Klicken Sie bitte hier, wenn diese E-Mail bei Ihnen nicht richtig dargestellt wird.
 

2014-07/08

Newsletter des SKM-Bundesverbandes und der Gemeinschaft der
Vinzenz-Konferenzen Deutschlands e.V.

Inhalt

Stand: 19.08.2014

Aktuelles
Arbeitsmarkt
Asyl/Migration
Rechtliche Betreuung
Ehrenamt/Bürgerschaftliches Engagement
Familie
Fortbildung/Tagungen
Jugendhilfe
Kampagnen/Initiativen
Männerarbeit
Sozialberatung für Schuldner
Rund ums SGB
Straffälligenhilfe
Sucht/Drogen
Verschiedenes
Wohnraum/Wohnungslose
Verbandsinterne Informationen des SKM
Verbandsinterne Informationen der VKD
Bundesgeschäftsstelle
 

Aktuelles

Tagung der Bundesarbeitsgemeinschaft Kinder- und Jugendschutz e.V. (BAJ) und des SKM – Katholischer Verband für soziale Dienste in Deutschland – Bundesverband e.V. am 18. September 2014 im Maternushaus in Köln Die heutige Medienlandschaft und ihre Angebote sind vielfältig und bunt. Kinder und Jugendliche wachsen wie selbstverständlich damit auf. Medien gehören unmittelbar zu ihrer Lebenswelt. Sie nutzen die Medien zur Identitätsarbeit ebenso wie zur Gestaltung sozialer Beziehungen. Für Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in Einrichtungen der Kinder- und Jugendhilfe stellen sich die Angebote und die verschiedenen Nutzungsmöglichkeiten sowie die möglichen Gefahren nicht immer eindeutig dar. Im Rahmen der Veranstaltung wird der Frage nachgegangen, was sich hinter WhatsApp, Facebook, YouTube, Sexting und Grooming verbirgt. Medienexpertinnen und -experten geben Einblick in die Medienangebote und die Mediennutzung und zeigen Möglichkeiten auf, wie Fachkräfte mit Kindern und Jugendlichen darüber ins Gespräch kommen können. Darüber hinaus werden auch die rechtlichen Aspekte des Themas in den Blick genommen. Die Veranstaltung findet in Kooperation zwischen der Bundesarbeitsgemeinschaft Kinder- und Jugendschutz e.V. (BAJ) und dem SKM – Katholischer Verband für soziale Dienste in Deutschland – Bundesverband e.V. statt. Weitere Informationen: http://www.bag-jugendschutz.de.

Stellenanzeige: Die Kirchliche Arbeitsstelle für Männerseelsorge und Männerarbeit in den deutschen Diözesen e.V., eine Einrichtung der Deutschen Bischofskonferenz, sucht zum nächstmöglichen Zeitpunkt eine/n Referentin/en (50% der Regelarbeitszeit). Zu den Aufgaben gehören u.a. die organisatorische und inhaltliche Mitgestaltung von Tagungen und Projekten, Mitwirkung bei Publikationen, Beobachtung und Auswertung der einschlägigen Fachliteratur sowie die inhaltliche Betreuung der Homepage der Arbeitsstelle. Wir erwarten  ein abgeschlossenes Studium der Theologie, Religionspädagogik und/oder Sozialpädagogik, gute Kommunikations- und Kontaktfähigkeit, Erfahrungen in diözesaner oder verbandlicher Arbeit und / oder (kirchlicher) Männerarbeit. Unverzichtbar ist eine persönliche Identifikation mit dem Glauben, den Aufgaben und Zielen der Katholischen Kirche. Die Vergütung orientiert sich nach den KODA-Richtlinien des Bistums Fulda (analog TV-Land Entgeltgruppe 10). Die Stelle ist auf zwei Jahre befristet. Bitte senden Sie Ihre Bewerbungsunterlagen bis zum 5. September 2014 an: Kirchliche Arbeitsstelle für Männerseelsorge und Männerarbeit in den deutschen Diözesen e.V., z. H. Herrn Dr. Andreas Ruffing, Neuenberger Str. 3-5, 36041 Fulda

„Kann denn Liebe Sünde sein? Ermutigung zu einer sensiblen Sexualpädagogik innerhalb der katholischen Kirche. Zum zweiten Mal veranstaltet die Katholische Bundesarbeitsgemeinschaft Kinder- und Jugendschutz, in der der SKM aktives Mitglied ist, die Fachtagung, diesmal am 27.11.2014 in Freiburg. Nähere Informationen unter: www.skmev.de Fortbildungen/Tagungen.

zurück zum Seitenanfang

Arbeitsmarkt

Bundesweite Kampagne von Erwerbslosengruppen: AufRECHT bestehen: Kein Sonderrecht im Jobcenter! Über 60 Erwerbslosenorganisationen rufen zu der Kampagne „AufRECHT bestehen: Kein Sonderrecht im Jobcenter!“ auf. Zwischen dem 22. September und dem 2. Oktober soll mit  gemeinsamen, phantasievollen und auf konkrete Erfolge ausgerichtete Aktionen auf die  Missstände in den Jobcentern hingewiesen werden. Außerdem soll ein erster Protestakzent gegen die geplanten Verschlechterungen im Rahmen der so genannten „Rechtsvereinfachung im SGB II“ gesetzt werden. Am 2. Oktober soll ein bundesweiter Aktionstag stattfinden - ein erster, vorläufiger Höhepunkt der Aktivitäten im Herbst. Nähere Infos dazu unter: http://tacheles-sozialhilfe.de.

Im Jahr 2013 haben nach bisherigen Berechnungen insgesamt 151.704 Menschen in öffentlich geförderten Beschäftigungsverhältnissen gearbeitet (2010: 344.028). Das geht aus der Antwort http://dip.bundestag.de der Bundesregierung auf eine Kleine Anfrage http://dip.bundestag.de der Fraktion Bündnis 90/Die Grünen hervor. Der größte Teil der Beschäftigten, nämlich 111.423, arbeitete in Arbeitsgelegenheiten (sogenannte 1-Euro-Jobs), in der Beschäftigungsphase Bürgerarbeit wurden 28.077 Teilnehmer registriert, einen Beschäftigungszuschuss erhielten 5.296 Menschen, und das Instrument „Förderung von Arbeitsverhältnissen“ nahmen 6.907 Menschen in Anspruch.

Für eine eigenständige Anti-Stress-Verordnung zur Verringerung von psychischen Belastungen in der Arbeitswelt fehlt der Bundesregierung derzeit eine fundierte Datengrundlage. Das betont sie in ihrer Antwort http://dip21.bundestag.de auf eine Kleine Anfrage http://dip21.bundestag.de der Fraktion Die Linke. Dies sei aber nötig, um Handlungsaufforderungen an die Arbeitgeber stellen zu können, die Rechtssicherheit sowohl für die Arbeitgeber als auch für die Aufsichtsbehörden garantiert. Insbesondere sei die Frage offen, inwieweit der Stand der Forschung ausreichend ist, „mögliche Gefährdungen in ihrer Komplexität klar zu definieren“, um auf dieser Basis moderne Arbeitsformen „menschengerecht“ zu gestalten, schreibt die Regierung weiter. Um zu der nötigen wissenschaftlichen Datenbasis zu gelangen, führe die Bundesanstalt für Arbeitsmedizin und Arbeitsschutz von 2014 bis 2016 ein Forschungsprojekt „Psychische Gesundheit in der Arbeitswelt – wissenschaftlichen Standortbestimmung“ durch. Dazu gehöre am Ende auch die Vorlage von Handlungsempfehlungen zur psychischen Gesundheit. Erst danach werde das Bundesministerium für Arbeit und Soziales entsprechende Regelungen einer Arbeitsschutzverordnung prüfen, heißt es in der Antwort weiter.

Die Gemeinsame Deutsche Arbeitsschutzstrategie (GDA) hat das duale Arbeitsschutzsystem in Deutschland erfolgreich modernisiert und effizienter gestaltet – so lautet das Fazit des jetzt vorgestellten Evaluationsberichts 2008 - 2012. Die Autoren des Berichts ziehen eine positive Bilanz der ersten Strategieperiode: Unter dem Dach der GDA arbeiten die zentralen Akteure im Arbeitsschutz - Bund, Länder und gesetzliche Unfallversicherung - intensiver zusammen. „Die Komponenten des deutschen Arbeitsschutzes sind auf einem guten Weg zu einer nachhaltigen strategischen Kooperation“.Mehr unter www.gda-portal.de.

zurück zum Seitenanfang

Asyl/Migration

Aktuelle Zahlen zu Asyl, Migration sowie zur Integration bietet die Broschüre „Das Bundesamt in Zahlen 2013“. Als solide Datenbasis für die tägliche Arbeit des Bundesamts im Bereich des Asyls, der Wanderungsbewegungen und der Integrationskurse konzipiert, bildet sie auch die Grundlage für eine sachliche Diskussion um das Zuwanderungs- und Integrationsgeschehen in Deutschland. Weitere Infos: http://www.bamf.de.

Die Bundesregierung will noch in dieser Legislaturperiode die Gesundheitsleistungen für Asylbewerber reformieren. Das kündigt sie in ihrer Antwort http://dip21.bundestag.de auf eine Kleine Anfrage http://dip21.bundestag.de der Fraktion Bündnis 90/Die Grünen an. In der Antwort stellt die Bundesregierung aber auch klar, dass eine unzureichende medizinische Versorgung von Asylbewerbern nicht auf unzureichende Ansprüche nach dem Asylbewerberleistungsgesetz (AsylbLG) zurückzuführen sei. Vielmehr würden die dort formulierten Normen das medizinische Existenzminimum von Leistungsberechtigten gewährleisten. Eine Überprüfung sei dennoch nötig, weil eine Neufassung der sogenannten „Aufnahme-Richtlinie“ der EU von 2013 dies verlange, schreibt die Regierung.

Literaturhinweis: Heribert Prantl/SZ: „Flüchtlinge in Deutschland - Leben unter dem Existenzminimum“. Artikel in der Süddeutschen Zeitung vom 23. Juli 2014, in dem die geplanten Änderungen im Asylrecht treffend kritisiert werden. http://www.sueddeutsche.de.

Die Europäische Kommission hat klare Regeln für jugendliche Asylsuchende in der EU vorgeschlagen. Konkret geht es darum, welcher Mitgliedstaat für die Bearbeitung der Asylanträge von unbegleiteten Jugendlichen zuständig ist. Damit soll insbesondere die Lage jener um internationalen Schutz nachsuchenden Minderjährigen verbessert werden, die keine Familienangehörigen oder sonstigen Verwandten in der EU haben. Im vergangenen Jahr haben 12.690 unbegleitete Minderjährige in der EU einen Asylantrag gestellt. Weitere Infos: http://europa.eu.

