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2015-07/08

Newsletter des SKM-Bundesverbandes und der Gemeinschaft der
Vinzenz-Konferenzen Deutschlands e.V.

Inhalt

Stand:11.08.2015

Aktuelles
Arbeitsmarkt
Asyl/Migration
Rechtliche Betreuung
Ehrenamt/Bürgerschaftliches Engagement
Familie
Fortbildung/Tagungen
Jugendhilfe
Kampagnen/Initiativen
Männerarbeit
Sozialberatung für Schuldner
Rund ums SGB
Straffälligenhilfe
Sucht/Drogen
Verschiedenes
Wohnraum/Wohnungslose
Verbandsinterne Informationen des SKM
Verbandsinterne Informationen der VKD
Bundesgeschäftsstelle
 

Aktuelles

Thema Armut

  • Das Kampagnenthema 2015 des SKM – Katholischer Verband für soziale Dienste in Deutschland-Bundesverband e.V. lautet „Der Mensch am Rand ist unsere Mitte“. Auf der diesjährigen SKM-Vertreterversammlung vom 19.-20.Juni in Aachen untersuchten die rund 60 SKM-Delegierten insbesondere die Kinder- und Jugendarmut. „Das Thema ist in Deutschland nicht neu“, betonte Volkswirt Ralf Welter, Dozent der Fachhochschule Aachen und Diözesanvorsitzender der Katholischen Arbeitnehmer Bewegung Aachen (KAB). In einem Vortrag zur Kinder- und Jugendarmut zeigte Ralf Welter anhand einer Studie des Kinderschutzbundes, dass die materille Armut von Kindern sich in den letzten elf Jahren um 25 Prozent erhöht hat. Dabei müsse die verdeckte Armut noch hinzugerechnet werden. Welter sieht eine maßgebliche Ursache in der Bildung. Fünf Prozent der Jugendlichen haben keinen Schulabschluss. Bei einem sich verändernden Arbeitsfeld, das immer mehr auf hohe Qualifizierung setze, sei die Armut auch als Erwachsene bei diesen jungen Leuten vorprogrammiert. Die tatsächliche Unterstützung von Kindern in prekären Verhältnissen sei zu gering. Lösungen sieht Welter u. a. in der Erweiterung der U3-Kinderbetreuung, Qualifizierung der Erziehenden im gesamten Vorschulbereich, Förderung der ehrenamtliche Betreuung, eine veränderte Gesetzgebung bezüglich der Höhe von Wohnungsmieten, kostenfreier Zugang zu öffentlichen Gütern wie Bibliotheken, Schwimmbädern und Sozialtickets für den ÖPNV. Langfristig erkennt Ralf Welter eine gute Perspektive in der Kindergrundsicherung.
  • Nicht nur Armut feststellen – sondern auch handeln. Mit einer Armutskonferenz Ende April hat der SKM-Bundesverband die SKM-Kampagne 2015 „Der Mensch am Rand ist unsere Mitte“ eröffnet. Die Delegierten der Vereine und Verbände des SKM haben auf der Vertreterversammlung zudem den zweiten Meilenstein der Kampagne ins Rollen gebracht. Am 17.10.2015 finden in ganz Deutschland Veranstaltungen anlässlich des Welttags zur Überwindung der Armut der Vereinten Nationen statt. Ideen wie: eine Bettelkette in der Fußgängerzone, Strümpfe gegen soziale Kälte, Gebets-Flashmob, Wimpelaktionen auf dem Marktplatz und vieles mehr werden im Oktober die Bevölkerung in großen und kleinen Städten und Gemeinden überraschen.
  • Eine neue von der Bertelsmann Stiftung veröffentlichte Studie „Kinder- und Familienarbeit – Lebensumstände von Kindern in der Grundsicherung“ kommt zu dem Ergebnis, dass sich die staatliche Unterstützung für arme Familien zu wenig an den Bedarfen der Kinder orientiere. Jedes fünfte Kind in Deutschland gilt als armutsgefährdet. 2,1 Millionen unter 15-jährige wachsen in Familien auf, deren Einkommen unter der Armutsgefährdungsgrenze liegt. Als armutsgefährdet wird statistisch eingestuft, wer von weniger als 60 Prozent des durchschnittlichen Netto-Einkommens lebt. https://www.bertelsmann-stiftung.de.

 

Die Delegiertenversammlung des Sozialdienstes katholischer Frauen wählte am 24. Juni Anke Klaus für weitere vier Jahre zu ihrer Bundesvorsitzenden. Als besondere Herausforderungen für die kommende Amtszeit stellte sie heraus, dass der SkF gefordert ist, an wichtigen politischen Themen mitzuwirken. In vielen Diskussionen ist eine wertegebundene und in der Sozialen Arbeit versierte fachliche Stimme dringend von Nöten. Ob bei der Reproduktionsmedizin, den in unsere Gesellschaft drängenden Leihmutterschaften, der Palliativversorgung oder den Veränderungen im Betreuungsrecht. „Diese und andere Diskussionen werden wir weiter mutig führen. Die Basis dafür sind die fachlichen und konkreten Erfahrungen in den bundesweit 146 SkF Ortsvereinen. Zur Stellvertreterin wurde Ulla Dietz aus Krefeld gewählt. Die weiteren Vorstandspositionen bekleiden Huberta Freifrau von Boeselager aus München, Hildegart Eckert aus Mainz, Dr. Dagmar Löttgen aus Berlin, Stefanie Sassenrath aus Neuss und Dr. Josephin Freifrau von Spiegel aus Hamburg. Geistlicher Berater des Gesamtvereins ist seit 2014 Weihbischof Ansgar Puff aus Köln.

Werkstatt für die digitalen Vorreiter(innen) der Caritas. Die Digitalisierung ist Chance und Herausforderung zugleich. Für alle, die sich in der Caritas kommunikativ damit auseinandersetzen und in Social Media aktiv sind, gibt es am 5./6. Oktober 2015 in Frankfurt die erste Caritas-Digital-Werkstatt. Dabei wollen wir von- und miteinander lernen, Dinge ausprobieren, digitale Strategien diskutieren und uns von den Keyspeakern inspirieren lassen. Die kommen von Campact.de, katholisch.de und dem Bistum Essen und berichten unter anderem über Kampagnen im Netz, über Communitys und ihren Erfahrungen mit WhatsApp. Infos und Anmeldung gibt es hier: http://www.caritas-digital.de.

Social-Media-Aktion: #teambewegt. Gemeinsam lässt sich mehr erreichen. Das zeigen die Teams der Caritas und ihrer (Fach-)verbände jeden Tag: In der Kita, im Krankenhaus, im Altenheim oder bei der Beratung. Jetzt können diese aller Welt zeigen, was sie antreibt: #teambewegt heißt die erste bundesweiten Team-Challenge der Caritas, die im September startet. Mitmachen können alle Teams, die Spaß daran haben, sich auf eine ungewöhnliche Weise vorzustellen. Betatester können sich jetzt schon melden unter web@caritas.de - Infos zur Teilnahme gibt es auch auf www.caritas.de/teambewegt

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Arbeitsmarkt

Online-Publikation. DGB-Index Gute Arbeit kompakt heißt eine neue Online-Publikation, die Ergebnisse des Index knapp und anschaulich zusammenfasst. Die erste Ausgabe ist gerade erschienen und befasst sich mit den Arbeitsbedingungen in den Erziehungsberufen: Dem hohen Sinngehalt der Arbeit und der großen gesellschaftlichen Bedeutung der Tätigkeit stehen große körperliche und psychische Belastungen und ein geringes Einkommen gegenüber, das als nicht leistungsgerecht empfunden wird. Kompakt soll künftig mehrmals jährlich erscheinen. Seit 2007 misst der DGB-Index Gute Arbeit die Arbeitsqualität aus der Sicht der Beschäftigten in einer jährlichen bundesweiten Repräsentativbefragung. Regelmäßig informiert ein E-Mail-Newsletter über aktuelle Ergebnisse und Sonderauswertungen. Er kann auf der Homepage abonniert werden. www.index-gute-arbeit.de

Die sinkende Arbeitslosigkeit wirkt sich nicht auf die Armutsquote der unter 15-Jährigen aus. Das Armutsrisiko von Minderjährigen liegt seit 2005 unverändert bei fast 20 Prozent. Zu diesem Ergebnis kommt der DGB-Arbeitsmarktexperte Wilhelm Adamy in einer neuen Analyse. Für DGB Vorstandsmitglied Annelie Buntenbach heißt die Konsequenz, dass die Bundesregierung „dringend gegensteuern“ muss. „Kein Kind soll dauerhaft in einer Familie ohne Perspektive auf Arbeit aufwachsen müssen“, betont Buntenbach. Wie dringend Änderungen sind, zeigt auch eine Studie des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) im Auftrag der Bertelsmann-Stiftung. www.dgb.de.

Die Wohlfahrtsverbände in NRW veröffentlichen mehrmals jährlich den „Arbeitslosenreport NRW“. Darin enthalten sind aktuelle Zahlen und Analysen für Nordrhein-Westfalen; Basis sind Daten der offiziellen Arbeitsmarktstatistik der Bundesagentur für Arbeit. Jede Ausgabe widmet sich einem Schwerpunktthema. Hinzu kommen Kennzahlen zu Unterbeschäftigung, Langzeitarbeitslosigkeit und SBGII-Hilfequoten, um längerfristige Entwicklungen sichtbar zu machen. Der Arbeitslosenreport NRW sowie übersichtliche Datenblätter mit regionalen Zahlen können im Internet unter www.arbeitslosenreport-nrw.de heruntergeladen werden. Der Arbeitslosenreport NRW ist ein Kooperationsprojekt der Freien Wohlfahrtspflege NRW mit dem Institut für Bildungs- und Sozialpolitik (IBUS) der Hochschule Koblenz. Ziel der regelmäßigen Veröffentlichung ist es, den öffentlichen Fokus auf das Thema Arbeitslosigkeit als wesentliche Ursache von Armut und sozialer Ausgrenzung zu lenken, die offizielle Arbeitsmarkt-Berichterstattung kritisch zu hinterfragen und dabei insbesondere die Situation in Nordrhein-Westfalen zu beleuchten.

Union und SPD wollen Integrationsbetriebe stärker fördern. Das fordern beide Koalitionsfraktionen in einem Antrag http://dip21.bundestag.de. Unter anderem sollen mehr Plätze in diesen Betrieben geschaffen werden und der Personenkreis der dort Beschäftigten um langzeitarbeitslose schwerbehinderte Menschen erweitert werden. Ferner sollen Integrationsbetriebe bei der Vergabe öffentlicher Aufträge besonders berücksichtigt werden und die Betriebe in Inklusionsbetriebe umbenannt werden. Darin solle sich der Paradigmenwechsel von der Integration hin zur Inklusion von Behinderten widerspiegeln, heißt es in dem Antrag. Union und SPD fordern darin auch, die Gesundheitsförderung und die Weiterbildungschancen für behinderte Menschen deutlich zu verbessern.

Am Freitag, den 4. September zeigt 3sat/die woche um 20.15 Uhr einen Film von Bärbel Maiwurm: „Ein Job allein reicht nicht zum Leben“ Drei unterschiedliche Multi-Jobber zeigen ein Jahr lang ihren Kampf um Würde und Überleben - voller Erschöpfung und Ängste, aber auch Kraft und Energie und dem Traum von einem besseren Leben. Claudia F., 50, ist gelernte Krankenschwester. Sie hat eine Vollzeitstelle als Kinderfrau in einem Privathaushalt. Doch der Lohn ist knapp. Auch mit zusätzlichen Nebenjobs wie der Pflege von alten Menschen am Wochenende kann sie ihre Existenz nicht absichern. Um innerlich ruhiger zu werden, würde sie gerne Rücklagen bilden. Doch das ist unmöglich. Claudia wünscht sich eine Festanstellung mit einem guten Gehalt. Anna S., 44, aus Remscheid ist alleinerziehend. Die gelernte Kauffrau hat schon bessere Zeiten gesehen. Sie war wohlhabend und führte mit Ehemann und Sohn ein bürgerlich abgesichertes Leben. Bis ein Schicksalsschlag alles zerstörte. Heute hat Anna drei Minijobs und muss zusätzlich mit Hartz IV aufstocken. Ihre Jobs sind prekär - im Falle einer längeren Erkrankung hätte sie keinen Anspruch auf Lohnfortzahlung. Das setzt Anna zu. Sie steht unter massivem Druck, jeden Tag. Und sie hat - wie Claudia - das Gefühl, in einem Hamsterrad zu rotieren und doch auf keinen grünen Zweig zu kommen. Ganz anders Honke R., 45, aus Essen: Er schätzt das Maß an persönlicher Freiheit, das die Jobberei ihm beschert. Nach dem Abi hat er Musik, Kunst und Philosophie studiert. Seine Qualifikationen kann er im Kulturbetrieb nutzen. Doch für seine Aufträge wird er meist schlecht honoriert. Zur Not putzt er auch mal in einer Bar. Honke klagt nicht und ist zufrieden mit seinem Leben. Aber er weiß, dass er nicht krank werden darf und im Alter nur wenig Rente bekommt. Für private Vorsorge hat Honke schlicht kein Geld.

