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2014-10

Newsletter des SKM-Bundesverbandes und der Gemeinschaft der
Vinzenz-Konferenzen Deutschlands e.V.

Inhalt

Stand: 27.10.2014

Aktuelles
Arbeitsmarkt
Asyl/Migration
Rechtliche Betreuung
Ehrenamt/Bürgerschaftliches Engagement
Familie
Fortbildung/Tagungen
Jugendhilfe
Kampagnen/Initiativen
Männerarbeit
Sozialberatung für Schuldner
Rund ums SGB
Straffälligenhilfe
Sucht/Drogen
Verschiedenes
Wohnraum/Wohnungslose
Verbandsinterne Informationen des SKM
Verbandsinterne Informationen der VKD
Bundesgeschäftsstelle
 

Aktuelles

Vom 22. Oktober bis 16. November finden die 4. Bocholter Männertage wieder unter dem Titel „Männer und ihre Lebenswelt – Mannlöh –gistern und vandage“ statt. Nähere Informationen gibt es über: SKM – Katholischer Verein für soziale Dienste in Bocholt e.V, Friesenstraße 5. 46395 Bocholt, Tel.: 02871/8891, skm.bocholt@t-online.de, www.skm-bocholt.de. 

Der SKM Diözesanverein Freiburg hat einen Videoclip über die ehrenamtliche Arbeit in der JVA drehen lassen. Auf der Homepage des SKM DiV kann dieser Film angesehen werden. http://skmdivfreiburg.de. 

Auch für ein Hilfswerk wie Caritas international, das seit vielen Jahrzehnten Not- und Katastrophenhilfe leistet, stellt die derzeitige Häufung weltweiter Krisen und Konflikte eine besondere Ausnahmesituation dar. Im Irak, in Syrien und in der Ukraine kümmert sich die Caritas um diejenigen, die sich vor den Kämpfen in Sicherheit bringen. Nach ihrer Flucht stehen die meisten mit völlig leeren Händen da. Mit dem Wintereinbruch droht den Flüchtlingen eine neue Lebensgefahr. Daher läuft jetzt die Winterhilfe der Caritas an. Zur selben Zeit kämpfen unsere lokalen Partner in Westafrika an der Seite der Bevölkerung gegen einen ebenso lebensbedrohlichen Gegner: das Ebola-Virus. Wohl nur mit dem Zusammenfallen all dieser Krisen ist es zu erklären, dass die Situation der Menschen im Südsudan in den Medien kaum Beachtung findet. Es ist zu befürchten, dass die Not der über 1,5 Millionen Bürgerkriegsvertriebenen erst dann die nötige Aufmerksamkeit bekommt, wenn es für die ersten zu spät ist, denn die prekäre Ernährungslage spitzt sich jeden Tag mehr zu. Zusammen mit anderen Hilfswerken stemmt sich das internationale Caritas-Netzwerk dort mit aller Macht gegen eine drohende Hungerkatastrophe. Bei all dem Leid erfahren wir in diesen Zeiten aber auch viel Dankbarkeit, nicht zuletzt von den lokalen Caritas-Partnern in den Krisengebieten. Diesen Dank möchten wir gerne an Sie weitergeben, denn Ihre Hilfe ist von unschätzbarem Wert: http://www.caritas-international.de.

Bitte beachten Sie: Alle aktuellen Fortbildungsangebote im Bereich der Schuldnerberatung der Caritas finden Sie auch auf der Website des SKM www.skmev.de unter Aktuelles/Fortbildungen. Ein Blick auf die Internetseite lohnt sich, da sich auch kurzfristig Änderungen für die Fortbildungsangebote ergeben können. Ihre Fragen zum Fortbildungsangebot in der Schuldnerberatung beantworten wir Ihnen gerne: Stephan Buttgereit, SKM e.V. Tel. 0211 / 233948-0

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Arbeitsmarkt

Die Jugendarbeitslosigkeit zu bekämpfen, ist eine der drängendsten Aufgaben in Europa. In einigen Ländern der EU sind mehr als 50 Prozent der Jugendlichen arbeitslos. Mit zahlreichen Initiativen und Fördermitteln geht die EU dagegen an. http://www.bundesregierung.de.

Die Anzahl der sachgrundlosen Befristung von Arbeitsverhältnissen ist seit 2001 stark gestiegen. Das geht aus der Antwort http://dip21.bundestag.de der Bundesregierung auf eine Kleine Anfrage http://dip21.bundestag.de der Fraktion Die Linke hervor. Demnach lag die Zahl der sachgrundlosen Befristungen im Jahr 2001 bei 554.000 und damit bei einem Anteil von 32 Prozent an allen befristeten Arbeitsverträgen. Im vergangenen Jahr wurden rund 1,3 Millionen Arbeitsverträge ohne Sachgrund (zum Beispiel Elternzeitvertretung) befristet. Das entspricht einem Anteil von 48 Prozent an allen befristeten Arbeitsverhältnissen. 

Die Bundesregierung hat einen Gesetzentwurf „zur Änderung des Freizügigkeitsgesetzes/EU und weiterer Vorschriften“ http://dip21.bundestag.de vorgelegt. Ziel der Initiative, die am Donnerstag erstmals auf der Tagesordnung des Bundestagsplenums steht, ist es laut Bundesregierung, Fälle von Rechtsmissbrauch oder Betrug in Bezug auf das europäische Freizügigkeitsrecht, im Bereich der Schwarzarbeit und illegaler Beschäftigung sowie bei der Inanspruchnahme von Kindergeld „konsequenter zu unterbinden“. Dazu sollen im Freizügigkeitsgesetz/EU befristete Wiedereinreiseverbote im Fall von Rechtsmissbrauch oder Betrug bezüglich des Freizügigkeitsrechts ermöglicht werden. Zugleich sollen Wiedereinreiseverbote von Amts wegen befristet werden statt wie bisher nur auf Antrag. Die Beschaffung von Aufenthaltskarten oder anderen Aufenthaltsbescheinigungen gemäß Freizügigkeitsgesetz/EU durch unrichtige oder unvollständige Angaben soll unter Strafe gestellt und das Aufenthaltsrecht zur Arbeitsuche „unter Berücksichtigung der Vorgaben des Unionsrechts“ befristet werden. In das Einkommenssteuergesetz soll laut Vorlage zur Vermeidung von Missbrauch eine gesetzliche Regelung eingeführt werden, „die die Kindergeldberechtigung von der eindeutigen Identifikation von Antragstellern und ihren zum Kindergeldbezug berechtigten Kindern durch Angabe von Identifikationsnummern abhängig macht“.  

Der Petitionsausschuss setzt sich für gesetzgeberische Maßnahmen im Kampf gegen den missbräuchlichen Einsatz von Werkverträgen ein. Die Abgeordneten beschlossen daher einstimmig, eine dahingehende Petition dem Bundesministerium für Arbeit und Soziales als Material zu überweisen und den Fraktionen zur Kenntnis zu geben. Ein ausdrückliches Verbot missbräuchlich abgeschlossener Werkverträge erachtet der Ausschuss hingegen als „nicht notwendig“. In der Petition wird gefordert, mit gesetzlichen Regelungen die Umgehung von Tariflöhnen durch den Abschluss von Werkverträgen zu verhindern. Zur Begründung wird darauf verwiesen, dass viele Firmen durch den Abschluss von Werkverträgen versuchen würden, „die Stundenlöhne niedrig zu halten“. Werkverträge sollten nach Ansicht der Petenten nur noch dann zulässig sein, wenn dafür der gleiche Lohn gezahlt wird, wie den im Betrieb des Auftraggebers fest angestellten Arbeitnehmern. Im Übrigen seien sie zu verbieten. 

Staatssekretär Jörg Asmussen hat an der Konferenz „Formelle Wirtschaft attraktiver gestalten“ in Wilna/Litauen teilgenommen. Auf Einladung des litauischen Arbeits- und Sozialministeriums, der Internationalen Arbeitsorganisation (ILO) und der EU-Kommission trafen sich über 120 Teilnehmerinnen und Teilnehmer, um über die Bekämpfung von Schwarzarbeit und Schattenwirtschaft zu beraten-. http://www.bmas.de.

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Asyl/Migration

Die Bundesregierung hat einen Gesetzentwurf http://dip21.bundestag.de zur Änderung des Asylbewerberleistungsgesetzes (AsylbLG) vorgelegt, der deutliche Verbesserungen für die Betroffenen vorsieht. Im Zentrum steht dabei die Anhebung der Geldleistungen für Asylbewerber, die ein Urteil des Bundesverfassungsgerichts im Juli 2012 für unvereinbar mit dem Grundrecht auf Gewährleistung eines menschenwürdigen Existenzminimums erklärt hat. Auf dieses Urteil bezieht sich demzufolge auch der Gesetzentwurf. Aus dem Entwurf geht hervor, dass die neuen Leistungssätze im AsylbLG auf Grundlage der Einkommens- und Verbraucherstichprobe (EVS) neu ermittelt und gegenüber den alten Leistungssätzen deutlich angehoben werden sollen. Wie auch im Zweiten und Zwölften Sozialgesetzbuch (SGB II und SGB XII) werden diese künftig regelmäßig nach einem Mischindex neu festgelegt. Um die Situation von Kindern und Jugendlichen zu verbessern, soll bereits von Beginn des Aufenthalts in der Bundesrepublik ein Anspruch auf die Leistungen des Bildungs- und Teilhabepakets bestehen. Die Dauer des Bezugs von Grundleistungen nach dem AsylbLG soll von derzeit 48 auf 15 Monate verkürzt werden. Das bedeutet, dass Leistungsberechtigte nach dem AsylbLG bereits nach 15 Monaten Leistungen entsprechend dem SGB II beziehen können. Zugleich soll die Wartefrist künftig an die Dauer des tatsächlichen Aufenthalts gekoppelt sein und nicht mehr an die sogenannte Vorbezugszeit. Menschen mit einem humanitären Aufenthaltstitel nach Paragraf 25 Absatz 5 des Aufenthaltsgesetzes werden aus dem Anwendungsbereich des AsylbLG insoweit herausgenommen, als dass sie künftig Leistungen nach dem SGB II oder SGB XII erhalten, wenn die Entscheidung über die Aussetzung ihrer Abschiebung 18 Monate zurückliegt. Neu eingeführt werden soll ein „kleiner Freibetrag“ beim anzurechnenden Vermögen, der Ansparungen für „notwendige Anschaffungen“ ermöglichen soll. Ebenfalls neu ist der geplante „Aufwendungsersatzanspruch des Nothelfers“ im AsylbLG. Dieser soll sicherstellen, dass Krankenhausträger und Ärzte die Erstattung ihrer Behandlungskosten unmittelbar vom Leistungsträger verlangen können, „wenn sie in medizinischen Eilfällen Nothilfe an Leistungsberechtigten nach dem AsylbLG“ leisten. Beim Bund führen die Änderungen des Gesetzes ab 2016 zu Mehrausgaben von 37 Millionen pro Jahr. Die Länder und Kommunen werden ab 2016 dagegen um 43 Millionen Euro pro Jahr entlastet. 