Rechtliche Betreuung

Ende September 2014 wenden sich die Betreuungsvereine der Caritas, des SkF und des SKM in einer konzentrierten Aktion an die politischen Entscheider im Bund und in den Bundesländern. Unter dem Motto „Wir sind da nnmal weg?!“  machen sie auf die angespannte finanzielle Lage der Betreuungsvereine aufmerksam und fordern eine auskömmliche Bezahlung. Weitere Informationen und Hinweise auf Materialien unter www.kath-betreuungsvereine.de.

Die 2. Auflage von „Praxiswissen Betreuungsrecht“ für Ehrenamtliche, Familienangehörige und Bevollmächtigte ist letzte Woche erschienen. Betreuungsvereine der verbandlichen Caritas können das Buch wieder zu vergünstigten Konditionen (15,80 €) über den Lambertus Verlag bestellen. Den dafür notwendigen Flyer erhalten Sie über die SKM-Bundesgeschäftsstelle, Frau Dannhäuser. Bitte machen Sie wieder kräftig Werbung, damit ähnlich gute Verkaufszahlen wie bei der ersten Auflage erzielt werden. Dank an alle, die das Erscheinen der zweiten Auflage möglich gemacht haben.

zurück zum Seitenanfang

Ehrenamt/Bürgerschaftliches Engagement

Standardwerk zum Fundraising neu aufgelegt. In der 6. Auflage des Standardwerks „Fundraising – Professionelle Mittelbeschaffung für steuerbegünstigte Organisationen“ stellt Autor Michael Urselmann seinen Lesern auf 477 Seiten das aktuell verfügbare Wissen über professionelles Fundraising und dessen systematisches Management in komprimierter Form zur Verfügung. Wissenschaftliche Erkenntnisse sind in die wesentlich erweiterte Neuauflage ebenso eingeflossen wie Erfahrungen aus Beratungsprojekten. Mehr als 200 Best-Practice-Beispiele veranschaulichen die theoretischen Ausführungen. Der im Vergleich zur 5. Auflage fast doppelte Umfang ergibt sich vor allem daraus, dass sich das Standardwerk nicht mehr nur auf Fundraising bei Privatpersonen konzentriert, sondern auch Unternehmen, Stiftungen und öffentliche Bereitsteller von Ressourcen einbezieht. Ein umfangreiches eigenes Kapitel ist zudem dem Online-Fundraising gewidmet. Das Buch wendet sich an Einsteiger/innen ebenso wie an Fortgeschrittene im Fundraising. Schon an der sehr klaren Gliederung kann der Leser erkennen, was ihn erwartet und wo er/sie mit welchem Know-how einsteigen sollte. In jedem Kapitel werden die wichtigsten Erkenntnisse zusammengefasst und vertiefende Literatur genannt. „Fundraising“ von Michael Urselmann ist erschienen bei Springer Fachmedien, Wiesbaden 2014, ISBN 978-3-658-01794-1, und ist zum Preis von 39,99 € (E-Book 29,99 €, ISBN 978-3-658-010795-8) im Buchhandel beziehbar.

Frische Optik, neue Struktur, überarbeitete Inhalte: Ab sofort erscheint der Wegweiser Bürgergesellschaft in einem rundum erneuerten Gewand. Die inhaltliche Ausrichtung des Portals bleibt dabei unverändert: der Wegweiser Bürgergesellschaft bietet seinen Nutzerinnen und Nutzern nach wie vor verlässliche Informationen zu Demokratie, Engagement und Beteiligung. Mitgestalten, Mitentscheiden, Mitteilen: Durch die neue dreiteilige Struktur sollen die inhaltlichen Kernbereiche und Säulen der Seite gestärkt werden. Der Bereich „Mitgestalten“ versammelt alle Informationen zu Engagement & Ehrenamt, der Bereich „Mitentscheiden“ widmet sich Partizipation & Politik. Im Bereich „Mitteilen“ finden sich die tagesaktuellen Datenbanken, Meldungen aus der Bürgergesellschaft sowie der eNewsletter und sein Autoren-Archiv. http://www.buergergesellschaft.de.

Bürgerbeteiligung bietet vielfältige Chancen für eine zukunftfähige kommunale Entwicklung. Doch wie lassen sich die Bedürfnisse der Bürger identifizieren? Wie können in der Kommune gemeinsam Visionen und Aktionspläne entwickelt werden? Wie lassen sich abweichende kommunale Interessen integrieren? Die Publikation „Bürgerbeteiligung vor Ort“, die in zweiter Auflage erschienen ist, stellt neue und erprobte Beteiligungsverfahren für den kommunalen Alltag vor. Ob Zukunftskonferenz oder Diskursive Bürgerversammlung: Die Autoren geben methodische Tipps, wie sich kommunalpolitische Herausforderungen einfach und unkompliziert beteiligungsorientiert gestalten lassen. Smettan, Jürgen/Patze-Diordiyschuk, Peter: Bürgerbeteiligung vor Ort. Sechs Beteiligungsverfahren für eine partizipative Kommunalentwicklung. Arbeitshilfen für Selbsthilfe- und Bürgerinitiativen Nr. 44, Verlag Stiftung Mitarbeit, Bonn 2014 (2. Auflage), 114 S., ISBN 978-3-941143-14-2, 8,00 €, zu beziehen über den Buchhandel oder www.mitarbeit.de.

MuP-Broschüre der Friedrich Ebert-Stiftung „Ehrenamtliche Vorstände gesucht “ jetzt wieder gedruckt verfügbar! Die Broschüre zeigt auf, wie gemeinnützige Organisationen die ehrenamtliche Vorstandsarbeit an veränderte Rahmenbedingungen anpassen sowie Voraussetzungen dafür schaffen können, den Vorstandswechsel, die Vorstandsgewinnung, -entwicklung und -bindung nachhaltig zu planen und umzusetzen. http://www.fes-mup.de.

Familie 

Der Monitor Familienforschung Nr. 33 / „Mehr Zeit für Familien - kommunale Familienzeitpolitik in Deutschland“ ist erschienen. Die Lebenswirklichkeit von Familien hat sich verändert. Das alte Modell, nach dem der Mann das Geld nach Hause bringt und sich die Frau um Haus und Kinder kümmert und etwas dazuverdient, entspricht schon lange nicht mehr den Wünschen der heutigen Eltern. Am liebsten hätten Mütter wie Väter gern beides, Familie und Beruf. Familien geht es um eine gute Balance im Leben, und sie wünschen sich ein partnerschaftliches Miteinander. 60 Prozent der Paare mit kleinen Kindern halten partnerschaftliche Vereinbarkeit von Familie und Beruf für das ideale Lebensmodell. Allerdings gelingt es nur 14 Prozent der Eltern, diesen Wunsch auch umzusetzen. Dieses Missverhältnis zwischen Wunsch und Wirklichkeit, das zu großer Unzufriedenheit führt, müssen wir gemeinsam überwinden. Zeit ist dabei eine Schlüsselressource. Eltern brauchen und wollen mehr Zeit für die Familie. Ziel einer modernen Familienpolitik ist es, die Vereinbarkeit von Familie und Beruf zu verbessern, damit Familien mehr Flexibilität in der Gestaltung ihres Familienlebens haben. Der vorliegende Monitor rückt kommunale Familienzeitpolitik als politisches Handlungsfeld in den Mittelpunkt und gibt einen Überblick über die bisherigen zeitpolitischen Maßnahmen. Dabei wird anhand von Beispielen gezeigt, wie Kommunen eine Zeitpolitik für Familien vor Ort umsetzen, welche Kosten dabei entstehen und was damit zu gewinnen ist.
http://www.bmfsfj.de.

Am Dienstag, den 30. September 2014 zeigt 3sat/diewoche um 23.50 in der Reihe 37 Grad „Ein Engel aus Polen Wenn alte Menschen Hilfe brauchen“, einen Film von Gesine Müller. Ein Sturz, eine schwere Krankheit oder zunehmende Demenz: Wenn alte Menschen hilfsbedürftig oder gar zum Pflegefall werden und nicht mehr allein leben können, dann ist schnelle Hilfe gefragt. In Zeiten, in denen Großfamilien immer weniger werden, während die Zustände in Pflegeheimen zunehmend in Kritik geraten, die Rund-Um-Betreuung durch deutsche Sozialdienste aber zu teuer ist, werden Pflegekräfte aus Osteuropa für viele Betroffene zur Lösung. Rund 200.000 osteuropäische Frauen arbeiten über Agenturen, selbstständig oder auch schwarz als Haushalts- oder Pflegekräfte in Deutschland. Die meisten wohnen als 24-Stunden-Betreuung mit ihrem Arbeitgeber unter einem Dach. Dieses Modell hat allerdings seinen Preis, die Kosten liegen zwischen 1.500 und 2.500 Euro monatlich. Die Höhe ist abhängig von den Anforderungen, der Qualifikation und den deutschen Sprachkenntnissen der Pflegekraft. Was aber passiert tatsächlich, wenn Grazyna, Katarzyna und Anna in Deutschland anreisen? Wie laufen die ersten Begegnungen zwischen Menschen, die sich bis dahin selbstständig versorgt haben, und Frauen, die ihre Familien in Polen für den Job zurücklassen? Die „37 Grad“-Dokumentation „Ein Engel aus Polen“ begleitet hilfebedürftige Senioren und polnische Pflegekräfte in einer für alle Beteiligten neuen, sehr emotionalen Situation.  

zurück zum Seitenanfang

Fortbildung/Tagungen

Fundraising in NPOs professionell gestalten.  Fortbildung der Friedrich-Ebert-Stiftung vom 05. – 07. Dezember 2014 in Bad Münstereifel.Im Seminar erfahren Sie, wie Sie systematisch und nachhaltig Gelder für Ihre NPO einwerben können. Sie lernen Instrumente und Methoden des Fundraising kennen und eine für Ihre NPO passende Fördermittelstrategie zu entwickeln. Weietre Infos: http://www.fes-mup.de.