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Asyl/Migration

Unbegleitete Minderjährige sind besonders schutzbedürftig. Bei der Durchführung ihrer Verfahren auf internationalen Schutz müssen daher Besonderheiten beachtet werden. Ursula Gräfin Praschma, Leiterin der Abteilung Grundlagen des Asylverfahrens im Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (BAMF), erläutert in ihrem Beitrag die Herausforderungen im Verfahren von unbegleiteten Minderjährigen und informiert über die rechtlichen Grundlagen der Entscheidung und seine praktischen Auswirkungen in den letzten beiden Jahren. Der Artikel ist in der Zeitschrift „Jugendhilfe“ des Luchterhand Verlags erschienen und eingestellt unter: http://www.bamf.de Quelle: Nachrichtendienst Jugendsozialarbeit 12/2015

„Die Verteilung unbegleiteter minderjähriger Flüchtlinge ist unumgänglich, weil einige Kommunen und Großstädte durch die große Zahl an ihre Grenzen kommen. Die Verfahren müssen sich dabei am Wohl des Kindes orientieren“, sagte Caritas-Präsident Peter Neher anlässlich der Beratung des Gesetzentwurfs im Kabinett. Der vorliegende Gesetzentwurf biete eine gute Grundlage, um den Kindern und Jugendlichen schnellstmöglich die erforderlichen Leistungen der Kinder- und Jugendhilfe zukommen zu lassen. Dazu sei es dringend erforderlich, die Entscheidung über den künftigen Lebensort der Kinder und Jugendlichen deutlich zu beschleunigen und die jungen Menschen nicht Monate lang in Ungewissheit leben zu lassen. Die im Entwurf vorgesehene zügige Entscheidung über eine Verteilung und die Begleitung der Kinder und Jugendlichen durch eine pädagogische Fachkraft werde daher von der Caritas begrüßt. Die Stellungnahme des Deutschen Caritasverbandes zum Gesetzentwurf http://www.meine-caritas.de.

In der Beilage zur Wochenzeitung „Das Parlament“ Aus Politik und Zeitgeschichte, Heft 25/2015 15. Juni 2015 sind folgende Beiträge zum Thema „Flucht und Asyl“ veröffentlicht:

  • Klaus J. Bade: Zur Karriere abschätziger Begriffe in der deutschen Asylpolitik
  • Steffen Angenendt: Wege zu einer kohärenten Politik
  • Katrin Schammann: Aktuelle Zahlen und Entwicklungen
  • Hannes Schammann: Flüchtlingspolitik im Föderalismus
  • Bernd Parusel: Unbegleitete Minderjährige auf der Flucht
  • Andreas Schloenhardt: Fluchthilfe und Migrantenschmuggel
  • Oliver Gerson: Frontex und die europäischen Außengrenzen
  • Marco Dräger: Zur Einführung des neuen Gedenktages am 20. Juni

Download aller Beiträge über www.bpb.de, die Homepage der Bundeszentrale für politische Bildung.

Die Broschüre „Das Bundesamt in Zahlen 2014“ bietet aktuelle Zahlen zu Asyl, Migration sowie zur Integration. Neben einer detaillierten Darstellung und Analyse der Zahlen zu Asylanträgen und -entscheidungen beinhaltet die Broschüre Informationen über die Ein- und Abwanderung im Jahr 2014, insbesondere zu den Zwecken und der Dauer des Aufenthalts. Daneben stehen die Integrationskurse des Bundes im Vordergrund. Download: http://www.bamf.de.

Asylbewerber in Deutschland werden nach Ansicht der Fraktion Die Linke bei der Gesundheitsversorgung diskriminiert. Sie erhielten laut Asylbewerberleistungsgesetz (AsylbLG) eine medizinische Versorgung grundsätzlich nur bei akuten Erkrankungen und Schmerzzuständen sowie bei Schwangerschaft und Mutterschaft. Diese Beschränkung verletzte das Menschenrecht auf Gesundheit. In einem Antrag http://dip21.bundestag.de) fordert die Linke eine bessere Versorgung für die Asylbewerber. Das Antrags- und Prüfverfahren bei den Sozialämtern sei extrem zeit- und personalaufwendig, wenn Asylsuchende oder Geduldete einen Krankenschein, eine Facharztüberweisung oder eine Krankenhausbehandlung benötigten. Dies könne zu medizinisch nicht vertretbaren Verzögerungen der Behandlung führen. Medizinethisch sei dieses diskriminierende Verfahren der eingeschränkten Gesundheitsversorgung nicht zu vertreten. Die Erfahrung mit der Ausgabe von Gesundheitskarten an Asylbewerber in Bremen und Hamburg zeige, dass die Versorgung über eine gesetzliche Krankenkasse wesentlich effektiver und kostengünstiger organisiert werden könne. Die Regierung plane jedoch keine grundlegenden Verbesserungen bei der Gesundheitsversorgung für Asylbewerber. Die Linke fordert in ihrem Antrag, alle Berechtigten nach dem AsylbLG in die Versicherungspflicht einzubeziehen und übergangsweise und kurzfristig Gesundheitskarten an die Betreffenden auszugeben. Die Leistungsbeschränkungen auf akute Erkrankungen und Schmerzzustände sollten gestrichen werden.

Das Bundeskabinett hat den von der Bundesfamilienministerin vorgelegten Gesetzentwurf zur Verbesserung der Unterbringung, Versorgung und Betreuung ausländischer Kinder und Jugendlicher beschlossen. Das Gesetz regelt eine bundesweite Aufnahmepflicht der Länder, die sich am Kindeswohl und dem besonderen Schutzbedürfnis von unbegleiteten Minderjährigen ausrichten soll. Sie soll gewährleisten, dass Kinder und Jugendliche dort untergebracht werden, wo es Kapazitäten gibt, damit sie eine angemessene Betreuung, eine angemessene Unterkunft und eine angemessene Versorgung erhalten. Im Gesetz wird auch das Mindestalter zur Begründung der Handlungsfähigkeit im Asylverfahren von 16 auf 18 angehoben. Das Gesetz soll am 1. Januar 2016 in Kraft treten. http://www.b-umf.de.

Rechtliche Betreuung

Am 20. Oktober 2015 findet in Kassel der Fachtag der BAGFW für die Betreuungsvereine statt. Thema ist diesmal: „Mittendrin - Kompetenzzentrum Betreuungsverein“. Trotz oder wegen aller finanziellen Schwierigkeiten: Betreuungsvereine müssen sich im Sozialraum behaupten. Moderne Begriffe Sozialer Arbeit wie Quartiersmanagement oder Sozialraumorientierung versprechen neue Konzepte. Aber sind sie das immer? Betreuungsvereine arbeiten mittendrin. Sie nehmen einen wichtigen Platz im Stadtteil, im Quartier, in der Gemeinde ein und engagieren sich in den Netzwerken sozialer Einrichtungen ihrer Region. Trotzdem würden sich nur wenige Vereine als Experten für Quartiers- und Sozialraumarbeit verstehen. Ohne eine Vernetzung mit anderen Anbietern sozialer Dienstleistungen im eigenen Quartier aber kann gute Betreuungsarbeit, eine gute Begleitung und Unterstützung der Betreuten, aber auch der Ehrenamtlichen nicht gelingen. Sind Betreuungsvereine mit ihrem umfassenden Angebot also doch so etwas wie Sozialraumexperten? Ihre Fachlichkeit geht jedenfalls weit über das hinaus, was andere von ihnen erwarten und bei ihnen vermuten. Der Fachtag möchte den Blick weiten für die vorhandenen Kompetenzen des Betreuungsvereins und seiner Nutzung im Sozialraum. Wie können Betreuungsvereine ihre Kompetenzen ohne Ausweitung personeller Ressourcen optimaler einsetzen, was können sie im Stadtteil anbieten, wie sich weiter vernetzen und besser vermarkten? Die Anmeldung zur Fachtagung ist vom 01.09.2015 bis 06.10.2015 ausschließlich online über die Webseite der BAGFW www.bagfw.de  möglich. Dort finden Sie auch den Flyer.

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Ehrenamt/Bürgerschaftliches Engagement

Kursbuch Bürgerbeteiligung – Das Sachbuch für erfolgreiche Bürgerbeteiligung. Bürgerbeteiligung liegt im Trend. Ob in Großverfahren oder bei kommunalen Detailfragen: Mit mehr Bürgerbeteiligung versuchen Entscheider in Politik und Wirtschaft, mehr Akzeptanz und Legitimation zu erzielen. In der Tat ist gut gemachte Bürgerbeteiligung in der Lage, unsere Demokratie weiter zu entwickeln und an die Herausforderungen der Zukunft anzupassen. Bürger an Entscheidungen zu beteiligen, hat großes Potential, ist aber nicht einfach umzusetzen. Das neu erschienene „Kursbuch Bürgerbeteiligung“ vereint 32 Beiträge renommierter Wissenschaftler und erfahrener Praktiker. Es bietet einen umfassenden Überblick über den Stand der Bürgerbeteiligung in Deutschland und lotet deren Perspektiven aus. Das „Kursbuch Bürgerbeteiligung“ ist als Handbuch zur praktischen Verwendung konzipiert - ein anwendungsorientierter Methodenkatalog und ein umfangreiches Adressverzeichnis gehören ebenso zur Ausstattung wie eine Marginalienspalte, die ein übersichtliches Arbeiten ermöglicht. http://www.kursbuch.info

Die Präsidentin des Landtages NRW lädt am 20. August 2015 Sachverständige in den Ausschuss für Familie und Jugend ein Ziel ist die Stärkung und Unterstützung der Freiwilligendienste. Nach dem FSJ-Jubiläum im vergangenen haben der Landesarbeitskreis FSJ/BFD in NRW, der Fachausschuss Freiwilligendienste der Landesarbeitsgemeinschaft der Freien Wohlfahrtspflege und der Landesjugendring auf der Grundlage ihres Positionspapiers vom 09.09.2014 bereits mehrere Gespräche mit den Fraktionen im Landtag geführt. Erklärte Ziele sind, die Anerkennungskultur der Freiwilligen weiter auszubauen können und eine Bundesratsinitiative zum Ausbau der Freiwilligendienste auf den Weg zu bringen. In diesem Zusammenhang hat die CDU selbst einen Antrag an den Landtag NRW gestellt, der nun von Sachverständigen kommentiert werden soll. Hierzu hat auch der LAK FSJ/BFD eine Stellungnahme geschrieben.

Familie 

Ruhrbischof Franz-Josef Overbeck begrüßt das Vorhaben von Bundesfamilienministerin Manuela Schwesig (SPD), den Aufbau von 24-Stunden-Kitas zu fördern. Das Bistum Essen selbst plane zwei solcher Einrichtungen in Bochum und Essen, sagte Overbeck am 10. Juli der Katholischen Nachrichten-Agentur. Er verwies darauf, dass gerade im Ruhrgebiet zunehmend beide Elternteile berufstätig sein müssten, um das Familieneinkommen zu erwirtschaften. Auch Alleinerziehende benötigten Unterstützung. Weitere Infos: http://www.kfd-bundesverband.de.

Die Linke und Bündnis 90/Die Grünen wollen für die Arbeit der geplanten Kommission zur Aufarbeitung des sexuellen Missbrauchs eine gesetzliche Grundlage schaffen. In einem gemeinsamen Antrag fordern die beiden Oppositionsfraktionen die Bundesregierung auf, einen entsprechenden Gesetzesentwurf vorzulegen. Dieser soll die Unabhängigkeit und Handlungsfähigkeit der Kommission gewährleisten. Nach dem Willen von Linken und Grünen soll die Kommission zeitlich unbefristet konstituiert werden. Zudem müsste eine langfristige und angemessene Finanzierung gewährleistet werden und deshalb der Etat des Bundesfamilienministeriums aufgestockt werden. Nach Ansicht von Linken und Grünen ist eine gesetzliche Grundlage für die Aufarbeitungskommission notwendig, um ihr die Vorladung von Zeugen und das Recht auf Akteneinsicht zu erteilen.

Das EU-Versorgungsforschungsprojekt SUSTAIN widmet sich in den kommenden vier Jahren der integrierten Versorgung von Menschen über 65 Jahren mit komplexen gesundheitlichen und sozialen Bedürfnissen. Unter Federführung der Medizinischen Fakultät der Freien Universität Amsterdam arbeitet die Stiftung Gesundheit Fördergemeinschaft dabei mit Projektpartnern aus neun europäischen Ländern zusammen. Diese Kooperation bietet der Stiftung Gesundheit und ihrer Fördergemeinschaft die Möglichkeit, ihre bisherige Forschungsarbeit zum Thema Barrierefreiheit auf europäischer Ebene einzubringen. SUSTAIN steht für Sustainable Tailored Integrated Care for Older People in Europe, auf Deutsch: nachhaltige, individuell angepasste, integrierte Versorgung für ältere Menschen in Europa. Im Fokus stehen dabei je zwei Modellprojekte aus den Teilnehmerländern. Innerhalb des Projektzeitraums untersuchen die Partner, welche der Konzepte besonders vielversprechend, langfristig finanzierbar und europaweit übertragbar sind. Die Träger der Modellprojekte profitieren dabei von einer begleitenden Beratung zur Umsetzung von Verbesserungsstrategien. In Befragungen kommen zudem auch die Senioren selbst zu Wort. Bei SUSTAIN kooperieren Universitäten, Forschungseinrichtungen, Stiftungen, IT-Unternehmen und Wissensmanagement-Plattformen aus Belgien, Deutschland, England, Estland, Irland, den Niederlanden, Norwegen, Österreich und Spanien. Die Mittel dafür stammen aus Horizon 2020, dem Forschungs- und Innovationsprogramm der Europäischen Kommission. Über den Verlauf des Projekts berichtet Projektleiterin Sophia Schlette auf www.stiftung-gesundheit-blog.de .