Die Länder haben in ihrer Plenarsitzung am 19. September 2014 das zweite Gesetz zur Änderung des Staatsangehörigkeitsgesetzes gebilligt und damit die Möglichkeit zur Beibehaltung der doppelten Staatsbürgerschaft geschaffen. Mit dem Gesetz, das einen Monat nach Verkündung in Kraft tritt, erhalten in Deutsch-land geborene Kinder ausländischer Eltern die Möglichkeit, auf Dauer zwei Pässe und damit die doppelte Staatsbürgerschaft zu behalten. Junge Bürger können damit dauerhaft zwei Staatsangehörigkeiten haben, wenn sie in Deutschland geboren sind und bis zum 21. Geburtstag mindestens acht Jahre hier gelebt oder sechs Jahre lang eine Schule besucht haben. Alternativ reicht auch ein deutscher Schulabschluss oder eine abgeschlossene Ausbildung aus. http://www.bundesrat.de

Die Fraktion Bündnis 90/Die Grünen fordert die Aufhebung des Asylbewerberleistungsgesetzes (AsylbLG). In einem von den Grünen vorgelegten Gesetzentwurf http://dip21.bundestag.de heißt es, die bislang vom AsylbLG erfassten Personengruppen sollten in die Leistungssysteme des Zweiten, Fünften und Zwölften Buches Sozialgesetzbuch (SGB II, SGB V und SGB XII) eingegliedert werden. Zur Begründung führen die Abgeordneten ein Urteil des Bundesverfassungsgerichtes vom 18. Juli 2012 an, in dem die Richter die Höhe der Geldleistungen nach dem AsylbLG als unvereinbar mit dem Grundrecht auf Gewährleistung eines menschenwürdigen Existenzminimums erklärt hatten. Das Gericht verlangte deshalb, die Leistungssätze neu zu bemessen. Die Bundesregierung hat dazu bereits einen Gesetzentwurf vorgelegt http://dip21.bundestag.de, der morgen vom Bundestag in erster Lesung beraten wird. Aus Sicht der Grünen reicht dies jedoch nicht, denn sie schreiben in ihrem Gesetzentwurf nun, dass „ohne den positiven Nachweis, dass die bislang vom AsylbLG erfassten Personengruppen einer gesonderten Regelung der Feststellung des Existenzminimums bedürfen“ es nicht gerechtfertigt sei, diese aus den sozialen Sicherungssystemen des SGB II, SGB V und SGB XII auszugliedern.

Rechtliche Betreuung

Der Deutsche Caritasverband (DCV), der Sozialdienst katholischer Frauen (SkF) und der Kath. Verband für soziale Dienste in Deutschland (SKM) fordern als Träger von Betreuungsvereinen eine bessere und leistungsgerechte Finanzierung. Unser Slogan lautet „Wir sind da“. Allerdings fürchten wir unsere Hilfe und Unterstützung einstellen zu müssen. Für die Gewinnung und Beratung von Familienangehörigen und ehrenamtlichen Betreuern zahlen die meisten Bundesländer keine ausreichende Förderung. Die gesetzliche Vergütungspauschale für unsere beruflichen Mitarbeiter, die Rechtliche Betreuungen führen, wurde seit 2005 nicht mehr angehoben. Es fehlt also Geld für beide Schwerpunkte unserer Arbeit. Um das auszugleichen, müssen unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter immer mehr Betreuungen führen und haben immer weniger Zeit für Betreute, Angehörige und Ehrenamtliche. Das schadet der bisher hohen Qualität unserer Arbeit. Durch die nicht ausreichende Finanzierung sind Betreuungsvereine in ihrer Existenz gefährdet. Einige Vereine haben bereits aufgegeben, weil sie die Lücken nicht mehr aus eigener Kraft schließen können. Wenn sich nichts ändert, müssen bundesweit 800 Betreuungsvereine – darunter 280 der verbandlichen Caritas – ihre Arbeit einstellen. Wenn es dazu kommt, wird es richtig teuer. Bis zu eine Millionen Menschen wären davon betroffen, wenn sie ihre oft über Jahre vertrauten ehrenamtlichen und beruflichen Betreuer/-innen verlieren würden. Diese Betreuungen müssten dann von freiberuflichen Betreuern übernommen werden. Zusätzliche Kosten: 1,5 Milliarden Euro.  „Das Betreuungswesen braucht Betreuungsvereine. Und die Betreuungsvereine brauchen eine Erhöhung der Vergütung der beruflich geführten Betreuungen und eine Verbesserung der Finanzierung der Querschnittsarbeit“ verdeutlichte Ludger Urbic, Bundesvorsitzender des SKM. In einer gemeinsamen Aktion führen unsere Verbände und Betreuungsvereine von Caritas, SkF und SKM in diesen Tagen Gespräche mit ihren jeweiligen Bundestags- und Landtagsabgeordneten, stellen ihre Arbeit vor und erläutern die Notwendigkeit einer gesetzlichen Änderung. Ein kurzes Erklär-Video auf www.kath-betreuungsvereine.de zeigt die Situation anschaulich.  Die Bundesvorsitzende des SkF, Anke Klaus, betonte: „Die uns anvertrauten Menschen setzen auf unser Engagement und wir möchten ihnen auch in Zukunft zusichern: Wir sind da!“ Es gibt eine breite Unterstützung für unsere Initiative. Vielerorts organisieren Betreuungsvereine verschiedener Träger innerhalb der Bundesarbeitsgemeinschaft Freie Wohlfahrtspflege - BAGFW - gemeinsame Gespräche mit politischen Entscheidungsträgern. Die BuKo – Bundeskonferenz der Betreuungsvereine – hat ihre Mitglieder ausdrücklich aufgerufen, diese Aktion gemeinsam zu nutzen und sich vor Ort über die Verbandsgrenzen hinweg abzustimmen. Das Video zur Aktion wurde auf der Facebook-Seite der Arbeitsstelle https://www.facebook.com eingestellt. Es findet sich ebenfalls auf YouTube http://youtu.be/ und kann auch auf diese Weise heruntergeladen und weitergegeben werden.

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Ehrenamt/Bürgerschaftliches Engagement

Mit dem Bundesprogramm „Demokratie leben! Aktiv gegen Rechtsextremismus, Gewalt und Menschenfeindlichkeit“ unterstützt das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ) ab dem 1. Januar 2015 das zivile Engagement von Initiativen und Vereinen. Schwerpunkt wird dabei die Arbeit gegen Rechtsextremismus sein. Doch sollen auch Projekte gefördert werden, die sich gegen jegliche Formen von vorurteilsbasierter, politischer und weltanschaulich motivierter Gewalt und Menschenfeindlichkeit wenden. www.demokratie-leben.de. Die Leitlinien weiterer Programmbereiche werden in Kürze folgen. Weitere Infos zum neuen Bundesprogramm und zum Ablauf der Interessenbekundungsverfahren: Tel.: 035773/7399–0, E-Mail: regiestelle@bafza.bund.de

Familie 

Das Bundeskabinett hat am 20.10.2014 den Gesetzentwurf zur besseren Vereinbarkeit von Familie, Pflege und Beruf beschlossen. Die bestehenden Gesetze zur Pflegezeit und Familienpflegezeit werden jetzt besser miteinander verzahnt und gemeinsam weiterentwickelt: Zentrale Neuerungen sind der Rechtsanspruch auf Familienpflegezeit, der Anspruch auf Förderung durch ein zinsloses Darlehen sowie die Einführung des Pflegeunterstützungsgeldes als Lohnersatzleistung bei kurzzeitiger Arbeitsverhinderung. Auch wird künftig eine Freistellung möglich sein, wenn ein pflegebedürftiges minderjähriges Kind außerhäuslich betreut werden soll. Eine Begleitung in der letzten Lebensphase findet ebenfalls Berücksichtigung. Die Gesamtdauer der Freistellungsmöglichkeiten, die auch kombiniert werden können, beträgt insgesamt 24 Monate. Darüber hinaus wird der Kreis der pflegebedürftigen nahen Angehörigen zeitgemäß erweitert. Künftig werden auch Stiefeltern, Schwägerinnen und Schwäger sowie lebenspartnerschaftsähnliche Gemeinschaften einbezogen. Diese Neuregelungen sollen zu Beginn 2015 in Kraft treten. Weitere Infos: http://www.bmfsfj.de/. 

Die Faktion Die Linke will den Ausbau der öffentlichen Kinderbetreuung beschleunigen und ihre Qualität verbessern. In einem entsprechenden Antrag http://dip21.bundestag.de fordert sie die Bundesregierung deshalb auf, ein Kita-Qualitätsgesetz vorzulegen. Außerdem müsse sich der Bund stärker als bisher an den Kosten des Kita-Ausbaus beteiligen.  

AM  Mittwoch, den 26. November zeigt 3sat/die woche um 23.55 Uhr in der Reihe Exclusiv - Die Reportage: „Im Zweifel gegen den Patienten?“ Der Kampf um die Pflegestufe Film von Thomas Schneider und Gottlob Schober. Für viele alte Menschen ist es eine Schicksalsfrage: Wird mir eine Pflegestufe bewilligt, oder bleibt mir die Hilfe verwehrt? Darüber entscheiden die Gutachter des Medizinischen Dienstes der Krankenversicherung (MDK). Doch viele der Gutachten sind fragwürdig: Menschen werden entweder gar nicht oder in eine falsche Pflegestufe eingruppiert. Kranke Menschen werden zu früh wieder arbeitsfähig geschrieben. Laut Gesetz sind die MDK-Gutachter in ihren Entscheidungen unabhängig, jedoch berichten Experten und Insider über Druck, Gutachten zugunsten der Krankenkasse auszustellen. Mit jeder Ablehnung sparen sie Geld. Die Reportage „Im Zweifel gegen den Patienten?“ zeigt den Kampf Betroffener um Gerechtigkeit.  

Bundesfamilienministerin Manuela Schwesig (SPD) will den Bezug von Elterngeld bei gleichzeitiger Teilzeitarbeit flexibler gestalten und ausbauen. Dies sieht ein Gesetzentwurf der Bundesregierung http://dip21.bundestag.de zur Einführung des sogenannten „Elterngeld Plus“ mit einem Partnerschaftsmodus vor. Zudem sollen sich Eltern die Elternzeit insgesamt flexibler einteilen können. 

