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2015-06

Newsletter des SKM-Bundesverbandes und der Gemeinschaft der
Vinzenz-Konferenzen Deutschlands e.V.

Inhalt

Stand: 21.06.2015

Aktuelles
Arbeitsmarkt
Asyl/Migration
Rechtliche Betreuung
Ehrenamt/Bürgerschaftliches Engagement
Familie
Fortbildung/Tagungen
Jugendhilfe
Kampagnen/Initiativen
Männerarbeit
Sozialberatung für Schuldner
Rund ums SGB
Straffälligenhilfe
Sucht/Drogen
Verschiedenes
Wohnraum/Wohnungslose
Verbandsinterne Informationen des SKM
Verbandsinterne Informationen der VKD
Bundesgeschäftsstelle
 

Aktuelles

Seit Ende April sind die neuen Internetseiten des SKM- Katholischer Verband für soziale Dienste in Deutschlands – Bundesverband e.V. und der Gemeinschaft der Vinzenz-Konferenzen Deutschlands e.V. freigeschaltet-. Sie finden sie unter.

Der SKM-Bundesverband hat eine kleine Broschüre veröffentlicht, die das Grundsatzpapier „Die starke Kraft des Miteinanders – Ehrenamt und bürgerschaftliches Engagement im SKM“ beinhaltet, daneben die Leitungsverantwortung des Vorstandes beschreibt, die Aufgaben der Ehrenamtskoordination benennt und eine Check- und Literaturliste zum Thema für die Vereine vorhält. www.skmev.de

Bitte beachten Sie: Alle aktuellen Fortbildungsangebote im Bereich der Schuldnerberatung der Caritas für 2015/16 finden Sie auch auf der Website des SKM www.skmev.de unter Fortbildungen. Ein Blick auf die Internetseite lohnt sich, da sich auch kurzfristig Änderungen für die Fortbildungsangebote ergeben können. Ihre Fragen zum Fortbildungsangebot in der Schuldnerberatung beantworten wir Ihnen gerne: Stephan Buttgereit, SKM e.V. Tel. 0211 / 233948-0

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Arbeitsmarkt

Die sinkende Arbeitslosigkeit wirkt sich nicht auf die Armutsquote der unter 15-Jährigen aus. Das Armutsrisiko von Minderjährigen liegt seit 2005 unverändert bei fast 20 Prozent. Zu diesem Ergebnis kommt der DGB-Arbeitsmarktexperte Wilhelm Adamy in einer neuen Analyse. Für DGB-Vorstandsmitglied Annelie Buntenbach heißt die Konsequenz, dass die Bundesregierung „dringend gegensteuern“ muss. „Kein Kind soll dauerhaft in einer Familie ohne Perspektive auf Arbeit aufwachsen müssen“, betont Buntenbach. Wie dringend Änderungen sind, zeigt auch eine Studie des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) im Auftrag der Bertelsmann-Stiftung. www.dgb.de, www.bit.ly

Trotz positiver Entwicklung der Arbeitsmarktzahlen gibt es in Deutschland einen hohen Anteil von Menschen, die seit der Einführung von Hartz IV dauerhaft arbeitslos sind. „Wir dürfen nicht hinnehmen, dass Menschen auf dem Abstellgleis geparkt werden und ihnen die Teilhabe am sozialen und gesellschaftlichen Leben verwehrt wird“, so Caritas-Präsident Neher anlässlich der Anhörung im Ausschuss Arbeit und Soziales. „Viele dieser Menschen haben gesundheitliche und soziale Probleme und brauchen gezielte Fördermaßnahmen, um wieder eine Chance auf Erwerbsarbeit zu haben“, so Neher. „Die beiden vorgelegten Bundesprogramme sind zu klein angesichts der Zahl langzeitarbeitsloser Menschen, denn sie werden nur 43.000 Personen erreichen“, macht Neher deutlich. Zudem müssten die Eingliederungs- und Verwaltungsmittel dringend erhöht werden. „Es kann nicht sein, dass die Programme und eine bessere Betreuung von Langzeitarbeitslosen zu Lasten anderer Gruppen, u.a. von Jugendlichen ohne Ausbildung, finanziert werden sollen“, kritisiert Neher. Positiv sei, dass eines der beiden Programme den Gedanken der sozialen Teilhabe von Langzeitarbeitslosen in den Mittelpunkt stellt. „Dies kann nur ein erster Schritt sein. Soziale Teilhabe muss als Förderziel im Gesetz festgeschrieben werden“, fordert Neher. „Nur so kann die Stop-and-go-Förderung bei der Beschäftigung von Langzeitarbeitslosen beendet werden. Wir brauchen langfristige und verlässliche Förderstrategien und nicht ein Mehr an zeitlich befristeten Maßnahmen, die nicht nachhaltig wirken können.“ Zu effektiven Fördermaßnahmen gehört auch sozialpädagogische Begleitung. Zudem sollten die Arbeitsgelegenheiten so weiter entwickelt werden, dass langzeitarbeitslose Menschen auch an arbeitsmarktnahen Fördermaßnahmen teilnehmen können. Die Stellungnahme des Deutschen Caritasverbandes finden Sie hier: http://www.meine-caritas.de.

Am Dienstag, den 21. Juli zeigt 3sat/die woche um 0.25 Uhr in der Reihe 37 Grad: Schuften bis zum Schluss Arme Rentner im reichen Deutschland, einen  Film von Angelika Wörthmüller und Enrico Demurray (Erstsendung 14.7.2015) Die Schere zwischen Arm und Reich „37 Grad“ begleitet Rentner, die ums tägliche Überleben kämpfen. Solange sie bei stabiler Gesundheit sind, geht das ganz gut, aber was, wenn sie krank werden? Heidi Steenbock lebt in einem Hochhaus an einer der verkehrsreichsten Kreuzungen Berlins. Sie wohnt dort schon seit 33 Jahren und hat sich an den Lärm gewöhnt. Die 66-jährige gelernte Bäckereiverkäuferin hat ihre Freundinnen hier und will auf keinen Fall aus ihrer kleinen Eineinhalb-Zimmerwohnung ausziehen. Doch die Wohnung ist mit 557 Euro zu teuer, zumindest zu teuer, um noch Grundsicherung zu erhalten, die ihr eigentlich zustehen würde. Dafür müsste sie aber in eine günstigere Wohnung ziehen, was in Berlin kaum möglich ist. Heidi hat 821 Euro Rente. Sie hat seit ihrer Jugend gearbeitet, aber wenn sie ihre Miete bezahlt hat, dann bleiben noch 264 Euro übrig. Zum Leben bleibt kaum etwas. Ohne zu arbeiten, geht es daher nicht. 50 Stunden im Monat arbeitet sie in einer Bäckerei für den Mindestlohn von 8,50 die Stunde. Wenn große Feste in der Stadt anstehen, dann steht sie am Grill und brät Würstchen an einer Imbissbude. Hans-Jürgen Baciules ist fast 70. Der frühere Steuerberater lebt auf dem Land bei Hamburg. Eigentlich hatte er gedacht, er könnte einen sorglosen Lebensabend verbringen, doch es kam anders. Eine Ehekrise warf ihn aus der Bahn, als er 55 Jahre alt war. Er wurde geschieden, verlor seine Arbeitsstelle und blieb lange arbeitslos. Als er 60 wurde drängte ihn die Jobagentur, die Rente zu beantragen. Hans-Jürgen Baciules willigte ein, doch musste er empfindliche Rentenabschläge hinnehmen. Jetzt hat er eine Rente von 800 Euro. Jeden Sonntag fährt er Zeitungen aus. Im Dorf macht er alle Arbeiten, die anfallen. Der Bürgermeister hat ihm einen 450 Euro-Job besorgt.