Die partnerschaftliche Vereinbarkeit von Familie und Beruf ist ein neues und zentrales Anliegen von Eltern in Deutschland. Sie erwarten von Politik und Wirtschaft angemessene Rahmenbedingungen, um diese zu realisieren. Dies ist eines der Ergebnisse aus der Studie „Weichenstellungen für die Aufgabenteilung in Familie und Beruf“, die Bundesfamilienministerin Manuela Schwesig gemeinsam mit Prof. Renate Köcher vom Institut für Demoskopie Allensbach vorgestellt hat. Die Studie zeigt, dass Entscheidungen zur partnerschaftlichen Aufgabenteilung in Familien von den Bedingungen der Arbeitswelt und den Betreuungsmöglichkeiten beeinflusst werden. Eine moderne Familienpolitik rückt diese neue Qualität der Vereinbarkeit in den Mittelpunkt. Wie sich Eltern die Aufgaben nach der Geburt des ersten Kindes aufteilen, entscheidet über die künftigen Berufsperspektiven. Vor der Geburt sind 71 Prozent der Paare in Vollzeit erwerbstätig, nach Geburt und Elternzeit nur noch 15 Prozent, mehr als die Hälfte wechselt in ein Modell mit Vollzeit des Vaters und Teilzeit der Mutter. Viele Frauen bleiben dann in der Teilzeit, Männer in der Vollzeit. Zum ersten Mal geht es bei der vorliegenden Studie darum, wie Paare mit kleinen Kindern die Vereinbarkeit von Familie und Beruf leben und leben wollen. Dazu wurden mehr als 3.000 Mütter und Väter, die als Paare mit ihren Kindern unter 6 Jahren zusammenleben, repräsentativ befragt. Die Entscheidungen zur Aufgabenteilung werden von den Wünschen nach Zeit für Familie, Wertvorstellungen, dem Einkommen und den Arbeits- und Betreuungsbedingungen beeinflusst. Die gelebten Modelle von Paaren entsprechen jedoch nur zum kleinen Teil den eigenen Idealvorstellungen. Der Bericht zur Studie kann unter http://www.ifd-allensbach.de abgerufen werden.

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Fortbildung/Tagungen

 Jugendschutz geht zur Schule! Herausforderungen und Perspektiven für die Kooperation von Jugendhilfe und Schule. Bundesweite Fachtagung am 17. November in Berlin veranstaltet von der Bundesarbeitsgemeinschaft Kinder- und Jugendschutz (BAJ) in Kooperation mit der Arbeitsgemeinschaft Kinder- und Jugendschutz (AJS) Landesstelle Nordrhein-Westfalen e.V. und dem Deutschen Roten Kreuz e.V. – Generalsekretariat. Die BAJ will anhand ausgewählter Fragen aktuelle Entwicklungen der strukturellen Vernetzung im kommunalen Raum, Instrumente der Planung und Steuerung sowie die qualitativen Voraussetzungen und Rahmenbedingungen einer erfolgreichen Kooperation der beiden Akteure Jugendschutz und Jugend- bzw. Schulsozialarbeit thematisieren. Die bundesweite Tagung am 17. November richtet sich an Fach- und Führungskräfte aus den Bereichen Schule und Jugendhilfe, insbesondere der Arbeitsfelder Jugendschutz, Schul- und Jugendsozialarbeit und der Kinder- und Jugendarbeit. Eingeladen sind darüber hinaus interessierte Vertreter der Jugendämter, Schulämter, Landesministerien sowie aus Politik, Wissenschaft und Forschung. http://www.bag-jugendschutz.de.

Die Fortbildungs-Akademie des Deutschen Caritasverbandes e.V. bietet demnächst folgende Veranstaltungen an:

  • Die Fortbildungs-Akademie des Deutschen Caritasverbandes bietet zwei Seminare zur Online-Beratung an – eine sich immer weiter verbreitende Beratungsform, die zusätzlich zur face-to-face-Beratung auch für schon bestehende Klienten genutzt werden kann. Es gibt einmal die Möglichkeit eines blended-learning-Angbotes, also eines E-learning-Teils und eines anschließenden Präsenztages. Dieses Angebot richtet sich an Berater/-innen, die demnächst in die Online-Beratung des Caritas-Portals einsteigen wollen und noch niemanden vor Ort haben, der schon online berät. Näheres hierzu finden Sie unter diesem Link: http://www.fak-caritas.de.
  • Wenn in Ihrer Beratungsstelle schon Online-Beratung durchgeführt wird und nur Sie neu in diese Form der Beratung einsteigen wollen, dann gibt es für Sie die Möglichkeit, dies durch ein reines E-learning-Modul zu tun. Der Einstieg ist jederzeit möglich! Die Detailinformationen dazu finden Sie hier: http://www.fak-caritas.de.
  • Datenschutz wird gerade auch in caritativen Unternehmensbereichen immer bedeutsamer. In modernen Unternehmen ist Datenschutz mittlerweile Bestandteil der Corporate Identity und Grundlage einer vertrauensvollen Geschäftsbeziehung mit Kunden und Partnern. Jedes caritative Unternehmen bearbeitet im Rahmen der modernen Datenverarbeitung personenbezogene Daten: von Kunden und Lieferanten ebenso wie von den eigenen Mitarbeitenden. Hat Ihr Unternehmen einen Datenschutzbeauftragten (DSB) bestellt oder aber beabsichtigt es die künftige Bestellung, dann muss diese/dieser außer der erforderlichen Zuverlässigkeit auch die entsprechende Fachkunde gemäß der KDO nachweisen. Vom 21. bis 23.10.2015 bietet die Fortbildungs-Akademie des Deutschen Caritasverbandes in Bergisch-Gladbach das Seminar Datenschutz-Fachkundenachweis für Profis an. Die Teilnehmer erhalten dabei die erforderlichen Fachkenntnisse im Sinne der KDO, um ihre Aufgaben als DSB noch professioneller und effektiver zu meistern. Sie werden vertraut gemacht mit allen relevanten Anordnungen über den Datenschutz in der Katholischen Kirche (KDO) und den Novellierungen des Bundesdatenschutzgesetzes (BDSG).Die ausführliche Ausschreibung und eine Möglichkeit zur Anmeldung erhalten Sie über folgenden Link: http://www.fak-caritas.de.
  • Forum der Verbandsentwickler/-innen und Organisationsberater/-innen in der Caritas. Forum vom 09. bis 10.12.2015 in Freiburg. In vielen Verbänden und Organisationen der verbandlichen Caritas sind - aus unterschiedlichen fachlichen Perspektiven - Mitarbeiter mit der Planung und Durchführung von Verbandsentwicklungs- und Organisationsberatungsprozessen beauftragt. Mit diesem Angebot greift das Referat Verbandsentwicklung und -organisation in Kooperation mit der Fortbildungs-Akademie des DCV den Wunsch auf, sich fachlich auszutauschen und eine Möglichkeit zur kollegialen Beratung zu haben. Im Forum wird der Gedanke der kollegialen Beratung aufgegriffen und in die Praxis umgesetzt. Hauptsächlich werden die für die Verbandsentwicklung und Organisationsberatung in der verbandlichen Caritas relevanten Themen identifiziert, diskutiert und für die eigenen Handlungsfelder nutzbar gemacht. Darüber hinaus können für die Caritas relevante Fragen aus der Verbändeforschung eingebracht und diskutiert werden. Preis: 210,00 € zzgl. Unterkunft und Verpflegung. Ansprechpartner: Hermann Krieger, Tel: 0761/200-1701, E-Mail: hermann.krieger@caritas.de, http://www.fak-caritas.de.
  • Muslime und Christen begegnen sich in der Caritas. Unterschiede verstehen, Gemeinsamkeiten entdecken. Tagung am 22.09.2015  in Mannheim. Die Tagung gibt eine Orientierung zu grundlegenden islamischen Glaubensfragen und einen Überblick über islamische Organisationen und Lebenswelten  in Deutschland. Sie ist ein Ort des Gesprächs von Vertretern der katholischen Caritas und der islamischen Glaubensgemeinschaft über die Chancen und Grenzen einer entsprechenden Zusammenarbeit. Preis: 190,00 € zzgl. Unterkunft und Verpflegung. Ansprechpartner: Daniel Ham, Tel: 0761/200-1704, E-Mail: daniel.ham@caritas.de, http://www.fak-caritas.de.
  • Mit Aufstellungen zu neuen Einstellungen. Systemische Strukturaufstellungen für Praktiker/-innen aus sozialer Arbeit und Beratung. Seminar vom 23. bis 25.11.2015 in Freiburg. Veränderungsprozesse und Konfliktlösungsbedarfe sind heute das tägliche Brot von Fach- und Führungskräften in sozialen Einrichtungen. Sie sehen sich mit einer Fülle von Fragen konfrontiert, die oft parallel entschieden werden müssen. Dafür ist die Aufstellungsarbeit eine einzigartige Möglichkeit, um Perspektiven zu erweitern und (manchmal ganz) neue Lösungsideen zu generieren. Systemische Strukturaufstellungen (entwickelt von Matthias Varga von Kibéd und Insa Sparrer) sind erlebnisorientierte Methoden und zählen zu den kreativsten Methoden, die mit Hilfe von Visualisierung innerer Bilder ungewohnte Lösungswege aufzeigen. Es gibt unterschiedliche Aufstellungsformate für die verschiedenen Anliegen. Es gibt z. B. die Formen der Zielaufstellung, der Entscheidungsaufstellung und der Glaubenspolaritäten-Aufstellung. Die Strukturaufstellungs-Arbeit hat sowohl Systeme (Familie, Teams, Organisationen, usw.) als auch systemrelevante Aspekte (Symptome, Ideen, Ziele, Hindernisse, usw.) im Blick und zeichnet sich durch eine hohe Wirksamkeit und Attraktivität aus. Im Seminar beschreiben und reflektieren wir verschiedene Beiträge aus Theorie und Praxis „Systemischer Strukturaufstellungen“ und machen diese für die tägliche Arbeit nutzbar. Preis: 420,00 € zzgl. Unterkunft und Verpflegung. Ansprechpartner: Gabriele M. Ruck, Tel: 0761/200-1708, E-Mail: gabriele.ruck@caritas.de, http://www.fak-caritas.de.
  • Systemisch-lösungsorientierte Beratung. Kurs in neun Abschnitten mit regionalen Supervisionsgruppen. Einführungstag vom 10. bis 11.12.2015 in Freiburg. Systemisch-lösungsorientierte Beratung hat sich in den vergangenen Jahren als ein sehr erfolgreiches Konzept bewährt. In allen Bereichen der Caritas und anderen sozialen Organisationen besteht ein hoher Bedarf an Beratungskompetenz. Die systemische Beratung bietet eine eigene Theorie, die sich auf die Kommunikations- und Handlungsmuster der Menschen untereinander bezieht. Dazu gehört eine Haltung, die von hoher Wertschätzung und Allparteilichkeit geprägt ist. Für diese Beratungsform gibt es eine Vielzahl hochwirksamer Methoden, die in allen Kontexten eingesetzt werden können. Das systemische Denken und Handeln arbeitet nicht mit Problemen und Defiziten, sondern fokussiert immer auf Ressourcen und Lösungen.  Ziele sind: - Einführung in die Systemtheorie und den Konstruktivismus, - Kennenlernen der systemischen Haltungen: Neutralität/Allparteilichkeit, - Entwicklung beraterischer Kompetenzen für systemisches Arbeiten, - Einüben von systemischen Interventionstechniken. Diese Weiterbildung richtet sich an Mitarbeiter aus Arbeitsfeldern der Sozialen Arbeit und an Verantwortliche für die Ausbildung sozialer Berufe. Außerdem an Mitarbeiter mit einer abgeschlossenen Berufsausbildung und einer mindestens 3-jährigen Berufstätigkeit im psychosozialen oder beraterischen Feld. Preis: 60,00 € zzgl. Unterkunft und Verpflegung Inhaltlicher Ansprechpartner: Gabriele M. Ruck, Tel: 0761/200-1708, E-Mail: gabriele.ruck@caritas.de  http://www.fak-caritas.de.
  • BWL in der Caritas: Vertiefung (S15080) für Verantwortliche ohne kaufmännische Ausbildung. Seminar vom 21. bis 23.10.2015 in Frankfurt/M. Die Fähigkeit als Führungskraft innerhalb der Caritas auch in betriebswirtschaftlichen Zusammenhängen denken und handeln zu können, ist in allen Arbeitsbereichen unabdingbar geworden. Für Verantwortungsträger ohne kaufmännische Ausbildung ist es deshalb wichtig, die zentralen betriebswirtschaftlichen Begriffe und Prinzipien zu kennen sowie die Zusammenhänge zu verstehen. Die Teilnehmer dieses Seminars erwerben ein vertieftes Wissen in Betriebswirtschaft, insbesondere zu Themen wie Finanzierung und Investitionen. Sie werden befähigt, Zusammenhänge und Auswirkungen ihrer eigenen Entscheidungen aus betriebswirtschaftlicher Sicht vertieft zu beurteilen. Anhand von Übungsbeispielen trainieren die Teilnehmer ihr neu erworbenes unternehmerisches Wissen und Denken. Preis: 470,00 € zzgl. Unterkunft und Verpflegung. Ansprechpartner: Daniel Ham, Tel: 0761/200-1704, E-Mail: daniel.ham@caritas.de, http://www.fak-caritas.de.
  • Ökologische Nachhaltigkeit in der Caritas (S15117). Energiemanagement und Energieaudit umsetzen - Energiebeauftragte qualifizieren. Tagung am 15.10.2015 in Frankfurt. Durch das Gesetz über Energiedienstleistungen und andere Energieeffizienzmaßnahmen (EDL-G) werden caritative Träger, Dienste und Einrichtungen - wie auch andere Unternehmen - verpflichtet, ihren Energieverbrauch zu erfassen sowie ihre Energieeffizienz zu optimieren und dies im Rahmen eines sog. Energieaudits nachzuweisen. Das Energieaudit ist erstmals bis zum 5. Dezember 2015 umzusetzen und dann regelmäßig alle vier Jahre zu wiederholen. Auch aufgrund zunehmender Belastung der Haushaltsbudgets durch ständig steigende Energiepreise und nicht zuletzt mit dem Ziel eines umweltbewussten, nachhaltigen und bewahrenden Wirtschaftens, erhält ein umfassendes Energiemanagement für viele Dienste und Einrichtungen immer mehr Bedeutung. Bei der Initiierung und Umsetzung eines Energieaudits oder Energiemanagements sind Energiebeauftragte unterstützend tätig. Sie sind interne und externe Ansprechpartner/-innen für deren Entwicklung und tragen so maßgeblich zur Erfüllung gesetzlicher Anforderungen und der Umsetzung von Umweltzielen, sowie der Nutzbarmachung von Einsparpotenzialen bei. Die Weiterbildung Energiemanagement und Energieaudit umsetzen - Energiebeauftragte qualifizieren ist die erste Veranstaltung einer geplanten Tagungsreihe der Fortbildungs-Akademie in Zusammenarbeit mit dem Projekt Förderung der ökologischen Nachhaltigkeit in Einrichtungen und Diensten der Caritas des Deutschen Caritasverbandes mit verschiedenen inhaltlichen Schwerpunkten. Sie vermittelt Verantwortlichen der jeweiligen Einrichtungen und deren Träger einen niederschwelligen Einstieg in die Themenbereiche Energiemanagement und Energieeffizienz und weitere Fragestellungen des betrieblichen Umweltmanagements. Folgeveranstaltungen sind für 2016 und 2017 geplant. Preis: 225,00 € zzgl. Unterkunft und Verpflegung. Ansprechpartner: Dr. Dirk Sichelschmidt, Tel: 0761/200-1702, E-Mail: dirk.sichelschmidt@caritas.de, http://www.fak-caritas.de.
  • Gesunde Führung - Gesundes Unternehmen (K2015-15-1). Gesundheitsmanagement als Teil des Konzeptes von Caritasorganisationen. Kurs in vier Abschnitten (2015-2016). Abschnitt I vom 16. bis 18.11.2015 in Wermelskirchen. Unternehmen und Organisationen sind häufig von hohen Krankenständen, Fluktuation und Leistungseinbußen in der Mitarbeiterschaft betroffen. Aus diesem Grund gehört das Thema „Gesundheit“ zu den Top-Themen des Managements. Unter Gesundheit verstehen wir einen ganzheitlichen Prozess, der lebenslang gestaltet werden muss. Dabei werden vier Bereiche wirksam: die körperliche, seelische und soziale Gesundheit, ebenso die spirituelle Gesundheit, die der Beantwortung der Sinnfrage Beachtung schenkt. Für das Betriebliche Gesundheitsmanagement werden folgende Bereiche in den Blick genommen: 1. Arbeitsumgebung, 2. Qualifikation und Eignung, 3. Arbeitsorganisation, 4. Teamzusammenhalt, 5. Qualität der Menschenführung. Dieser Kurs bietet Raum für den Erwerb von Hintergrundwissen, den Einsatz von Führungsinstrumenten und für Erfahrungen im Bereich des persönlichen Gesundheitsmanagements. Darüber hinaus gibt es gezielte Unterstützung für die Entwicklung eines Betrieblichen Gesundheitsmanagement (BGM) mit einem Projekt in der eigenen Einrichtung. Wir konnten sehr erfahrene Referenten für dieses Thema gewinnen und bieten diese Veranstaltung unter Mitwirkung der Berufsgenossenschaft für Gesundheitsdienst und Wohlfahrtspflege BGW, Akademie Hamburg und des Referates für Arbeitsrecht und Sozialwirtschaft, Personalmarketing im DCV Freiburg an. Preis: 450,00 € zzgl. Unterkunft und Verpflegung. Ansprechpartner: Gabriele Ruck, Tel: 0761/200 1708, E-Mail: gabriele.ruck@caritas.de,  http://www.fak-caritas.de.  
  • Systemisch-lösungsorientierte Beratung (K2015-20-0). Kurs in neun Abschnitten (2015-2018) mit regionalen Supervisionsgruppen. Einführungstage vom 11. bis 12.12.2015 in Freiburg. Systemisch-lösungsorientierte Beratung hat sich in den vergangenen Jahren als ein sehr erfolgreiches Konzept bewährt. In allen Bereichen der Caritas und anderen sozialen Organisationen besteht ein hoher Bedarf an Beratungskompetenz. Die systemische Beratung bietet eine eigene Theorie, die sich auf die Kommunikations- und Handlungsmuster der Menschen untereinander bezieht. Dazu gehört eine Haltung, die von hoher Wertschätzung und Allparteilichkeit geprägt ist. Für diese Beratungsform gibt es eine Vielzahl hochwirksamer Methoden, die in allen Kontexten eingesetzt werden können. Das systemische Denken und Handeln arbeitet nicht mit Problemen und Defiziten, sondern fokussiert immer auf Ressourcen und Lösungen. Diese Weiterbildung richtet sich an Mitarbeiter aus Arbeitsfeldern der Sozialen Arbeit und an Verantwortliche für die Ausbildung sozialer Berufe. Außerdem an Mitarbeiter mit einer abgeschlossenen Berufsausbildung und einer mindestens 3-jährigen Berufstätigkeit im psychosozialen oder beraterischen Feld. Preis: 60,00 € zzgl. Unterkunft und Verpflegung. Ansprechpartner: Gabriele Ruck, Tel: 0761/200-1708, E-Mail: gabriele.ruck@caritas.de, http://www.fak-caritas.de.