Mit der Unterzeichnung der Agenda durch die Gestaltungspartner der „Allianz für Menschen mit Demenz“ haben Bundesfamilienministerin Manuela Schwesig und Bundesgesundheitsminister Hermann Gröhe das Startsignal für die Umsetzung der Ergebnisse aus der zweijährigen Arbeitsphase gegeben. Damit ist der Grundstein für eine nationale Demenzstrategie gelegt. Unter dem Vorsitz der beiden Bundesministerien und dem Ko-Vorsitz der „Deutschen Alzheimer Gesellschaft e.V. - Selbsthilfe Demenz“ haben die kommunalen Spitzenverbände, die relevanten Spitzenverbände aus dem Bereich Pflege und Gesundheit, der Wissenschaft und der Zivilgesellschaft sowie die Länder in einem intensiven Diskussionsprozess konkrete Maßnahmen zur Verbesserung der Lebenssituation der an Demenz erkrankten Menschen und ihrer Angehörigen vereinbart. Rund 1,5 Millionen Menschen sind heute in Deutschland an Demenz erkrankt. Jährlich erkranken 300.000 Menschen neu, wodurch die Gesamtzahl an Menschen mit Demenz jährlich um ca. 40.000 zunimmt (Differenz Neuerkrankungen zu Sterbefällen). So leben in Familien, Nachbarschaft und Quartier künftig immer mehr Menschen mit Demenz. Die Krankheit wird oftmals tabuisiert: Erkrankte und Angehörige fühlen sich isoliert, erforderliche Hilfe und Unterstützung unterbleiben. Daher hat die Bundesregierung die „Allianz für Menschen mit Demenz“ als eines der Handlungsfelder der Demografiestrategie ins Leben gerufen. Weitere Infos: http://www.allianz-fuer-demenz.de, http://www.bmfsfj.de, http://www.bmg.bund.de. 

Der Bundestag soll nach Willen der Bundesregierung das revidierte Europäische Übereinkommen vom 27. November 2008 über die Adoption von Kindern ratifizieren. Dazu hat sie einen entsprechenden Gesetzentwurf http://dip21.bundestag.de vorgelegt. Laut Darstellung der Bundesregierung besteht nur technischer Anpassungsbedarf im deutschen Recht. So müsse eine Frist im Adoptionsvermittlungsgesetz künftig anders berechnet werden. Die gesetzliche Anpassung soll „alsbald“ erfolgen. Das Übereinkommen modernisiert laut Begründung des Entwurfs ein gleichnamiges Übereinkommen von 1967 und nimmt zudem Regelungen aus weiteren europäischen und UN-Konventionen auf. In dem Übereinkommen wird den Staaten unter anderem die Möglichkeit eingeräumt, so genannte Sukzessivadoptionen durch Lebenspartner zuzulassen. Darauf sei die Bundesrepublik Deutschland „angewiesen“, da durch ein Urteil des Bundesverfassungsgerichts Anfang 2013 das Verbot dieser Adoptionsart aufgehoben wurde. Ein entsprechendes Gesetz zur Umsetzung des Urteils trat Ende Juni 2014 in Kraft.

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Fortbildung/Tagungen

Am 12. Dezember 2014 veranstaltet der Deutsche Verein für öffentliche und private Fürsorge e.V. die Fachveranstaltung: „Lokale Allianzen für Menschen mit Demenz“ im Hotel Aquino in Berlin-Mitte. Die wachsende Anzahl demenzkranker älterer Menschen stellt die kommunale Altenhilfe und Seniorenpolitik sowie Dienste und Einrichtungen vor neue Herausforderungen. Durch ein Förderprogramm des Bundes sollen bis zum Jahr 2016 bundesweit bis zu 500 Lokale Allianzen für Menschen mit Demenz ins Leben gerufen werden, die direkt vor Ort Menschen mit Demenz und ihren Angehörigen Hilfen zum Verbleib im sozialen Umfeld und notwendige Unterstützung bieten sollen (ähnlich den Bündnissen für Familien). Die Erfahrungen der Mehrgenerationenhäuser, die spezielle Angebote für diese Zielgruppe entwickelt haben und umsetzen, werden einbezogen. Es geht dabei um die Bündelung und Vernetzung der Potenziale von Bürgern, Vereinen, Gewerbe, Bildungseinrichtungen, Politik und Kommunalverwaltung. Ziel ist es, die Lebenssituation der Menschen mit Demenz und ihrer Angehörigen nachhaltig zu verbessern.
Ziel des Fachtages ist es, einer breiten Fachöffentlichkeit die Möglichkeit zu bieten, das Thema und den Stand der erreichten Praxis vertieft zu diskutieren. Er will Anregungen für die konzeptionelle und praktische Weiterentwicklung lokaler Infrastruktur geben, die auch das ehrenamtliche und bürgerschaftliche Engagement einschließt. Bereits bestehende gute Praxis in den beteiligten Kommunen wird vorgestellt. Zielgruppe sind Kommunen, Mitarbeiter aus der Altenhilfe, Altenplanung und Sozialplanung, Mehrgenerationenhäusern, Seniorenorganisationen, Verantwortliche aus Politik, Verwaltung, Wohnungswirtschaft und Zivilgesellschaft, Wissenschaftler und Interessierte aus dem Bereich der Seniorenpolitik. Online Anmeldung: http://www.deutscher-verein.de.

Die Caritas im Erzbistum Paderborn fördert angehende Führungskräfte. Bei einer Abschlussveranstaltung zum Projekt „In Führung gehen 2.0“ im Paderborner Forum St. Liborius erhielten 22 Führungstalente, sogenannte Mentees, ihre Urkunden. Beteiligt an dem 18-monatigen Projekt sind neben dem Diözesan-Caritasverband Paderborn und dem Caritasverband Dortmund, bei denen die Federführung liegt, auch die Caritasverbände Brilon, Hagen, Hamm und Paderborn. Das Ziel sei es, „Mitarbeiter von heute als Führungskraft von morgen“ zu qualifizieren, erklärt Projektkoordinatorin Kirsten Eichenauer von der Caritas Dortmund. Dort war das Projekt „In Führung gehen“ auch entstanden. Bereits 2008 zeichnete sich ab, dass Führungspositionen nicht mehr leicht zu besetzen waren. „Und dieses Problem wird sich weiter verschärfen“, sagt Lovely Sander. Das Projekt sieht neben der Begleitung durch einen Mentoren und dem Austausch mit anderen Mentees Kurse unter anderem zu den Themen Führungsinstrumente, Projektmanagement, Wirtschaftlichkeit sowie christliche Unternehmenskultur vor. Wegen der positiven Erfahrungen soll das Projekt „In Führung gehen“ eine Neuauflage voraussichtlich im Frühjahr 2015 erfahren. Daran haben schon zehn örtliche Caritasverbände ihr grundsätzliches Interesse bekundet. Gekürzte Pressemeldung des DICV Paderborn vom 08.10.2014 

VIR-Trainer-Ausbildung: VeränderungsImpulse setzen bei Rechtsorientierten Jugendlichen und jungen Erwachsenen. VIR ist ein Fortbildungskonzept für Personen, die beruflich oder ehrenamtlich mit rechtsorientierten Jugendlichen oder jungen Erwachsenen im Kontakt sind. Das Ziel des VIR-Konzepts ist es, in Alltagssituationen Impulse zu setzen, die zur Veränderung motivieren und den Prozess der Veränderung unterstützen http://www.vir.nrw.de. Im Rahmen des Modellprojekts VIR werden erstmalig Trainer ausgebildet. Die Ausbildung richtet sich an Fachkräfte aus der Rechtsextremismusprävention und politischen Erwachsenenbildung sowie an Fachberater/-innen aus der Kinder-, Jugend- und Familienhilfe. Wichtig sind Erfahrungen in der Leitung von Gruppen und die Bereitschaft, auf Anfrage in der eigenen Region dreitägige VIR-Trainings im Tandem durchzuführen. VIR-Trainer/-innen arbeiten immer zu zweit. Bitte melden Sie sich deswegen möglichst als Tandem an. Falls Sie keine/n Tandem-Partner/in haben, halten Sie bitte Rücksprache mit uns. Die Trainer-Ausbildung findet vom 25. bis zum 28. November 2014 in Oer-Erkenschwick statt. VIR ist ein Kooperationsprojekt des AK Ruhr gegen rechtsextreme Tendenzen bei Jugendlichen, der Katholischen Landesarbeitsgemeinschaft Kinder- und Jugendschutz NW e.V. sowie des Ministeriums für Inneres und Kommunales NRW (Aussteigerprogramm für Rechtsextremisten). VIR wird fachlich begleitet durch das LWL-Landesjugendamt Westfalen. Informationen und Anmeldung: www.vir.nrw.de. Katholische Landesarbeitsgemeinschaft Kinder- und Jugendschutz NW e.V., Salzstraße 8, 48143 Münster, Tel.: 0251/54027, Fax: 0251/518609
E-Mail: info@thema-jugend.de, www.thema-jugend.de 

Der Wurm muss dem Fisch schmecken, nicht dem Angler! Mit diesem Zitat im Titel bietet die Fortbildungs-Akademie des DCV vom 24. bis 26. März 2015 erstmalig ein Seminar zur wirksamen Öffentlichkeitsarbeit für die soziale Arbeit an. Mitarbeiter in sozialen Diensten und Einrichtungen stehen vor der Herausforderung, neben ihren anderen Aufgaben für Marketing und Öffentlichkeitsarbeit vor Ort sinnvolle und leistbare Maßnahmen zu entwickeln. Was heißt Marketing oder Öffentlichkeitsarbeit für soziale Anliegen und Angebote? Wen wollen wir mit unseren Maßnahmen erreichen? Muss man immer viel Geld in die Hand nehmen, um wirkungsvoll zu sein? In diesem Seminar wird an solchen und ähnlichen Fragen und möglichen Antworten gearbeitet. Das Seminar richtet sich an Mitarbeitende in Einrichtungen und Diensten der Caritas und anderer sozialer Dienstleister, die u.a. mit Marketing beschäftigt sind - ohne dass sie eine spezielle Qualifikation in diesem Bereich haben.  Ausschreibung und Anmeldeformular: http://www.fak-caritas.de.  

Die Fortbildungs-Akademie des Deutschen Caritasverbandes e.V. hat ihr neues Jahresprogramm 2015 „Lernen von Personen und Organisationen im Verband herausgegeben. Fortbildungs-Akademie des Deutschen Caritasverbandes e.V., Wintererstr. 17-19, 79124 Freiburg, Tel. 0761/200-538, Fax -199, E-Mail akademie@caritas.de , Internet: www.fak.caritas.de, www.caritas-akademien.de.  

„Was mich trägt und was ich suche. Wie kann religiöse Inspiration und Kommunikation in Caritasorganisationen gelingen?“ 8. Forum für Theologie und Caritas vom 10./11. Februar 2015 in Frankfurt. „Mein Glaube ist meine Privatsache.“ Diese Aussage ist nicht selten, durchaus auch in der Caritas. Gleichzeitig arbeiten solche Mitarbeitende meist nicht nur fachlich kompetent, sondern hoch motiviert und identifiziert in den Diensten und Einrichtungen der Caritas. Woran glauben sie, und inwieweit steht dieser Glaube in Verbindung zur christlichen Tradition? Ist es wichtig, dass Mitarbeitende in der Caritas über den eigenen Glauben miteinander ins Gespräch kommen oder soll und muss der eigene Glaube abgesehen von den Vorgaben der Grundordnung Privatsache bleiben? Erfordert das Gespräch über Glauben theologisches Basiswissen - und wenn ja, welche Formen religiöser Bildung sind geeignet? Diese und ähnliche Fragen werden im Forum 2015 thematisiert.
Das Forum Theologie und Caritas ist das alljährliche Austauschforum für theologisch Interessierte und Theologen auf der Ebene des Deutschen Caritasverbandes e.V.  Weitere Infos: http://www.meine-caritas.de. Zur Online-Anmeldung: http://www.fak-caritas.de.  