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Asyl/Migration

Die EU-Kommission schlug eine Strategie für den Umgang mit Flüchtlingen und Migranten vor. Demnach sollen Schleuser bekämpft und die Kapazitäten zur Seenotrettung ausgebaut werden. Zudem sollen Flüchtlinge nach einem Quotensystem auf die Mitgliedsstaaten verteilt werden. In Kooperation mit den Vereinten Nationen sollen in den nächsten zwei Jahren auch Flüchtlinge aus Krisengebieten verteilt werden, um ihnen die gefährliche Flucht zu ersparen. Abgelehnte Asylbewerber sollen entschlossen zurückgeschickt und das Grenzschutz- und Asylsystem vereinheitlicht und mehr legale Möglichkeiten zur Einwanderung in die EU geschaffen werden. Langfristig sollen auch die Ursachen für Flucht und Migration angepackt werden. http://ec.europa.eu

Der Kooperationsverbund Jugendsozialarbeit hat den 10. Bildungsmonitor herausgegeben. In Federführung der AWO wird dieser aktuelle Überblick regelmäßig erstellt. Bildungspolitische Entwicklungen in Bund und Ländern, Studien, Expertisen und Programme sowie Positionen und Debatten aus der Fachwelt werden im Bericht dargestellt. Es wird darauf hingewiesen, dass für Leser aus dem Bereich der Jugendsozialarbeit vor allem die Kapitel zum Berufsbildungsbericht und Datenreport 2015 (1.4), zu aktuellen Entwicklungen zur bundesweiten Einführung der Assistierten Ausbildung (5.1 und 7.7), der Ausbau der Jugendberufsagenturen (2.5, 8.4) und die Umsetzung des neuen Programms "JUGEND STÄRKEN im Quartier" (5.4) interessant seien. Download: http://www.jugendsozialarbeit.de.

Die Bundesregierung prüft derzeit gemeinsam mit den Ländern die flächendeckende Einführung einer Gesundheitskarte für Asylbewerber. Das schreibt sie in ihrer Antwort http://dip21.bundestag.de auf eine Kleine Anfrage http://dip21.bundestag.de der Fraktion Die Linke. Darin weist sie zugleich den Vorwurf zurück, die jetzigen Regelungen zur Gesundheitsversorgung im Rahmen des Asylbewerberleistungsgesetzes (AsylbLG) seien unzureichend. Eine Ausweitung der jüngsten Gesetzesänderungen auf den Bereich der Gesundheitsleistungen sei nicht notwendig, da die geltenden Reglungen bereits eine angemessene gesundheitliche Versorgung der Leistungsberechtigten erlaubten, heißt es in der Antwort.

Der Bundesverband Deutscher Stiftungen bietet auf seiner Homepage eine Übersicht über Stiftungen, die sich in der Flüchtlingshilfe engagieren. Die Aufstellung enthält bis jetzt viele regionale Stiftungen, sie soll jedoch laufend erweitert werden. http://www.stiftungen.org

Im ersten Quartal 2015 hat die Polizei 71 politisch motivierte Delikte gegen Flüchtlingsunterkünfte registriert. In diesen Fällen sei die Unterkunft selbst Tatort oder direktes Angriffsziel gewesen, heißt es in der Antwort http://dip21.bundestag.de der Regierung auf eine Kleine Anfrage http://dip21.bundestag.de der Fraktion Die Linke. Von den Straftaten entfielen 54 auf den Bereich der politisch motivierten Kriminalität - rechts (PKM-rechts). Insgesamt konnten 26 Tatverdächtige ermittelt werden.

Die Bertelsmann Stiftung hat eine Studie durchgeführt zur Lage der Flüchtlinge in Deutschland. Doch die Studie kommt zum Ergebnis, dass in keinem anderen EU-Land der Bearbeitungsstau von Asylanträgen so groß wie hier ist. Dies erschwert Flüchtlingen eine Integration in den Arbeitsmarkt erheblich. Download unter: http://www.bertelsmann-stiftung.de.

Rechtliche Betreuung

Aktionswoche 2016. Wir möchten uns im nächsten Jahr erneut mit wirksamen Aktionen an die Öffentlichkeit wenden und unsere Arbeit darstellen. Die Aktionswoche wird vom 19. bis 24. September 2016 - im Anschluss an den Weltkongress Betreuungsrecht - stattfinden. Arbeitstitel der Aktion: „Wir sind da – in Ihrer Nachbarschaft“. In der Vorbereitungsgruppe arbeiten mit: Heike Deimel, DiCV Paderborn; Margareta Klein, SKFM Germersheim, Markus Krischak, SKM Bochum; Alexandra Myhsok, SkF Landesverband Bayern; Hubertus Strippel, DiCV Essen und Barbara Dannhäuser, Arbeitsstelle. Bitte notieren Sie den Termin.

BAGFW
Am 20. Oktober 2015 findet in Kassel der Fachtag der BAGFW für die Betreuungsvereine statt. Thema ist diesmal: „Kompetenzzentrum Betreuungsverein – mittendrin!“. Wir möchten uns mit der Rolle der Betreuungsvereine im Stadtteil, im Quartier, in der Gemeinde auseinandersetzen. Alle Vereine engagieren sich in den Netzwerken sozialer Einrichtungen in ihrer Region. Trotzdem würden sich nur wenige Vereine als Experten für Quartiers- und Sozialraumarbeit verstehen. Ohne eine Vernetzung mit anderen Anbietern sozialer Dienstleistungen im eigenen Quartier aber kann gute Betreuungsarbeit, eine gute Begleitung und Unterstützung der Betreuten, aber auch der Ehrenamtlichen nicht gelingen.
Weitere Informationen folgen in Kürze. www.bagfw.de

Die BAGFW und die „BuKo – Bundeskonferenz der Betreuungsvereine – haben eine gemeinsame Erklärung veröffentlicht, die am 4. Mai 2015 im Bundesjustizministerium übergeben wurde. Titel: „Wir können nicht mehr warten - Betreuungsvereine benötigen eine umgehende Anpassung der Vergütung“. www.kath-betreuungsvereine.de

Grundlagenpapier der Freien Wohlfahrtspflege NRW. Der Fachausschuss Betreuungsrecht der Arbeitsgemeinschaft der Spitzenverbände der Freien Wohlfahrtspflege in NRW hat im Herbst 2014 ein Grundlagenpapier zur „Stärkung und Sicherung der ehrenamtlichen rechtlichen Betreuung und der Vorsorge durch Vollmachten in NRW" verfasst. Ziel des Fachausschuss ist es, mit der Politik über die Bedeutung der gesetzlich vorgegebenen und wichtigen Aufgaben der Betreuungsvereine, die zur Stärkung der ehrenamtlichen Betreuung und Vorsorgevollmacht beitragen, ins Gespräch zu kommen. Gleichzeitig soll der dringende Handlungsbedarf thematisiert werden, um den Bestand der Betreuungsvereine in NRW zu sichern. Insbesondere geht es darum, dass für alle Aufgaben der Betreuungsvereine eine Landesförderung bereitgestellt wird, die die Kosten für die Arbeit der Betreuungsvereine deckt. Das Positionspapier der LAG finden Sie hier: http://wck.me.

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Ehrenamt/Bürgerschaftliches Engagement

Die 11. Woche des bürgerschaftlichen Engagements wird vom 11. bis 20. September 2015 stattfinden. Hier wird es u.a. verschiedene Thementage geben. So am 14.9. das Thema „Bildung und Unternehmensengagement“ und am 18.9. der Schwerpunkt „Demokratie und Vielfalt“. www.engagement-macht-stark.de

Die 4. ökumenische Tagung zum ehrenamtlichen Engagement in Kirche und Gesellschaft findet am 25. September 2015 in Berlin statt. Sie steht unter dem Titel „Wir engagieren uns! Soweit - wie weiter?“. Im Dialog mit Partnern aus Politik, Wissenschaft und Gesellschaft soll eine Standortbestimmung durchgeführt werden und gemeinsam die Bedeutung kirchlichen Engagements in der heutigen Gesellschaft, künftige Entwicklungen und Handlungsperspektiven diskutiert werden. Programm und weitere Infos: www.wir-engagieren-uns.org.

