Kritisches Betrachtung eines ungeklärten Begriffes in der Sozialen Arbeit
  • Judith Rieger: Partizipation als Korrektiv der Sozialen Arbeit

Soziale Arbeit wird herausgegeben vom Deutschen Zentralinstitut für soziale Fragen (DZI), Bernadottestr. 94, 14195 Berlin, Tel.: 030/839001-0 Fax: 030/8314750 www.dzi.de, E-Mail sozialinfo@dzi.de.

Soziale Arbeit / Zeitschrift für soziale und sozialverwandte Gebiete Oktober 2015 / 64. Jahrgang beschäftigt sich unter anderem mit:

  • Jens Wurtbacher: Professionalität und Handlungsalltag in sozialen Diensten – Zwischen Markt und Staat – Kontroverse Positionen
  • Martina Lebek: Gesprächskultur in der klinischen stationären Psychiatrie – Beobachtungen unter Berücksichtigung der Menschenrechte
  • Gerhard Buck: Übergang zwischen Schule und Berufsausbildung – Reforminitiativen zur Förderung von benachteiligten Jugendlichen
  • Maria Ohling: Bürgerschaftliches Engagement für Seniorenarbeit – Anregungen aus einer Bevölkerungsumfrage in einer kleinen Gemeinde

Soziale Arbeit wird herausgegeben vom Deutschen Zentralinstitut für soziale Fragen (DZI), Bernadottestr. 94, 14195 Berlin, Tel.: 030/839001-0 Fax: 030/8314750 www.dzi.de, E-Mail sozialinfo@dzi.de.

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Straffälligenhilfe

Das Bundesministerium der Justiz und für Verbraucherschutz hat eine neue Broschüre herausgeben: „Ich habe Rechte“ ein Wegweiser durch das Strafverfahren für jugendliche Zeuginnen und Zeugen. Bezug: BMJV, Referat Öffentlichkeitsarbeit, 11015 Berlin. www.bmjv.de, Download: http://www.bmjv.de.

Sucht/Drogen 

 BzgA Studie: Der Alkoholkonsum Jugendlicher und junger Erwachsener in Deutschland 2014. Die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) untersucht in regelmäßigen Abständen den Alkoholkonsum der 12- bis 25-jährigen Jugendlichen und jungen Erwachsenen in Deutschland. Neben der Beschreibung der aktuellen Situation können – aufbauend auf vorherigen Studien – Trendverläufe dargestellt und Veränderungen im Alkoholkonsum beobachtet werden. (…) In der Studie des Jahres 2014 wurde eine für Deutschland repräsentative Stichprobe von 7.000 Jugendlichen und jungen Erwachsenen im Alter von 12 bis 25 Jahren mit computergestützten Telefoninterviews (CATI) befragt. (…)
Ergebnisse: http://www.bzga.de.
Vollständige Beschreibung: http://www.bzga.de.

Seit Anfang dieses Monats gilt in England und Wales ein Rauchverbot in Autos, wenn Minderjährige mitfahren. Die Drogenbeauftragte der Bundesregierung Marlene Mortler will Kinder auch in Deutschland besser vor den Gefahren des passiven Rauchens im Auto schützen. „Die weit überwiegende Mehrheit der Raucher in Deutschland verhält sich heute vorbildlich und schützt nichtrauchende Mitmenschen. Doch rauchen immer noch Einzelne im Beisein von Kindern. Das INSA-Institut hat Ende September in einer bundesweiten, repräsentativen Umfrage 2.187 Menschen nach ihrem Rauchverhalten im Auto befragt. In der aktuellen Umfrage gaben dies 4 Prozent der Befragten an. Es ist zu vermuten, dass die Dunkelziffer noch sehr viel höher ist. Insbesondere dann, wenn man weiß, dass in derselben Umfrage 11 Prozent angaben, nicht genügend über die Risiken in-formiert zu sein. So kann es nicht bleiben. Denn der Schutz von Kindern vor Tabakrauch ist gerade im Auto besonders wichtig. Im engen Innenraum sind die Schadstoffbelastungen um ein Vielfaches höher und Kinder dem gesundheitsschädigenden Qualm schutzlos ausgeliefert. Mein Appell an alle Raucherinnen und Raucher lautet daher einmal mehr: „Verzichten Sie aufs Rauchen wenn Kinder anwesend sind oder sogar im Auto mitfahren!“ Umfrageergebnisse und weitere Infos: www.drogenbeauftragte.de.