Auch im nächsten Jahr veranstaltet die Arbeitsgemeinschaft Kinder- und Jugendschutz (AJS) Landesstelle Nordrhein-Westfalen e.V. wieder eine zertifizierte Weiterbildung zum Thema "Kinder- und Jugendarbeit ... aber sicher! Prävention von sexuellen Übergriffen in Vereinen und Verbänden". für haupt- und ehrenamtliche Fachkräfte in der Kinder- und Jugendarbeit. Die Weiterbildung besteht aus drei Wochenendseminaren, jeweils freitags von 16 bis 19 Uhr und samstags von 9 bis 17 Uhr. Termine: 20./21. März, 24./25. April, 05./06. Juni 2015. Weitere Infos: http://www.ajs.nrw.de. Tagungsort ist das Mercure Hotel Köln City, Friesenstraße 44-48, 50670 Köln. Dort werden die Teilnehmer auch übernachten. Natürlich erhalten Sie Vollverpflegung. Die Gruppe wird aus 20 Personen bestehen. Diese Plätze sind erfahrungsgemäß recht schnell besetzt – also nicht zu lange mit der Anmeldung warten. Die Kosten betragen für alle drei Wochenenden mit Übernachtung im Einzelzimmer, Verpflegung, Getränken und umfangreichen Tagungsunterlagen 400,- Euro. Gisela Braun, Arbeitsgemeinschaft Kinder- und Jugendschutz (AJS). Landesstelle Nordrhein-Westfalen e.V., Poststr. 15 – 23, 50676 Köln, Tel.: 0221/921392-17, Mail: gisela.braun@mail.ajs.nrw.de, www.ajs.nrw.de.   

Vorankündigung auf die am 13.03.2015 in Köln stattfindende eintägige Fortbildung zum Thema: „Emotionale und soziale Kompetenzen zur Förderung von Kindern und zur Begleitung von Eltern durch pädagogische Fachkräfte“, Veranstalter der Tagung :
Prof. Dr. Rüdiger Kißgen, Universität Siegen, Prof. Dr. Norbert Heinen, Universität zu Köln
Weitere Hinweise zu den Workshops finden Sie auf der Homepage unter http://www.praxisforumkindheit.de.   

Programm 2014/154der Katholische Stiftungsfachhochschule München Institut für Fort- und Weiterbildung Forschung und Entwicklung, Preysingstraße 83, 81667 München, Tel.: 089/48092-1279, 089/48092-1423, Fax. 089/48092-1902, Internet: www.ksfh.de 

Soeben erschienen ist das Jahresprogramm 2015 der Kaiserswerther Diakonie für den Bereich Bildung und Erziehung. Bezug: Alte Landstraße 179c, 40489 Düsseldorf, Tel.: 0211/409-3000, Fax: -3111, E-Mail kws@kaiserswerther-diakonie.de, www.kaiserswerther-seminare.de.  

„fluter“, Zeitschrift der Bundeszentrale für politische Bildung Nr. 43 trägt den Titel „Bildung. Was weiß ich denn“. Bildung wird noch zu stark als Funktion ökonomischer Wertschöpfungsketten gesehen. Das Ziel einer möglichst schnellen Ausbildung ersetzt zu oft jenes des allmählichen geistigen Reifeprozesses. Der große bildungspolitische Skandal Deutschlands ist aber, dass ein „Aufstieg durch Bildung“ für viele unrealistisch geworden ist. Eine zunehmende Privatisierung der Bildung macht zudem aus einem öffentlichen Gut ein Privileg der Besserverdienenden. Immerhin, es wird auch in Deutschland vieles getan. Bildung ist die Freiheit, die wir uns nehmen müssen. Ob Bildung gelingt, dafür trägt nicht nur die Allgemeinheit, sondern letztlich jeder selbst Verantwortung. Es lohnt sich so oder so. Wenn Bildung gelingt, bewegen wir uns in einer besseren Form des Lebens. www.bpb.de

Jugendhilfe 

Das neue Aktionsheft „Wer ist arm?“ der youngcaritas ist erschienen. Der Kampf gegen Armut und die Unterstützung der betroffenen Menschen sind Herzensanliegen der Caritas. Die youngcaritas bietet in ihrem zweiten Aktionsheft für junge Menschen unter dem Titel „Wer ist arm?“ Informationen und Aktionsideen unter folgenden Stichworten: Sichtbare Armut, versteckte Armut, Straßenkinder, Chancenarmut, Schulden und weltweite Armut. Von Obdachlosigkeit, über Patenprojekte für jüngere Schüler(innen) bis hin zu alternativem Konsum und Upcycling werden viele Aspekte rund um das Thema Geld oder eben kein Geld sowie den Mangel an Möglichkeiten angesprochen. Das Aktionsheft richtet sich an Jugendliche von 13 bis 18 Jahren und an diejenigen, die mit ihnen zum Thema Armut Aktionen starten wollen. Unter www.youngcaritas.de können weitere Exemplare bestellt werden. In Kürze finden sich dort auch zusätzlich Unterrichtsmaterialien und weiterführende Links.

Sozialpolitik“ ist ein Medienpaket für Schülerinnen und Schüler. Es umfasst mehrere Informationsangebote zu den Themen Sozialpolitik in Deutschland und Europa, Ausbildung, Arbeitswelt und soziale Sicherheit, in Form von Arbeitsheften, Overhead-Folien, Plakaten und einer barrierefrei aufbereiteten Internetplattform. http://www.bmas.de

Jeder siebte Jugendliche (14 Prozent) im Alter von 10 bis 18 Jahren ist im Internet gemobbt worden. Das geht aus einer repräsentativen Umfrage des Hightech-Verbands BITKOM hervor. In absoluten Zahlen entspricht das rund einer Million Fälle. „Mobbing im Internet ist unter Jugendlichen ein verbreitetes Phänomen. Die Folgen können dramatisch sein und bis zum Suizid reichen“, sagt BITKOM-Hauptgeschäftsführer Dr. Bernhard Rohleder. Im Zusammenhang mit Mobbing im Internet machen die Jugendlichen weitere unangenehme Erfahrungen. So geben 10 Prozent der Jugendlichen von 10 bis 18 Jahren an, dass über sie im Internet Lügen verbreitet worden sind. Bei den 16- bis 18-Jährigen liegt der Anteil sogar bei 16 Prozent. Vier Prozent der 10- bis 18-Jährigen sagen, dass jemand peinliche Fotos von ihnen im Internet veröffentlicht hat (16 bis 18 Jahre: 9 Prozent). Das Spektrum der Gehässigkeiten im Web reicht von subtilen Formen wie dem Ausschluss aus bestimmten Chat-Gruppen bis zur Gründung so genannter Hass-Webseiten, die nur dem Ziel dienen, eine bestimmte Person zu beleidigen oder schlecht zu machen. Infos: http://www.klicksafe.de, http://www.mobbing-schluss-damit.de/, http://www.buendnis-gegen-cybermobbing.de/, https://www.i-kiz.de. 

Mit der 25. BAföG-Novelle will die Bundesregierung zahlreiche Reformen durchführen. Bündnis 90/Die Grünen wirft der Bundesregierung jedoch vor, diese nur „halbherzig“ anzugehen. Hinzu kommt, dass die Verbesserungen erst zum Wintersemester 2016/17 greifen sollen. Das „ist weder generationen- noch chancengerecht“, schreiben die Grünen in ihrem Antrag http://dip21.bundestag.de.  

THEMA JUGEND, Heft 3/2014 ist erschienen: FREIRAUM UND KONTROLLE. Wie steht es um die Jugendlichen, mit denen Sie beruflich zu tun haben? Stehen sie unter ständiger (Leistungs-)Kontrolle und gesellschaftlichem Normierungsdruck oder lassen sie sich treiben und genießen ihre Freiheit? Wahrscheinlich ein Stück von beidem. Einerseits gibt es die Meinung, dass Jugendliche heute durch G8, Ganztag und unendlich viele andere Angebote „überpädagogisiert“ werden und ihnen kaum noch Raum zur freien – auch fehlerfreundlichen – Entfaltung bleibt. Andererseits berichten Jugendliche aus dem eigenen sozialen Nahraum auch heute noch von ausgedehntem, zweckfreiem Zusammensein mit ihren Freunden.
In dieser Ausgabe von THEMA JUGEND geht es um die Jugend zwischen Freiraum und Kontrolle. Nora Gaupp und Christian Lüders klären in ihrem Artikel, was die Jugendforschung über die Jugendlichen von heute aussagen kann und was nicht. Eva Bolay stellt im Interview dar, wie sich das Gehirn in der Pubertät verändert. Anselm Böhmer erläutert, wie Jugendliche sich öffentlichen Raum aneignen und welche Bedeutung dieses – oft ungern gesehene – Verhalten für die Entwicklung hat. Christopher Roch formuliert, wie die Offene Kinder- und Jugendarbeit auf Ganztagsschulen und gesellschaftliche Normierungen reagieren sollte. Drei Geschäftsführerinnen von anderen Landesstellen für Kinder- und Jugendschutz diskutieren darüber, welche Fragen heute im Jugendschutz virulent sind und wie er sich verändert. Das Thema der Ausgabe schwingt auch im Kommentar von Sarah Primus mit, die mehr Freiräume für junge Menschen fordert. THEMA JUGEND kostet 2,- Euro pro Exemplar zzgl. Versandkosten. Bestelladresse: Katholische Landesarbeitsgemeinschaft Kinder- und Jugendschutz NW e.V., Salzstraße 8, 48143 Münster, Tel.: 0251/54027, Fax: 0251/518609, E-Mail: info@thema-jugend.de 

Das Bundeskriminalamt hat 2013 insgesamt 4.317 Hinweise zu kinderpornographischen Inhalten im Internet zum Zweck der Löschung statistisch erfasst. Das geht aus einer Unterrichtung der Bundesregierung http://dip21.bundestag.de hervor. Der überwiegende Anteil, 82 Prozent, der Inhalte wurde demnach auf Servern von Anbietern im Ausland gespeichert. Bei inländisch gespeicherten Inhalten tritt das BKA direkt an die Host-Anbieter heran, um eine Löschung der Inhalt zu erreichen und strafrechtlich zu ermitteln. Laut Bericht sind 80 Prozent aller Inhalte in Deutschland innerhalb von zwei Tagen nach Eingang des Hinweises beim BKA gelöscht. Nach einer Woche seien es 99 Prozent, nach spätestens zwei Wochen seien die Inhalte zu 100 Prozent gelöscht, heißt es in der Unterrichtung. Im Vergleich zum Vorjahr habe sich die Löschquote nach zwei Tagen um neun Prozentpunkte verschlechtert. Laut Berichte liegt dies wohl an „erschwerten Umständen“ bei der Ermittlung des tatsächlichen Verantwortlichen. Die Löschquote nach einer Woche habe sich dagegen um einen Prozentpunkt verbessert. Bei kinderpornographischen Inhalten, die im Ausland gespeichert werden, fallen die Löschquoten geringer aus. Grund dafür seien ein komplexerer Verfahrensablauf und eine größere Anzahl beteiligter Stellen, heißt es in der Unterrichtung

Die Fraktion Die Grünen/Bündnis 90 fordert eine bessere Prävention, um die Verbreitung von Nacktbildern von Kindern und Jugendlichen einzudämmen. Zudem müssten die Opfer dieser Form des sexuellen Missbrauchs mehr und bessere Hilfe bekommen. In einem entsprechenden Antrag http://dip21.bundestag.de fordert die Fraktion die Bundesregierung deshalb unter anderem auf, Maßnahmen zu ergreifen, damit Kinder und Jugendliche besser über ihre Rechte am eigenen Bild informiert und ihre Kinder für dieses Thema sensibilisiert werden. Zudem müssten gesetzliche Regelungen erarbeitet werden, um die Medienkompetenz von Kindern, Jugendlichen, Eltern und des pädagogischen Fachpersonals in dieser Thematik zu erhöhen. 