Die vom BMBF geförderte Arbeitsgruppe „Pädagogische Professionalität gegen sexuelle Gewalt: Prävention, Kooperation, Intervention“" an der Universität Münster veranstaltet am 25./26.09.14 im Alexander-von-Humboldt Haus der Universität Münster eine Fachtagung zum Thema „Aufarbeitung von sexueller Gewalt in Institutionen“.
Das Auftreten und Bekanntwerden von sexueller Gewalt in Institutionen führt neben den Fragen der Prävention und Intervention auch zur Forderung nach einer Aufarbeitung des in Institutionen geschehenen Unrechts. Nicht zuletzt der Runde Tisch „Sexueller Kindesmissbrauch in privaten und öffentlichen Abhängigkeitsverhältnissen“ hat in seinem Abschlussbericht und in seinen fachlichen Leitlinien Aufarbeitung als einen „Mindeststandard“ beschrieben und als Grundlage für eine Risikoanalyse und für die Entwicklung von Schutzkonzepten für Institutionen gefordert. Während jedoch in vielen (pädagogischen) Institutionen Präventionselemente bereits entwickelt und umgesetzt werden, bleibt die Frage nach Aufarbeitung bearbeitungswürdig. So haben zwar einzelne Einrichtungen eigene Forschungen in Auftrag gegeben und unterschiedliche gesellschaftliche Institutionen (bspw. DIE GRÜNEN, die Odenwaldschule, die katholische Kirche etc.) Aufarbeitungsprojekte initiiert, jedoch bleibt weiterhin auch die Frage nach der Notwendigkeit einer gesamtgesellschaftlichen Aufarbeitung virulent. Die Tagung greift diesen Diskurs auf, thematisiert die politischen, methodischen und erziehungswissenschaftlich-disziplinären Herausforderungen und diskutiert den Nutzen und auch die Limitationen von retrospektiven Aufarbeitungsprojekten. Darüber hinaus sollen die Erfahrungen aus anderen Staaten reflektiert und Erkenntnisse für die deutsche Diskussion gewonnen werden. Die Teilnahme ist kostenfrei. Der Tagungsort befindet sich in der Innenstadt von Münster und wird rechtzeitig auf der Homepage: www.uni-muenster.de bekanntgegeben.Die Anmeldung erfolgt per Mail unter: anmeldung.tagung@uni-muenster.de

Die Fortbildungs-Akademie des Deutschen Caritasverbandes e.V. bietet demnächst folgende Veranstaltungen an:

  • „Beratungsresistent!? – Praktische und ressourcenorientierte Methoden zur psychosozialen Beratung von ‚schwierigen Fällen‘“ vom 01. bis 04. September 2014 in Herzogenrath. Immer wieder begegnen Mitarbeiter in Einrichtungen der verbandlichen Caritas Menschen, bei denen einfach nichts mehr zu helfen scheint: Gutes Zureden wird offenbar ignoriert und unsere sonst so wirkungsvollen Konzepte greifen nicht. Dieses Seminar vermittelt den Teilnehmenden praxisnah eine solide Grundlage für den professionellen beraterischen Umgang mit als „aussichtslose Fälle“ bezeichneten Menschen und Handwerkszeug für die beraterische Arbeit. Das Kernstück des Seminars ist dabei der wirkungsvolle beraterische Umgang mit Klienten, die hohe Anforderungen an die beraterische Kompetenz stellen. Das Seminar richtet sich an Mitarbeiter mit beraterischem und therapeutischem Auftrag in stationären, teilstationären und ambulanten Diensten und Einrichtungen der verbandlichen Caritas. http://www.fak.caritas.de
  • Phänomen Trauma als Herausforderung für die Sozialarbeit“ vom 03. bis 06. November 2014 in Herzogenrath. Dieses Seminar richtet sich an Tätige aus der Sozialarbeit, die in ihrem Berufsalltag mit Menschen konfrontiert sind, die reale oder vermutete traumatisierende Erfahrungen gemacht haben. Nicht selten stoßen die Fachkräfte an die Grenzen ihres professionellen Handelns, wenn Klienten völlig unerwartet und überzogen agieren. Diese Arbeitssituationen sind durch eine hohe emotionale Belastung gekennzeichnet. Die Seminarteilnehmer erhalten wertvolle Einblicke in die Hintergründe und Zusammenhänge der Themen. Außerdem bekommen sie richtungweisende Strategien an die Hand, wie man mit diesen als problematisch erlebten Kontexten umgehen kann. Für das Thema „Trauma“ erlernen sie einen sehr professionellen und gleichzeitig entlastenden Umgang. Das Seminar richtet sich an Fachkräfte und Praktiker aus Feldern der Sozialarbeit, Beratung und Therapie sowie an Mitarbeiter/-innen mit beraterischem oder therapeutischem Auftrag in stationären, teilstationären und ambulanten Einrichtungen der Caritas. http://www.fak-caritas.de.
  • 4. Forum Personalentwicklung in der Caritas. Heute hier, morgen fort? Trennungen gestalten - Image erhalten. Forum von 09.10.2014 bis 10.10.2014 in Essen. Von Verantwortlichen in der Personalentwicklung innerhalb der Caritas wird erwartet, wirkungsvolle Konzepte von der Gewinnung bis zum Austritt des Personals zu kreieren. Oftmals als „Einzelkämpfer/-innen“ unterwegs, gibt es für sie dabei einen hohen Bedarf, zur eigenen Orientierung Informationen zu erhalten, Entwicklungen vorherzusehen, Konzepte und Erfahrungen auszutauschen. Unser Forum bietet vor diesem Hintergrund Gelegenheit, sich mit Kolleginnen und Kollegen über Themen, Herausforderungen und Fragen der Personalentwicklung auszutauschen, aktuelle fachliche Impulse zur Personalentwicklung zu erhalten, Beispiele für Erfolgskonzepte aus der Praxis kennenzulernen und zu diskutieren, eigene Themen und Anliegen ins Gespräch zu bringen, neue Netzwerke und informelle Zusammenarbeit zu initiieren. Preis: 300,00 EUR zzgl. Unterkunft und Verpflegung. Ansprechpartner: Daniel Ham, Tel: 0761/200- 1704, E-Mail: daniel.ham@caritas.de, http://www.fak-caritas.de.
  • Gewusst wie! Führen in sozialen Organisationen. Kurs in vier Abschnitten (2015-2016)  mit regionalen Supervisionsgruppen sowie Praxisprojekten und Projektberatung. Abschnitt I vom 26.01.2015 bis 29.01.2015 in Freiburg. Führen als Profession verlangt, eine eigene Rollenidentität und ein eigenes profiliertes Handlungsrepertoire zu entwickeln. In Organisationen der Caritas bestehen besondere Anforderungen an Führungskräfte: Hier geht es insbesondere darum, fachliches Wissen der sozialen Arbeit, ökonomische Rahmenbedingungen und die Leitideen bzw. -bilder einer caritativen Arbeit miteinander in Verbindung zu bringen. Das Verstehen von Struktur(en), Kultur(en) und Dynamiken von sozialen Organisationen ist eine wichtige Voraussetzung, um als Führungskraft gezielt steuern zu können. Der Fokus „Organisation“ ist daher für das vorliegende Lernangebot bedeutsam. Insofern versteht sich der Kurs „Gewusst wie! Führen in sozialen Organisationen“ auch als aufbauendes längerfristiges Lernangebot zum Angebot „Sie gehen in Führung! Programm für angehende Führungskräfte in der Caritas“. Er kann selbstverständlich auch unabhängig davon gebucht werden. Preis: 650,00 EUR zzgl. Unterkunft und Verpflegung. Inhaltlicher Ansprechpartner: Hermann Krieger, Tel: 0761 200 1701, E-Mail: hermann.krieger@caritas.de, http://www.fak-caritas.de.

Nähere Auskünfte: Fortbildungs-Akademie des Deutschen Caritasverbandes e.V., Wintererstr. 17-19, 79124 Freiburg, Tel. 0761/200-538, Fax -199, E-Mail akademie@caritas.de , Internet: www.fak.caritas.de, www.caritas-akademien.de,

Die Interkulturelle Woche (IKW) findet dieses Jahr vom Sonntag, den 21. September bis Samstag, den 27. September unter dem Motto „Gemeinsamkeiten finden, Unterschiede feiern.“ statt. „Gemeinsam gegen Rassismus!“ lautet das Motto zum Tag des Flüchtlings, der am 26. September begangen wird. Die Materialien zur Vorbereitung und Durchführung der IKW können unter www.interkulturellewoche.de bestellt werden. Auf der Homepage gibt es auch Materialien zum Download sowie Anregungen und Good Practice- Beispiele für die Gestaltung der IKW. In der bundesweiten Veranstaltungsdatenbank werden ab August die Programme der Kommunen und Gemeinden veröffentlicht. Die bundesweit jährlich stattfindende Interkulturelle Woche (IKW) ist eine Initiative der Deutschen Bischofskonferenz (DBK), der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) und der Griechisch-Orthodoxen Metropolie. Sie findet seit 1975 Ende September statt und wird von Kirchen, Kommunen, Wohlfahrtsverbänden, Gewerkschaften, Integrationsbeiräten und - beauftragten, Migrantenorganisationen und Initiativgruppen unterstützt und mitgetragen. In mehr als 500 Städten und Gemeinden werden rund 4.500 Veranstaltungen durchgeführt. http://www.interkulturellewoche.de.

Einladung zum Fachtag Social media in der sozialpädagogischen Praxis am 21. Oktober 2014, 10.30 bis 16.00 Uhr im Spenerhaus, Dominikanergasse 5, 60311 Frankfurt. Immer mehr Menschen, insbesondere Kinder und Jugendliche, bewegen sich immer häufiger im Internet. Für Jugendliche ist das Internet ein fester Bestandteil ihres Alltags und ein Teil ihrer Lebenswelt. Nach wie vor wird das Internet von ihnen in erster Linie als Kommunikationsmedium genutzt. Was machen Kinder und Jugendliche dort und was fasziniert die jungen Menschen? Wie reagiert die sozialpädagogische Praxis auf diese neuen Anforderungen und Entwicklungen? Was braucht die pädagogische Fachkraft, um im Web professionell Handeln zu können? Fragen wie diese werden im Austausch mit den Teilnehmern diskutiert. Ziel der Veranstaltung ist das Kennenlernen von verschiedenen Handlungsansätzen und -optionen Sozialer Arbeit im Netz sowie ein Verständnis von grundlegenden Zusammenhängen und zentralen Handlungskompetenzen. Organisatorische Hinweise Referentin: Christiane Bollig, Diplom- Pädagogin, Fort- und Weiterbildungsreferentin beim Institut Kompass (Institut für Fortbildung und Praxisberatung des Vereins Hilfe zur Selbsthilfe e. V.) Tagungsleitung: Jacqueline Kauermann-Walter, SkF Gesamtverein e. V., Dortmund, Tagungsgebühr: 95 Euro (inkl. Verpflegung) Anmeldung bis spätestens 1. Oktober 2014 an: SkF Gesamtverein e. V., Renate Schalk, Agnes-Neuhaus-Str. 5, 44135 Dortmund, Tel.: 0231/557026-13, E-Mail: schalk@skf-zentrale.de.