Familie 

Am Donnerstag, den 23. Juli 2015 zeigt 3sat/die woche um 01.25 Uhr den Beitrag

  • Jung trifft alt (1/2) Film von Sabine Aisch Die Kluft zwischen den Generationen ist heute tiefer denn je. Eine Gruppe junger und alter Menschen macht eine ungewöhnliche, humorvolle und emotionale Reise in die Lebenswelt des anderen. Während die Jugend in einer Welt aus Konsum und technologischem Fortschritt zu Hause ist, verbringen viele Senioren ihre Zeit in Altersresidenzen, fernab der Gesellschaft. Enya (22), Pascal (20) und Friedrich (29) ziehen im Wohn- und Pflegestift in Schwäbisch Hall ein. Die Dokumentation beginnt mit dem Einzug der jungen Leute im Wohn- und Pflegestift Teurershof in Schwäbisch Hall. Hier lernen die Jungen das Leben der Senioren kennen und erfahren zunächst, wie man alte Menschen pflegt. Die ersten Vorurteile weichen auf, beeindruckende Momente und berührende Szenen spiegeln das Empfinden der jungen Leute wider. Im Umgang mit den teilweise hilfsbedürftigen Menschen von über 70 bis 95 Jahren erkennen die Jungen, wie viele Erlebnisse und Schicksalsschläge die Betagten geprägt haben. Nach und nach spielen Falten, Stützstrümpfe und weiße Haare keine Rolle mehr, der Mensch tritt in den Vordergrund. Gemeinsam wird gesungen, und auch viel gelacht, mit ersten zaghaften Schritten kommen sich die Generationen näher. Dass sie voneinander viel lernen können, zeigt sich auch in Begegnungen mit Senioren aus dem betreuten Wohnbereich. Mit ihnen gehen die jungen Leute in Folge zwei auf Reisen nach Mallorca.

und um 02.10 Uhr

  • Jung trifft alt (2/2) Film von Sabine Aisch (Erstsendung 30.7.2012) Die Kluft zwischen den Generationen ist heute tiefer denn je. Eine Gruppe junger und alter Menschen macht eine ungewöhnliche, humorvolle und emotionale Reise in die Lebenswelt des anderen. Während die Jugend in einer Welt aus Konsum und technologischem Fortschritt zu Hause ist, verbringen viele Senioren ihre Zeit in Altersresidenzen, fernab der Gesellschaft. Enya (22), Pascal (20) und Friedrich (29) ziehen im Wohn- und Pflegestift in Schwäbisch Hall ein. Nachdem die ersten Kontakte im betreuten Wohnen geknüpft sind, treten sechs Senioren aus dem Wohnstift Teurershof in Schwäbisch Hall und die drei jungen Leute, Enya (22), Pascal (20) und Friedrich (20) eine gemeinsame Reise auf die Ferieninsel Mallorca an. Für Alt und Jung bedeutet das Wohnen unter einem Dach in der mallorcinischen Finca eine große Umstellung: Die Alten haben ihr Heim teilweise seit Jahren nicht mehr verlassen und die Jungen müssen sich den Bedürfnissen und dem Lebensrhythmus der Älteren anpassen. Der erste Tag am Strand ist für die Senioren vor allem Erinnern an eine Welt, an der sie lange nicht mehr teilnehmen konnten. Die jungen Leute helfen, wo sie können. Doch auch sie wollen ihren Spaß haben, und so kommt es zu einem großen Missverständnis. Der Wille zur Klärung ist jedoch da. Gemeinsam gehen Jung und Alt tanzen, und auch das führt sie regelrecht zusammen. Den größten Eindruck hinterlässt bei der Jugend jedoch eine Mutprobe: die 80-jährige Lydia Neurohr stürzt sich über die Klippen Mallorcas, - ein Gleitschirm lässt sie schweben, sie erfüllt sich somit einen Traum, den sie nicht mehr für möglich gehalten hätte. Am Ende des Urlaubs der Generation um die 20 und der von 70+ bleiben gute Erfahrungen, das Verständnis ist wieder ein wenig mehr gewachsen, erste Bindungen sind entstanden

Die neu erschienene Ausgabe des Forschungsmagazins DJI Impulse (Heft 108) beleuchtet den Wandel der Lebens- und Familienformen aus unterschiedlichen Perspektiven. Wissenschaftler zeigen auf, mit welchen Herausforderungen junge Erwachsene heute konfrontiert sind, wenn sie sich für – oder gegen – Kinder entscheiden. Die Situation von gleichgeschlechtlichen Eltern wird ebenso thematisiert wie der Alltag von Stieffamilien, kinderreichen Familien oder Singles. Download: http://www.dji.de.

„Der zahlenmäßig großen Generation, die heute Enkel und Großeltern betreut, wird später kaum jemand mehr helfen können. Es gibt dann schlichtweg zu wenig junge Leute. Die meisten Kommunen im Ruhrgebiet haben das bislang weder realisiert noch darauf reagiert.“ Das sagte der Bochumer Demographie-Forscher Prof. Dr. Klaus Peter Strohmeier in Essen bei einem Caritas-Fachtag zum demographischen Wandel. Er warnte auch die Wohlfahrtsverbände vor den Folgen eines sich umkehrenden Generationenverhältnisses. Strohmeiers Quintessenz: Das Ruhrgebiet altert und schrumpft. Und es wird durch Einwanderung immer bunter. Gleichzeitig sieht der Bochumer Familien- und Demographie-Experte ein „zunehmendes kirchliches Engagement für abgehängte, benachteiligte Stadtteile.“ Der demographische Wandel hat Folgen für alle Arbeitsbereiche der Caritas. In einer eigens gebildeten Steuerungsgruppe will der Diözesan-Caritasverband in den kommenden drei Jahren Ideen und Projekte entwickeln, wie der katholische Wohlfahrtsverband auf die Entwicklungen reagieren kann. Die Caritas widmet sich bundesweit bis 2017 in einer dreijährigen Initiative den demographischen Entwicklungen und seinen Auswirkungen. Weitere Infos: Caritasverband für das Bistum Essen e.V., Am Porscheplatz 1, 45127 Essen, Tel.: 0201/81028-719 michael.kreuzfelder@caritas-essen.de 

Der Pflege-Report 2015 ist eine neue jährlich erscheinende Publikationsreihe des Wissenschaftlichen Instituts der AOK (WIdO). Er will dazu beitragen, die wesentlichen Herausforderungen im Bereich der Pflege zu analysieren und Lösungswege aufzeigen. Die Versorgung von Pflegebedürftigen zählt zu den großen gesellschaftlichen Herausforderungen unserer Zeit. Schon heute sind große Teile der Bevölkerung unmittelbar betroffen – sei es als Pflegebedürftige oder weil sie informell oder professionell mit Pflege befasst sind. Die Zahl der Pflegebedürftigen wird in den kommenden Jahren weiter deutlich wachsen. Damit wird die gesellschaftspolitische Bedeutung der Pflege weiter zunehmen und vielfältige Fragen aufwerfen. Der Pflege-Report will Impulse geben und Brücken bauen zwischen Wissenschaft, Praxis und Politik. Neben der Behandlung eines Schwerpunktthemas durch Experten aus Forschung und Praxis wird in einem umfangreichen Statistikteil die Entwicklung der Pflegebedürftigkeit in Deutschland und die gesundheitliche Versorgung von Pflegebedürftigen analysiert: die Inanspruchnahme von ärztlichen, stationären und Heilmittelleistungen sowie die Arzneimittelversorgung. Die Analysen basieren auf der Pflegestatistik des Statistischen Bundesamtes sowie auf AOK-Daten. Pflege-Report 2015: Pflege zwischen Heim und Häuslichkeit Im Schwerpunkt 2015 nimmt der Pflege-Report Pflegearrangements außerhalb der ursprünglichen häuslichen Umgebung ins Visier – von altersgerechten Wohnstrukturen bis hin zu stationären Pflegeeinrichtungen. In zwölf Beiträgen werden die Entwicklungen und Potenziale einer „Pflege zwischen Heim und Häuslichkeit“ beleuchtet. Ergänzt werden die inhaltlichen Beiträge durch ausgewählte Praxisbeispiele, in denen spezielle Wohn- und Versorgungsformen für Pflegebedürftige vorgestellt werden. Jacobs/Kuhlmey/Greß/Schwinger (Hrsg.): Pflege-Report 2015. Schwerpunkt: Pflege zwischen Heim und Häuslichkeit. Schattauer (Stuttgart); ca. 300 Seiten; 41 Abb.; 42 Tab., kart.; 54,99 €, ISBN-13: 978-3-7945-3107-3