Uneingeschränkte Rechte für junge Flüchtlinge! In Nordrhein-Westfalen leben viele Kinder und Jugendliche, die aufgrund von Kriegen, Terror und Verfolgung aus ihren Heimatländern flüchten mussten. Viele von ihnen leben ohne ihre Eltern und Familien bei uns. Ihnen müssen im Sinne der Chancengleichheit, wie sie in der UN-Kinderrechtskonvention festgeschrieben ist, dieselben Rechte zukommen wie allen anderen Mädchen und Jungen. Die Aktionsgemeinschaft Junge Flüchtlinge in NRW appelliert daher weiterhin an Bund, Länder und Kommunen, die asyl-, aufenthalts- und sozialrechtlichen Grundlagen zu überprüfen und an die Bestimmungen der UN-Kinderrechtskonvention anzupassen. Kontakt: Aktionsgemeinschaft Junge Flüchtlinge in NRW, c/o Deutscher Kinderschutzbund, Landesverband NRW e.V., Martina Huxoll-von Ahn, Hofkamp 102, 42103 Wuppertal, Tel.: 0202/7476588-0, Fax 0202/7476588-10, m.huxoll@dksb-nrw.de, www.dksb-nrw.de. 

Europäische Lernpartnerschaft „Learning versus crisis“.  Gabriele Krings, Mitarbeiterin des SKM Lingen e.V. und seit März 2014 im Vorstand des Präventionsnetzwerkes Finanzkompetenz e.V., war als Stakeholder am europäischen Lernpartnerschaftsprojekt „Learning versus crisis“ beteiligt. Ergebnisse und Erfahrungen aus dem Lingener Präventionsprojekt „Jugend, Geld und Konsum – Krötenwerkstatt“ wurden unter dem Arbeitstitel „Household Budget“ (Familienbudget) gemeinsam mit den anderen EU-Partnern diskutiert und ausgetauscht. Neben Deutschland waren Organisationen der Erwachsenenbildung aus Italien, Ungarn, Irland, Finnland, Türkei, Belgien, Portugal und Spanien an diesem europäischen Projekt beteiligt. Ziel des Projektes: Den von Armut und sozialer Ausgrenzung gefährdeten Menschen in Europa Hilfestellungen in ihrem Alltag zu geben, aus den Erfahrungen anderer europäischer Länder zu lernen und den Blick „über den Tellerrand hinaus“ zu schärfen. Folgende Themen waren Gegenstand der gemeinsamen Arbeit: Familienbudget / Gesundheit / familiäre Erfordernisse / Arbeitslosigkeit / Wiederverwertung und eventueller Tauschhandel. Das Abschlusstreffen fand im Juni 2014 in Budapest statt. Ergebnisse finden Sie auf der Webseite www.learningvscrisis.eu sowie unter: http://www.learningvscrisis.eu. 

BIBB-Neuerscheinung: Schwacher Schulabschluss - und dennoch rascher Übergang in Berufsausbildung? Jugendliche mit Hauptschulabschluss haben besonders große Probleme, eine betriebliche Ausbildungsstelle zu finden. Einige können unmittelbar nach Verlassen der Schule eine Berufsausbildung beginnen; andere hingegen münden zunächst in eine Maßnahme im Übergangsbereich Schule - Beruf. In der BIBB-Übergangsstudie 2011 wurden 87 statistische Zwillinge identifiziert, von denen ein Part bei der Lehrstellensuche erfolgreich war, während dies bei dem anderen nicht der Fall war. Die Autoren stellen die Faktoren vor, die den unmittelbaren Übergang in eine betriebliche Berufsausbildung positiv beeinflussen. Weitere Infos: www.bibb.de. 

Psychische und physische Belastungen von Fachkräften in der Kinder- und Jugendhilfe. In der aktuellen Ausgabe 4-2014 von Kinder- und Jugendschutz in Wissenschaft und Praxis stehen ausnahmsweise nicht Kinder und Jugendliche im Mittelpunkt, sondern diejenigen, die mit ihnen bzw. für sie arbeiten, die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter aus verschiedenen Handlungsfeldern der Kinder- und Jugendhilfe. Hoher Arbeitsdruck, ständiges Multitasking und Erwartung von permanenter Erreichbarkeit sind nur einige Kennzeichen unserer schnelllebigen Arbeitswelt. Psychosomatische Beschwerden, Ermüdungs- und Erschöpfungsphänomene, Burnout, Stress, Magenbeschwerden, Schlafstörungen – die Liste der Krankheiten, die aufgrund übermäßiger psychischer und/oder physischer Anforderungen der Umwelt und der Arbeitswelt entstehen können, ist lang. Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in Jugendämtern und hier besonders im Allgemeinen Sozialen Dienst sind darüber hinaus besonderen Belastungen ausgesetzt. Vor dem Hintergrund einiger tragisch verlaufener Kinderschutzfälle und der damit verbundenen öffentlichen Aufmerksamkeit müssen sie tagtäglich Entscheidungen über das Wohl von Kindern und Jugendlichen treffen. Die Autorinnen und Autoren zeigen die verschiedensten Belastungen, mit denen Fachkräfte in der Kinder- und Jugendhilfe im Arbeitsalltag konfrontiert sind auf. Konkrete Erfahrungsberichte und Hinweise auf den notwendigen Handlungsbedarf werden gegeben. Wie Fürsorge und Gesunderhaltung gewahrt und gefördert werden können, wird u.a. am Beispiel des Staff-Welfare-Konzepts von jugendschutz.net deutlich.

  • Prof. Dr. Verena Klomann: „Helfer/innen am Limit?!“ Arbeitsbedingungen und Arbeitsbelastungen in den Sozialen Diensten der Jugendämter
  • Dr. Irmhild Poulsen: „Angst, man kommt zu spät und ein Kind ist tot“ Stress und Belastungsfaktoren in der Jugendhilfe
  • Friedemann Schindler, Anette Diehl, Petra Wörsdörfer, Harald Zehe: Überlastungen vorbeugen und gegensteuern. Entwicklung eines Staff-Welfare-Konzepts für jugendschutz.net
  • Zum Umgang mit Belastungen von Fachkräften in der Arbeit mit schwierigen Fällen am Beispiel einer Fachkraft eines Kinder- und Jugendschutzdienstes in Thüringen (Interview)
  • Dr. Thea Rau, Peter Rehmann, Marie Zoé Demant, Manuel Drews, Prof. Dr. Sabine Andresen, Dr. Marc Allroggen: Studie zu sexueller Gewalt. Erreichbarkeit von Jugendlichen in Einrichtungen der Jugendhilfe und Internaten zu Fragen zu sexueller Gewalt (Fachbeitrag)
  • Sigmar Roll: Elternhaftung beim Internet – ein Grundsatzurteil in der Rechtspraxis (Recht und Rechtsprechung)

Die Ausgabe 4-2014 der Zeitschrift Kinder- und Jugendschutz in Wissenschaft und Praxis kann zum Preis von EUR 16,- (inkl. Versandkosten) bestellt werden beim Herausgeber: Bundesarbeitsgemeinschaft Kinder- und Jugendschutz, Mühlendamm 3, 10178 Berlin, Fax: 030-400 40 333, Mail: kjug@bag-jugendschutz.de . Online www.kjug-zeitschrift.de 

Forum Jugendhilfe, Zeitschrift der Arbeitsgemeinschaft für Kinder- und Jugendhilfe (AGJ) bringt in der Ausgabe 3/2014 unter anderem folgende Beiträge:
Schwerpunkt:

  • Prof. Klaus Schäfer: 65 Jahre Arbeitsgemeinschaft für Kinder und Jugendhilfe – Wege zu einer offensiven Gestalterin der Kinder- und Jugendhilfe

Im Fokus:

  • 65 Jahre AGJ: Rede von Staatsministerin Irene Alt: 65 Jahre Arbeitsgemeinschaft für Kinder- und Jugendhilfe – AGJ

Im Fokus – Deutscher Kinder- und Jugendhilfepreis 2014

  • Detlef Menzke: laut! – Das Nürnberger Partizipationsmodell für Jugendliche stellt sich vor.
  • Ina Lorenz; Susanne Feustel: Werkstatt Junge Demokratie – Empowerment von menschenrechtsorientierten Jugendlichen im ländlichen Raum Sachsen
  • Dr. Sonja Enders: Das Jugendamt im Spiegel der Medien – Zerrbild zwischen Verantwortung und Versagen?
  • Dr. Claudia Buschhorn: Frühe Hilfen – Versorgungskompetenz und Kompetenzüberzeugung von Eltern
  • Andreas Wenderoth: Making-of: Wege der Hoffnung
  • Dr. Julia von der Gathen-Huy; Dr. Jens Pothmann: Öffentlich geförderte Angebote der Kinder- und Jugendarbeit – Neue amtliche Statistik in den Startlöchern www.jugendarbeitsstatitik.tu-dortmund.deDolf Mehring; Donata Haermeyer; Evelyn Runge: Exklusive Erziehungshilfen vor dem Kollaps? Oder: Die Notwendigkeit einer umfassenden Systemänderung
  • Im Fokus – Kinder- und Jugendhilfetag
    Peter Klausch: 24/7 Kinder- und Jugendhilfe. viel wert. gerecht. wirkungsvoll