Jugendhilfe 

In der Broschüre „Jugendschutz verständlich erklärt“ werden die Regelungen des Jugendschutzgesetzes in verständlicher Sprache erläutert. Die Bestimmungen des Jugendschutzgesetzes sind darin übersichtlich gegliedert, insbesondere zu Alkoholabgabe und Alkoholkonsum, Rauchen und Tabakabgabe, den Aufenthalt in Gaststätten und den Besuch von Tanzveranstaltungen oder Spielhallen. Download unter: http://www.bmfsfj.de.

Laut dem UNICEF-„Report 2014 – Jedes Kind hat Rechte“ zählen Ausgrenzung und Gewalt heute zu den größten Herausforderungen bei der Verwirklichung der Kinderrechte. So konnten seit der Verabschiedung der UN-Konvention über die Rechte des Kindes am 20.11.1989 weltweit die Kindersterblichkeit halbiert und der Anteil arbeitender Kinder um ein Drittel reduziert werden. Weitere Infos: http://www.unicef.de.

Der Paritätische Gesamtverband und die Bundesarbeitsgemeinschaft Evangelische Jugendsozialarbeit haben im Rahmen des Kooperationsverbundes Jugendsozialarbeit eine Fachtagung zu dem geplanten Ausbau der Jugendberufsagenturen durchgeführt. Nun ist die dazugehörige Dokumentation „Kein Jugendlicher darf zurück gelassen werden! Des Rätsels Lösung: Jugendberufsagenturen?" erschienen, die die wichtigsten Vorträge, Diskussionen und Erkenntnisse zusammenfasst. Weitere Infos: http://www.jugendsozialarbeit.de.

„Über 47.600 Jugendliche haben 2012 die Schule ohne einen Abschluss verlassen“, kritisiert Caritas-Präsident Peter Neher angesichts aktueller Zahlen, die der Deutsche Caritasverband ausgewertet hat. Zwar sei die Quote der von sechs Prozent im Jahr 2011 auf 5,6 Prozent im Jahr 2012 gesunken. „Dies zeigt zwar eine leichte Besserung. Doch jeder Jugendliche, der die Schule ohne einen Abschluss verlässt, ist einer zu viel“, betont Neher. Einen Ausbildungsplatz und damit eine berufliche Perspektive zu finden sei ohne einen Schulabschluss für diese jungen Menschen kaum möglich. Den größten Einfluss auf die Quote der Schulabgänger ohne Hauptschulabschluss hat nicht wie häufig vermutet die finanzielle Situation einer Kommune. Entscheidend sind vielmehr der Anteil der Förderschüler und die Arbeitslosenquote. „Die Ergebnisse zeigen deutlich: Wenn vor Ort Politik, Schulen, Arbeitsämter und Wirtschaft kooperieren, schaffen mehr Schüler einen Abschluss. Mit einem Mix aus Schulsozialarbeit, frühen Hilfen, Berufsorientierung, Elternarbeit und Angeboten für schulmüde Jugendliche können wir Kinder effizient darin unterstützen, einen Schulabschluss zu erlangen“, macht Neher deutlich. Im dritten Jahr in Folge hat die Caritas deutschlandweit ausgewertet, wie viele Jugendliche die Schule ohne Abschluss verlassen. Nach wie vor zeigen sich zwischen den ost- und westdeutschen Bundesländern deutliche Unterschiede in der Zahl der Schulabgänger ohne Abschluss. So verlassen in Bayern 4,6 Prozent der Schüler die Schule ohne Abschluss, wogegen es in Sachsen-Anhalt rund 11 Prozent sind. Insgesamt sind jedoch die Quoten der Schulabgänger ohne Abschluss mit Ausnahme des Saarlands gesunken. Auf Kreisebene ist die Entwicklung uneinheitlich: In 64 Prozent der Kreise sank die Quote, in 33 Prozent der Kreise stieg sie. Auf Kreisebene liegen die Quoten zwischen Ost- und Westdeutschland ebenfalls weit auseinander. So verlassen in Mainz nur 1,5 Prozent die Schule ohne Hauptschulabschluss, im Altmarkkreis Salzwedel dagegen 15,4 Prozent. Auf der interaktiven Deutschlandkarte finden Sie die Werte zu allen Regionen und können diese mit anderen Kreisen und den Vorjahren vergleichen: http://www.caritas.de. DCV Pressemeldung vom 14.07.2014

Literaturhinweis: „Die Europäische Dimension in der Kinder- und Jugendhilfe.“ Ein Handbuch mit Erläuterungen und Praxisbeispielen zur Umsetzung der EU-Jugendstrategie und zur Nutzung der Fördermöglichkeiten von Erasmus+ JUGEND IN AKTION https://www.jugendpolitikineuropa.de.

Der Jugendhilfereport 3/2014 des Landesjugendamts Rheinland bringt einen Artikel zur Qualität und Qualitätsentwicklung von Schulsozialarbeit. Er zeigt auf, welche Chancen sich daraus für die Schulsozialarbeit ergeben und welche Perspektiverweiterungen vorgenommen werden müssen: http://www.lvr.de.

Am 10. Juli 2014 startete das neue Modellprogramm „JUGEND STÄRKEN im Quartier“. Das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ) und das Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit (BMUB) wollen Kommunen bei der Förderung benachteiligter junger Menschen bei ihrem Übergang von der Schule in den Beruf stärken. Eine entsprechende gemeinsame Förderrichtlinie des Bundesfamilienministeriums und des Bundesbauministeriums trat in Kraft. „JUGEND STÄRKEN im Quartier“ kombiniert sozialpädagogische Unterstützungsangebote, die passgenau entsprechend der Bedarfslage der jungen Menschen ausgestaltet werden können. Darüber hinaus werden Projekte angeboten, die zur Aufwertung des unmittelbaren Wohnumfeldes und zur Aktivierung der jungen Menschen beitragen. So sollen nicht nur die Perspektiven der jungen Menschen gestärkt werden, sondern auch die Nachbarschaften vor Ort. Das Modellvorhaben wird in benachteiligten Stadtteilen und Regionen an ausgewählten Standorten deutschlandweit umgesetzt. Denn viele junge Menschen mit Startschwierigkeiten leben in Stadt- und Ortsteilen, in denen städtebauliche Missstände mit wirtschaftlichen und sozialen Problemen einhergehen. Neben individuell zugeschnittenen Hilfen können auch Mikroprojekte zur Aufwertung des sozialräumlichen Umfelds von und mit Jugendlichen durchgeführt werden - wie zum Beispiel das Veranstalten von Nachbarschaftsfesten, das Pflanzen von Bäumen oder die Errichtung neuer Freizeitplätze für Jugendliche. Das Programm wird zunächst für vier Jahre ab 2015 aus Mitteln des Europäischen Sozialfonds (ESF) und des Bundes gefördert. Die ressortübergreifende Zusammenarbeit und Mittelbündelung für benachteiligte Quartiere mit dem Programm „JUGEND STÄRKEN im Quartier“ ist ein wichtiger Beitrag der Bundesregierung für eine fachübergreifende, integrierte, soziale Stadtentwicklung vor Ort. Kommunen können ab sofort ihr Interesse bekunden. Weitere Informationen zum Programm und zum Interessenbekundungsverfahren finden Sie unter http://www.jugend-staerken.de.

Suchtprävention – wovor und wie? Welche Suchtstoffe werden konsumiert, wie sehen die Konsummuster jugendlicher Konsumenten aus und welche neuen Entwicklungen und Trends liegen vor? Antworten auf diese Fragen und darüber hinaus Erkenntnisse der Präventionsforschung werden in der aktuellen Ausgabe der Fachzeitschrift Kinder- und Jugendschutz in Wissenschaft und Praxis (KJug) mit dem Titel „Suchtprävention – wovor und wie?“ gegeben. Neben dem Konsum von Alkohol, Nikotin, Cannabis und „neuen Drogen“ wie Crystal Meth und Legal Highs geht es auch um das Internet als „Suchtmittel“ und die sog. Schockbilder auf Zigarettenschachteln. Wirksame Suchtprävention ist eine Gemeinschaftsaufgabe von Bund, Ländern und Kommunen, die in verschiedenen Settings stattfindet. Neben der Schule und der Familie, sind die außerschulische Bildungsarbeit, Peer-Gruppen und generell der Freizeitbereich wichtige Handlungsfelder. Für den Jugendschutz haben neben verhaltenspräventiven Maßnahmen aber auch gesetzliche Regelungen im Rahmen des Jugendschutzgesetzes (Verhältnisprävention) einen hohen Stellenwert. Die Autorinnen und Autoren der Ausgabe 3-2014 von KJug stellen verschiedene Aspekte und Ansätze vor und geben damit einen hervorragenden Überblick darüber, wer, wovor und wie geschützt werden soll/muss.
Aus dem Inhalt:

  • Dr. Tim Pfeiffer-Gerschel: Was um alles in der Welt konsumieren die denn da? Suchtstoffe, Konsummuster jugendlicher Konsumenten, neue Entwicklungen und Trends
  • Dr. Anneke Bühler, Dr. Johannes Thrul: Wirksamkeit von Alkoholprävention mit besonderem Blick auf Jugendschutzbestimmungen
  • Traudel Schlieckau: Alkoholprävention auf kommunaler Ebene – Ein Zwischenruf
  • Gabriele Bartsch: Was bringen Schockbilder auf Zigarettenschachteln?
  • Michael Dreier, Kai W. Müller, Eva Duven, Prof. Dr. Manfred E. Beutel, Dr. Klaus Wölfling: Eine Sensibilisierung Jugendlicher für Internetsucht. Workshop zum „Modell der Vier“
  • Dr. Robert Schlack, Prof. Dr. Franz Petermann: Aggression und Gewalt bei Kindern und Jugendlichen. Psychische Auffälligkeiten, Risiko- und Schutzfaktoren, gesundheitsbezogene Lebensqualität und Komorbidität – Ergebnisse aus der KiGGS- und BELLA-Studie (Fachbeitrag)
  • Dinah Huerkamp: E-Zigaretten & E-Shishas: Viel Rauch um nichts? Keine rechtliche Handhabe für zweifelhaften Trend unter Minderjährigen (Recht und Rechtsprechung)

Die Ausgabe 3-2014 der Zeitschrift Kinder- und Jugendschutz in Wissenschaft und Praxis (KJug) mit dem Titel „Suchtprävention – wovor und wie?“ kann zum Preis von EUR 16,- (inkl. Versandkosten) bestellt werden beim Herausgeber: Bundesarbeitsgemeinschaft Kinder- und Jugendschutz, Mühlendamm 3, 10178 Berlin, Fax: 030-400 40 333, Mail: kjug@bag-jugendschutz.de, www.kjug-zeitschrift.de.