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Fortbildung/Tagungen

 Tagung „Muslime und Christen begegnen sich in der Caritas“ am Dienstag, den 22. September 2015 in Mannheim. Diese Tagung will eine Orientierung zu grundlegenden islamischen Glaubensfragen und einen Überblick über islamische Organisationen und Lebenswelten in Deutschland geben. Sie ist ein Ort des Gesprächs von Vertreterinnen und Vertretern der katholischen Caritas und der islamischen Glaubensgemeinschaft über die Chancen und Grenzen einer entsprechenden Zusammenarbeit. So geht es wesentlich darum, Unterschiede zu verstehen und Gemeinsamkeiten zu entdecken. Am Beginn des 21. Jahrhunderts leben Christen und Muslime in vielen Regionen Deutschlands Tür an Tür. So bietet das enge Zusammenleben der Kulturen und Religionen eine geschichtliche Möglichkeit, die zum Lernen in Begegnung einlädt und auffordert. Gleichzeitig gibt es gewalttätige Aktionen einzelner islamischer Gruppen weltweit und in der Nachbarschaft, welche die Frage aufwerfen, ob und wie ein friedliches Zusammenleben und Kooperation wirklich möglich sind. Es ist ebenfalls eine Tatsache, dass es unter den Hilfesuchenden in caritativen Einrichtungen und Diensten auch viele Menschen muslimischen Glaubens gibt – und Muslime arbeiten punktuell selbst für Träger der Caritas. Die Frage einer „interkulturellen/interreligiösen Öffnung“ ist deshalb in der Diskussion um die Weiterentwicklung caritativer Arbeit ein notwendiges Thema, und es stellt sich immer häufiger die Frage nach einer Kooperation mit muslimischen Gruppen. In dieser Situation wird deutlich, dass viele Fragen im Hinblick auf den Islam ungeklärt scheinen und zu denen sich auch die katholische Kirche erst in jüngerer Zeit neu positioniert hat: Etwa das Verhältnis zur Gewalt oder Fragen der Religionsfreiheit. In der konkreten caritativen Praxis führen beispielsweise religionsbedingte Anliegen, wie etwa die Pflege von Menschen ausschließlich durch Mitarbeitende desselben Geschlechts zu grundsätzlichen Fragestellungen, die entsprechend bedacht werden müssen. Fortbildungs-Akademie
des Deutschen Caritasverbandes e.V., Wintererstr. 17-19, D-79104 Freiburg, Tel.: 0761/200-1704 daniel.ham@caritas.de, www.fak.caritas.de

Vorankündigung Fachtag: In der empirischen Sozialforschung sowie in den Arbeitsfeldern der Kinder- und Jugendhilfe und Besonderen Lebenslagen ist eine Zunahme des Phänomens der „Disconnected Youth“ festzustellen. Hierbei handelt es sich um Jugendliche und junge Erwachsene, die jede institutionelle Anbindung an Bildungseinrichtungen, reguläre Erwerbsarbeit und vielfach auch an das Hilfesystem verloren hat. Neben der institutionellen Entkopplung treten bei diesen Menschen weitere Risiken, wie beispielsweise Gewalterfahrungen, Teenager-Schwangerschaften, Drogenkonsum, Wohnungslosigkeit oder gesundheitliche Beeinträchtigungen, hinzu, so dass eine Hilfe und Unterstützung für diese jungen Menschen dringend geboten ist. Grundsätzlich ist die Jugendhilfe für die Unterstützung dieser jungen Menschen zuständig und stellt Hilfen für die Persönlichkeitsentwicklung und zu einer eigenverantwortlichen Lebensführung auch für junge Volljährige (§ 41 SGB VIII) zur Verfügung. Leistungen der Sozialhilfe (§ 67 SGB XII ff) sollen hingegen nur in Ausnahmefällen einspringen und situationsbezogen Hilfe leisten. Ziel ist es hier schnelle Hilfe in Notlagen, insbesondere im Bereich der Wohnungslosigkeit und der Drogenabhängigkeit zu gewährleisten, wobei die existenzielle Absicherung und der Schutz vor Verelendung im Vordergrund stehen. Häufig lehnt jeder Sozialleistungsträger im konkreten Fall seine Zuständigkeit ab und auch die Jugendhilfe bietet keine angemessene Unterstützung an. In diesem „Bermudadreieck“ können Jugendliche und junge Erwachsene leicht verloren gehen. Dieser Konflikt darf jedoch nicht auf Kosten der Betroffenen ausgetragen werden. Vielmehr müssen die Sozialleistungsträger und die verschiedenen Bereiche der sozialen Arbeit im Interesse dieser Menschen zusammenarbeiten. Wir wollen mit dem Fachtag konkrete Beiträge zur Weiterentwicklung der Arbeit mit diesen Menschen erarbeiten und Perspektiven zur weiteren Gestaltung von Angeboten entwickeln. In den nächsten Wochen erscheint die Einladung mit Veranstaltungsprogramm und Anmeldeunterlagen zu diesem Fachtag. Deutscher Caritasverband e. V. Abteilung Soziales und Gesundheit, Referat Kinder, Jugend, Familie und Generationen, Karlstraße 40, 79104 Freiburg, Tel. 0761/200-223, E-Mail  peter.goike@caritas.de

Jugendhilfe 

Das Thema des Hermann-Schmidt-Preises 2015 lautet „Innovative Modelle zur Förderung sozialer Kompetenzen in der Praxis der betrieblichen Aus- und Weiterbildung“. Mit dem Preis des Vereins „Innovative Berufsbildung e. V.“ sollen gezielt Projekte und Initiativen prämiert werden, die innovative, beispielhafte und bewährte Modelle zur Förderung sozialer Kompetenzen in der betrieblichen Aus- und Weiterbildung entwickelt haben. Bewerbungsfrist ist der 3. Juli 2015. Der Preis wird durch eine unabhängige Fachjury vergeben. Er ist mit 3.000 Euro dotiert. Der Verein „Innovative Berufsbildung e. V.“ wird getragen vom Bundesinstitut für Berufsbildung (BIBB) und dem W. Bertelsmann Verlag. Mehr unter http://www.bibb.de.

Das Informationsangebot für Jugendliche www.handysektor.de  weist darauf hin, dass Mobbing in den unterschiedlichsten Situationen passiert: in der Schule, im Internet oder auf dem Smartphone. Immer öfter verlagere sich das Problem auf Apps wie WhatsApp, Facebook oder Burnbook. Dabei bleiben die Beleidigungen und Bedrohungen oft in Gruppenchats verborgen und sind für Außenstehende nicht einsehbar.