Bezug: AGJ, Mühlendamm 3, 10178 Berlin, Tel.: 030/40-200, Fax -232, www.agj.de 

Unter dem Titel „Kinder schützen – Prävention stärken“ haben die Bündnisgrünen im Bundestag einen Antrag eingebracht, der von der Bundesregierung verstärkte Maßnahmen im Bereich der Prävention fordert: http://dip21.bundestag.de „Für eine Verbesserung des Kinder- und Jugendschutzes bedarf es neben den strafrechtlicher Änderungen weitreichendere Maßnahmen. So müssen die Anstrengungen im Bereich der Opferprävention wie auch im Bereich der sogenannten Täterprävention verstärkt werden, die Opferhilfe muss bedarfsgerecht ausgebaut werden, Forschung im Bereich der Tätermotivation muss gefördert werden, medienpädagogische Kompetenzen müssen frühzeitig vermittelt werden, Aufklärungsarbeit muss gesichert werden und internationale Vorgaben müssen ernst genommen und ggf. umgesetzt werden.“ 

Kinder müssen vor unzumutbaren Inhalten im Internet geschützt werden. In dieser Einschätzung waren sich die Mitglieder der Kinderkommission, des Ausschusses Digitale Agenda und die geladenen Experten einig. Die Experten aus Wissenschaft, Forschung und IT waren sich einig, dass Prävention und Vermittlung von Medienkompetenzen den Missbrauch und verantwortungsbewussten Umgang mit den elektronischen Medien eindämmen und verbessern kann. Auf die Frage, wer denn wann verantwortlich sei, gaben die Experten gleichlautende Antworten: Die Eltern als kompetente Ansprechpartner könnten den Kindern einen vertrauensvollen Umgang mit den Medien vermitteln. Man könne und solle sich davor nicht verschließen – zum Schutz der Kinder. Denn „die digitale Volljährigkeit‘ beginnt schon mit zehn Jahren“, erklärte Professor Murad Erdemir von der hessischen Landesanstalt für privaten Rundfunk und neue Medien: „Es muss daher ein Paradigmenwechsel stattfinden, der jedermann betrifft – Eltern, Pädagogen und auch die Anbieter. Vor sexueller Gewalt im Internet könne man Kinder nicht einfach schützen. 56 Prozent der Sechs- bis Siebenjährigen starten nicht mit Social Media, sondern frei zugänglichen Onlinespielen. Innerhalb dieser Spielsphäre könnten die Spieler miteinander in einem Chat kommunizieren. Diese Chats seien Nährböden für sexuelle Gewalt gegen Kinder oder für die Vermittlung von extremistischen Inhalten Daher müssten Altersbeschränkungen eingeführt und beim Anmelden oder Kauf kontrolliert werden. Es sei besonders die Aufgabe der Anbieter solche Schutzmechanismen beispielsweise durch Filterfunktionen einzuführen: „Kinder haben ein Recht auf Schutz.“

Kampagnen/Initiativen

Was ist youngcaritas und was kannst Du tun? In unserem neuen Video http://www.youtube.com erfährst Du in 70 Sekunden, was youngcaritas ist und was Du tun kannst. Der Trick-Film stammt von Felix Tritschler, der bei youngcaritas Deutschland bis August 2014 sein Freiwillig Soziales Jahr gemacht hat Es gibt youngcaritas inzwischen an über 60 Orten - Infos über youngcaritas-Aktionen in Deiner Nähe findest Du hier: http://www.youngcaritas.de.  

Männerarbeit

Die Gemeinschaft der Katholischen Männer Deutschlands (GKMD) will sich in ihrer politischen Arbeit in der Zukunft verstärkt für den Ausbau von Männerberatungsstellen in Deutschland einsetzen. Auf seiner letzten Sitzung vor der Sommerpause hat das Präsidium der GKMD beschlossen, in enger Zusammenarbeit mit dem SKM – Katholischer Verband für soziale Dienste in Deutschland – Bundesverband e.V. und Eupax entsprechende Initiativen und Projekte auf den Weg zu bringen. Hubert Frank, Vizepräsident der GKMD, ausgebildeter Männerberater und Mitglied bei Eupax (Männertelefon), betonte bei der Sitzung, dass Männer sehr wohl Beratungsangebote nutzen, wenn diese passgenau auf ihre Bedürfnisse und Lebenslagen ausgerichtet sind und die Beratung „von Mann zu Mann“ erfolge. Dies zeigen Erfahrungen aus Österreich, wo in den letzten Jahren verstärkt Männerberatungsstellen mit professionell ausgebildeten Männerberatern eingerichtet wurden. „Dass Männer beratungsresistent sind, sei ein hartnäckiges Vorurteil“, so Frank. „Männer wollen in der Beratung einerseits einen Profi, andererseits einen ganz normalen Mann.“ In der Gemeinschaft der Katholischen Männer Deutschlands (GKMD) sind die Diözesanstellen für Männerseelsorge und 19 katholische Verbände zusammengeschlossen. Die GKMD ist Mitglied des Bundesforums Männer, des bundesweiten Interessenverbandes für Jungen, Männer und Väter. 

Die aktuellen Ausgaben von MANN Aktuell finden Sie unter: http://kath-maennerarbeit.de und: http://kath-maennerarbeit.de 

„Die neuen Väter und ihre Unternehmen“ - Vereinbarkeit von Familie und Beruf für Väter gestalten, unter diesem Motto stand 9. Multiplikatorenveranstaltung „Erfolgsfaktor Familie“, zu der das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend und der Deutsche
Industrie- und Handelskammertag (DIHK) eingeladen hatten. Im Mittelpunkt standen Ideen und Beispiele, wie Unternehmen die Vereinbarkeit von Beruf und Familie speziell für Väter ermöglichen. Wichtiger Beitrag der Politik ist das neue ElterngeldPlus, das Familien bei der partnerschaftlichen Aufteilung von Erwerbs- und Fürsorgeaufgaben unterstützen soll und von dem auch Alleinerziehende profitieren. Auch die Unternehmen leisten vielfältige Beiträge für eine bessere Vereinbarkeit von Familie und Beruf. Inzwischen bieten fast 90 Prozent der Betriebe flexible und familienfreundliche Arbeitszeiten an. In vielen Unternehmen können die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter bei Bedarf zeitweise von zu Hause aus arbeiten oder die Kinder mit an den Arbeitsplatz bringen. Als Teil des gleichnamigen Unternehmensprogramms wurde das Netzwerk „Erfolgsfaktor Familie“ im Herbst 2006 in einer gemeinsamen Initiative des Bundesfamilienministeriums und des Deutschen Industrie- und Handelskammertages ins Leben gerufen. Es ist mit derzeit knapp 5.500 Mitgliedern die bundesweit größte Plattform für alle, die sich für das Thema Vereinbarkeit von Beruf und Familie interessieren oder bereits engagieren. Unternehmen können sich kostenlos im Netzwerk registrieren. Informationen und Hinweise zur Registrierung: http://www.erfolgsfaktor-familie.de

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Sozialberatung für Schuldner

Die nächste Aktionswoche Schuldnerberatung findet vom 15. bis 19. Juni 2015 statt. Thema wird „Überschuldung und prekäre Beschäftigung“ sein.

Seit 2013 ist die Beitragspflicht für Rundfunk und Fernsehgebühren nicht mehr an das Bereithalten eines Empfangsgerätes gebunden, sondern an das Bewohnen einer Wohnung. Für jede Wohnung muss seitdem ein pauschaler Rundfunkbeitrag von 17,98 Euro gezahlt werden. Durch Übersendung einer ALG II Bescheinigung, können Bezieher von ALG II rückwirkend seit 01.01.2013 von der Beitragspflicht befreit werden. Auch eine Erstattung geleisteter Beiträge ist möglich, allerdings nur bis zum 31.12.2014. Infos: Rundfunkbeitragsstaatsvertrag §14, Abs. 5

Mit den Stimmen der SPD- und CDU/CSU-Fraktion hat der Ausschuss für Recht und Verbraucherschutz zwei Anträge der Linken http://dip21.bundestag.de zur Deckelung des Dispositions- und Überziehungskredits bei Girokonten abgelehnt. Nach dem Antrag der Linksfraktion sollen die Zinsen für eingeräumte Dispositionskredite sowie für geduldete Überziehungskredite künftig höchstens fünf Prozentpunkte über dem Leitzins der Europäischen Zentralbank (EZB) liegen dürfen. Die Grünen hingegen fordern in ihrem Antrag die Senkung der Zinsen auf ein „vertretbares Niveau“, das einerseits dem Verbraucherschutz Rechnung trägt und andererseits die Refinanzierungs- und Risikokosten der Bank berücksichtigt. Die Linke stimmte für ihren Antrag, Bündnis 90/Die Grünen enthielten sich, wohingegen die Grünen den eigenen Antrag unterstützten und die Linke sich hier enthielt.

Angesichts anhaltend hoher Dispozinsen hat Justizminister Heiko Maas (SPD) angekündigt, ein neues Gesetz zu erlassen. Es soll die Banken verpflichten, ihre Dispozinssätze auf ihrer Internetseite zu veröffentlichen. Der Minister erhofft sich davon mehr Wettbewerb und sinkende Zinsen. http://www.welt.de und https://www.test.de

Das Referat Sozialwirtschaft des DCV hat kürzlich die Auswertung seiner jährlichen Erhebung der wirtschaftlichen Lage der Rechtsträger der Caritas für das Geschäftsjahr 2013 vorgestellt. Danach beurteilten nur 7,7 % der Schuldnerberatungsstellen die Geschäftslage als gut, immerhin 56,6% als befriedigend, aber 35,7% als schlecht. Das Arbeitsfeld Schuldnerberatung schätzte seine wirtschaftliche Lage damit deutlich schlechter ein als der Durchschnitt aller Dienste und Einrichtungen. Die Anzahl der Beschäftigten im Arbeitsfeld Schuldnerberatung ist im vergangenen Jahr bei den meisten Trägern (84,1%) hingegen gleich geblieben, 11,5% hatten Zuwächse und nur 4,4% mussten Personal abbauen. Der Bericht zur wirtschaftlichen Lage der Rechtsträger der Caritas wird in einer der nächsten Ausgaben der neuen caritas detailliert vorgestellt. Weitere Infos: Jennifer Panjas, Tel. 0761 200-564, jennifer.panjas@caritas.de

Die Schutzvereinigung für allgemeine Kreditsicherung (Schufa) und andere Wirtschafts- und Kreditauskunfteien sind Gegenstand einer Antwort der Bundesregierung http://dip21.bundestag.de/ auf eine Kleine Anfrage der Fraktion Die Linke http://dip21.bundestag.de. Im Auftrag Bundesregierung erarbeiten aktuell das Unabhängige Landeszentrum für Datenschutz Schleswig-Holstein und die GP Forschungsgruppe ein Gutachten, das noch in diesem Herbst veröffentlicht werden soll. Dass Handlungsbedarf besteht, machen neuere Entwicklungen deutlich, wie bspw. das Geschäftsmodell des Internet-Startups „Big Data Scoring“. Die estnische Firma bietet Finanzdienstleistern bereits in einigen europäischen Ländern eine neue Art von Kreditausfallberechnung an. Nach dem Motto „Sag mir, wer deine Freunde sind, und ich sag dir, wer du bist“ wird die Kreditwürdigkeit eines Antragstellers anhand seiner Aktivitäten in sozialen Netzwerken wie bspw. facebook bewertet.