Nähere Auskünfte: Fortbildungs-Akademie des Deutschen Caritasverbandes e.V., Wintererstr. 17-19, 79124 Freiburg, Tel. 0761/200-538, Fax -199, E-Mail akademie@caritas.de , Internet: www.fak.caritas.de, www.caritas-akademien.de,

Am 21. und 22. Oktober findet die ConSozial 2015 auf dem Nürnberger Messegelände – Nürnberg Messe- statt, Das Motto in diesem Jahr lautet: „Selbstbestimmt leben – Inklusion gestalten – soziales Pflegen“. Detaillierte Infos und Anmeldeformulare gibt es im Web und unter www.consozial.de. Was in der Sozialwirtschaft Rang und Namen hat, kommt im Herbst in Nürnberg zusammen. Die ConSozial, von den Veranstaltern selbstbewusst zur „Leitveranstaltung für Fach- und Führungskräfte der Sozialbranche“ erklärt, öffnet seit 1999 alljährlich ihre Tore für Akteurinnen und Akteure der Behindertenarbeit und andere an sozialen Themen Interessierte. Mit inzwischen rund 5.000 Besuchern pro Jahr ist die ConSozial die größte Kongressmesse der Sozialwirtschaft in Deutschland. Schwerpunkt der diesjährigen Veranstaltung ist das Thema Pflege.

Unter dem Titel „Lebensfreude, Lebensbrüche, Lebensfülle – Wege entstehen beim Gehen“ veranstaltet der Deutsche Kinderhospizverein e.V. vom 13. bis 14. November 2015 in Schirmherrschaft von Bundesgesundheitsminister Hermann Gröhe das 6. Deutsche Kinderhospizforum in Essen im Haus der Technik. In insgesamt 30 Foren, Workshops und Vorträgen werden zahlreiche für die Kinderhospizarbeit relevante Themen beleuchtet. Das Programm wird von ca. 70 Referenten aus der Kinderhospizarbeit und deren Umfeld gestaltet werden. Schwerpunkte werden u.a. sein

  • die Gestaltung einer bedürfnisorientierten Kinder- und Jugendhospizarbeit
  • Herangehensweisen für subjektiv richtige und ethischen Grundsätzen verpflichtete
  • kreative und kommunikative Zugänge zur Gestaltung des Miteinanders und
  • Möglichkeiten der würdevollen Begleitung angesichts der aktuellen Diskussion und die sog. Sterbehilfe.

Infos:  Deutscher Kinderhospizverein e.V., Bruchstraße 10, 57462 Olpe, Tel.: 02761 – 94129-0, Fax: 02761 – 94129-60, E-Mail, info@deutscher-kinderhospitzverein.de

Die Friedrich-Ebert Stiftung  veranstaltet vom 16.-18. Oktober 2015 in Würzburg das Seminar „Engagement und Stressmanagement“ Untersuchungen zeigen, dass ehrenamtliches Engagement den meisten Menschen einen guten Ausgleich zur beruflichen Tätigkeit bietet. Durch stabile soziale Bindungen, die Erfahrung gebraucht zu werden und etwas gestalten zu können, wirkt Engagement bei vielen Menschen aktiv gegen Stress und bereichert ihr Leben. Trotz guter Organisation fällt es jedoch vielen Menschen schwer die Erwartungen aus Engagement, Arbeit und Privatleben zu erfüllen, wenn sie allen Rollen gerecht werden möchten. Damit sich Ihre Teilhabe weiterhin positiv auf Ihr Leben auswirken kann, sind das richtige Maß an Aufgaben und engagementfreundliche Rahmenbedingungen in der NPO wichtig. Das Seminar thematisiert die Rolle und Funktion des ehrenamtlichen Engagements in einem ausgewogenen Lebensmodell. Es zeigt auf, was Engagierte tun können, damit Engagement langfristig nicht in Konflikt mit anderen Lebensbereichen gerät, sondern dauerhaft zur persönlichen Zufriedenheit und Ausgeglichenheit beiträgt. Zudem wird die Engagementkultur in der Organisation durchleuchtet und Rahmenbedingungen für die NPO reflektiert, die es Aktiven erleichtern, das persönliche Engagement gut in Einklang mit der eigenen Lebensbalance zu bringen. Infos: http://www.fes-mup.de Anmeldung: www.fes-mup.de per Online-Buchung. Der Teilnahmebeitrag inklusive Unterkunft/Verpflegung beträgt 210 €. Mit ermäßigten Teilnahmebeiträgen wollen wir jungen Bürgern, die gesellschaftspolitisch aktiv sind, die Teilnahme an unserem Programm ermöglichen. Es stehen jährlich 30 Plätze mit einem 50%igen Rabatt zur Verfügung.

Jugendhilfe 

Anlässlich des 25 jährigen Bestehens des Kinder- und Jugendhilfegesetzes (SGB VIII) bietet die Zeitschrift „Dialog Erziehungshilfe“ ein Schwerpunktheft mit 68 Seiten an, wo man u.a. folgende Fachartikel findet: Von der integrativen zur inklusiven Kinder- und Jugendhilfe (Dr. Heike Schmid-Obkirchner, Leiterin des Referats 512 - Rechtsfragen der Kinder- und Jugendhilfe im BMFSFJ); Ein Blick zurück in die Zukunft. Ein allgemein rückblickender, einordnender und in die Zukunft schauender Beitrag zu 25 Jahren KJHG (Maria Kurz-Adam, Jugendamtsleiterin München); 25 Jahre Hilfen zur Erziehung im SGB VIII – Statistische Befunde fachlich interpretiert. (Sandra Fendrich, Jens Pothmann, Agathe Tabel, TU Dortmund). Die Artikel enthalten jeweils einem Rückblick, eine Beschreibung der Gegenwart und einen Blick in die Zukunft. Informationen und Bezug: AFET, Bundesverband für Erziehungshilfe e.V., Georgstr. 26, 30159 Hannover, Fax: 0511/35 39 91 50, E-Mail: gravelmann@afet-ev.de, www.afet-ev.de

Parlamentarischer Abend der Bundesarbeitsgemeinschaft Kinder- und Jugendschutz. Am 10. Juni 2015 hat der Vorstand der Bundesarbeitsgemeinschaft Kinder- und Jugendschutz gemeinsam mit Abgeordneten des Jugendausschusses des Deutschen Bundestages aktuelle kinder- und jugendschutzpolitische Themen erörtert. Neben dem Vorstand der BAJ haben auch Vertreterinnen und Vertreter der Landesarbeitsgemeinschaft sowie Mitglieder des Wissenschaftlichen Beirats teilgenommen. Im Mittelpunkt des Gedankenaustausches standen die Reform des Jugendschutzgesetzes und Entwicklungen im Jugendmedienschutz. Ein Fokus richtete sich auf die Nutzung von E-Zigaretten und E-Shishas durch Kinder und Jugendliche. Einig war man sich, dass es sowohl gesetzlicher wie auch erzieherischer und struktureller Maßnahmen bedarf, um den Schutz von Kindern und Jugendlichen zu gewährleisten.