Das Jugendprojekt „youngcaritas im ruhrbistum“ sammelt ab sofort im Ruhrgebiet gebrauchte, gut erhaltene Schulranzen für Flüchtlingskinder. „Oft haben sie keine richtigen Schultonnen, kommen mit Plastiktüten oder Stoffbeuteln zur Schule“, sagt Projektleiterin Sarah Scholl. Um Flüchtlingskindern den Einstieg in eine neue Schule, eine neue Umgebung und eine neue Kultur zu erleichtern, sammelt „youngcaritas“ Schulranzen und verteilt sie weiter. Die Idee entstand in Anlehnung an das Konzept der Caritas-Gemeindezentren in Duisburg, die mit der Aktion „Steck die Bildung in die Tasche“ gestartet sind. Mehr Infos und alle Abgabestationen gibt es unter www.youngcaritas.ruhr. Ansprechpartnerin: Sarah Scholl; Tel.: 0201 / 81028-158, Mobil: 0170 / 7777 408, sarah.scholl@caritas-essen.de

Blickpunkt Kinder- und Jugendschutz „Gewalt im Netz“ – Sexting, Cybermobbing & Co. Handy, Smartphone, Tablet & Co. sind allgegenwärtig und werden heutzutage selbstverständlich zur Kommunikation und Unterhaltung – nicht nur von Kindern und Jugendlichen – genutzt. Der „Cyberspace“ ist damit fest in die Lebenswelt von Kindern und Jugendlichen ein-gebunden und eröffnet eine Vielzahl konstruktiver Möglichkeiten sowohl beim Gebrauch als auch beim Missbrauch. Zu den aktuellen Risiken gehören u.a. Cybermobbing, Cybergrooming, Sexting. Im vorliegenden Band werden verschiedene Aspekte der „Gewalt im Netz“ aus Sicht von Wissenschaft und Praxis in den Blick genommen und unterschiedliche Facetten von Gewalt in oder mittels Onlinemedien dargestellt. Die Autorinnen und Autoren stellen Forschungsergebnisse und Analysen vor, schärfen die Sicht auf spezifische Aspekte und zeigen Präventionsansätze für Schule und Jugendhilfe. Aus dem Inhalt:

  • Stefan Glaser: Gewalt im Netz: Erkenntnisse und Gegenstrategien aus Jugendschutzsicht
  • Prof. Dr. Nicola Döring: Sexting. Aktueller Forschungsstand und Schlussfolgerungen für die Praxis
  • Urszula Martyniuk / Dr. Silja Matthiesen: Zwischen Spaß und Bedrängnis – Sexuelle Kontakte von Jugendlichen im Internet
  • Franz Hilt: Mobbing 2.0 – Jugendliche und (Cyber)-Mobbing
  • Sebastian Wachs / Verena Kratzer: Mehrfachbetroffenheit im Cyberspace. Wenn Jugendliche online sexuell missbraucht und gemobbt werden
  • Thomas-Gabriel Rüdiger: Der böse Onkel im digitalen Kinderzimmer – Wie Sexualtäter Onlinespiele nutzen
  • Johannes Baldauf: Rechtsextremismus in Sozialen Netzwerken
  • Dinah Huerkamp: (Cyber-)Mobbing – Altbekanntes Phänomen oder juristisches Neuland?
  • Dinah Huerkamp: Wenn der Prinz ein Frosch ist – Rechtliche Aspekte des Cybergroomings
  • Anja Schultze-Krumbholz/Prof. Dr. Herbert Scheithauer: Medienhelden – Ein schulbasiertes Programm zur Reduktion von Cybermobbing
  • Andrea Buskotte/Helge Kraus/Tanja Opitz: Cyber-Mobbing: Medienkompetenz trifft Gewaltprävention
  • Viktoria Jerke: „Verklickt“ bringt Sicherheit in den Medienalltag. Medienpaket zum Thema Cybermobbing
  • Julia von Weiler: Sexualisierte Gewalt in digitalen Medien. Projekte von Innocence in Danger e.V.
  • Uli Tondorf: Online Sein. Smart Sein Pädagogische Zugänge zum Thema Sexting
  • Klicksafe: Unterrichtsmaterialien

Die Publikation Blickpunkt Kinder- und Jugendschutz zum Thema „Gewalt im Netz“ – Sexting, Cyber-mobbing & Co.“ (ISBN 978-3-00-049233-4) kann zum Preis von EUR 10,- bestellt werden beim Heraus-geber: Bundesarbeitsgemeinschaft Kinder- und Jugendschutz, Mühlendamm 3, 10178 Berlin, Fax: 030-400 40 333, Mail: info@bag-jugendschutz.de. Online: www.bag-jugendschutz.de.

Am Donnerstag, den 16. Juli 2015 zeigt 3sat/die woche um 20.154 Uhr Nur Porno im Kopf Film von Alexander Marengo (Erstsendung 16.10.2014) Martin Daubney, Journalist und Vater eines zehnjährigen Jungen, fragt Neurowissenschaftler, Therapeuten und Erzieher, aber auch Jugendliche selbst: Ist Pornografie schädlich für Jugendliche? Während die Jugendlichen selbst kaum Probleme mit Pornografie haben und sich ihr Sexualverhalten offenbar durch das Anschauen von Pornos nicht verändert hat, gibt es doch Hinweise darauf, dass gerade für Jugendliche der regelmäßige Konsum nicht ohne Folgen bleibt. Eine Studie der University of Cambridge belegt, dass die Gehirne junger Männer, die sich selbst als „Porno-süchtig“ bezeichnen, die typischen Merkmale von Sucht aufweisen. Und Jugendliche sind offenbar anfälliger für die Entwicklung von Suchtverhalten, weil ihr Gehirn sich noch im Umbau befindet. Martin Daubney sucht auch nach Lösungen: Er prüft, ob technische Hilfsmittel den Zugang zu Pornografie effektiv unterbinden können und spricht mit Experten, die eine sachliche Aufklärung über Sex, Beziehungen und Pornografie in der Schule fordern. Daubney kommt zu dem Schluss, dass dies weitaus früher geschehen muss, als es Eltern und Erziehern lieb ist, damit schon Kinder Pornografie als das erkennen können, was sie ist: Schauspielerei. Die 3sat-Wissenschaftsdokumentation „"Nur Porno im Kopf“ untersucht zusammen mit dem Journalisten Martin Daubney die Auswirkungen von regelmäßigem Porno-Konsum auf die Entwicklung von Jugendlichen.

THEMA JUGEND KOMPAKT Nr. 2 „Sexualisierte Gewalt an Kindern und Jugendlichen“ ist in einer zweiten aktualisierten Auflage erschienen Der Schutz von Kindern und Jugendlichen ist eine zentrale Aufgabe unserer Gesellschaft. Und doch erschüttern uns immer wieder Fälle, in denen Kinder und Jugendliche in Familien oder in pädagogischen und kirchlichen Einrichtungen körperlich, seelisch und/oder sexuell misshandelt werden. Für Lehrerinnen und Lehrer, Haupt- und Ehrenamtliche in der (kirchlichen) Kinder- und Jugendarbeit sowie für alle, die sich mit dem Thema Sexualisierte Gewalt an Kindern und Jugendlichen auseinandersetzen möchten oder müssen, wurde diese Arbeitshilfe erstellt. Sie erläutert, welche Formen der Kindeswohlgefährdung existieren und was sexualisierte Gewalt bedeutet. Sie bietet Zahlen, Fakten und Charakteristika von potenziellen Opfern und Tätern und gibt Handlungsempfehlungen für Prävention von und Intervention bei sexualisierter Gewalt an Kindern und Jugendlichen sowie rechtliche Hinweise. Darüber hinaus finden sich darin Internetseiten und hilfreiche Adressen in Nordrhein-Westfalen. Bestellungen: Tel.: 0251/54027, Telefax: 0251 518609, E-Mail: info@thema-jugend.de

Der von der Bundesregierung im März 2010 eingesetzte Runde Tisch „Sexueller Kindesmissbrauch in Abhängigkeits- und Machtverhältnissen in privaten und öffentlichen Einrichtungen und im familiären Bereich“ (RTKM) hatte in seinem Abschlussbericht vom 30. November 2011 die Einrichtung eines Ergänzenden Hilfesystems (EHS) empfohlen. Das Angebot richtet sich an diejenigen, die in ihrer Kindheit oder Jugend sexuell missbraucht wurden und noch heute unter den Folgen leiden. Betroffene von sexuellem Missbrauch können über die Geschäftsstelle des FSM in Berlin subsidiär zu bestehenden Hilfesystemen und Rechtsansprüchen die Übernahme von Sachleistungen in Höhe von bis zu 10.000 Euro beantragen. Weitere Infos zum Ergänzenden Hilfesystem: http://www.fonds-missbrauch.de.