Am 22. September startete der siebte Bundeswettbewerb „Vorbildliche Strategien kommunaler Suchtprävention“. Bundesweit sind Städte und Gemeinden aufgerufen, bis zum 15. Januar 2016 Maßnahmen und Konzepte zum Thema „Innovative Suchtprävention vor Ort“ einzureichen. Durchgeführt wird der Wettbewerb von der Bundeszentrale für gesundheitliche Auf-klärung (BZgA) und der Drogenbeauftragten der Bundesregierung, Marlene Mortler, mit Unterstützung der kommunalen Spitzenverbände und des GKV-Spitzenverbandes. Dieses Jahr werden Maßnahmen aus dem gesamten Spektrum suchtpräventiver Arbeit gesucht. Der Bundeswettbewerb hat zum Ziel, hervorragende kommunale Aktivitäten in der Suchtprävention herauszustellen und die Konzepte bundesweit bekannt zu machen, damit sie von anderen Städten, Gemeinden oder Kreisen nachgeahmt werden können. Anmeldeunterlagen:  www.kommunale-suchtpraevention.de.

Die Bundesregierung hat von 1995 bis 2015 Entwicklungsprojekte zur Förderung legaler Alternativen zum Anbau illegaler Drogen mit insgesamt rund 58 Millionen Euro unterstützt. Wie sie in ihrer Antwort http://dip21.bundestag.de auf eine Kleine Anfrage der Fraktion Bündnis 90/Die Grünen http://dip21.bundestag.de schreibt, seien in diesem Zeitraum acht überregionale sowie 22 Vorhaben in sieben Ländern durchgeführt worden, darunter in Afghanistan, Laos, Myanmar und Bolivien. Die Bundesregierung zieht bei allen aktuell evaluierten Vorhaben ein positives Fazit, verweist jedoch darauf, dass der Wirkungsradius der Projekte für gewöhnlich nur einen geringen Anteil der nationalen Gesamtanbaufläche illegaler Drogenpflanzen abdecke. Die Zahlen des Büros der Vereinten Nationen für Drogen- und Verbrechensbekämpfung (UNODC) ergäben für die Förderländer ein gemischtes Bild: Während sich in Laos und Bolivien die Größe der Anbaufläche für Schlafmohn beziehungsweise Koka stark verringert habe, habe sich die Anbaufläche von Schlafmohn etwa in Afghanistan zwischen 2010 und 2014 von 123.000 Hektar auf 224.000 Hektar nahezu verdoppelt.

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Verschiedenes

Die positive Entwicklung am Arbeitsmarkt ist an schwerbehinderten Menschen fast spurlos vorübergegangen. Mit rund 14 Prozent sind im Vergleich mit der allgemeinen Arbeitslosenquote doppelt so viele von ihnen arbeitslos. Das „Inklusionsbarometer Arbeit 2014“ der Aktion Mensch belegt, dass es Schwerbehinderten auf dem Arbeitsmarkt heute kaum besser geht als im Mittel der vergangenen fünf Jahre. Laut Behindertenorganisation erfüllen nur knapp 40 Prozent der Betriebe mit mehr als 20 Mitarbeitern die gesetzliche Vorgabe, mindestens fünf Prozent der Stellen mit Schwerbehinderten zu besetzen. Sie zahlen lieber die Ausgleichsabgabe, derzeit sind es pro nicht besetztem Pflichtarbeitsplatz monatlich 290,00 Euro: www.aktion-mensch.de.