Der finanzielle Nutzen der EU-Jugendgarantie, mit dem die Mitgliedstaaten der EU die hohe Jugendarbeitslosigkeit in Europa bekämpfen wollen, liegt deutlich über den Kosten dieses Programms. Das schreibt die Bundesregierung in ihrer Antwort http://dip21.bundestag.de auf eine Kleine Anfrage http://dip21.bundestag.de der Fraktion Bündnis 90/Die Grünen. Unter Bezug auf neueste Forschungsergebnisse heißt es in der Antwort, dass die Gesamtkosten für die Umsetzung der Jugendgarantie in der Eurozone bei 21 Milliarden Euro pro Jahr liegen. Die Kosten für junge Menschen, die weder einer Arbeit, Ausbildung oder Schulung nachgehen, würden sich aber auf 153 Milliarden Euro summieren, schreibt die Regierung.

Die Ständige Konferenz der Kultusminister der Länder in der Bundesrepublik Deutschland (KMK)und das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) haben gemeinsam mit dem Deutschen Institut für Internationale Pädagogische Forschung (DIPF) den Bericht „Bildung in Deutschland 2014“ vorgestellt. Er beschreibt die Gesamtentwicklung des deutschen Bildungswesens und widmet sich in seinem Schwerpunktkapitel dem Thema „Menschen mit Behinderungen im Bildungssystem“. Weitere Infos: http://www.bildungsbericht.de.

Am Dienstag, den 2. September zeigt 3sat/die woche um 23.50 Uhr in der Reihe 37 Grad: Schlaue Jungs in Not. Zwischen Schulstress und Pubertät“, einen Film von Katrin Wegner (Erstsendung 26.8.2014) Als Phillip noch in die Grundschule ging, sagten Lehrerinnen ihm eine große Zukunft voraus: Der Junge war ein Überflieger und wechselte mit einem glatten Einser-Zeugnis aufs Gymnasium. Plötzlich lässt die Motivation nach, seine Leistungen nehmen ab und er schwänzt den Unterricht. Er muss das Gymnasium verlassen und landet auf der Hauptschule. Psychologen und Pädagogen sprechen seit Jahren von einem ernsthaften Problem. Leistungsverweigerung kommt bei Jungen zehn Mal häufiger vor als bei Mädchen. Die Abiturientenquote von Mädchen liegt bei 55, die von Jungen bei 45 Prozent. Die Dokumentation „Schlaue Jungs in Not“ aus der Reihe „37 Grad“ geht der Frage nach, warum immer mehr Jungen am deutschen Schulsystem scheitern und auf Stress mit totaler Leistungsverweigerung reagieren.

Inklusion: Nur wenige Jugendliche mit Förderbedarf finden nach der Schule einen Ausbildungsplatz. Unternehmensbefragung belegt generelle Offenheit der Betriebe für Inklusion / Staatliche Unterstützungsangebote kommen bei den Unternehmen bislang kaum an / Bertelsmann Stiftung: Ausbildungssystem muss flexibler werden. Inklusion ist eines der zentralen bildungspolitischen Themen, spielt aber in der Berufsausbildung bislang kaum eine Rolle. Von den jährlich rund 50.000 Schulabgängern mit sonderpädagogischem Förderbedarf finden nur etwa 3.500 einen betrieblichen Ausbildungsplatz. Nur jedes vierte ausbildungsberechtigte Unternehmen in Deutschland hat in den vergangenen fünf Jahren Erfahrungen mit Jugendlichen mit Behinderung gemacht, wobei die Hälfte der Unternehmen diese Erfahrungen als positiv bewerten. Das geht aus einer repräsentativen Unternehmensbefragung im Auftrag der Bertelsmann Stiftung hervor. „Inklusion darf sich nicht auf Kindergarten und Schule beschränken. Jugendliche mit Behinderung brauchen nach der Schule eine Perspektive und bessere Chancen auf einen Berufseinstieg“, sagt Jörg Dräger, Vorstand der Bertelsmann Stiftung. Weitere Infos: http://www.bertelsmann-stiftung.de.

Sprache ist der Schlüssel für Bildungserfolg und Chancengleichheit. Das erfolgreiche Bundesprogramm „Schwerpunkt-Kitas Sprache und Integration“ wird fortgesetzt. Bis zum 31. Dezember 2015 sollen rund 4.000 Schwerpunkt-Kitas bundesweit gefördert werden. Dafür stellt der Bund zusätzlich rund 100 Millionen Euro jährlich zur Verfügung und investiert erneut in die qualitative Weiterentwicklung der Kindertagesbetreuung. Jede geförderte Einrichtung erhält davon 25.000 Euro pro Jahr, jeder Einrichtungsverbund 50.000 Euro pro Jahr. Auch über 2015 hinaus plant der Bund eine weitere Initiative zur sprachlichen Bildung. Diese soll auf den Erkenntnissen der Evaluation und des Eckpunkteprozesses des laufenden Programms aufbauen. Aus diesem Grund wird das Programm „Schwerpunkt-Kitas Sprache und Integration“ zunächst um ein weiteres Jahr verlängert, um es dann gemeinsam mit Expertinnen und Experten, Ländern und Kommunen nachhaltig weiterzuentwickeln. Die programmbegleitende Bund-Länder-Steuerungsrunde hat den Auftrag, einen Abschlussbericht zur Umsetzung des Bundesprogramms zu erarbeiten. Dieser Bericht soll gemeinsame Eckpunkte des Bundes und der Länder über eine hochwertige und verlässliche sprachliche Bildung in Kindertageseinrichtungen enthalten. Weitere Infos: http://www.bmfsfj.de und http://www.fruehe-chancen.de.

Das Bundesnetzwerk Kinder- und Jugendbeteiligung hat ein Positionspapier zu den Beteiligungsmöglichkeiten in den Hilfen zur Erziehung erarbeitet und verabschiedet. Detailliert werden im Positionspapier unter anderem Qualitätskriterien für die Partizipation Betroffener vorgestellt und erläutert. Altersgerechte Beteiligung wird ebenso angesprochen wie das Thema Beschwerdemanagement in Einrichtungen. Darüber hinaus bietet das Papier einen detaillierten Vorschlag für einen partizipativen Beratungsverlauf. www.kinderpolitik.de.

Ab dem 1. Januar 2015 übernimmt der Bund die Finanzierung des BAföG komplett. Das bedeutet für die Länder eine Entlastung von jährlich rund 1,17 Milliarden Euro. Für die BAföG-Novelle stehen rund 644 Millionen Euro zur Verfügung. Für die Fortsetzung des Hochschulpakts sind insgesamt knapp 1,4 Milliarden Euro vorgesehen. Das geht aus der Antwort der Bundesregierung http://dip21.bundestag.de  auf die Kleine Anfrage von Bündnis 90/Die Grünen http://dip21.bundestag.de hervor. In der Antwort heißt es ferner, dass das Sondervermögen für den Kinderbetreuungsausbau entsprechend der getroffenen Vereinbarung mit den Ländern um 550 Millionen Euro bis zum Jahr 2018 aufgestockt werde. In den Jahren 2017 und 2018 würden jeweils weitere 100 Millionen Euro als Entlastung der Länder beim Ausbau von Krippen und Kitas durch eine Erhöhung des Festbetrages an der Umsatzsteuer zugunsten der Länder hinzukommen. Im Forschungsbereich engagiere sich die Bundesregierung mit zusätzlichen Mitteln in Höhe von 3 Milliarden Euro. Hieraus werde die Fortsetzung des Paktes für Forschung und Innovation finanziert, bei der der Bund die Steigerung allein übernehme und so die Länder weiter entlastet werden. Im Übrigen soll die erfolgreiche Projektförderung der Bundesregierung im Forschungsbereich einschließlich der DFG-Programmpauschale weiter gesteigert werden.

Kampagnen/Initiativen

Zum 10. Mal heißt es „Engagement macht stark!“. Und auch in diesem Jahr ruft der BBE wieder auf, sich an der bundesweiten Aktionswoche zu beteiligen. Mit zahlreichen Engagement-Themen soll vom 12. bis 21. September 2014 mehr mediale Aufmerksamkeit und Anerkennung für das Engagement erreicht werden. Bundespräsident Joachim Gauck ist Schirmherr der Aktionswoche und das ZDF weiterhin Premium-Medienpartner. Nähere Informationen unter www.engagement-macht-stark.de

„Eine Millionen Sterne“ im Rahmen der Kampagne „Weit weg ist näher, als Du denkst“ Schon zum achten Mal ruft Caritas international, das Hilfswerk der deutschen Caritas, zur Teilnahme an der Solidaritätsinitiative „Eine Million Sterne“ auf. Am 15. September 2014, dem bundesweiten Aktionstag, werden in ganz Deutschland öffentliche Plätze im Lichterglanz erstrahlen. Die bundesweite Aktion „Eine Million Sterne“ steht unter dem Motto der diesjährigen Caritas-Kampagne "Weit weg ist näher, als du denkst". Gemeinsam mit möglichst vielen Haupt- und ehrenamtlichen Caritas-Mitarbeitenden sollen in möglichst vielen Städten und Gemeinden öffentliche Plätze zum Leuchten gebracht werden. Damit soll ein Zeichen für eine gerechtere Welt gesetzt werden, in der alle Nachbarn sind.

Männerarbeit

MANN-Aktuell! Die aktuelle Ausgabe von MANN Aktuell finden Sie unter: http://kath-maennerarbeit.de.

Die LAG Jungenarbeit NRW e.V./Fachstelle Jungenarbeit NRW hat das Material- und Methodenset „junge liebe - mehr als sechs mal sex“ entwickelt. Dieses Set greift ein Kernthema der Jungenarbeit auf: Sexualität. Das Thema wird hierbei nicht auf den Geschlechtsverkehr, Geschlechtskrankheiten und Verhütungswissen reduziert. Es beschäftigt sich vor allem mit Fragen und Aspekten von Identität, Beziehung, Lust und dem Sinn der Sexualität. Die im Set vorgestellten Methoden sind abwechslungsreich und sprechen Fragestellungen an, die Jungen interessieren und bieten sozialpädagogischen Fachkräften die Möglichkeit, in die geschlechtsbezogene Arbeit mit Jungen zu Thema einzusteigen bzw. diese thematisch zu vertiefen. Das Set kann im Paket mit einer qualifizierten Einführung als Inhouse-Seminar durch einen Referenten der LAG Jungenarbeit NRW gebucht werden. www.lagjungenarbeit.de.

zurück zum Seitenanfang

Sozialberatung für Schuldner

Seit dem 1. Juli 2014 hat Cornelius Wichmann den Themenbereich „Sozialberatung für Schuldner“ von Stefan Bürkle zusätzlich zu seiner Referententätigkeit im Arbeitsfeld Straffälligenhilfe übernommen. Er ist Diplom-Pädagoge und Diplom-Sozialpädagoge und seit 2001 in der Zentrale des Deutschen Caritasverbandes als Referent für das Arbeitsfeld Straffälligenhilfe tätig

Der Bundestag hat am 17.05.2013 die Reform des Privatinsolvenzverfahrens verabschiedet. Die Reform der Insolvenz 2014 (die sogenannte 2. Stufe der Insolvenzrechtsreform) ist am 1. Juli 2014 in Kraft getreten. Einer der wichtigsten Punkte ist Verkürzung des Insolvenzverfahrens auf 3 Jahre oder auf 5 Jahre. Weitere Infos: http://www.soziale-schuldnerberatung-hamburg.de.