Am Mittwoch, dem 22. Juli 2015 bringt 3sat/die woche um 23.55 Uhr den Beitrag Narben auf Körper und Seele - Wenn Kinder misshandelt werden, einen Film von Adina Rieckmann. 2011 gab es in Deutschland 4.100 Fälle von Kindesmisshandlung, 146 Kinder starben an den Folgen der Misshandlung. Darüber hinaus muss von einer hohen Dunkelziffer ausgegangen werden. Meist passieren die Fälle zu Hause in der Familie und die Opfer sind zu klein und hilflos, um auf sich aufmerksam zu machen. Studien gehen davon aus, dass etwa zehn bis 15 Prozent aller Eltern schwerwiegende und relativ häufige Körperstrafen bei ihren Kindern anwenden. Florian und sein Bruder sind zwei Kinder, denen in ihren Familien Schlimmes angetan wurde. Schläge, Knochenbrüche, Verbrennungen - die Narben lassen die Qualen nur erahnen. Heute leben die beiden Jungen bei einer Dresdner Pflegefamilie. Dort geht es ihnen gut, doch die Misshandlungen haben nicht nur auf ihren Körpern, sondern auch in ihren Seelen Spuren hinterlassen. Spuren, die nie wieder verschwinden werden, wie Professor Katharina Braun, Hirnforscherin an der Universität Magdeburg, erklärt. Traumatische Erlebnisse und mangelnde emotionale Zuwendung in früher Kindheit beeinflussen nicht nur durch Erinnerungen das Leben dieser Menschen. Sie können sich auch als veränderte Gehirnstruktur manifestieren und den Betroffenen Lernen und soziale Integration bis ans Lebensende erschweren. Eine Mutter, die ihre kleine Tochter mit heißem Wasser verbrüht; ein Vater, der sein Kind fast zu Tode schüttelt. Dr. Antje Heilmann kennt solche Fälle. Sie ist Kinderärztin an der der Uniklinik Dresden. Sie weiß aber auch, wie schwer es manchmal ist, eine Misshandlung zu erkennen. Denn nicht jede Misshandlung hinterlässt sichtbare Spuren. Oder diese sind uneindeutig und man kann sie nicht zweifelsfrei zuordnen. Deshalb engagiert sie sich bei dem Modellprojekt „Hinsehen-Erkennen-Handeln - Kinderschutz im Gesundheitswesen“. Ärzte sind oft die wichtigsten Zeugen und Gutachter. Obwohl das Gesetz Freiheitsstrafen zwischen sechs Monaten und zehn Jahren vorsieht, kommen Eltern, die ihre Kinder misshandelt haben, vor Gericht mit vergleichsweise geringen Strafen davon manchmal sogar mit dem Freispruch. Rechtsanwältin Anca Kübler begründet es damit, dass die Kinder oft zu klein sind, um als Zeugen aussagen zu können. Auch wenn sie reden können, schützen sie ihre Eltern. Rechtsmediziner Dr. Uwe Schmidt von der Universitätsklinik Dresden bestätigt das: "Häufig treffe ich mehrmals auf die Kinder. Grün und blau geschlagen, manche von ihnen sind schwerstverletzt. Die wenigsten aber sagen: Das war meine Mama oder mein Papa. Viele erzählen von einem Unfall, dass sie zum Beispiel die Treppe runter gefallen sind oder beim Toben gegen die Tischkante gestoßen sind. Da lügen kleine Kinder für ihre Eltern. Das ist unglaublich."

Die Bertelsmann Stiftung hat untersucht, wie Kinder aufwachsen, deren Eltern wenig Geld haben und kommt zu dem Ergebnis: Die staatliche Unterstützung für arme Familien orientiert sich zu wenig an den Bedarfen der Kinder und wird ihnen des-halb oftmals nicht gerecht. Jedes fünfte Kind in Deutschland gilt als armutsgefährdet. 2,1 Millionen unter 15-Jährige wachsen in Familien auf, deren Einkommen unter der Armutsgefährdungsgrenze liegt. Weitere Informationen unter www.bertelsmann-stiftung.de.

Die neue Ausgabe der Kinder- und Jugendschutz-Nachrichten 6/2015 findet sich unter www.skmev.de und www.vinzenz-gemeinschaft.de. Die Kinder- und Jugendschutz Nachrichten werden herausgegeben in Zusammenarbeit mit dem Deutschen Caritasverband e.V., dem Fachverband für Prävention und Rehabilitation in der Erzdiözese Freiburg e.V., der Katholischen Elternschaft Deutschlands e.V. (KED), der Katholischen Landesarbeitsgemeinschaft und dem SKM-Bundesverband.

Am Dienstag, den 20. Juni 2015 zeit 3sat/die woche um 23.45 Uhr in der Reihe 37 Grad: Eltern auf Zeit Wenn fremde Kinder Hilfe brauchen, einen Film von Anabel Münstermann „Wenn das Jugendamt anruft, dann ist es wieder so weit.“ Für ein paar Wochen oder Monate bekommt Familie Meyer nun ein Kind zur Pflege. Welche schlimmen Dinge hat es wohl erlebt? Meistens sind es Babys oder sehr kleine Kinder von minderjährigen Eltern, von Drogenabhängigen oder aus Familien, in denen sich niemand um sie gekümmert hat.

Sozialtraining und Mobbingintervention. Mobbing ist das systematische und wiederholte Schikanieren von Einzelnen. Es tritt vor allem in „Zwangsgemeinschaften“ auf, aus denen Kinder und Jugendliche nicht einfach fliehen können, z. B. in Ausbildungseinrichtungen, Heimen, Horten und Schulen. Nach wissenschaftlichen Untersuchungen leiden in jeder Schulklasse etwa ein bis zwei Kinder oder Jugendliche unter den fortwährenden Attacken ihrer Mitschüler oder Mitschülerinnen. Gewaltphantasien, Rückzug, Depression, Suizidgedanken und psychosomatische Reaktionen zeigen die große Belastung der „Opfer“. Methoden, die sich bei Konflikten zwischen Einzelnen bewährt haben, bewirken in Mobbingfällen häufig eine Eskalation der Gewalt. Mobbing ist nur als Gruppenphänomen verstehbar und kann nur durch eine koordinierte, systemische Intervention auf den Ebenen Einzelperson, gesamte Gruppe/Klasse und Einrichtung/Schule umfassend und nachhaltig bearbeitet werden. Der AGJ-Fachverband bietet im Rahmen des Mehr-Ebenen-Programms Konflikt-KULTUR die zehntägige Fortbildung Sozialtraining und Mobbingintervention – systemisch denken und handeln an. Sie kann mit dem Zertifikat „Fachberater/in für Sozialtraining und systemische Mobbingintervention in Schule und Jugendhilfe“ abgeschlossen werden. Ausführliche Infos: www.konflikt-kultur.de

Kampagnen/Initiativen

Der demografische Wandel muss aktiv gestaltet werden. Dazu setzt die Caritas 2015 – 2017 mit ihrer Demografie-Initiative einen Schwerpunkt. Familien-, Migrations- und Generationen-Themen werden unter diesem Gesichtspunkt diskutiert. Gemeinsam mit einem deutschlandweiten Caritas-Netz von Multiplikatoren werden Herausforderungen bearbeitet und alternative Modelle entwickelt. Wir sammeln neue, gute Ideen und spiegeln sie in den Caritasverband, in Politik und Öffentlichkeit zurück. www.caritas.de.