Für einen starken Kinder- und Jugendschutz in Deutschland. Die Bundesarbeitsgemeinschaft Kinder- und Jugendschutz (BAJ) und die Landesarbeitsstellen für Kinder- und Jugendschutz haben das Positionspapier „Für einen starken Kinder- und Jugendschutz in Deutschland.“ veröffentlicht. Anlass dazu gab der aktuelle Beschluss der Jugend- und Familienministerkonferenz (JFMK) zur Verwirklichung des Rechts aller Kinder und Jugendlichen auf ein gutes Aufwachsen mit Medien vom 21./22.05.2015, der am 01. Juli diesen Jahres veröffentlicht wurde (https://www.jfmk.de). Die Bundesarbeitsgemeinschaft und die Landesstellen unterstreichen ausdrücklich die Aussagen der JFMK zu den Potentialen des Erzieherischen Kinder- und Jugendschutzes und begrüßen die im Bericht enthaltene Würdigung ihrer langjährigen Arbeit (siehe Pressemeldung der BAJ vom 04./05. Juli http://bag-jugendschutz.de). Darüber hinaus regen sie mit dem vorliegenden Positionspapier Bund, Länder und Kommunen an: - den Kinder- und Jugendschutz als Partner für die Gestaltung und Umsetzung einer Eigenständigen Jugendpolitik einzubeziehen, insbesondere auf kommunaler Ebene, - die Erfahrungen und Perspektiven des Kinder- und Jugendschutzes in der Berichterstattung des Bundes und der Länder zu berücksichtigen, - Forschungs- und Modellprojekte zur Weiterentwicklung des Kinder- und Jugendschutzes zu initiieren und zu unterstützen, - den Ausbau von Angeboten der Medienbildung und der Medienkompetenzförderung zu unterstützen, nicht zuletzt auch für die Fachkräfte der Kinder- und Jugendhilfe, - die Etablierung von Jugendschutzprogrammen als freiwillige Schutzoption für Eltern zu stärken, - bestehende Regelungen und Gesetze des deutschen Jugendmedienschutzes in die europäische Diskussion einzuspeisen, - ausreichende personelle und sachliche Ressourcen für einen präventiv ausgerichteten Kinder- und Jugendschutz in Deutschland bereitzustellen, - die Jugendämter als Kompetenzzentren für einen präventiv ausgerichteten Kinder- und Jugendschutz bzw. die Landesstellen als freie Träger, die die Koordinations- und Steuerungsfunktion übernommen haben, finanziell und personell entsprechend auszustatten sowie - die Kooperation und Koordination zwischen dem Erzieherischen Kinder- und Jugendschutz und der Jugendsozialarbeit sowie anderen Arbeitsfeldern zu verbessern, die sich besonders um benachteiligte und/oder gefährdete junge Menschen kümmern. Zielrichtung des Positionspapiers insgesamt ist es, den präventiven Gehalt des Erzieherischen Kinder- und Jugendschutzes gemäß den Implikationen des §14 SGB VIII wieder stärker zur Geltung zu bringen.

Erstmals seit fünf Jahren ist der bundesweite Anteil der Schulabgänger ohne Hauptschulabschluss nicht weiter gesunken, sondern verharrt unverändert bei 5,6 Prozent. Allerdings sind die Unterschiede zwischen den Bundesländern und einzelnen Städten und Kreisen weiterhin sehr groß. Sie reichen von 1,7 Prozent in Heidelberg, den Landkreisen Eichstätt und Bad Kissingen bis hin zu 12,6 Prozent im Landkreis Mansfeld-Südharz. Dies ist das Ergebnis der aktuellen Caritas-Erhebung, für die die Daten von über 400 kreisfreien Städten und Kreisen aus dem Jahr 2013 ausgewertet wurden. Seit 2009 analysiert die Caritas die Zahl der Schulabgänger ohne Hauptschulabschluss. Erneut zeigen sich deutliche Unterschiede nicht nur in den Kreisen und Städten, sondern auch zwischen den Bundesländern: sie liegen zwischen 4,4 Prozent in Hamburg und Bayern und 9,6 Prozent in Mecklenburg-Vorpommern. Ausführliche Informationen und alle Daten unter: www.caritas.de.

Unter www.bag-jugendschutz.de präsentiert sich eine aktualisierte und nutzerfreundliche Version des bewährten Onlinehandbuchs Jugendschutz. Das bundesweit einmalige Angebot zum Kinder- und Jugendschutz wurde grundlegend neu gestaltet. Damit bietet die Bundesarbeitsgemeinschaft Kinder- und Jugendschutz (BAJ) - neben der Literaturdatenbank Kinder- und Jugendschutz - einen umfassenden Service zu vielen Fragen des Kinder- und Jugendschutzes. Das Online-Handbuch wird kontinuierlich erweitert und aktualisiert. Das Online-Handbuch folgt der Idee, von vorgegebenen Grundbegriffen ausgehend gezielt Hinweise auf Literatur und Dokumente zum Kinder- und Jugendschutz zu geben und auf weitere internet-gestützte Quellen hinzuweisen. Die wählbaren Grundbegriffe sind mit einer lexikalischen Definition unterlegt. Ein Teil der angezeigten Literatur wird zeitnah der Literaturdatenbank entnommen, in der Nutzer auch separat recherchieren können. Rechtskommentare sind unter den Stichworten Jugendschutzgesetz (JuSchG), Jugendmedienschutz-Staatsvertrag (JMStV) und Jugendarbeitsschutz (JArbSchG) nachgewiesen. In größeren zeitlichen Abständen werden die Verweise auf andere Quellen (Dokumente) und Angebote anderer Institutionen eingearbeitet. Das Online-Handbuch wurde 2005 an der Universität Duisburg-Essen von Prof. Dr. Bruno W. Nikles und Dr. Thomas Mühlmann (jetzt TU Dortmund) erstmals inhaltlich und technisch konzipiert. Die redaktionelle Weiterentwicklung liegt seit 2014 in den Händen der Bundesarbeitsgemeinschaft Kinder- und Jugendschutz e.V.

Vom 28. bis 30. März 2017 findet der 16. Deutsche Kinder- und Jugendhilfetag (DJHT) in Düsseldorf unter dem Motto „22 mio. junge chancen gemeinsam.gesellschaft.gerecht.gestalten“ statt. An der Entwicklung dieses gesellschaftspolitischen Mottos wirkten Vertreter der gastgebenden Stadt Düsseldorf, des Landes Nordrhein-Westfalen und des Bundesfamilienministeriums mit. Darüber hinaus waren die AGJ und ihre Mitgliedergruppen an der Mottofindung beteiligt. Hintergrund ist, das ca. 22 Millionen Kinder und Jugendliche im Alter von 0 – 27 Jahre in Deutschland leben. Eine gerechte Gesellschaft und die damit verbundenen Rahmenbedingungen zu gestalten, ist eine gemeinsame Aufgabe aller relevanten und am Aufwachsen junger Menschen beteiligten Akteure. http://www.jugendhilfetag.de

Literaturhinweis: Leitfaden Berufsorientierung – Praxishandbuch zur qualitätszentrierten Berufs- und Studienorientierung an Schulen. Wer nur mit dem Bild eines Fernsehkochs vor Augen in Richtung Sterne-Gastronomie startet, der ist schnell ernüchtert, wenn er in einer Großküche kleine Brötchen backen soll. Wer als Meeresbiologe die Wale retten will, sollte zuvor wissen, dass dies ohne profunde Kenntnisse in Chemie, Physik und Mathematik nicht geht. Doch wie können junge Menschen bestmöglich auf den Beruf vorbereitet werden? Antwort auf diese und viele weitere Fragen gibt die um das Thema „Inklusion“ erweiterte und vollständig überarbeitete und ergänzte 6. Auflage des Leitfadens Berufsorientierung  der Bertelsmann-Stiftung. 6. Aufl. 20,00 € ISBN: 978-3-86793-660-6 https://www.bertelsmann-stiftung.de.

Die neue Ausgabe der Kinder- und Jugendschutz-Nachrichten 6/2015 und 7/2015 finden sich unter www.skmev.de und www.vinzenz-gemeinschaft.de. Die Kinder- und Jugendschutz Nachrichten werden herausgegeben in Zusammenarbeit mit dem Deutschen Caritasverband e.V., dem Fachverband für Prävention und Rehabilitation in der Erzdiözese Freiburg e.V., der Katholischen Elternschaft Deutschlands e.V. (KED), der Katholischen Landesarbeitsgemeinschaft und dem SKM-Bundesverband.

Endlich Ferien. Nicht früh aufstehen, kein Stress in der Schule, kein Ärger im Büro, einfach nur die Tage mit der Familie genießen. Doch so einfach ist es nicht. Immer wieder kreisen bei Eltern die Gedanken rund um die berufliche Zukunft ihrer Kinder. Wie soll es nach den Sommerferien weitergehen? Das letzte Schuljahr naht. Das Kind weiß immer noch nicht, was es beruflich machen soll. „Die Sommerferien sind für Eltern eine gute Zeit, um sich mit der Tochter oder dem Sohn in entspannter Atmosphäre über die beruflichen Träume zu unterhalten“, sagt Sabine Gärtner, Pädagogische Leiterin in der Studien- und Berufsberatung der Einstieg GmbH. „Wichtig ist es herauszufinden, welche Fähigkeiten in ihm stecken und  welche Interessen in den verschiedenen Berufswegen zum Tragen kommen oder weiter entwickelt werden können.“ Zahlreiche Tipps erhalten Eltern im Ratgeber „aus Kindern werden Leute“. Die weiteren Themen der Broschüre drehen sich um Hochschulformen, Studienmodelle und Ausbildungsarten, Terminplan für die Berufswahl, Online-Tests zur Berufswahl, Überbrückungsmöglichkeiten sowie Studien- und Ausbildungsfinanzierung. Bestellung oder Herunterladen des kostenlosen Elternratgebers unter:
Einstieg GmbH, Venloerstr. 241, 50823 Köln, Tel.: 0221/ 39809-30, E-Mail: info@einstieg.com, http://www.einstieg.com.

In Deutschland wird immer wieder über die vollständige rechtliche Gleichstellung hetero- und homosexueller Partnerschaften diskutiert. Aber auch auf den Schulhöfen und Klassenzimmern findet dieses Thema täglich seine Erwähnung: sei es innerhalb des curricularen Unterrichts als auch im Kontext von homophoben Beschimpfungen und Übergriffen im schulischen Raum. Zwei Drittel der in einer Berliner Studie befragten Jugendlichen hatten negative Reaktionen von ihrem sozialen Umfeld erlebt, die von Beschimpfungen bis zu körperlicher Gewalt reichten. Auch wenn das Thema Homosexualität in vielen Rahmenlehrplänen der Bundesländer verankert ist und in der Lehrerausbildung berücksichtigt wird, fehlt vielfach ein sensibler Umgang mit dem Thema oder auch konkrete Aufklärung und Unterstützung von Lehrenden und Lernenden in der Praxis. Hier finden Sie Materialien zur Geschichte der Homosexuellenbewegung, zu Homophobie in der Popmusik oder auch aktuelle politische Debatten. Zum anderen finden Sie Anregungen, wie Sie Ihre Schülerinnen und Schüler für das Thema Homosexualität sensibilisieren und zu einem toleranten Umgang miteinander anleiten können. Dossier Homosexualität. Schwule und Lesben können heute in Deutschland und vielen anderen Ländern offen leben. Doch der Weg zu mehr Respekt war lang. Und er ist noch nicht vorbei. Weltweit werden Homosexuelle noch immer diskriminiert. In einigen Staaten wird Schwul-Sein sogar mit dem Tod bestraft. Das Dossier bietet Ihnen und Ihren Schülerinnen und Schülern vielfältige Informationen und Anregungen unter anderem zu den Themen „Regenbogengeschichte“, „Homosexualität und Fußball“, „Schwule/Lesben und Muslime“ oder auch „Homophobie in der Popmusik“. http://www.bpb.de.

Forum Jugendhilfe, Zeitschrift der Arbeitsgemeinschaft für Kinder- und Jugendhilfe (AGJ) bringt in der Ausgabe 2/2015 unter anderem folgende Beiträge

  • Tatjana Mögling, Sarah Beierle: Einmal Straße, Immer Straße? Handlungsbedarfe und Unterstützungsstrukturen für Straßenjugendliche
  • Jörg Richert: Mein Name ist Mensch! Ein Bündnis für Straßenkinder in Deutschland
  • Ines Fornaçon, Jens Elberfeld: 20 Jahre überregionale Straßensozialarbeit: Die Off Road Kids Stiftung hilft Straßenkindern bundesweit
  • Robert Hall, Dietrich Fenner. „Whisky und Brot“ – von der Straße auf die Bühne
  • Friederike Nitsch; „Bei Straßenkinder e.V. Ist es gut – die hören einem zu, unterstützen einen und sie lassen einen nicht alleine. Ich weiß nicht, was ich ohne diese Hilfe machen würde“
  • Entkoppelt vom System – Studie zu Jugendlichen am Übergang ins Erwachsenenalter und den Herausforderungen  für die Jugendhilfestrukturen veröffentlicht

Bezug: AGJ, Mühlendamm 3, 10178 Berlin, Tel.: 030/40-200, Fax -232, www.agj.de

Kinder in der digitalen Welt: Über die Hälfte der Achtjährigen ist regelmäßig online. Sollen Kinder überhaupt ins Internet? Eine viel diskutierte Frage - dabei ist das schon längst Realität in vielen Familien. Kinder und Jugendliche nutzen Medien ganz selbstverständlich und sie beginnen früh damit. Ein Großteil der drei- bis achtjährigen Kinder ist bereits regelmäßig im Internet aktiv. Das ist ein Ergebnis der U9-Studie, die Bundesfamilienministerin Manuela Schwesig gemeinsam mit dem Deutschen Institut für Vertrauen und Sicherheit im Internet (DIVSI) und dem Heidelberger Sinus-Institut in Berlin vorgestellt hat. Obwohl Kinder in der digitalisierten Welt aufwachsen und gut mit Medien ausgestattet sind, führt Digitalisierung nicht automatisch zu Chancengleichheit. Die Studie weist auf, wie die elterlichen Einstellungen zu digitalen Medien und ihre eigene Medienkompetenz den Erziehungsstil prägen. Im Rahmen der U9-Studie „Kinder in der digitalen Welt2 wurden 1029 Kinder im Alter von 6 bis 8 Jahren sowie 1832 Eltern mit Kindern im Alter von 3 bis 8 Jahren befragt. Die vollständige U9-Studie finden Sie unter http://www.divsi.de/

THEMA JUGEND, Heft 2/2015 erschienen: Folgenschwer. Gewalt ist ein Thema, das wiederkehrend mediale Präsenz erreicht. Dabei scheint ein Ergebnis, dass Gewalt nicht aus der Mode kommt, sondern sich facettenreich zeigt bzw. verbirgt. Gewalt wird aus verschiedensten Perspektiven und mit unterschiedlichsten Fokussierungen diskutiert. Dabei werden auch insbesondere Hintergründe für Gewalttaten von Kindern und Jugendlichen in den Blick genommen. Eine andere Perspektive ist die der Kinder und Jugendlichen, die unmittelbar oder mittelbar Gewalt erfahren. Sie in der Verarbeitung zu begleiten und mindestens gleichermaßen Gewalterfahrungen von Kindern und Jugendlichen vorzubeugen, ist Verpflichtung von Gesellschaft und Auftrag von Kinder- und Jugendarbeit. Diese Ausgabe von THEMA JUGEND widmet sich insbesondere der einen Seite von Gewalttaten und Gewalterfahrungen: der Seite der Opfer.