Als Reaktion auf die erneute Leitzinssenkung durch die Europäische Zentralbank (EZB) haben auch etliche Banken ihre Dispozinsen gesenkt. Der Verbraucherzentrale Bundesverband (vzbv) sieht darin allerdings keinen substanziellen Schritt. Die Absenkung des Zinsniveaus bei Dispokrediten um 0,1% ist nach Einschätzung des vzbv keine wirkliche Hilfe für Verbraucher. Der Dispozins sei insgesamt überhöht und hätte mit gängigen Marktzinsen nichts mehr zu tun. Die von der großen Koalition vorgeschlagenen Maßnahmen zum Schutz betroffener Verbraucher vor überhöhten Dispozinsen, wie die Einführung von Warnhinweisen und verpflichtenden Beratungsangeboten zur Umschuldung seien nach Ansicht der Verbraucherschützer zwar positiv aber nicht ausreichend. Sie fordern deshalb eine gesetzliche Regelung zur Begrenzung des Dispozinses. Vorstellbar wäre nach dem vzbv ein Deckel mit einer „sieben-plus-regelung“. Dies bedeute ein Sockelzins von sieben Prozent plus den Dreimonats-Euribor als variablen Geldmarktzinssatz“. Auch die Ministerkonferenz der Verbraucherschutzminister der Länder hat in ihrer Konferenz im Mai 2014 auf die Notwendigkeit zur Deckelung des Dispokredits hingewiesen. GesamtePressemeldung: http://www.vzbv.de.

Seit dem 01.07.2014 ist die Reform der Verbraucherinsolvenz in Kraft. Für die Fachkräfte der Schuldner- und Insolvenzberatung gilt es seitdem, zahlreiche gesetzliche Änderungen zu beachten. http://www.bmjv.de.

Caritas sieht Schwachstellen beim Verbraucherinsolvenzverfahren. Am 1. Juli in Kraft getretenes Gesetz benachteiligt armutsbedrohte Menschen und fördert familiäre Spannungen.  Der Diözesan-Caritasverband Paderborn kritisiert einige Neuerungen des Verbraucherinsolvenzverfahrens. Das Gesetz, das am 1. Juli in Kraft getreten ist, biete zwar die Möglichkeit zur Verkürzung der Restschuldbefreiung, doch in der Praxis seien die Bedingungen dafür kaum zu erfüllen. Zudem könne das Gesetz familiäre und freundschaftliche Beziehungen schwer belasten, weil es im Rahmen eines neuen „Insolvenzplanverfahrens“ vorsehe, auf Darlehen von Familie und Freunden zurückzugreifen. Das neue Gesetz bietet die Möglichkeit, ein Insolvenzverfahren schon nach fünf Jahren abzuschließen. Dafür muss der Schuldner aber innerhalb von drei Jahren 35 Prozent der Schulden plus Verfahrenskosten bezahlen. Problematisch sei auch, dass armutsbedrohte Menschen von der Neuregelung faktisch ausgeschlossen würden. Neben der Verkürzung der Restschuldbefreiung bietet das neue Verbraucherinsolvenzverfahren auch die Möglichkeit des „Insolvenzplanverfahrens“. Der Insolvenzplan stellt einen Vergleich dar, dem die Mehrheit der Gläubiger zustimmen muss, damit das Verfahren aufgehoben wird. In der Regel bedeutet die Zustimmung zum Insolvenzplan eine höhere Auszahlung an die Gläubiger als im Insolvenzverfahren. Damit aber ein Insolvenzplan aufgestellt werden kann, muss der Schuldner eine gewisse Geldsumme zur Verfügung haben. Der Gesetzgeber sieht dabei vor, auf Ressourcen des eigenen Umfeldes, also auf Darlehen von Familie und Freunden zurückzugreifen. „Geldleihen zur Bezahlung bestehender Schulden mindern die Schuldensumme nicht, sondern verlagern sie in der Regel nur in andere Hände“, kritisiert Engelmann. „Die Gläubiger erhalten zwar Ausgleichszahlungen, der Schuldner muss dafür aber Schulden bei Freunden und Familie aufnehmen. Insbesondere die innerfamiliären geldlichen Verpflichtungen können die familiären und freundschaftlichen Beziehungen schwer belasten“, erklärt Jennifer Engelmann. „Die Gefahr ist groß, dass diese Netzwerke des Schuldners, die er zur Unterstützung in seiner Lebenssituation benötigt, letztendlich auch noch wegfallen, und sich die soziale Isolation des Schuldners verstärkt.“ Gekürzte Pressemeldung des DICV Paderborn vom 04.07.2014

Rund ums SGB

Sozialrecht - Zeitschrift für Sozialberatung aktuell“ befasst sich in der Ausgabe 3/2014 Mai/Juni 2014 mit folgenden Themen:
Abhandlungen

  • Online-Beratung, Soziale Netzwerke und Klienten-/Sozialdatenschutz – Zu Risiken und Nebenwirkungen sozialer Netzwerkarbeit von Wohlfahrtsverbänden –
  • Onlineberatung – Erfahrungen aus der Beratungspraxis mit Hinweisen auf Problemfälle und –felder
  • Facebook und das Recht – I don´t like what I like?
  • Der Umgang mit Social Media – eine Herausforderung für Anbieter von (sozialen) Dienstleistungen

Rechtsprechung

  • Angemessene Verringerung des Heimentgelts bei Sondenernährung (BGH)
  • Keine Geltung der Wohnaufwendungenverordnung Berlin für Leistungsempfänger nach dem SGB XII (Bundessozialgericht)
  • Vorrangige Zuständigkeit des Schulträgers für Leistungen, die für die inklusive Beschulung eines Schülers mit Behinderung erforderlich sind (LSG Schleswig-Holstein)

Bezug der Zeitschrift, die vom Caritasverband für die Diözese Münster e.V. herausgegeben wird, über die Nomos-Verlagsgesellschaft, Waldseestraße 3-5, 76520 Baden-Baden, Tel. 07221/2104-0, Fax -27.

„Soziale Arbeit“, Ausgabe Juli 2014, die Zeitschrift für soziale und sozialverwandte Gebiete, beschäftigt sich unter anderem mit:

  • Jenny Horlich, Stefanie Dehmel, Susan Sierau, Lars Whitee, Kai von Klitzing: Das Maltreatment Classification System (MCS) – Ein Modell zur Kategorisierung von Kindesmisshandlung und –vernachlässigung (Teil 2)
  • Anselm Böhmer: Der soziale Fetisch des öffentlichen Raums – Raumkonflikte als Dispositive von Ordnung und Kontrolle
  • Pauls Bränzel: Auslandsadoptionen im Fokus der Kinderrechtskonvention
  • Sophie Prescher: Die Bedeutung von Religiosität in Pflegefamilien

Soziale Arbeit wird herausgegeben vom Deutschen Zentralinstitut für soziale Fragen (DZI), Bernadottestr. 94, 14195 Berlin, Telefon 030/839001-0 Fax: 030/8314750 www.dzi.de, E-Mail sozialinfo@dzi.de.

„Soziale Arbeit“, Ausgabe Juni 2014, die Zeitschrift für soziale und sozialverwandte Gebiete, beschäftigt sich unter anderem mit:

  • Das Maltreatment – Classification System (MCS)
  • Klinische Methoden und bedarfsgerechte Praxis
  • Empowerment durch Nichtwissen
  • Verantwortung gegenüber den Beforschten

Soziale Arbeit wird herausgegeben vom Deutschen Zentralinstitut für soziale Fragen (DZI), Bernadottestr. 94, 14195 Berlin, Telefon 030/839001-0 Fax: 030/8314750 www.dzi.de, E-Mail sozialinfo@dzi.de.

„Soziale Arbeit“, Ausgabe August 2014, die Zeitschrift für soziale und sozialverwandte Gebiete, beschäftigt sich unter anderem mit:

  • Jutta Croll, Jessica Euler, Carolin Müller-Brett: Aufwachsen mit dem Internet – Chance und Herausforderung für die Jugendsozialarbeit
  • Svenja Heisel, Ronja Roser: Osteuropäische Betreuungskräfte in der Altenpflege – Eine Herausforderung für die Soziale Arbeit
  • Karlheinz Thimm: Professionelle Begleitprozesse – Veränderungstheoretische Rahmungen

Soziale Arbeit wird herausgegeben vom Deutschen Zentralinstitut für soziale Fragen (DZI), Bernadottestr. 94, 14195 Berlin, Telefon 030/839001-0 Fax: 030/8314750 www.dzi.de, E-Mail sozialinfo@dzi.de.

Im Nachrichtendienst des Deutschen Vereins für öffentliche und private Fürsorge finden sich in Heft 7/2014 folgende Beiträge:

  • Stellungnahme zum Entwurf eines Gesetzes zur Stärkung der Tarifautonomie
  • Empfehlungen zur Verwandtenpflege
  • Kindertagespflege – ein Arbeitsfeld zwischen politischer Setzung, Realitäten und Zukunftsoffenheit

Bezug der Zeitschrift über: Eigenverlag des NDV, Michaelkirchstraße 17/18, 12179 Berlin, Tel. 030/62980-0, Fax -9521 Internet: www.deutscher-verein.de.

Im Nachrichtendienst des Deutschen Vereins für öffentliche und private Fürsorge finden sich in Heft 8/2014 folgende Beiträge:

  • Zugänge zu gesundheitlichen Hilfen für wohnungslose Menschen verbessern – Empfehlungen für eine Kooperation sozialer und gesundheitsbezogener Hilfen
  • 25 Jahre „Statistikmodell“ in der Sozialhilfe
  • Organisationsübergreifende wirkungsorientierte Steuerung der Hilfen zur Erziehung

Bezug der Zeitschrift über: Eigenverlag des NDV, Michaelkirchstraße 17/18, 12179 Berlin, Tel. 030/62980-0, Fax -9521 Internet: www.deutscher-verein.de.