Wer nach Zahlen und Fakten zum demografischen Wandel sucht, ist auf dem Demografieportal  http://www.demografie-portal.de von Bund und Ländern bestens aufgehoben.

Am 21.5. lief bei 3sat die Dokumentation „Umstrittene Prognosen: Die Macht der Demografen“, in der Mediathek hier http://www.3sat.de zu finden.

Schon im März lief im SWR die Doku „Schmidthachenbach kennt keiner - Ein Dorf kämpft ums Überleben“ - http://swrmediathek.de.  

Männerarbeit

Eine neue Ausgabe von MANN Aktuell ist jetzt online. Darin gibt es wieder viele interessante Veranstaltungen und Hinweise u.a. zur geschlechtersensiblen Pastoral. Link: http://kath-maennerarbeit.de.

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Sozialberatung für Schuldner

Der Bundesjustizminister hat im Mai die Erhöhung der unpfändbaren Beträge gemäß § 850 c ZPO bekanntgegeben. Sie tritt am 01.07.2015 in Kraft.
http://www.bgbl.de.

Der Bundesrat hat der Verordnung des Bundesverkehrsministers vom März 2015 zur Änderung von Vorschriften über das erhöhte Beförderungsentgelt zugestimmt, wonach das erhöhte Beförderungsentgelt“ ab Juli auf 60 € steigt:  erhöht. http://www.bundesrat.de.

Die Schuldnerhilfe Köln e.V. bietet seit kurzem kostenlos und anonym eine Bauschuldnerberatung online an: http://www.bauschuldnerberatung.de.

Ausführliche Informationen zum Thema Schuldnerberatung finden sich im regelmäßigen „Newsletter Sozialberatung für Schuldner(innen)“, herausgegeben vom Deutschen Caritasverband e:V. Nähere Informationen über: Cornelius Wichmann, Deutscher Caritasverband e.V., Abteilung Soziales und Gesundheit ,Referat Sozialraum, Engagement, Besondere Lebenslagen, Karlstr. 40, 79104 Freiburg i.Br., Postfach 420, 79004 Freiburg i.Br., Tel.: 0761-/00-121, Fax: 0761-/200-11-12, http://www.caritas.de, http://www.caritas.de. E-Mail: cornelius.wichmann@caritas

Rund ums SGB

„Was der Mensch braucht.“ Lutz Hausstein hat eine empirische Analyse zur Höhe einer sozialen Mindestsicherung auf der Basis regionalstatistischer Preisdaten erstellt, dabei auch den politischen Kontext berücksichtigt und kommt zu dem Ergebnis dass erst ein Regelsatz von 730 € das soziokulturelle Existenzminimum deckt. Hier geht es zu  der  Studie: http://www.nachdenkseiten.de  und einem Interview auf den Nachdenkseiten: http://www.nachdenkseiten.de.

Soziale Arbeit / Zeitschrift für soziale und sozialverwandte Gebiete / Mai/Juni 2015 / 64. Jahrgang beschäftigt sich unter anderem mit:

  • Anne Wihstutz: Professionalisierung und Akademisierung von Care-Berufen – Ein Beitrag zur Chancengleichheit und Gleichberechtigung
  • Sandra Smykalla: Umgang mit Vielfalt – Hochschuldidaktische Anforderungen
  • Brigitte Dinkelaker, Stephanie Klopsch, Gabriele Schambach, Anne Wihstutz: … die Diversität, die wir haben, zu nutzen! – Gender und Diversity an der Evangelischen Hochschule Berlin
  • Nadja Jacobowski-Torres, Lena Ahrens: Intersektionalität als Perspektive für die Soziale Arbeit
  • Petra Wagner: Equity Literacy – Eine Anregung für Soziale Arbeit – Überlegungen auf der Grundlage des Konzeptes „Vorurteilsbewusste Bildung und Erziehung“ in Kitas und Schulen
  • Ulrike Kostka: Geschlechtergerechtigkeit und Diversity aus Sicht des Caritasverbandes für das Erzbistum
  •  Berlin
  • Hemma Mayrhofer: Negotiating Difference – Beobachtungen zum Umgang mit Diversität und Intersektionalität in der niedrigschwelligen Soziale Arbeit in Österreich
  • Rebekka Ehret: Einfach mit Vielfalt umgehen – Aspekte von Diversity und Gender in der Schweiz

Soziale Arbeit wird herausgegeben vom Deutschen Zentralinstitut für soziale Fragen (DZI), Bernadottestr. 94, 14195 Berlin, Telefon 030/839001-0 Fax: 030/8314750 www.dzi.de, E-Mail sozialinfo@dzi.de.

Im Nachrichtendienst des Deutschen Vereins für öffentliche und private Fürsorge finden sich in Heft 5/2015 folgende Beiträge:

  • Empfehlungen zur Verbesserung der Erwerbsintegration von Alleinerziehenden
  • Empfehlungen zur öffentlichen Erziehung, Bildung und Betreuung von Kindern im Alter von Schuleintritt bis zum vollendeten 14. Lebensjahr
  • EU-Beihilferecht: Drei Jahre Almunia-Paket und die Finanzierung sozialer Dienste

Bezug der Zeitschrift über: Eigenverlag des NDV, Michaelkirchstraße 17/18, 12179 Berlin, Tel.: 030/62980-0, Fax: -9521 Internet: www.deutscher-verein.de.

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Straffälligenhilfe

Am 6. Mai 2015 wurde die Polizeiliche Kriminalstatistik (PKS) für das Jahr 2014 vorgestellt. Daraus geht hervor, dass in Deutschland 6.082.064 Straftaten polizeilich registriert wurden. Gegenüber dem Vorjahr ist das eine Steigerung von zwei Prozent. Tatverdächtige männlichen Geschlechts stellen mit 74,3 Prozent den Hauptteil der erfassten Fälle dar. http://www.bag-s.de.

Sucht/Drogen 

 BZgA stellt Neuheiten der Kampagne „Alkohol? Kenn dein Limit.“ vor. Jugendliche übernehmen soziale Verantwortung füreinander – insbesondere, wenn es um Alkoholkonsum im Freundeskreis geht. Nach aktuellen Studienergebnissen der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) würden etwa 90 Prozent der Jugendlichen zwischen 16 und 21 Jahren versuchen, ihre Freunde vom Weitertrinken abzuhalten, wenn diese zu viel trinken. Verantwortung unter Freunden spielt in der jungen Generation zunehmend eine bedeutende Rolle. Daran orientiert sich auch die Neuausrichtung der BZgA-Alkoholpräventionskampagne für die jugendliche Zielgruppe „Alkohol? Kenn dein Limit.“ Die neuen Bildmotive, der neue Kinospot und die Internetseite der Kampagne sowie der Flyer „Alkohol – Die Fakten“ und „LIMIT. Das Magazin“« thematisieren deshalb Freundschaft als zentralen Inhalt. www.kenn-dein-limit.info

Am 21. Mai hat die Drogenbeauftragte der Bundesregierung den Drogen- und Suchtbericht 2015 vorgestellt. Der Bericht stellt die aktuellen Daten und Fakten sowie die Entwicklungen der Drogen- und Suchtpolitik der Bundesregierung im Jahr 2014 dar http://www.drogenbeauftragte.de.

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Verschiedenes

Am Donnerstag, den 14. Juli zeigt 3sat/die woche um 00.25 Uhr in der Reihe 37 Grad: Im Bannkreis der Erwählten - Sektenaussteiger und ihre Erfahrungen, einen Film von Broka Herman. Zehntausende Menschen leben in Deutschland in Sekten, unterwerfen sich strengen Ritualen und sind total abhängig von ihren Gurus, die sie gnadenlos ausbeuten. "37 Grad" hat zwei Sektenaussteiger monatelang begleitet, erzählt von ihrer Vergangenheit mit dem Guru und ihren vorsichtigen Versuchen, sich der der Normalität außerhalb der Sekte zurechtzufinden.