  • Dr. Monika Monninger erörtert Gewalterfahrungen und ihre Folgen.
  • Sandra Gottschalk nimmt Kinder und Jugendliche als Opfer sexualisierter Gewalt in den Blick.
  • Birgit Rheims fokussiert auf Jugendliche und junge Erwachsene als Opfer von Rechtsextremismus.
  • Andrea Buskotte erläutert die Lebenswirklichkeit von Kindern und Jugendlichen als Opfer und Zeug/-innen von häuslicher Gewalt
  • Andreas Huckele zeigt auf, wie in einem Täter-Opfer-Retter-Dreieck die Beteiligten aus ihrer Rolle heraustreten können.

THEMA JUGEND kostet 2,- Euro pro Exemplar zzgl. Versandkosten. Bestelladresse: Katholische Landesarbeitsgemeinschaft Kinder- und Jugendschutz NW e.V., Salzstraße 8, 48143 Münster, Tel.: 0251/54027, Fax: 0251/518609, E-Mail: info@thema-jugend.de

Kinder- und Jugendschutz – Jugendschutz in der stationären Jugendhilfe 3/2015. Es gibt viele Gründe, weshalb Kinder und Jugendliche in Einrichtungen der Kinder- und Jugendhilfe, Heimen, Wohngruppen etc., aufgenommen werden (müssen). Wichtig ist in diesem Zusammenhang, dass bei all diesen Maßnahmen stets das Wohl der betroffenen Mädchen und Jungen im Vordergrund steht. Nicht erst die Diskussionen um Gewalt und Missbrauch in Einrichtungen der Kinder- und Jugendhilfe haben dazu geführt, dass sich auch Fragen des Alkohol- und Drogenkonsums, der Gewalt und des grenzverletzenden Verhaltens sowie zum Umgang mit jugendgefährdenden Inhalten in Medien stellen. Fachkräfte in den Einrichtungen müssen mit diesen Problemen - schon lange umgehen und entsprechend (erzieherisch) reagieren. Mit den Beiträgen im Heft werden Einblicke in die spezifischen Anforderungen gegeben, die mit der Umsetzung des Kinder- und Jugendschutzes in (teil-)stationären Settings verbunden sind. In der Rubrik „Fragen an …“ stellt sich Prof. Dr. Bruno W. Nikles, Vorsitzender der Bundesarbeitsgemeinschaft Kinder- und Jugendschutz den Fragen der Redaktion. Ergebnisse der aktuellen „miniKIM“-Studie werden in der Rubrik „Die aktuelle Studie“ vorgestellt

  • Mike Seckinger: Stationäre Hilfen zur Erziehung – eine Kurzbeschreibung
  • Martina Schu, Doris Sarrazin, Almut Wiemers: Suchtmittelkonsum und suchtbezogene Problemlagen in stationärer Jugendhilfe
  • Daniel Hajok: Zum Umgang mit digitalen Medien in der stationären Kinder- und Jugendhilfe
  • Sophie Domann, Tanja Rusack: Schutzkonzepte in der Kinder- und Jugendhilfe – die Sicht der Jugendlichen und Betreuungspersonen
  • Sigmar Roll. Was ist mein und was ist Dein? Ein Thema nicht nur für Kinder, sondern auch für Eltern

Die Ausgabe 3-2015 der Zeitschrift Kinder- und Jugendschutz in Wissenschaft und Praxis (KJug) mit dem Titel „Jugendschutz in der stationären Jugendhilfe“ kann zum Preis von 16,00 € (inkl. Versandkosten) bestellt werden beim Herausgeber: Bundesarbeitsgemeinschaft Kinder- und Jugendschutz, Mühlendamm 3, 10178 Berlin, Fax: 030-400 40 333, Mail: kjug@bag-jugendschutz.de, www.kjug-zeitschrift.de

In dem Positionspapier „Kind ist Kind! - Umsetzung der Kinderrechte für Kinder und Jugendliche nach ihrer Flucht“ fordert die Arbeitsgemeinschaft für Kinder- und Jugendhilfe – AGJ, für Kinder und Jugendliche – unabhängig von ihrer Herkunft und ihrem Aufenthaltsstatus – die Rechte umzusetzen, die ihnen nach der UN- Kinderrechtskonvention und auf der gesetzlichen Grundlage des Kinder- und Jugendhilferechts (SGB VIII) in Deutschland zustehen. Grundlegend wird kritisiert, dass nicht ausreichend erkennbar ist, dass für alle hier lebenden jungen Menschen - unabhängig von ihrer Herkunft und ihrem Aufenthaltsstatus - das gleiche Recht gilt. https://www.agj.de.

Am Freitag, den 11. September 2015 zeigt 3sat/die woche um 11.30 Uhr selbstbestimmt! - Die Reportage: Erziehung mit Handicap. Wenn Kinder besondere Eltern haben, einen Film von Jana Lindner (Erstsendung 8.8.2009) Silke hat ihre drei Söhne noch nie gesehen, Mike kann sie in Umrissen erahnen. Die beiden sind sehbehindert und meistern den Alltag mit Immanuel, Simon und Samuel auch ohne Augenlicht. Vor welchen Barrieren stehen Eltern mit Handicap? Wie gelingt es gegen Vorurteile, Bevormundung und die alltäglichen Hindernisse anzugehen? Wie gehen Kinder damit um, wenn sie besondere Eltern haben? Ein Blick in die Erziehung mit Handicap. Daniela Richter hat ihre drei Kinder nie im Kinderwagen ausgefahren, sie lagen oder saßen auf dem Schoß der Rollstuhlfahrerin. Jeder Spielplatzbesuch war ein Risiko. Was ist, wenn das Kind vom Klettergerüst fällt. Ist Hilfe in der Nähe? Hilfe gibt es und Hilfe hat die Dresdnerin schließlich auch angenommen, um ihre Kinder Zuhause erziehen und betreuen zu können. Sind diese Familien eine Ausnahmen? Nein, sagt eine Erhebung der Universität Leipzig und mehr noch: Die Hochschule reagiert, baut jetzt ein Kompetenznetzwerk für Eltern mit Handicap auf. Dort will sich auch Christine Döring beraten lassen. Der kleinwüchsigen Leipzigerin wächst Sohn Jannik wortwörtlich mit seinen sieben Jahren langsam über den Kopf. Wie aber fühlt er sich eigentlich, wenn ihn seine Mutter in die Schule bringt, mit ihm einkaufen geht?

Familien haben einen Anspruch darauf, in den Jugendämtern bundesweit eine fachlich vergleichbare Beratungspraxis in der Hilfeplanung vorzufinden. Erstmals seit dem Inkrafttreten des Kinder- und Jugendhilfegesetzes vor 25 Jahren gibt es nun für diesen Kernprozess in der Kinder- und Jugendhilfe bundesweit gültige Maßstäbe. Mit den Empfehlungen „Qualitätsmaßstäbe und Gelingensfaktoren für die Hilfeplanung gemäß § 36 SGB VIII“ legt die BAG Landesjugendämter ein umfassendes Werk vor, das den Fachkräften in den Jugendämtern Orientierung für ihre Praxis gibt und gleichzeitig einen wichtigen Beitrag für die gleichmäßige Umsetzung auf kommunaler Ebene leistet. Fachlich gute Hilfeplanung ist Grundvoraussetzung für das Gelingen von Hilfen, mit denen heute pro Jahr fast eine Million junge Menschen erreicht und in ihrer Entwicklung unterstützt und gefördert werden. Die wirksame Ausgestaltung dieser Hilfen ist damit ein Wirtschafts- und ein Zukunftsfaktor zugleich für unsere Gesellschaft. Das Bundesfamilienministerium hat vor, das SGB VIII an verschiedenen Stellen umfassend zu reformieren. Im Fokus stehen dabei derzeit die Weiterentwicklung der Hilfen zur Erziehung, das Thema Inklusion sowie die Überarbeitung der Vorschriften für die Erlaubnis zum Betrieb einer Einrichtung. Die Landesjugendämter sind in die Prozesse eingebunden und begleiten diese fachlich. Weitere Infos: www.bagljae.de

Kampagnen/Initiativen

Fachtagung Zukunftsschmiede – Dokumentation. Die Initiative der Caritas zum demografischen Wandel fragt unter anderem danach, welche erheblichen Auswirkungen dieser schon in naher Zukunft auf die Arbeit des Verbandes hat. Vieles Gewohnte muss auf den Prüfstand, innovative Lösungen sind gefragt. Ein Baustein zu dieser Klärung war die Fachtagung „Zukunft gestalten! Caritas in Zeiten des demografischen Wandels“ Ende April 2015 im Katholisch-Sozialen Institut, Bad Honnef. Die Tagung arbeitete mit der Kreativmethode „Zukunftsschmiede“, um fachbereichsübergreifend innovative Ansätze zu finden zu Fragen wie: Ist die Vernetzung mit neuen Partnern vor Ort eine Lösungsmöglichkeit? Rund 80 Mitarbeitende aus ganz unterschiedlichen Arbeitsfeldern und –ebenen der Caritas nahmen teil, um gemeinsam kreativ in die Zukunft zu denken. Tagungs-Dokumentation zum Herunterladen: http://www.caritas.de.

Das Bündnis für Demokratie und Toleranz (BfDT) fördert mit dem Wettbewerb „Aktiv für Demokratie und Toleranz“ Projekte. Das Bündnis sucht vorbildliche und nachahmbare zivilgesellschaftliche Projekte aus dem gesamten Bundesgebiet, die bereits durchgeführt wurden. Für 2015 werden vor allem Projekte gesucht, die sich für praktische Demokratie-, Toleranz- und Integrationsförderung, in der Radikalisierungsprävention oder gegen Rechtsextremismus und gruppenbezogene Menschenfeindlichkeit einsetzen. Den Gewinnern winken Geldpreise im Wert von 1.000 bis 5.000 Euro. Anmeldungen bis zum 27. September. http://www.bamf.de.

Männerarbeit

Probleme von Jungen und Männern wahrnehmen – ihre Kompetenzen stärken. Jungen und Männer stehen durch Veränderungen im Geschlechterverhältnis in den letzten Jahren gravierenden veränderten Rollenbildern und gesellschaftlichen Erwartungen gegenüber. Diese oftmals widersprüchlichen Erwartungen setzen sie zunehmend unter Druck. Das haben die Delegierten der Vereine und Verbände des SKM-Bundesverbandes auf ihrer Vertreterversammlung in Aachen festgestellt. Der SKM sieht es als seine Aufgabe an, in diesem Feld unterstützend tätig zu sein. „Wir arbeiten an der Basis und kennen die Probleme, Kompetenzen und Bedürfnisse von Jungen und Männern. Um die vielfältigen Herausforderungen bewältigen zu können, die an sie gestellt werden, entwickelt der SKM jungen- und männerspezifische Angebote“, erklärt der SKM-Bundesvorsitzende, Ludger Urbic. Der SKM setze dabei auf Geschlechtergerechtigkeit. „Chancengleichheit für Jungen und Mädchen sowie Männer und Frauen ist die Basis dafür, dass sie in den unterschiedlichen Rollen und Aufgaben bestehen. Nur auf dieser Basis ist das Wohlergehen beider Geschlechter in gleicher Weise zu sichern. Nur so können sie die Aufgaben und Ansprüche, die an sie gestellt werden, meistern“, betont der SKM-Vorsitzende Ludger Urbic. Der SKM-Bundesverband will mit dem Arbeitsfeld Jungen- und Männerarbeit neue Akzente setzen. Das einstimmig beschlossene Papier bildet die Basis, sich in den männerspezifischen Bezügen, in denen sich der SKM-Bundesverband bewegt, klarer zu positionieren. http://skmev.de.

Geschlechtersensibel: Theologische Perspektiven im pastoralen Handeln. Tagung der Deutschen Bischofskonferenz am 20./21. Oktober 2015 im Kloster Oberzell, Würzburg. Der Wandel im Selbstverständnis der Geschlechter und in ihrem Verhältnis zueinander fordert die Pastoral zu geschlechtersensiblem Handeln auf. Auf der Tagung diskutieren Expertinnen und Experten aus vielfältigen theologischen Disziplinen über Grundlagen und Perspektiven geschlechtersensibler Seelsorge. Dabei wird auch die aktuelle Genderforschung in den Human- und Sozialwissenschaften einbezogen. Im Mittelpunkt der Tagung stehen die Fragen: Wie verändert sich mein theologisches und gesellschaftliches Denken und Handeln, wenn mein Blick für Genderfragen sensibel ist? Was bedeutet es für kirchliches Handeln? Geschlechtersensibles Handeln bedeutet: die spezifischen Perspektiven von Männern und Frauen wahrnehmen, sie miteinander ins Gespräch bringen und im Licht des Evangeliums weiterführende Handlungsoptionen entwickeln. Das Theologische Symposion trägt zur aktuellen Gender- Debatte bei und bringt Perspektiven der Katholischen Theologie ein.
Anmeldungen bis zum 1.Oktober an die Kirchliche Arbeitsstelle für Männerseelsorge. Weitere Infos: http://kath-maennerarbeit.de, www.kath-maennerarbeit.de

Eine neue Ausgabe von MANN Aktuell ist jetzt online. Darin gibt es wieder viele interessante Veranstaltungen und Hinweise u.a. zur geschlechtersensiblen Pastoral. Link: http://kath-maennerarbeit.de.