Bundessozialgericht bestätigt monatlichen Freibetrag für Nebeneinkünfte von Hartz IV-Beziehern. Wenn Einkünfte aus einem Nebenverdienst in einem Monat doppelt eingehen, dürfen sich daraus keine Nachteile hinsichtlich des Freibetrages bei Hartz IV-Beziehern ergeben. Der Freibetrag müsse trotzdem auf beide Zahlungen angerechnet werden, entschied das Bundessozialgericht (BSG) am 17. Juli 2014 (Aktenzeichen: B 14 AS 25/13 R). Weitere Infos: http://www.gegen-hartz.de.

zurück zum Seitenanfang

Straffälligenhilfe

Endlich Sommerferien, auf mit Papa und Mama zum Baggersee! Aber nicht alle Kinder können in den Sommerferien eine unbeschwerte Zeit mit ihren Eltern genießen. Kinder, von denen Mutter oder Vater im Gefängnis sind, können nur wenige Stunden im Monat mit dem inhaftierten Elternteil verbringen. Häufig sind es die Väter, die vermisst werden. Mit dieser Situation fühlen sich Kinder oft alleingelassen. Meist haben sie viele Fragen, die ihnen in der Familie nicht immer beantwortet werden. Auf der Caritas-Website http://besuch-im-gefaengnis.de werden in kindgerechter Sprache und Aufmachung Fragen rund ums Gefängnis beantwortet: Wie sieht eine Zelle aus? Was macht Mama oder Papa den ganzen Tag im Gefängnis? Und darf ich mein Handy mitnehmen, wenn ich zu Besuch komme? Außerdem haben sich die Kinderreporter Lilli und Selman mit einer Videokamera im Gefängnis umgeschaut und viele neugierige Fragen gestellt. In Deutschland leben nach Schätzungen rund 100.000 Minderjährige, bei denen ein Elternteil im Gefängnis ist. Die Folgen einer Inhaftierung spürt meist die gesamte Familie: soziale Ausgrenzung, wirtschaftlicher Abstieg oder psychosoziale Probleme. Betroffene Kinder können sich von der Caritas-Online-Beratung unterstützen lassen: http://www.caritas.de.

Sucht/Drogen 

fdr+Jahresbericht 2013 erschienen. 70 Mitgliedseinrichtungen mit ca. 380 Einrichtungen der Suchthilfe in ganz Deutschland versetzen den Fachverband Drogen- und Suchthilfe e. V. in die Lage, im Jahr 2013 mit 12 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in sieben Projekten rund 15.000 Arbeitsstunden zu leisten und bei einem Jahresumsatz von ca. 750.000 € Dienstleistungen für unterschiedliche Auftraggeber zu erbringen, verantwortet und unterstützt von sieben Vorstandsmitgliedern und beraten von 10 Beiratsangehörigen. So sieht ein Jahresbericht in Zahlen aus. Tatsächlich haben die Fachkräfte des fdr+ jedoch viel mehr geleistet: In unzähligen Gesprächen, E-Mails und Briefen haben Sie die Mitgliedsorganisationen unterstützt, Projektziele erreicht, 155 unterschiedliche Aufträge ausgeführt, Anfragen beantwortet, über 2.000 Fortbildungstage organisiert und dabei vertrauensvoll und gut zusammengearbeitet. Details dazu im Jahresbericht. Download: http://fdr-online.info.

Vom 26. bis 27. Mai 2014 fand der 37. fdr+kongress des Fachverbandes Drogen- und Suchthilfe e.V. in Köln statt. Er stand unter dem Motto „Unsere Arbeit – Eure Arbeit. Erfolgreiche Wege, um Arbeit für Suchtkranke zu schaffen“. Hintergrund der Tagung waren die immer größer werdenden Schwierigkeiten, für suchtkranke Menschen Arbeitsmöglichkeiten zu organisieren oder die Klientinnen und Klienten sogar (wieder) in den Arbeitsmarkt zu integrieren. Die Beiträge des fdr+kongresses finden sich unter: http://tinyurl.com. Der 38 fdr+sucht+kongress ist für den 4./5. Mai 2015 in Hannover zum Thema „Ambulant vor stationär – was hat es gebracht?“ geplant

zurück zum Seitenanfang

Verschiedenes

 Am Mittwoch, den 17. September zeigt 3sdat/die woche um 00-05 Uhr Exclusiv - Die Reportage: Der große Deal Wie das Freihandelsabkommen uns zu Verlierern macht. Film von Stephan Stuchlik und Kim Otto (Erstsendung 4.8.2014). Das transatlantische Freihandelsabkommen TTIP zwischen den USA, Europa und weiteren Staaten soll zwei der größten Wirtschaftsräume der Erde enger miteinander verbinden und viele Bereiche umfassen: Arbeitsrecht, Finanzdienstleistungen, öffentliche Daseinsvorsorge, Datenschutz und Lebensmittelrecht. Obwohl am Ende cirka 800 Millionen Bürger diesseits und jenseits des Atlantiks betroffen sein werden, wird im Geheimen verhandelt. Die Zwischenergebnisse kommen selbst für Parlamentarier bruchstückhaft und oft nur für Experten verständlich an die Öffentlichkeit. In „Exclusiv - Die Reportage: Der große Deal“ gehen Stephan Stuchlik und Kim Otto den offenen Fragen rund um das Handelsabkommen TTIP nach. Sie sprechen mit Verantwortlichen, Unterhändlern und Lobbyisten in den USA und der EU und decken auf, wer am Ende wirklich von dem Abkommen profitiert.

Zum 30.06.2014 hat Michael Müller in die Geschäftsführung des Caritasverbandes im Tauberkreis gewechselt und somit die Leitung der EU-Vertretung des Deutschen Caritasverbandes abgegeben. Der Vorstand des Deutschen Caritaverbandes hat Frau Anne Wagenführ die Leitung des Brüsseler Büros des Deutschen Caritasverbandes übertragen. Frau Wagenführ arbeitet beeits seit drei Jahren als Referentin der EU-Vertretung des Deutschen Caritasverbandes.

Mit der Webseite www.nrweltoffen.de informiert ein neues Internetportal der Landesregierung über die wichtigsten Angebote und Aktivitäten gegen Rechtsextremismus und Rassismus in Nordrhein-Westfalen. Geboten werden Informationen zu Beratungs- und Weiterbildungsangebote sowie zu Projekten und Programmen der Rechtsextremismusprävention und Antirassismusarbeit.

In der Beilage zur Wochenzeitung „Das Parlament“ Aus Politik und Zeitgeschichte, Heft 28-30/2014/7. Juli 2014 sind folgende Beiträge zum Thema „Antisemitismus“ veröffentlicht:

  • Lena Gorelik: „Man wird doch noch mal sagen dürfen….“ Antisemitismus in Hoch- Populärkultur
  • Gideon Botsch: Von der Judenfeindschaft zum Antisemitismus. Ein historischer Überblick
  • Uffa Jensen, Stefanie Schüler-Springorum: Antisemitismus und Emotionen
  • Juliane Wetzel: Erscheinungsformen und Verbreitung antisemitischer Einstellungen in Deutschland und Europa
  • Vanessa Rau: Vehementer Säkurismus als Antisemitismus?
  • Astrid Messerschmidt: Bildungsarbeit in der Auseinandersetzung mit gegenwärtigem Antisemitismus

Download aller Beiträge über www.bpb.de, die Homepage der Bundeszentrale für politische Bildung.

In der Beilage zur Wochenzeitung „Das Parlament“ Aus Politik und Zeitgeschichte, Heft 31-32/2014 / 28. Juli 2014 sind folgende Beiträge zum Thema „Nachhaltigkeit“ veröffentlicht:

  • Michael Bauchmüller: Schönen Gruß aus der Zukunft
  • Axel Bojanowski: Verwirrende Werbefloskel
  • Frank Uekötter: Haus auf schwankendem Boden: Begriffsgeschichte
  • Iris Pufé: Was ist Nachhaltigkeit? Dimensionen und Chancen
  • Friedrun Erben, Gerhard de Haan: Nachhaltigkeit und politische Bildung
  • Simone Kaiser, Michael Rehberg, Martina Schraudner: Nachhaltige Technologiegestaltung durch Partizipation
  • Frank Kürschner-Pelkmann: Nachhaltige Wassernutzung
  • Hans von Storch: Klimaservice: Nachhaltig „vorhersagen“?

Download aller Beiträge über www.bpb.de, die Homepage der Bundeszentrale für politische Bildung.

Am Mittwoch, den 1. Oktober 2014 zeit 3sat/die woche um 23.40 „Zugriff! - Wenn das Netz zum Gegner wird“, einen Film von Diana Löbl und Peter Onneken (aus der ARD-Reihe „Exclusiv - Die Reportage“). Internet-Passwörter sind alles andere als sicher. Immer wieder werden private Accounts gehackt. Aber was heißt das für die Betroffenen? Das investigative Autorenteam Diana Löbl und Peter Onneken ("Ausgeliefert - Leiharbeiter bei Amazon") wagt einen Selbstversuch und liefert sich dabei ein dramatisches Duell: Wie fühlt es sich eigentlich an, wenn man selbst im Internet gehackt wird? Mit Hilfe eines IT-Sicherheitsexperten versucht Diana Löbl, ihren Kollegen auszuspionieren, und er, ein Internet erfahrener User, wird sich vehement verteidigen. Sie jagt ihn im Netz. Sie wird seine Arbeit nach Kräften behindern, seine Identität im Netz annehmen und in seine Privatsphäre eingreifen. Diana Löbl schreibt E-Mails von Onnekens Account, kündigt so seinen Job, dringt in seine Wohnung ein. Unter Anleitung eines renommierten Profilers der Polizei erstellt sie schließlich ein detailliertes Psychogramm ihres Kollegen: persönliche Vorlieben, Tagesablauf, Privatkontakte, Einsicht in seinen Finanzstatus und das Internetbanking. Aus dem spielerischen Duell wird ein unerbittlicher Kampf. Parallel verfolgt Peter Onneken seine eigenen Spuren im Netz. Welche Daten sind wo über ihn gespeichert? Welche Behörden lagern seine Daten in eine Cloud aus, und wer hat Zugriff auf die Cloud? IBM, Microsoft und Apple reißen sich um deutsche Kunden. Was wissen Google und Facebook? Er folgt den Datenströmen quer durch Europa. So lange, bis er nicht mehr weiter kommt, denn auf einmal kann er weder auf sein Telefon noch auf seine Kreditkarten oder Bankkonten zugreifen. Buchungen wurden storniert, und er erlebt, wie es ist, wenn die eigene Identität gestohlen wird. Die Reportage „Zugriff! - Wenn das Netz zum Gegner wird“ zeigt anhand des Selbstversuchs von Diana Löbl und Peter Onneken, dass Datenspionage bedrohlicher ist, als es die Mehrheit der Bevölkerung eingestehen will.

zurück zum Seitenanfang

Wohnraum/Wohnungslose 

Die Bundesregierung will den Europäischen Hilfsfonds für die am stärksten benachteiligten Personen (EHAP) vor allem zur Bekämpfung von Wohnungslosigkeit und zur Bekämpfung von Ausgrenzung und Armut von Zuwanderern nutzen. Das geht aus der Antwort http://dip21.bundestag.de der Bundesregierung auf eine Kleine Anfrage http://dip21.bundestag.de der Fraktion Die Linke hervor. Den Fonds hat die Europäische Union im März 2014 beschlossen und bis 2020 mit einem Budget von 3,4 Milliarden Euro ausgestattet. Zur nationalen Umsetzung stünden in Deutschland jährlich 11,3 Millionen Euro EHAP-Mittel zur Verfügung. Hinzu kämen als nationale Kofinanzierung durch das Bundesministerium für Arbeit und Soziales Mittel in Höhe von voraussichtlich 1,3 Millionen Euro, heißt es in der Antwort.