Am Ergänzenden Hilfesystem (EHS) für Betroffene sexuellen Missbrauchs im institutionellen Bereich beteiligen sich ab sofort auch der Deutsche Olympische Sportbund, die Caritas und das Deutsche Rote Kreuz. Zudem hat als erstes Bundesland die Freie und Hansestadt Hamburg eine entsprechende Vereinbarung mit dem Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ) unterzeichnet. Vorausgegangen waren intensive Gespräche zwischen den jeweiligen Institutionen, dem BMFSFJ, Vertreter/innen der Betroffenen sowie dem Unabhängigen Beauftragten für Fragen des Sexuellen Kindesmissbrauchs.

Konditionenverträge zwischen Microsoft und der Bundesarbeitsgemeinschaft der Freien Wohlfahrtspflege neu verhandelt Die Bundesarbeitsgemeinschaft der Freien Wohlfahrtspflege e.V. (BAGFW) hat für ihre Mitgliedsorganisationen (Spitzenverbände) mit deren Gesamtverbandsstrukturen (Untergliederungen / Mitgliedsorganisationen / Einrichtungen), einen Rahmenvertrag abgeschlossen der zum 30.Mai 2015 nach einer Laufzeit von vier Jahren endet. Dieser Rahmenvertrag wurde neu verhandelt und mit Datum zum 1.Juni 2015 für vier weitere Jahre abgeschlossen. Microsoft hat dabei ein jährliches Kündigungsrecht, um die Vertragsbestandteile auf eine neue Vertragsform umzustellen. Der jetzt abgeschlossene Vertrag besteht wie bisher aus zwei Vertragsbestandsteilen „Select plus academic“ sowie „Select plus Wohlfahrt“. Die Berechtigungen für die Nutzung des Select-plus-academic-Vertrages sowie die Konditionen des Altvertrages konnten unverändert gesichert werden. Der Select-plus-Wohlfahrt-Vertrag richtet sich nach den Konditionen des Vertrages des Bundesministeriums des Inneren (BMI) und garantiert damit den Nutzern besondere Konditionen. Die Microsoft-Select-Verträge sehen vor, dass jeweils ein Select-Handelspartner festgelegt werden muss. Vor diesem Hintergrund haben die Spitzenverbände mit nachfolgenden Handelspartnern (LSP) Verträge abgeschlossen: Bechtle, Cancom, ComputaCenter (hier SUB-LSP Logiway), Fritz&Musiol, Comparex, Fujitsu. Vor dem Erwerb von Lizenzen muss je Verband/Organisation/Einrichtung mit einem dieser Handelspartner eine Registrierung (Formblatt) erfolgen (bisher erfolgte ein Zutritt je Organisation/Verband). Die entsprechenden Formulare und Berechtigungen sind bei den genannten Handelspartnern hinterlegt und abrufbar. Ob eine Einrichtung oder ein Verband die beiden Vertragsbestandteile (Select Plus academic oder Select Plus Wohlfahrt) nutzen kann, wird anhand eines Fragenbogens ermittelt, den die Handelspartner zur Verfügung stellen. Diese stehen auch für Rückfragen unter den nachfolgenden Kontaktdaten zur Verfügung: Computacenter AG & Co. oHG, Simon Ayriss, simon.ayriss@computacenter.com, Tel.: 02102/169-1234 sowie Logiway GmbH, Herrn Timo Sommerfeld, Tel.: 030/74755754, Timo.Sommerfeld@logiway.de.
Comparex, Alexander Ginzel (alexander.ginzel@comparex.de), 0341/2568-2195

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Wohnraum/Wohnungslose 

Die Bundesregierung will das Wohngeld für rund 870.000 Haushalte erhöhen und es an die Entwicklung der Einkommen und Warmmieten seit der letzten Reform im Jahr 2009 anpassen. Das geht aus einem von Bundesbauministerin Barbara Hendricks (SPD) vorgelegten Gesetzentwurf http://dip21.bundestag.de vor. Als Folge der Wohnungsknappheit seien die Preise für Neu- und Wiedervermietungen seit einiger Zeit spürbar angestiegen, schreibt die Bundesregierung darin. Besonders einkommensschwache Haushalte hätten inzwischen vielerorts Schwierigkeiten, eine bezahlbare Wohnung zu finden. Angesichts dieser Entwicklungen reiche das Leistungsniveau des Wohngeldes nicht mehr aus, um die wohnungspolitische und soziale Zielstellung des Wohnungsgeldes, nämlich die Unterstützung von einkommensschwachen Haushalten bei den Wohnkosten, zu erreichen. Von der Erhöhung des Wohngeldes sollen nach Angaben der Regierung rund 90.000 Haushalte profitieren, die bisher auf Leistungen aus der Grundsicherung angewiesen waren. Während ein Zwei-Personen-Haushalt im Jahr 2012 durchschnittlich 112 Euro Wohngeld im Monat erhalten habe, sollen es nach der Reform im Durchschnitt 186 Euro monatlich sein. Das Wohngeld wird von Bund und Ländern je zur Hälfte gezahlt. Daher muss neben dem Bundestag auch der Bundesrat der Wohngeldreform der Bundesregierung zustimmen. Sie soll am 1. Januar 2016 in Kraft treten.

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Verbandsinterne Informationen des SKM 

Der Sozialdienst Katholischer Frauen und Männer für den Rhein-Erft-Kreis e.V. nimmt Abschied von Franz-Armin Kremers der am 10.06.2015 im Alter von 54 Jahren plötzlich und unerwartet verstorben ist. Herr Kremers war seit dem 01.10.1997 zunächst als Geschäftsführer und seit 2013 als Vorsitzender des Vorstandes beim SKFM e.V. tätig. In dieser Zeit hat Herr Kremers mit großem fachlichen Wissen und persönlichem Engagement die Entwicklung unseres Fachverbandes durch die Sicherung der bestehenden und der Erschließung neuer Aufgabenfelder maßgeblich beeinflusst. Für seinen verdienstvollen Einsatz wurde ihm das Ehrenzeichen in Gold des Deutschen Caritasverbandes verliehen. Wir verlieren mit ihm eine von allen geschätzte Führungskraft. Für die Belange seiner Mitarbeiter hatte er stets ein offenes Ohr. Mit seinem christlichen Selbstverständnis war er uns allen ein großes Vorbild. Wir werden sein Andenken in Ehren halten. Unser Mitgefühl gilt seiner Frau, seinen Angehörigen und allen, die ihm nahe standen.

Der SKM ist online bei katholisch.de in der Rubrik Kirche/Verbände auf katholisch.de. Hier ist der direkte Link: http://www.katholisch.de.

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Verbandsinterne Informationen der VKD

Ehrungen:

  • Am 13. Mai 2015 wurde Wolfgang Lichius vom Diözesanrat Essen für seine langjährige Tätigkeit als Konferenz- und Diözesanratsvorsitzender mit der Urkunde des Verbandes ausgezeichnet.
  • Am 12. Juni 2015 wurden Robert Binder und Alois Baur von der Vinzenz-Konferenz Stuttgart für ihre langjährige ehrenamtliche Tätigkeit mit der Urkunde des Verbandes ausgezeichnet.

Bundesgeschäftsstelle 

Hier die voraussichtlich nächsten Erscheinungstermine:

  • KuNo 07-08/2015       Mitte August 2015

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Der Verein ist im Vereinsregister des Amtsgerichtes Düsseldorf unter der Registernummer VR 3385 eingetragen.

Vertretung des Vereins
Der Verein wird gesetzlich vertreten durch den Generalsekretär Stephan Buttgereit oder durch die Vorsitzende/den Vorsitzenden des Vorstandes, bei deren/dessen Verhinderung durch die stellvertretende Vorsitzende/den stellvertretenden Vorsitzenden, jeweils zusammen mit einem weiteren Mitglied des Vorstandes.
Der SKM ist Mitglied im Deutschen Caritasverband.

Disclaimer
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