In der Beilage zur Wochenzeitung „Das Parlament“ Aus Politik und Zeitgeschichte, Heft 41-42/2015 / 5. Oktober 2015 sind folgende Beiträge zum Thema „Weltbilder“ veröffentlicht:

  • Pradeep Chakkarath: Welt- und Menschenbilder: Eine sozialwissenschaftliche Annährung
  • Silke Gülker: Wissenschaft und Religion: Getrennte Welten?
  • Sebastian Conrad: Die Weltbilder der Historiker: Wege aus dem Eurozentrismus
  • Gert Krell, Peter Schlotter: Weltbilder und Weltordnung – in den internationalen Beziehungen
  • Georg Glasze: Neue Kartografen, neue Geografien: Weltbilder im digitalen Zeitalter
  • Ingeborg Reichle: Ein Blick in die Geschichte der Bildwelten der Weltbilder

Download aller Beiträge über www.bpb.de, die Homepage der Bundeszentrale für politische Bildung

Gesellschaftliche Teilhabe scheitert manchmal am Gang zur Toilette. Zwar gibt es inzwischen fast überall barrierefreie Behinderten-WCs, doch für Menschen mit schweren und mehrfachen Behinderungen sind diese unzureichend. Um beispielweise die Inkontinenzeinlage zu wechseln, bräuchten sie  eine Möglichkeit, sich hinzulegen. Deshalb fordert die „Stiftung Leben pur“, bundesweit in allen öffentlichen Einrichtungen geräumige Toilettenräume mit Sicherheitsliege und Lifter einzurichten. Dann müssen Konzert- oder Theaterbesuche oder Ausflüge in den Tierpark nicht mehr ausfallen. Da künftig auch viele alte Menschen solche Sanitärräume bräuchten, versteht sie der Bundesverband körper- und mehrfachbehinderter Menschen als „Zukunftsmodell“: www.toiletten-fuer-alle.de.

Handreichung „Caritas pastoral, spirituell und religiös gebildet“. Caritas, das ist Kirche mitten im Leben. Vom Selbstverständnis engagiert und professionell in Beratung, Lebenshilfe, Erziehung, Gesundheitswesen und Bildung, ob in der Pfarrgemeinde, verbandlich oder in der internationalen Hilfe. Aber ist Caritas auch pastoral? Genau dies zeigt die Handreichung „Caritas pastoral, spirituell und religiös gebildet“. Mit über vierzig Anregungen und Modelle aus den fünf Bistümern Nordrhein-Westfalens ist dem „Facharbeitskreis NRW für christliche Grundlagen und Profil in der Caritas“ ein vielfältiger Einblick in die caritaspastorale Werkstatt gelungen. Reich bebildert eröffnet die Handreichung einen Zugang zur christlichen Kulturwerkstatt mit ihren vielfältigen spirituellen, pastoralen und theologischen Formaten, die caritativ Tätige in ihrer Haltung, Fachlichkeit und ihrem konkreten Dienst unterstützen. Eine Fundgrube und Inspiration für Mitarbeitende in allen Bereichen der Caritas und Kirche, pastorale Dienste und Leitungsverantwortliche.
Die Handreichung steht als e-Book und Download zur Verfügung unter: www.caritasnet.de oder www.caritas-nrw.de oder kann als Printmedium u.a. beim Diözesan-Caritasverband für das Erzbistum Köln e.V. bezogen werden. Bei Nachfragen wenden Sie sich bitte an Bruno Schrage, Geschäftsführung des Facharbeitskreises „Christliche Grundlagen und Profil in der Caritas-NRW“ Diözesan-Caritasverband für das Erzbistum Köln e.V., Referent für Caritaspastoral und Grundsatzfragen, Georgstr. 7, 50676 Köln, Tel.: 0221/2010-184, Fax: -388, E-Mail: Bruno.Schrage@caritasnet.de.