Seit dem 09. April 2014 ist das Wohnungsaufsichtsgesetz (WAG) in NRW in Kraft getreten. Mit diesem können jetzt Kommunen wirksamer gegen verantwortungslose Vermieter vorgehen. Es richtet sich gegen die Überbelegung bzw. Verwahrlosung von Wohnraum, indem es die Kommunen bevollmächtigt, insbesondere Bußgelder einzufordern bzw. entsprechende Anordnung zu erlassen. Laut WAG haben die Gemeinden die Wohnungsaufsicht wahrzunehmen. Eine Übersicht: http://www.nrw.de.
Gesetzestext: http://tacheles-sozialhilfe.de.
Hier ein Musterschreiben, mit dem Wohnungsmängel angezeigt werden können: http://tacheles-sozialhilfe.de.

zurück zum Seitenanfang

Verbandsinterne Informationen des SKM 

Ehrungen
Am 22. Juli 2014 wurden mit der Ehrenurkunde und Nadel des Verbandes folgende Herren geehrt: Herbert Pfaff und Paul Roth. Beide sind seit 20 Jahren ehrenamtlich in der rechtlichen Betreuung engagiert. Sie unterstützen zahlreiche Menschen mit besonderen sozialen Schwierigkeiten. Beide Herren sind als ständiges Mitglied in der SKM-Gruppe Offenburg-Ost engagiert. Ebenfalls geehrte wurde Winfried Motsch, der seit über 20 Jahren bei der SKM-Gruppe Offenburg-Ost des SKM-Ortenau ehrenamtlich tätig ist. Dabei ist er seit über 15 Jahren Leiter der Gruppe und war Ansprechpartner für Gerichte und Einrichtungen.

Am 18. Juli 2014 verstarb Stadtpfarrer Frank Faulhaber, der zweite Vorsitzende des SKM Augsburg. Frank Faulhaber hat 1995 den SKM Schwabmünchen gegründet und als dessen Vorsitzender die Arbeit für die Wohnungslosen im südlichen Landkreis Augsburg aufgebaut. Im Jahr 2009 gründete er dann den SKM Pfaffenhofen. Er war von 1997 bis 2003 Vorsitzender der Arbeitsgemeinschaft der SKM-Ortsvereine und seit Herbst 2012 zweiter Vorsitzender des SKM in der Diözese Augsburg e.V. Wir danken für seinen Einsatz für Menschen in Not und für sein Engagement im SKM, das er über seinen gefüllten Arbeitstag als Stadtpfarrer hinaus geleistet hat. Wir werden seiner gedenken und sein Wirken in seinem Sinne fortsetzen

Auszeichnung: Johann Stecker aus Friedberg erhielt im August 2014 die Verdienstmedaille der Bundesrepublik Deutschland. Sichtlich gerührt war Johann Stecker, als er im Landratsamt Augsburg von Landrat Martin Sailer die Verdienstmedaille des Verdienstordens verliehen bekam. Angeregt wurde die Auszeichnung vom Schirmherrn der Augsburger Tafel, Max Strehle. Dieser wollte Stecker damit für sein langjähriges Engagement bei der Augsburger Tafel danken. Johann Stecker war von 2003 bis 2012 bei der Augsburger Tafel. Die ersten Jahre engagierte sich der Friedberger im Fahrdienst. Ab 2007 war er im Vorstand und hatte von 2009 bis 2012 das Amt des 1. Vorsitzenden inne. Darüber hinaus hat Stecker den Tafelverbund Schwaben gegründet. Durch die Gründung des sogenannten „Schwäbischen Tafelverbundes“ mit 14 weiteren Nachbartafeln arbeiten die Tafeln schwabenweit sehr gut zusammen. So kann eine bessere Versorgung der Bedürftigen in der Region erreicht werden. Landrat Martin Sailer dankte Stecker für sein außerordentliches Engagement.

Aus der Hand der stellvertretenden NRW-Ministerpräsidentin Sylvia Löhrmann erhielt in Düsseldorf Karl Heinz Nawarotzky den Verdienstorden des Landes. Er hat fast 50 Jahre lang für den „Sozialdienst Katholischer Männer“ (SKM) gearbeitet, als Schriftführer, dann als Vorsitzender der SKM-Ortsgruppe Moers und zuletzt als Beisitzer des Vereins. Auch für die „Beratungsstelle für alleinstehende Wohnungslose mit besonderen sozialen Schwierigkeiten‘“ hat er sich stark gemacht sowie für ein Wohnheim für junge Männer mit begleitender Betreuung. Haftentlassene konnten auf seinen Beistand ebenso zählen wie auf seine Unterstützung bei der Wiedereingliederung in die Gesellschaft. Karl Heinz Nawarotzky war über 40 Jahre im Caritasverband Moers-Xanten aktiv. An der positiven Entwicklung des Verbandes in den Bereichen Gesundheit, Soziales, Kinder, Jugend und Familie ist er maßgeblich beteiligt. Aus diesem Grunde wurde während seiner Amtszeit unter anderem der Bau zweier karitativer Einrichtungen im Bereich der stationären Altenhilfe umgesetzt. Noch etwas ist unter dem Stichwort „Gutes tun“ zu verbuchen: Vorausschauend regte Karl Heinz Nawarotzky vor einigen Jahren eine gemeinsame Geschäftsführung des SKM und des Caritasverbandes Moers-Xanten an, was ebenfalls mittlerweile umgesetzt wurde.

Europäische Lernpartnerschaft „Learning versus crisis“.  Gabriele Krings, Mitarbeiterin des SKM Lingen e.V. und seit März 2014 im Vorstand des Präventionsnetzwerkes Finanzkompetenz e.V., war als Stakeholder am europäischen Lernpartnerschaftsprojekt „Learning versus crisis“ beteiligt. Ergebnisse und Erfahrungen aus dem Lingener Präventionsprojekt „Jugend, Geld und Konsum – Krötenwerkstatt“ wurden unter dem Arbeitstitel „Household Budget“ (Familienbudget) gemeinsam mit den anderen EU-Partnern diskutiert und ausgetauscht. Neben Deutschland waren Organisationen der Erwachsenenbildung aus Italien, Ungarn, Irland, Finnland, Türkei, Belgien, Portugal und Spanien an diesem europäischen Projekt beteiligt. Ziel des Projektes: Den von Armut und sozialer Ausgrenzung gefährdeten Menschen in Europa Hilfestellungen in ihrem Alltag zu geben, aus den Erfahrungen anderer europäischer Länder zu lernen und den Blick „über den Tellerrand hinaus“ zu schärfen. Folgende Themen waren Gegenstand der gemeinsamen Arbeit:

  • Familienbudget
  • Gesundheit
  • familiäre Erfordernisse
  • Arbeitslosigkeit
  • Wiederverwertung und eventueller Tauschhandel

Das Abschlusstreffen fand im Juni 2014 in Budapest statt. Ergebnisse finden Sie auf der Webseite www.learningvscrisis.eu sowie unter: http://www.learningvscrisis.eu

zurück zum Seitenanfang

Verbandsinterne Informationen der VKD

Am Sonntag, den 31. August 2014 findet die 18. Wallfahrt der Vinzenz-Konferenzen Münster zum Kreuzheiligtum in 47559 Kranenburg statt. Den diesjährigen Vortrag hält Kurt Kaster zum Thema „Leben und Wirken – Adolph Kolping.“ Weitere Infos: Caritasverband Münster, Frau Maria Kasparczyk, kasparczyk@caritas-muenster.de, Fax: 0251/8901-4242.

Die beliebten Notizblöcke der Vinzenz-Gemeinschaft sind jetzt mit neuer Adresse wieder verfügbar. Bestellungen: Gegen Einzahlung von 10,00 Euro auf das Konto der Vinzenz-Gemeinschaft erhalten Sie umgehend 100 Blöcke.

Bundesgeschäftsstelle 

Hier die voraussichtlich nächsten Erscheinungstermine:

  • KuNo 9                       Mitte September 2014
zurück zum Seitenanfang

Der Verein ist im Vereinsregister des Amtsgerichtes Düsseldorf unter der Registernummer VR 3385 eingetragen.

Vertretung des Vereins
Der Verein wird gesetzlich vertreten durch den Generalsekretär Stephan Buttgereit oder durch die Vorsitzende/den Vorsitzenden des Vorstandes, bei deren/dessen Verhinderung durch die stellvertretende Vorsitzende/den stellvertretenden Vorsitzenden, jeweils zusammen mit einem weiteren Mitglied des Vorstandes.
Der SKM ist Mitglied im Deutschen Caritasverband.

Disclaimer
KuNo wurde mit größtmöglicher Sorgfalt zusammengestellt; eine Fehlerfreiheit der enthaltenen Informationen kann jedoch nicht garantiert werden. KuNo enthält Verknüpfungen zu externen Websites ("externe Links").
Diese Websites unterliegen der Haftung der jeweiligen Betreiber. Das Setzen der externen Links bedeutet nicht, dass sich der SKM die hinter dem Link liegenden Inhalte zu Eigen macht. Die SKM-Bundesgeschäftsstelle hat bei der erstmaligen Verknüpfung der externen Links überprüft, ob etwaige Rechtsverstöße bestehen. Zu diesem Zeitpunkt waren keine Rechtsverstöße ersichtlich. Der SKM hat jedoch keinerlei Einfluss auf die zukünftige Gestaltung und auf die Inhalte der verknüpften Seiten