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Sozialberatung für Schuldner

Der Deutsche Caritasverband veröffentlicht regelmäßig den „Newsletter Sozialberatung für Schuldner“, aus dem KuNo mit freundlicher Genehmigung einige Beiträge übernimmt. Weitere Informationen über den Newsletter gibt es bei Cornelius Wichmann, Deutscher Caritasverband e.V., Abteilung Soziales und Gesundheit , Referat Sozialraum, Engagement, Besondere Lebenslagen, Karlstr. 40, 79104 Freiburg i.Br., Postfach 420, 79004 Freiburg i.Br., Tel.: 0761/200-121, Fax: 0761/200-11-121 Homepage: http://www.caritas.de,http://www.caritas.de E-Mail: cornelius.wichmann@caritas.de

Ab 1. Juli 2015 steigt der Pfändungs-Grundfreibetrag von derzeit 1045,04 Euro auf 1073,88 Euro. Der unpfändbare Betrag erhöht sich, wenn der Schuldner gesetzliche Unterhaltspflichten erfüllt: Je höher die Zahl der Unterhaltsberechtigten, umso  höher ist der pfändungsfreie Betrag. Verfügt der Schuldner über P-Konto (Pfändungsschutzkonto), erhält er ohne gerichtliches Verfahren einen automatischen Sockel-Pfändungsschutz in Höhe von künftig 1073,88 Euro. Die aktuelle Tabelle mit den Freibeträgen für Arbeitseinkommen kann auf der Homepage des Bundesjustizministerium abgerufen werden: www.bmjv.de, Suchbegriff: „Pfändungsfreigrenzen“.

Schuldenfrei im Alter. Diakonie und BAGSO haben die Broschüre neu aufgelegt. Der DCV hat sich an der Finanzierung beteiligt und ein Kontingent zur Verteilung erhalten. Die Broschüren können gegen Erstattung der Portokosten bei melanie.schillinger@caritas.de angefordert werden.

Die Bundestagsfraktion der Grünen will die Möglichkeiten der Scoring-Anbieter einschränken, Verbraucher vor Geschäftsabschlüssen zu durchleuchten. Sie hat dazu einen http://dip21.bundestag.de in den Bundestag eingebracht, mit dem das Bundesdatenschutzgesetz geändert werden soll. Um zur Bonitätsprüfung einen Wahrscheinlichkeitswert zu berechnen, dürften demnach Dienstleister nicht mehr Adressen, Daten aus sozialen Netzwerken wie Facebook und Internetforen sowie Angaben zur Staatsangehörigkeit, zum Geschlecht oder zu einer möglichen Behinderung verwenden. Weiterhin sollen Auskunfteien verpflichtet werden, einmal pro Jahr die Verbraucher von sich aus und kostenlos über die von ihnen gesammelten Daten zu informieren. Die Anbieter sollen zudem zur Auskunft verpflichtet werden, welche Einzeldaten sie verwenden, wie sie diese gewichten, welche Vergleichsgruppen sie einsetzen und wie sie diese betroffenen Personen zuordnen. Ferner drängen die Grünen auf eine stärkere Kontrolle der Aufsichtsbehörden: Der Gesetzentwurf sieht eine jährliche Überprüfung von Auskunfteien vor. Quelle: heise online

Banken dürfen nicht vorschreiben, dass die Rückumwandlung eines Pfändungsschutzkontos (P-Konto) nur in ein Konto auf Guthabenbasis möglich ist. Das hat der Bundesgerichtshof (BGH) am 10. Februar 2015 /Az. XI ZR 187/139 http://juris.bundesgerichtshof.de nach Klage des Verbraucherzentrale Bundesverbands gegen die Commerzbank entschieden. Die Commerzbank hatte in ihren Bedingungen vorgesehen, dass nach der Kündigung der Zusatzvereinbarung über den Pfändungsschutz das Konto nur auf Guthabenbasis fortgeführt wird. Eine entsprechende Klausel hat der BGH nun kassiert.

Die Zahl der Privatinsolvenzen in Deutschland sinkt weiter. In den ersten drei Monaten des Jahres mussten 26.625 Bundesbürger eine private Insolvenz anmelden. Dies entspricht einem Rückgang um 8,7 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum. Zu diesem Ergebnis kommt die aktuelle Studie „Schuldenbarometer 1. Quartal 2015“ der Wirtschaftsauskunftei Bürgel. https://www.buergel.de.

Sparkassen dürfen nach Kontokündigung keine Gebühr für Guthabenübertragung berechne. Bankkunden können nach Auflösung ihres Girokontos verlangen, dass ihre alte Bank das Restguthaben kostenlos  auf ihr neues Konto überweist. Eine Klausel im Preisverzeichnis der Sparkasse, die für die Übertragung des Guthabens auf ein Konto außerhalb des Sparkassensektors ein Entgelt von 10,23 Euro vorsah, ist unzulässig. Quelle: Thüringer Oberlandesgericht Jena, Urteil vom 08.01.2015 (1 U 541/14) http://www.kostenlose-urteile.de.

Rund ums SGB

Bei einer öffentlichen Anhörung des Ausschusses für Arbeit und Soziales sprach sich eine Mehrheit der geladenen Experten für die Beibehaltung von Sanktionsmöglichkeiten im Bereich der Grundsicherung für Arbeitssuchende (SGB II) aus. Vertreter aus dem Bereich der Wirtschaft nannten das System der Sanktionen ausgewogen. Auch Landkreistag und Städtetag sprachen sich - ebenso wie der Deutsche Gewerkschaftsbund (DGB) gegen eine generelle Abschaffung oder ein Moratorium der Sanktionen aus, wie es die Fraktionen Die Linke http://dip21.bundestag.de http://dip21.bundestag.de und Bündnis 90/Die Grünen http://dip21.bundestag.de in Anträgen gefordert hatten. Eine klare Ablehnung der Sanktionsregelungen kam von der Diakonie Deutschland. Die verschärften Sanktionen für Jugendliche seien nicht vertretbar, hieß es von Seiten des Deutschen Caritasverbandes. Sie könnten durchaus kontraproduktiv wirken, wenn etwa durch einen Verlust der Wohnung die Jugendlichen in kriminelle Bereiche abrutschen.

Eine Kürzung des Arbeitslosengeldes als Sanktion für Pflichtverstöße eines Hartz-IV-Empfängers ist nach Ansicht des Sozialgerichts Gotha verfassungswidrig - weil sie die Menschenwürde des Betroffenen antasten sowie Leib und Leben gefährden kann. Eine Kammer des Gerichts ist der Auffassung, dass die im Sozialgesetzbuch festgeschriebenen Sanktionsmöglichkeiten der Jobcenter gegen mehrere Artikel des Grundgesetzes verstoßen. Denn auch der soziokulturelle Bedarf eines Menschen gehöre zum grundrechtlich gesicherten, menschenwürdigen Existenzminimum. Art. 1 Abs. 1 GG binde den Gesetzgeber bei der Ausgestaltung der Bestimmung des zur menschenwürdigen Existenz Unerlässlichen. Die Legislative müsse neben dem physischen Überleben darüber hinaus auch die soziale Teilhabe hilfebedürftiger Menschen sichern. Das Gericht will die Sanktionsregelungen vom Bundesverfassungsgericht prüfen lassen. http://www.sggth.thueringen.de.

Sozialrecht - Zeitschrift für Sozialberatung aktuell befasst sich in der Ausgabe 3/2015 – 19. Jahrgang Mai/Juni mit folgenden Themen:
Abhandlungen

  • Tagungsbericht zum 14. Rechtsforum der SOZIALRECHT aktuell am 11./12.11.2014 in Münster
  • Das Ende des e.V. oder was macht das Kammergericht Berlin eigentlich
  • Hat der wirtschaftliche Verein eine Zukunft?
  • Was ist ein Idealverein?
  • Unterwegs in der falschen Rechtsform des e.V.?
  • Der e.V. als Leistungsbringer im SGB – dargestellt am SGB XI

Rechtsprechung

  • Anspruch des Leistungsbringers auf Einhaltung einer Kostenzusage des Sozialhilfeträgers nach dem Tode des Hilfeberechtigten. (BSG)
  • Überschreitung der Grundlohnsummensteigerung durch Festsetzung der Schiedsperson (HessLSG)
  • Gewinnzuschlag in der Pflegesatzkalkulation nach SGB XI (Hess. Schiedsstelle nach § 76 SGB XI)

Bezug der Zeitschrift, die vom Caritasverband für die Diözese Münster e.V. herausgegeben wird, über die Nomos-Verlagsgesellschaft, Waldseestraße 3-5, 76520 Baden-Baden, Tel. 07221/2104-0, Fax -27.

Soziale Arbeit / Zeitschrift für soziale und sozialverwandte Gebiete Juli 2015 / 64. Jahrgang beschäftigt sich unter anderem mit:

  • Mechthild Seithe: Die Vermarktung der Sozialen Arbeit – Eine Antwort auf Heiko Kleve
  • Birgit Behrensen: Sozialarbeit an Grundschulen – Einblicke in ihre Spannungsfelder
  • Beate Wölfel: Die Situation der Kinder Inhaftierter – Die Website www.juki-online.de als flächendeckendes Beratungsangebot
  • Martian Schillinger, Bernard Wandeler, Peter Stade: Berufliche Integration von Jugendlichen in Albanien – Reflexion eines Praxisprojekts mit Angehörigen einer Randgruppe

Soziale Arbeit wird herausgegeben vom Deutschen Zentralinstitut für soziale Fragen (DZI), Bernadottestr. 94, 14195 Berlin, Tel.: 030/839001-0 Fax: 030/8314750 www.dzi.de, E-Mail sozialinfo@dzi.de.

Im Nachrichtendienst des Deutschen Vereins für öffentliche und private Fürsorge finden sich in Heft 7/2015 folgende Beiträge:

  • Bundesteilhabegesetz: Stehen wir vor einer ordnungspolitischen Wende?
  • Qualitätsentwicklung in der Kinder- und Jugendhilfe nach Einführung des Bundeskinderschutzgesetzes
  • Zwischen Nischenangebot und Verberuflichung - Zur Entwicklung und Lage der Kindertagespflege

Bezug der Zeitschrift über: Eigenverlag des NDV, Michaelkirchstraße 17/18, 12179 Berlin, Tel.: 030/62980-0, Fax: -9521 Internet: www.deutscher-verein.de.

Im Nachrichtendienst des Deutschen Vereins für öffentliche und private Fürsorge finden sich in Heft 8/2015 folgende Beiträge:

  • Empfehlungen zur Qualität von niedrigschwelligen Betreuungs- und Entlastungsangeboten gemäß § 45b Abs. 4 SGB XI
  • Gleichberechtigte Teilhabe verwirklichen! Erwartungen des Deutschen Vereins an ein Bundesteilhabegesetz
  • Stellungnahme des Deutschen Vereins zum Referentenentwurf eines Gesetzes zur Änderung des Unterhaltsrechts und des Unterhaltverfahrens

Bezug der Zeitschrift über: Eigenverlag des NDV, Michaelkirchstraße 17/18, 12179 Berlin, Tel.: 030/62980-0, Fax: -9521 Internet: www.deutscher-verein.de.

Das BSG hat in einem taufrischen Urteil klargestellt  (v. 25.06.2015- B 14 AS 17/14 R), dass Nachzahlungen von Leistungen aus dem SGB II, SGB XII und AsylbLG im jeweils anderen System nicht als Einkommen anzurechnen sind. Das BSG begründet das wie folgt: die drei Leistungen beruhen „auf systematischen und historischen Zusammenhängen“ und fundieren "auf dem Grundrecht auf Gewährleistung eines menschenwürdigen Existenzminimums aus Art 1 (1) GG in Verbindung mit dem Sozialstaatsprinzip des Art. 20 Abs. 1 GG". Dieses Urteil ist ziemlich wichtig, da viele der ehemaligen AsylbLG-Berechtigten ihre vom BVerfG verfügte Nachzahlung im ALG II-Bezug erhalten haben und die JC's diese Gelder mit Freuden als Einkommen angerechnet haben. Das BSH hat jetzt klargestellt, dass das nicht zu laufen hat. Das Gleiche betrifft Nachzahlungen aus dem SGB II und SGB XII, wenn diese im jeweils anderen System eintrudeln. Auch hier ergibt sich eine Nichtanrechnung. Für die Beratung bedeutet das, hierauf einen Augenmerk zu setzen und etwaige Anrechnungen mit Überprüfungsanträgen anzugehen. Hier geht's zum Terminbericht des BSG: http://juris.bundessozialgericht.de dort Ziff. 1. Quelle: Newsletter Harald Thome

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Straffälligenhilfe

Das Netzwerk Straffälligenhilfe Baden-Württemberg hat eine Broschüre für ver- und überschuldete Gefangene veröffentlicht. Trotz des Schwerpunkts Baden-Württemberg sind die Informationen auch für Gefangene aus anderen Bundesländern interessant. Download: http://www.badlandverb.de.