Kosten für Umgangsrecht kann zur Reduzierung der Barunterhaltszahlung führen. Der Bundesgerichtshof hat entschieden, dass durch Ausübung eines erweiterten Umgangsrechts entstehende Kosten zu einer Reduzierung der Barunterhaltszahlung führen können, sofern das erweiterte Umgangsrecht einer Mitbetreuung gleicht. In dem zugrunde liegenden Fall begründete sich das erweiterte Umgangsrecht dadurch, dass sich die Tochter an sieben von vierzehn Tagen beim Vater aufhielt. http://www.kostenlose-urteile.de.  

Das im August 2013 in Kraft getretene sogenannte Beitragsschuldengesetz zeigt nun offenbar doch Wirkung. Wie aus einem am Mittwoch vorgelegten Bericht der Regierung an den Gesundheitsausschuss des Bundestages hervorgeht, haben rund 55.000 Menschen von den Möglichkeiten der Entschuldung Gebrauch gemacht. Ihnen wurden insgesamt 231,6 Millionen Euro an Beitragsschulden bei Krankenversicherungen erlassen. Ferner profitierten zahlreiche Versicherte davon, dass sie erhöhte Säumniszuschläge in Höhe von insgesamt 909,4 Millionen Euro nicht zahlen mussten. Das Gesetz sollte es nicht versicherten Menschen ermöglichen, eine Krankenversicherung abzuschließen, ohne Kassenbeiträge, die sich seit Einführung der allgemeinen Versicherungspflicht 2007 automatisch angehäuft hatten, nachzahlen zu müssen. Seit August 2013 gilt zudem für alle Beitragsrückstände ein einheitlicher Säumniszuschlag von einem Prozent. Der im April 2007 eingeführte erhöhte Säumniszuschlag von fünf Prozent im Monat wurde abgeschafft. Gleichwohl war die Resonanz auf das Gesetz anfangs sehr gering.

Rund ums SGB

Das BVerfG hat im Rahmen des Vorlagebeschlusses des SG Berlin geurteilt, dass die SGB II Regelleistungen grade „noch“ hoch genug seien um nicht verfassungswidrig zu sein. Steigen die Preise für besondere Bedarfspositionen wie etwa die Preise für Strom oder Mobilität unerwartet, muss eine Anpassung vorgezogen werden, urteilt Karlsruhe. Zunächst wurde die Regelleistungsfestsetzungsmethode der Bundesregierung als zulässig erachtet, allerdings wurden eine Reihe von Anmerkungen getroffen, wo Unzulänglichkeiten vorliegen. Weitere Infos: http://forum.tacheles-sozialhilfe.de aber auch bei gegen Hartz.de: http://www.gegen-hartz.de.  

Sozialrecht - Zeitschrift für Sozialberatung aktuell“ befasst sich in der Ausgabe September/Oktober 2014 / 5/2014 mit folgenden Themen:
Abhandlungen

  • Die Amtsermittlungspflicht und die Arbeit des Außendienstes im Rahmen des § 7 Abs. 3 Nr. 3c SGB II
  • Arbeitszeitregelungen bei der professionellen Pflegebetreuung im Privathaushalt
  • Der unbestimmte Rechtsbegriff und seine Bedeutung im sozial- und zivilrechtlichen Kontext der Hilfen für behinderte Menschen – Anmerkung zum Urteil des Landessozialgerichts Baden-Württemberg vom 26.9.2012, Az.: L 2 SO 1378/11 und zum Beschluss des BGH vom 16.6.2011, Az: VII ZB 12/09

Rechtsprechung

  • Behinderungsbegriff und Fragen der Gleichbehandlung im Arbeitsleben (BAG)
  • Keine Hinderung des Landesgesetzgebers, die Regelungen des WBVG und des SGB XI durch die Heimaufsichtsbehörden überwachen lassen. (BVerwG)
  • Anspruch auf Herausgabe einer Liste mit Telefondurchwahlen gegen das Jobcenter (VG Arnsberg)

Bezug der Zeitschrift, die vom Caritasverband für die Diözese Münster e.V. herausgegeben wird, über die Nomos-Verlagsgesellschaft, Waldseestraße 3-5, 76520 Baden-Baden, Tel.: 07221/2104-0, Fax: -27.

„Soziale Arbeit“, Ausgabe Oktober/November 2014, die Zeitschrift für soziale und sozialverwandte Gebiete, beschäftigt sich unter anderem mit:

  • Regina Ehrismann: Die Soziale Arbeit mit Migranten und Flüchtlingen – Rahmenbedingungen und methodische Herausforderungen
  • Roland Kugler: Das Dublin-III-Verfahren
  • Ottmar Schickle: Menschen ohne Aufenthaltspapiere – Politische und institutionelle Rahmenbedingungen für die Soziale Arbeit
  • Beate Aschenbrenner-Wellmann: Reflexive Diversitäts- und Menschenrechtskompetenz in der Arbeit mit Migranten
  • Thomas Geisen: Flüchtlinge und Sans-Papiers als Zielgruppen Sozialer Arbeit in der Schweiz
  • Niels Espenhorst: Zwischen den Welten – Unbegleitete minderjährige Flüchtlinge zwischen Jugendhilfe- und Ausländerrecht
  • Heiko Habbe, Julian Halbeisen, Dorothee Haßkamp, Frido Pflüger, Dagmar Plum: Der Jesuiten-Flüchtlingsdienst
  • Markus Ottersbach: Regionale Soziale Arbeit mit Flüchtlingen am Beispiel Köln
  • Nivedita Prasad, Theda Borde: Alice Salomon Hochschule in der Tradition des Hull House?

Soziale Arbeit wird herausgegeben vom Deutschen Zentralinstitut für soziale Fragen (DZI), Bernadottestr. 94, 14195 Berlin, Tel.: 030/839001-0, Fax: 030/8314750 www.dzi.de, E-Mail: sozialinfo@dzi.de. 

Im Nachrichtendienst des Deutschen Vereins für öffentliche und private Fürsorge finden sich in Heft 10/2014 folgende Beiträge:

  • Wechsel in der Geschäftsführung des Deutschen Vereins
  • Moderne Beauftragtenarbeit in Kommunen
  • Qualität in der häuslichen Pflege

Bezug der Zeitschrift über: Eigenverlag des NDV, Michaelkirchstraße 17/18, 12179 Berlin, Tel.: 030/62980-0, Fax: -9521 Internet: www.deutscher-verein.de.

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Straffälligenhilfe

Die Fraktion Die Linke will die Sozialversicherungspflicht für Strafgefangene deutlich ausbauen. In einem Antrag http://dip21.bundestag.de verlangt sie von der Bundesregierung, einen Gesetzentwurf vorzulegen, der dafür sorgt, dass Strafgefangene und Sicherungsverwahrte in die gesetzliche Renten-, Kranken- und Pflegeversicherung einbezogen werden. Bisher ist dies nur für die Unfall- und Arbeitslosenversicherung der Fall. Außerdem soll die im Strafvollzug geleistete Arbeit in den genannten Versicherungen paritätisch beitragspflichtig und anspruchsbegründend werden und die Betroffenen während einer Aus- oder Weiterbildung als Beschäftigte gelten. Die Fraktion fordert außerdem einen Härtefallfonds für Opfer schwerer Gewalttaten. Ferner soll die Bundesregierung auf die Bundesländer einwirken, die Arbeitspflicht für Gefangene abzuschaffen, deren Erwerbstätigkeit angemessen zu entlohnen und ein individuelles einklagbares Recht auf Arbeit für Gefangene einzuführen.

Knast Kunst Kalender 2015. Seit einigen Jahren bemüht sich der SKM Krefeld Bilder, die in den Gefängnissen entstehen, in der Öffentlichkeit bekannt zu machen. Die häufig anerkennenswerte Kunst bliebe sonst im Verborgenen und es ist uns ein Anliegen, die Bilder zu zeigen, die davon zeugen, dass Inhaftierte Menschen mit vielen Facetten sind und nicht „nur" Straftäter. Für das diesjährige Titelbild konnten wir den in Bad TöIz geborenen und heute in Leimen lebenden Künstler Bernhard Apfel gewinnen. Der Autodidakt, mit überwältigender Liebe zu gotischer Schnitzkunst und Vorbildern wie Veit, Stoß und Tilman Riemenschneider, ist tief verwurzelt in katholischer Tradition und oberbayrischem Kunsthandwerk. Das Titelbild und zwei weitere Bilder in diesem Kalender zeigen Ausschnitte aus einem großen Altar, den der Künstler zusammen mit Inhaftierten der JVA Heidelberg geschaffen hat. Der neue Knast-Kunst-Kalender erscheint zum Preis von 10,00 EUR zzgl. Versand. Bestellungen bitte über die SKM-Homepage www.skm-krefeld.de oder telefonisch bei Hans-Dieter Schreer unter 02151/841210. Vorbestellungen sind ab sofort möglich. Unterstützt wird dieses Projekt durch die SKM-Stiftung Deutschland.

Sucht/Drogen 

Jedes Jahr sterben in Deutschland 600 junge Menschen unter 25 Jahren durch Suizid. Damit ist Selbsttötung direkt nach Verkehrsunfällen die zweithäufigste Todesursache junger Menschen in unserem Land. Dennoch wird kaum darüber gesprochen. Um auf diese erschreckende Situation aufmerksam zu machen, hat die Online-Suizidprävention (U25) der Caritas gemeinsam mit zehn Berliner Partnern die Flashmob-Aktion „600 Leben“ durchgeführt. Hierzu sind über 300 Menschen zum Brandenburger Tor in Berlin gekommen, um sich plötzlich auf ein Signal auf den Boden fallen zu lassen. Anschließend wurde ihnen die Hand gereicht um symbolisch zu zeigen: Hilfe ist möglich! Das Video zur Aktion, Fotos und einen kurzen Bericht finden Sie hier: www.u25-deutschland.de.  

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Verschiedenes

Der Caritasverband für das Bistum Essen trauert um Dr. Heinz-Horst Deichmann. „Er hat vielen tausend Menschen in Not geholfen. Und zwar großzügig, gerne und unkompliziert, weil es ihm ein Herzensanliegen war“, würdigt ihn der Bischofsvikar für die Caritas im Bistum Essen, Dr. Hans-Werner Thönnes. „Wir haben ihn immer hoch geschätzt als hilfsbereiten, engagierten Christen, der sich zuletzt vor allem auch die um verfolgten Christen im Nahen Osten gesorgt hat.“ Seit den 1980er Jahren hat Deichmann über seine Stiftung die Auslandshilfe der Caritas im Ruhrbistum mit mehreren Millionen Euro Geld- und Sachspenden unterstützt.