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Wohnraum/Wohnungslose 

Der Petitionsausschuss unterstützt Bemühungen in Richtung einer Änderung der Berechnung der im Mietspiegel wiedergegebenen ortsüblichen Vergleichsmiete. In der Sitzung beschlossen die Abgeordneten einstimmig, eine dahingehende Petition dem Bundesministerium der Justiz und für Verbraucherschutz als Material zu überweisen und den Fraktionen zur Kenntnis zu geben. In der Petition wird gefordert, dass zur Erhebung des qualifizierten Mietspiegels alle Wohnungen erfasst werden, unabhängig davon, ob sich der Mietzins verändert hat. Derzeit, so bemängeln die Petenten, würden gleichbleibende Mieten, die im Mietspiegel dämpfend wirken würden, nicht berücksichtigt. Der Durchschnitt werde aus Wohnungen berechnet, bei denen die Miete im Zeitraum der zurückliegenden vier Jahre gestiegen ist, oder für die ein neuer Mietvertrag geschlossen wurde. „Dadurch werden alteingesessene Mieter benachteiligt, die sich die steigenden Mieten nicht mehr leisten können“, heißt es in der Eingabe. Das jüngst in Kraft getretene Mietrechtsnovellierungsgesetz wiederum regle, dass zum einen die Kosten der vom Vermieter eingeschalteten Makler nicht mehr auf die Wohnungssuchenden umgewälzt werden können. Außerdem dürfe bei der Wiedervermietung von Bestandswohnungen die zulässige Miete höchstens auf das Niveau der ortsüblichen Vergleichsmiete zuzüglich zehn Prozent steigen. Wie aus der Vorlage hervorgeht, sind auch weitere Maßnahmen zum Schutz der Mieter geplant. So hätten die Koalitionsfraktionen unter anderem vereinbart, dass im Mietspiegel die ortsübliche Vergleichsmiete „auf eine breitere Basis gestellt und realitätsnäher dargestellt werden soll“. Die Bundesregierung, so heißt es weiter, habe angekündigt, einen entsprechenden Gesetzentwurf vorzubereiten. Der Petitionsausschuss hält in diesem Zusammenhang die vorliegende Petition für geeignet, „um auf die bestehende Problematik aufmerksam zu machen“.

Die Flüchtlingskrise trifft nach Ansicht von Sachverständigen auf einen ohnehin stark angespannten Wohnungsmarkt und wird bereits seit Jahren bestehende Probleme weiter verschärfen. In einem öffentlichen Fachgespräch im Ausschuss für Umwelt, Naturschutz, Bauen und Reaktorsicherheit forderten die Experten daher, schnell bezahlbaren Wohnraum zu schaffen, um Asylbewerber mit Aufenthaltsstatus dauerhaft unterbringen zu können. Gleichzeitig betonten sie, dass wohnungsbaupolitische Maßnahmen nicht speziell Flüchtlingen, sondern allen einkommensschwachen Mietergruppen zugutekommen sollten. Unter anderem sei es notwendig, zusätzliche Anreize für den frei finanzierten Wohnungsbau zu schaffen.

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Verbandsinterne Informationen des SKM 

Knast Kunst Kalender 2016. Seit einigen Jahren bemüht sich der SKM Krefeld Bilder, die in den Gefängnissen entstehen, in der Öffentlichkeit bekannt zu machen. Die häufig anerkennenswerte Kunst bliebe sonst im Verborgenen und es ist uns ein Anliegen, die Bilder zu zeigen, die davon zeugen, dass Inhaftierte Menschen mit vielen Facetten sind und nicht „nur" Straftäter. Der neue Knast-Kunst-Kalender erscheint in Kürze. Bestellungen bitte über die SKM-Homepage www.skm-krefeld.de oder telefonisch bei Hans-Dieter Schreer unter 02151/841210. Vorbestellungen sind ab sofort möglich. Unterstützt wird dieses Projekt durch die SKM-Stiftung Deutschland

Ehrungen:

Diakon Josef Kürten vom SKFM Monheim am Rhein e.V. wurde am 19. September 2015 mit Urkunde und Nadel für seine 30-jährige Tätigkeit als geistlicher Beirat geehrt.

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Verbandsinterne Informationen der VKD

Ehrungen:

Am 25. Oktober 2015 wurden Rolf Weingärtner, Johanna Müller, Helga Bruns und Bertold Raupp, alle von der Vinzenz-Konferenz Paul Bodes in Karlsruhe mit der Urkunde des Verbandes geehrt.

Bundesgeschäftsstelle 

Hier die voraussichtlich nächsten Erscheinungstermine:

  • KuNo 11-12/2015 Anfang Dezember 2015

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Der Verein ist im Vereinsregister des Amtsgerichtes Düsseldorf unter der Registernummer VR 3385 eingetragen.

Vertretung des Vereins
Der Verein wird gesetzlich vertreten durch den Generalsekretär Stephan Buttgereit oder durch die Vorsitzende/den Vorsitzenden des Vorstandes, bei deren/dessen Verhinderung durch die stellvertretende Vorsitzende/den stellvertretenden Vorsitzenden, jeweils zusammen mit einem weiteren Mitglied des Vorstandes.
Der SKM ist Mitglied im Deutschen Caritasverband.

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