Sucht/Drogen 

 Für abhängige Menschen hat die Ambulante Suchthilfe eine zentrale Funktion: Aus keinem anderen Bereich kommen mehr Angebote. Doch kaum einer der zahlreichen Kongresse macht diese Arbeit zum Thema. Ein Mangel, den der fdr+ jetzt behoben hat. Der 38. fdr+sucht+kongress (BundesDrogenKongress) fand am 29. und 30. April 2015 in Hannover unter dem Titel: „Gutes besser machen — Ambulante Suchthilfe in Bewegung“ statt. 207 Teilnehmer/-innen konnten zur Veranstaltung begrüßt werden und haben dem fdr+ eine sehr gute Rückmeldung zur Veranstaltung gegeben. Die Beiträge der Veranstaltungen stehen - soweit sie uns vorliegen - im Internet http://tinyurl.com.

Die Drogenbeauftragte hat gemeinsam mit dem Verband der Privaten Krankenversicherung und der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) die repräsentative Studie „Der Alkoholkonsum Jugendlicher und junger Erwachsener in Deutschland 2014“ vorgestellt. Die Gesamtentwicklung beim Alkoholkonsum zeigt: Immer mehr Jüngere zwischen 12 bis 17 Jahren verzichten vollständig auf Alkohol. 33 Prozent in dieser Altersgruppe geben an, noch nie Alkohol getrunken zu haben. Im Jahr 2001 waren es lediglich 13 Prozent. Ein Faktenblatt mit ausgewählten Ergebnissen der Studie „Der Alkoholkonsum Jugendlicher und junger Erwachsener in Deutschland 2014“ findet sich unter: http://www.bzga.de.

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Verschiedenes

Der Begriff „Inklusion“ ist in aller Munde, nicht zuletzt durch die Umsetzung der UN-Behindertenrechtskonvention. Es geht bei dem Konzept der Inklusion um die Teilhabe für alle in einer Gesellschaft. Auf einer neuen Übersichtsseite hat die Bundeszentrale für politische Bildung/bpb verschiedene Materialien zum Thema „Inklusion“ zusammengestellt. Die Seite umfasst sowohl Materialien für den Unterricht mit Menschen mit besonderem Förderbedarf, als auch Hinweise für Lehrende, die sich über die Hintergründe und Zusammenhänge im Kontext inklusiver Bildungsansätze informieren möchten. http://www.bpb.de.

Die neue Ausgabe der Salzkörner ist erschienen. Lesen Sie die Artikel zu folgenden Themen:

  • Stefan Vesper: Editorial „Klug“
  • Nadine Mersch Sozialdienst katholischer Frauen Gesamtverein e. V. Stabsstelle Sozialpolitik und Öffentlichkeitsarbeit: Eine bunte Kladde kann so viel bedeuten.
  • Dr. Regina Heyder Dr. theol., Vorsitzende der Theologischen Kommission des Katholischen Deutschen Frauenbundes e.V.: Gender und Gender-Mainstreaming. Chancen für die Kirche
  • Prof. Klaus Fleischer em. Chefarzt der Tropenmed. Abteilung, Missionsärztliche Klinik Würzburg: Zuwendung in der Verzweiflung. Das Engagement afrikanischer Ortskirchen.
  • Dr. Nikolaus Legutke Sachausschuss „Migration und Integration“ des Diözesanrates Berlin: Ein neues Gotteshaus. Trinitatiskirche kehrt in das Zentrale Stadtbild Leipzigs zurück.
  • Zum Tod von Wladyslaw Bartoszewski. Im Einsatz für die deutsch-polnische Versöhnung
  • Martina Köß, Referentin für internationale Aufgaben im ZdK, Mitglied im Trägerkreis des Ökumenischen Pilgerwegs für Klimagerechtigkeit: Geht doch! Ökumenischer Pilgerweg für Klimagerechtigkeit
  • 50 Jahre „Nostra Aetate“. Eine Bilanz

Auf http://www.zdk.de finden Sie auch die PDF-Version der Salzkörner.

Seit der Reform des § 12 Abs. 2 Nr. 8a UStG mit dem Jahressteuergesetz 2007 kämpfen Werkstätten für behinderte Menschen und Integrationsbetriebe in steuerlichen Betriebsprüfungen zunehmend um die Anerkennung des ermäßigten Umsatzsteuersatzes auf ihre Leistungen. Im Fachausschuss Gemeinnützigkeit der Bundesarbeitsgemeinschaft der Freien Wohlfahrtspflege wurden Argumente zusammengetragen, um gegenüber der Finanzverwaltung den ermäßigten Umsatzsteuersatz zu verteidigen und um – zum Teil erhebliche – Steuernachzahlungen zu vermeiden. Argumentationshilfe: http://www.meine-caritas.de.

Auf www.arzt-auskunft.de können Nutzer jetzt von Gesundheitsinformationen des Instituts für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen (IQWiG) profitieren. Sie finden dort mehr als 100 evidenzbasierte Texte zu verschiedenen Gesundheitsthemen - von A wie Achillessehnenriss bis Z wie Zystitis. Als unabhängiges wissenschaftliches Institut untersucht das IQWiG den Nutzen und den Schaden von medizinischen Maßnahmen für Patienten. Das Institut informiert mit wissenschaftlichen Berichten und allgemein verständlichen Gesundheitsinformationen über Vorteile und Nachteile von Untersuchungs- und Behandlungsverfahren. Die fundierten, verständlichen Texte liefern Patienten Informationen zu Krankheiten, Untersuchungen sowie Vor- und Nachteilen verschiedener Behandlungsmethoden. Ziel ist es, so Koch, Patienten damit bei wichtigen gesundheitlichen Entscheidungen zu unterstützen. Sie finden die Informationen in der Arzt-Auskunft unter: www.arzt-auskunft.de. Mehr über das Institut erfahren Sie unter www.iqwig.de und www.gesundheitsinformation.de. Die Arzt-Auskunft ist das Verzeichnis aller Ärzte, Zahnärzte und Psychologischen Psychotherapeuten sowie Kliniken und Notfall-Einrichtungen in Deutschland. Patienten können passende Ärzte hier anhand verschiedener Kriterien finden. Dazu zählen Diagnose- und Therapieschwerpunkte ebenso wie die durchschnittlichen Wartezeiten und Aspekte der Barrierefreiheit.

Harald Klimenta, Marita Strasser, Peter Fuchs u.a.: 38 Argument gegen TTIP, CETA, TISA & Co. – Für einen zukunftsfähigen Welthandel, VSA-Verlag, 94 Seiten, 7 Euro – 27 AktivistInnen aus 18 Nichtregierungsorganisationen liefern „38 Argumente gegen TTIP, CETA, TISA & Co“. Dabei werden alle im Zusammenhang mit den geplanten Abkommen diskutierten Themen behandelt. von Verbraucherschutzproblemen über Verfassungsfragen bis hin zu den  umstrittenen Konzernklagerechten. Peter Fuchs von der Initiative PowerShift kommt zu den Schluss: „Selbst in reformierter Form ist ISDS eine konzernfreundliche Alternative zu einem unabhängigen öffentlichen Inventionsgericht, kein Zwischenschritt, hin zu einem regulären Handels- und Inventionsgericht‘.“

In der Beilage zur Wochenzeitung „Das Parlament“ Aus Politik und Zeitgeschichte, Heft 28-30/2015 06. Juli 2015 sind folgende Beiträge zum Thema „Föderalismus“ veröffentlicht:

  • Eva Marlene Hausteiner: Föderation als Bundesstaat?
  • Nathalie Behnke: Stand und Perspektiven der Föderalismusforschung
  • Henrik Scheller: Der „erschöpfte Föderalstaat“
  • Sven Leunig: Subsidiarität als Kompetenzverteilungsregel
  • Alexander Hoppe, Johannes Müller Gómez: Chancen eines europäischen Föderalismus
  • Felix Schulte: Frieden durch Föderalismus
  • Ole Frahm: Zentralisierung und Föderalismus in Afrika

Download aller Beiträge über www.bpb.de, die Homepage der Bundeszentrale für politische Bildung.

Im Juli sind die neuen Caritas-Kalender für 2016 erschienen. Bereits in seiner 67. Auflage wurde der Tagesabreißkalender „Unser täglich Brot“ veröffentlicht. Er begleitet mit ausgewählten Bibelworten aus der Tageslesung sowie inspirierenden Zitaten bedeutender Persönlichkeiten durch das Jahr. Das Caritas-Kalenderbuch für wurde neu in einer größeren Schrift gesetzt. Es enthält ein ausführliches Kalendarium, kurze und anregende Geschichten sowie viele Garten-, Koch- und Gesundheitstipps. Die Kalender können im Lambertus-Verlag unter www.lambertus.de oder im Buchhandel erworben werden. Druckfähige Cover und Innenabbildungen finden Sie auf www.lambertus.de. Rezensionsexemplare senden wir Ihnen auf Wunsch gerne zu. Kontakt: Klaus Junge, Lambertus-Verlag GmbH, Mitscherlichstraße 8, 79108 Freiburg, Tel.: 0761/368 25 -15, Fax 0761/368 25-33, junge@lambertus.de, www.lambertus.de

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Wohnraum/Wohnungslose 

Die Bundesregierung hat am 15. Juli 2015 den von Bundesminister Heiko Maas vorgelegten Entwurf eines Gesetzes zur Umsetzung der Wohnimmobilienkreditrichtlinie beschlossen. Mit dem von dem Bundesminister der Justiz und für Verbraucherschutz vorgelegten Gesetzentwurf soll der Verbraucherschutz bei der Vergabe von Immobiliendarlehen gestärkt werden. Zudem sieht der Entwurf ein verpflichtendes Beratungsangebot bei dauerhafter und erheblicher Inanspruchnahme eines Dispokredits vor. Weitere Infos: http://www.bmjv.de.

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Verbandsinterne Informationen des SKM 

Seit Ende April sind die neuen Internetseiten des SKM- Katholischer Verband für soziale Dienste in Deutschlands – Bundesverband e.V. . Sie finden sie unter. www.skmev.de

Bitte beachten Sie: Alle aktuellen Fortbildungsangebote im Bereich der Schuldnerberatung der Caritas für 2015/16 finden Sie auch auf der Website des SKM www.skmev.de unter Aktuelles/Fortbildungen. Ein Blick auf die Internetseite lohnt sich, da sich auch kurzfristig Änderungen für die Fortbildungsangebote ergeben können. Ihre Fragen zum Fortbildungsangebot in der Schuldnerberatung beantworten wir Ihnen gerne: Stephan Buttgereit, SKM e.V. Tel. 0211/233948-0

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Verbandsinterne Informationen der VKD

Seit Ende April sind die neuen Internetseiten der Gemeinschaft der Vinzenz-Konferenzen Deutschland s e.V. freigeschaltet-. Sie finden sie unter: www.vinzenz-gemeinschaft.de

„Das wichtigste im Leben sind Brot und Wasser“. Diese Worte aus der Bibel (Buch Jesus Sirach 29, 21) stehen auf der Sandsteinplatte über der ersten öffentlichen Trinkwasserstelle im Bremer Schnoor in der Hohen Str. 2. Die Vinzenz-Konferenz Bremen und die katholische Propsteigemeinde St. Johann wollen damit etwas gegen die mangelnde Wasserversorgung von Obdachlosen und Wohnungslosen in der Bremer Innenstadt tun, wo es bisher keine öffentliche Trinkwasserstelle gibt. Die Anregung dazu kam von Diakon Harald Schröder, der für die evangelische Kirche als Streetworker unterwegs ist. „In Bremen sind für Menschen, die auf der Straße leben, Wasser und sanitäre Versorgung nicht gesichert, das ist ein Skandal“, sagte er bei der Eröffnung. Umso mehr dankte er der Propsteigemeinde St. Johann und der Vinzenz-Konferenz für die schnelle Entscheidung und die unkomplizierte Finanzierung der ersten öffentlichen Trinkwasserstelle in der Bremer Innenstadt. Für den Diakon hat die Trinkwasserstelle auch eine theologische Bedeutung: „Wasser ist keine Ware und kein Handelsgut, das verkauft werden kann. Wasser ist Teil der Schöpfung und Eigentum Gottes“. Werner Kalle, Vorsitzender der Vinzenz-Konferenz Bremen, hat das Projekt in der katholischen Kirche vorangetrieben und umgesetzt. Die Anschaffungskosten von insgesamt 3000 Euro kommen je zur Hälfte von der Propsteigemeinde St. Johann und der Stiftung Vinzentinische Caritas, die das Projekt auf Antrag der Vinzenz-Konferenz Bremen fördert. Propst Dr. Martin Schomaker hat die Trinkwasserstelle zur Eröffnung gesegnet. Musikalisch wurde die Eröffnungsfeier, an der auch Kinder der Klasse 4b der benachbarten St. Johannes-Schule teilgenommen haben, von Gregor Daul an der Oboe gestaltet. Werner Kalle und Harald Schröder haben bereits ein weiteres Ziel: „Wir wollen die Politik darauf aufmerksam machen, dass auch öffentliche sanitäre Anlagen benötigt werden“. Für weitere Informationen steht Ihnen Werner Kalle gerne zur Verfügung, Telefon: 0421/ 44 52 45, E-Mail: W.KALLE@NORD-COM.NET

Bundesgeschäftsstelle 

Hier die voraussichtlich nächsten Erscheinungstermine:

  • KuNo 09/2015                        Mitte September 2015

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Der Verein ist im Vereinsregister des Amtsgerichtes Düsseldorf unter der Registernummer VR 3385 eingetragen.

Vertretung des Vereins
Der Verein wird gesetzlich vertreten durch den Generalsekretär Stephan Buttgereit oder durch die Vorsitzende/den Vorsitzenden des Vorstandes, bei deren/dessen Verhinderung durch die stellvertretende Vorsitzende/den stellvertretenden Vorsitzenden, jeweils zusammen mit einem weiteren Mitglied des Vorstandes.
Der SKM ist Mitglied im Deutschen Caritasverband.

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