In Kürze erscheint: Die Geschichte über Josef in Leichter Sprache. Die alttestamentarische Geschichte über Josef und seine Brüder wird auf 64 Seiten in Leichter Sprache erzählt. Dabei wird die besondere Bedeutung der Träume in dieser Geschichte durch eine farbliche Hervorhebung markiert, welche den Lesern den Zugang zu dieser zweiten Ebene erleichtert. Besonders zu erwähnen sind dabei die vielen erklärenden Bilder des Illustrators Stefan Albers. Für die theologische und ökumenische Beratung stand uns der Arbeitskreis Theologie und Seelsorge der Bundesvereinigung Lebenshilfe beratend zur Seite. Zum Buch gibt es eine Multimedia-DVD. Mit einer digitalen Buchversion, einer Hörbuchversion und einem Gebärdenvideo der Geschichte. Denn unsere Geschichte über Josef in Leichter Sprache soll so barrierefrei wie möglich sein! Teil der Hörbuchversion ist ein modernes Kirchenlied, das der Musiker Robert Haas komponiert und produziert hat. Weitere Infos: Judith Nieder, Büro für Leichte Sprache, Projektleitung Bibeltexte in Leichter Sprache, Lebenshilfe Bremen e.V., Waller Heerstraße 55, 28217 Bremen, Tel.: 0421/3877779, Fax.: 0421/38777-9, nieder@lebenshilfe-bremen.de, www.leichte-sprache.de, www.lebenshilfe-bremen.de

„Seht, da ist der Mensch“ lautet das Leitwort für den 100. Deutschen Katholikentag in Leipzig. Ganz in der mehr als 160jährigen Tradition der Katholikentage soll gerade der 100. Deutsche Katholikentag in Leipzig Zukunftsthemen der Solidarität und des Miteinanders der Menschen aufgreifen. „Die Herausforderung, vor der wir stehen heißt: Wie kommen wir zu einer neuen und nachhaltigen Lebenskultur, die allen Menschen auf dieser Welt gerecht wir und auch die kommenden Generationen im Blick hat?“ Der 100. Deutsche Katholikentag findet vom 25. bis 29. Mai 2016 statt. Veranstalter ist das Zentralkomitee der deutschen Katholiken (ZdK), Gastgeber ist die Diözese Dresden-Meißen. 

„Zahlen und Fakten, das bedeutet Tabellen und Statistiken in öden Grautönen, endlos lange Zahlenreihen...“ Um eine solche Hemmschwelle bei Schülerinnen und Schülern nicht entstehen zu lassen, wird auf bpb.de unter der Rubrik „Zahlen und Fakten“ statistisches Material zu verschiedensten Themenbereichen grafisch übersichtlich und zugleich anschaulich bereitgestellt. Neben ihrer Funktion als Informationsmedium sind sie zudem als Anregung zum eigenen Erstellen von Diagrammen, Statistiken o.ä. im Unterricht zu verstehen. In den Zahlen und Fakten zum Thema „Bildung“ kann man Antworten darauf finden, was uns Bildung eigentlich wert ist und welche Studienfächer am beliebtesten sind. Wie viele Menschen bekommen eigentlich BAföG? Und hängt unsere politische Überzeugung etwa mit unserem Schulabschluss zusammen? Zu den Zahlen und Fakten: www.bpb.de.  Direkt zu den Zahlen und Fakten zum Thema „Bildung“: www.bpb.de.  

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Wohnraum/Wohnungslose 

Das Jobcenter darf sich zur Ermittlung angemessener Kosten der Unterkunft nicht auf eine Richtlinie des Landkreises berufen, wenn dieses Konzept hauptsächlich Mieten von Mietparteien heranzieht, die staatliche Leistungen beziehen. Ein hieraus errechneter Durchschnitt ergibt nach Auffassung des Sozialgerichts Braunschweig keinen Angemessenheitswert, der den Anforderungen des Bundessozialgerichtes entspricht. Quelle: Sozialgericht Braunschweig, Urteil vom 11. Juni 2014  http://www.sozialgericht-braunschweig.niedersachsen.de.  

Um den unterschiedlichen Wohnwünschen älterer Menschen gerecht zu werden, wurde in den vergangenen Jahren das Angebot an alternativen Wohnformen immer mehr ausgebaut. Bundesweit leben bisher jedoch nur circa zwei bis drei Prozent der über 65-Jährigen in Altenwohnungen, Senioren-WGs, Mehrgenerationenwohnprojekten oder ambulant betreuten Pflegewohngemeinschaften. „Der Bedarf an alternativen Wohnformen wird in Zukunft steigen“, erklärt Dr. h. c. Jürgen Gohde, Vorstandsvorsitzender des Kuratoriums Deutsche Altershilfe (KDA). „Die Hoffnung, dass durch das Pflege-Neuausrichtungs-Gesetz (PNG) in nennenswertem Umfang ambulant betreute Pflegewohngemeinschaften entstehen würden, hat sich nicht bestätigt. Die Fördermittel werden nicht sehr stark abgerufen. Die jetzt vorgesehene Verlängerung der Antragsfrist ist keine Lösung. Wir brauchen eine klare leistungsrechtliche Definition, ausreichende qualitätssichernde Beratungsangebote, koordiniertes Aufsichtshandeln und Ziele für Wohngruppen in einem quartiersbezogenen Gesamtkonzept." Die Hürden für die Umsetzung solcher Wohnangebote seien zudem viel zu hoch und kompliziert, ergänzt Ursula Kremer-Preiß, Wohnexpertin beim KDA. Die Länder und Kommunen müssten die Verfahrenswege zur Realisierung alternativer Wohnangebote vereinfachen und mehr Experimentierspielräume bei den rechtlichen Grundlagen eröffnen.
Zudem fordert das KDA mehr Unterstützung für die Initiatoren bei der Umsetzung solcher Wohnangebote von Seiten der Länder und Kommunen. Bisher gibt es nur in fünf Bundesländern spezielle Beratungsstellen für ambulant betreute Wohngemeinschaften. Ein weiterer Baustein für die erfolgreiche Umsetzung alternativer Wohnangebote ist laut KDA deren Einbettung in sozialraumorientierte Quartierskonzepte. Die Planung und Umsetzung von Quartierskonzepten fällt in den Zuständigkeitsbereich der Kommunen. Diese brauchen deshalb einen rechtlichen Rahmen zur Finanzierung und Umsetzung entsprechender Konzepte.  Das Kuratorium Deutsche Altershilfe entwickelt seit mehr als 50 Jahren im Dialog mit seinen Partnern Lösungskonzepte und Modelle für die Arbeit mit älteren Menschen und hilft, diese in der Praxis umzusetzen. Es trägt durch seine Projekte, Beratung, Fortbildungen, Tagungen und Veröffentlichungen wesentlich dazu bei, die Lebensqualität älterer Menschen zu verbessern. Ansprechpartnerin Simone Helck, E-Mail: presse@kda.de ; Tel.: 0221/931847-10

Gut wohnen ist ein Stück Lebensqualität, das bezahlbar sein muss. Die Bundesregierung stärkt deshalb Investitionen in Bauten, belebt den Sozialen Wohnungsbau und verbessert die soziale Absicherung des Wohnens. Die Mietpreisbremse, die das Bundeskabinett heute beschlossen hat, trägt dazu bei, dass Mieten in Ballungsräumen auch für Normalverdiener erschwinglich bleiben. Im Maklerrecht gilt künftig außerdem: Wer den Makler beauftragt, bezahlt ihn. Vor allem in den Ballungszentren sowie vielen Groß- und Hochschulstädten wächst der Wohnungsbedarf weiter. Fachleute sagen voraus, dass jedes Jahr in Deutschland mindestens 250.000 neue Wohnungen benötigt werden. Gleichzeitig gilt es, den notwendigen energetischen Umbau voranzutreiben und mehr altersgerechten Wohnraum zu schaffen. Rund 60 Prozent der Haushaltsmittel des Bundesbauministeriums - doppelt so viel wie 2013 - fließen in diesem Jahr in das soziale Wohnungswesen und die Stadtentwicklung. Der Etat steigt 2015 nochmals, und zwar zugunsten von mehr Wohngeld, Wohnungsbauprämien und der Städtebauförderung. Die Bundesregierung hat ein "Bündnis für bezahlbares Wohnen und Bauen" ins Leben gerufen. Bund, Länder, Kommunen sowie weitere Akteure arbeiten hier eng zusammen. Weitere Infos: http://www.bundesregierung.de.  

Bank für Sozialwirtschaft bietet Analysetool zur Projektprüfung Ambulant betreuter Wohngemeinschaften. In der Versorgungslandschaft für Menschen mit Hilfebedarf gelten Ambulant betreute Wohngemeinschaften als eine Wohnform mit Potenzial für die Zukunft. Zudem sind ambulante Wohnformen politisch gewollt. Unter anderem mit Blick auf die komplexen rechtlichen Rahmenbedingungen ist jedoch oft unklar, ob die geplanten Projekte wirklich umsetzungsfähig sind. Mit dem „Quick Check für Ambulant Betreute Wohngemeinschaften“ bietet die IS Immobilien-Service GmbH, ein Tochterunternehmen der Bank für Sozialwirtschaft AG, jetzt ein Analyseverfahren an, das Initiatoren und Investoren eine qualifizierte Projektbewertung ermöglicht. Der „Quick Check für Ambulant Betreute Wohngemeinschaften“ der IS Immobilien Service GmbH kostet 3.000,00 Euro zzgl. MwSt. Weitere Informationen: www.sozialbank.de
Kontakt: Britta Klemm, IS Immobilien-Service GmbH, Tel. 0221/97356-474, Fax -249, E-Mail: b.klemm@sozialbank.de

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Verbandsinterne Informationen des SKM 

Der SKFM Papenburg trauert um den am 14. Oktober im Alter von 92 Jahren verstorbenen Paul Hendrys. Er war jahrzehntelang Vorsitzender des SKFM, den er 1981aus einer Helfergruppe gründete, um sich aus christlicher Nächstenliebe heraus für Menschen einzusetzen, die auf Hilfe andere angewiesen sind. Das Wohl des Schwächeren war stets sein Herzensanliegen und Antriebsfeder seines Handelns. Sein selbstloses Engagement wurde verdientermaßen mit dem Bundesverdienstkreuz und der Emslandmedaille ausgezeichnet.

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Verbandsinterne Informationen der VKD

Ehrungen

Am 26. Oktober 2014 feierte die Vinzenz-Konferenz der Katholischen Kirchengemeinde St. Marien in Herne Eickel ihr 125jähriges Bestehen. Während eines Empfangs im Gemeindezentrum wurde sie dafür durch den Generalsekretär mit der Urkunde des Verbandes ausgezeichnet.
 

Bundesgeschäftsstelle 

Hier die voraussichtlich nächsten Erscheinungstermine:

  • KuNo 11/12    Ende November 2014

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Der Verein ist im Vereinsregister des Amtsgerichtes Düsseldorf unter der Registernummer VR 3385 eingetragen.

Vertretung des Vereins
Der Verein wird gesetzlich vertreten durch den Generalsekretär Stephan Buttgereit oder durch die Vorsitzende/den Vorsitzenden des Vorstandes, bei deren/dessen Verhinderung durch die stellvertretende Vorsitzende/den stellvertretenden Vorsitzenden, jeweils zusammen mit einem weiteren Mitglied des Vorstandes.
Der SKM ist Mitglied im Deutschen Caritasverband.

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