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2014-06

Newsletter des SKM-Bundesverbandes und der Gemeinschaft der
Vinzenz-Konferenzen Deutschlands e.V.

Inhalt

Stand: 24.06.2014

Aktuelles
Arbeitsmarkt
Asyl/Migration
Rechtliche Betreuung
Ehrenamt/Bürgerschaftliches Engagement
Familie
Fortbildung/Tagungen
Jugendhilfe
Kampagnen/Initiativen
Männerarbeit
Sozialberatung für Schuldner
Rund ums SGB
Straffälligenhilfe
Sucht/Drogen
Verschiedenes
Wohnraum/Wohnungslose
Verbandsinterne Informationen des SKM
Verbandsinterne Informationen der VKD
Bundesgeschäftsstelle
 

Aktuelles

Kampf gegen Armut in Deutschland aufgenommen. Der Mensch am Rand ist unsere Mitte. SKM-Vertreterversammlung leitet bundesweite Kampagne zur Armutsbekämpfung 2015 ein. Die diesjährige Vertreterversammlung des SKM – Katholischer Verband für soziale Dienste in Deutschland – Bundesverband e.V. vom 23.-24. Mai hat eine bundesweite Kampagne zur Armutsbekämpfung in Deutschland angestoßen. Grundlage für diese Entscheidung ist das Beschlusspapier „Der Mensch am Rand ist unsere Mitte – Armut und Ausgrenzung in Deutschland bekämpfen“, das an alle wichtigen Entscheidungsträger in Politik, Wirtschaft und Kirche gerichtet ist. Das Papier beinhaltet u. a. Forderungen von Papst Franziskus zur Behebung der „Ungleichverteilung der Einkünfte“ als „Ursache des sozialen Übels“ (Evangelium gaudii Nr. 202) und wurde einstimmig von den SKM-Delegierten verabschiedet. In einer bundesweiten Kampagne sollen die Punkte des Papiers öffentlich sichtbar gemacht werden. In vielen Einzelaktionen in den SKM-Diözesanverbänden und Ortsvereinen werden die Themen regional und bundesweit behandelt. Ihren Höhepunkt findet die Kampagne im Spätsommer 2015. Das Papier „Der Mensch am Rand ist unsere Mitte – Armut und Ausgrenzung in Deutschland bekämpfen“ ist dieser Pressemitteilung als PDF-Datei beigefügt. Fotos können angefordert werden bei Claudia Finke, SKM-Bundesverband: finke@skmev.de.

Workshop: „Verbraucherinsolvenzverfahren in der Praxis der Schuldnerberatung“ vom 10. bis 12. Dezember 2014 in Erfurt. Seminar zu  Fragen und Problemen der Rechtsanwendung, über die neuere Rechtsprechung sowie zu den Änderungen des Verfahrens und ihre Auswirkungen für die Schuldner- und Insolvenzberatung, eine Veranstaltung des SKM-Katholischer Verband für sozialen Dienste in Deutschland – Bundesverband e.V. in Kooperation mit dem Deutschen  Caritasverband e.V. www.skmev.de  Aktuelles/Fortbildungen

VORANKÜNDIGUNG: „facebook, YouTube, WhatsApp. Jugendliche im Social Web begleiten“. Fortbildung des SKM-Bundesverbandes, Referat Jugendhilfe in Zusammenarbeit mit der Bundesarbeitsgemeinschaft Jugendschutz in Berlin am 18. September 2014 im Maternushaus in Köln. Die Ausschreibung erfolgt in Kürze. Interessenten können sich schon jetzt melden: klaes@skmev.de.

Freihandelsabkommen. Die Anforderungen der Gewerkschaften an das Handelsabkommen zwischen EU und USA, kurz TTIP, sind klar: Es geht um einen fairen und sozialen Handel. Klauseln für den Schutz der Investoren seien bei diesem Vertrag unnötig, heißt es im Kongressbeschluss. Durch diesen Vertrag darf das bisherige Niveau von Umwelt-, Arbeitnehmer- und Verbraucherschutzregeln nicht unterschritten werden. Die USA und Deutschland werden aufgefordert, schnellmöglich die ILO-Kernarbeitsnormen zu ratifizieren und umzusetzen. Der DGB-Vorsitzende Reiner Hoffmann sicherte den Delegierten zu, dass der DGB gemeinsam mit dem amerikanischen Gewerkschaftsbund AFL-CIO und dem EGB bei den öffentlichen Konsultationen der EU „Einfluss nehmen wird“. Die Protokolle müssten offengelegt werden. Neben mehr Transparenz wollen die Delegierten auch die Beteiligung der Sozialpartner und der Zivilgesellschaft. Solange diese Forderungen nicht erfüllt sind, fordern sie, die Verhandlungen auszusetzen. Der SKM-Bundesverband fordert alle Intressierten auf, sich mit diesem Thema zu beschäftigen.

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Arbeitsmarkt 

Die Zahl der Betriebe, die ihre Ausbildungsplätze nicht besetzen können, ist in den letzten Jahren signifikant gestiegen. Dies nimmt der DBG zum Anlass für die Expertise „Hohe Abbrecherquoten, geringe Vergütung, schlechte Prüfungsergebnisse – Viele Betriebe sind nicht ausbildungsreif!“ Der Schluss liegt nahe, dass manche Branchen erhebliche Probleme in der Attraktivität und damit auch Qualität ihrer Ausbildungsberufe aufweisen. Statt der häufig proklamierten mangelnden Ausbildungsreife von Jugendlichen solle die Ausbildungsreife von Betrieben Gegenstand der öffentlichen Debatte sowie Forschung wer-den. Ein Vorschlag wäre es, unabhängige Stellen zu schaffen, die Unternehmen auf ihre „Ausbildungsreife“ hin kontrollieren. Download der Expertise: http://www.dgb.de.

Die bislang befristete Regelung zur Zuweisung von Tätigkeiten bei den gemeinsamen Einrichtungen (Jobcenter) wird durch eine dauerhafte Rechtsgrundlage für Zuweisungen ersetzt. Das sieht ein Gesetzentwurf der Bundesregierung http://dip21.bundestag.de für ein Achtes Gesetz zur Änderung des Zweiten Buches Sozialgesetzbuch vor. Mit dem Gesetz zur Weiterentwicklung der Organisation der Grundsicherung für Arbeitssuchende wurde 2010 die Zusammenarbeit von Kommunen und Bundesagentur für Arbeit in den gemeinsamen Einrichtungen (Jobcenter) als Regelfall festgeschrieben. Um die Funktionsfähigkeit der gemeinsamen Einrichtungen als Nachfolger der bisherigen Arbeitsgemeinschaften zu erhalten, wurde auch die Übernahme des Personals geregelt, jedoch ist diese Regelung bisher auf fünf Jahre begrenzt. Um die Arbeit der gemeinsamen Einrichtungen auf Dauer nachhaltig abzusichern, soll die Zuweisung von Tätigkeiten dort grundsätzlich auch auf unbestimmte Zeit erfolgen.

Das Arbeitsvolumen der abhängig beschäftigten Arbeitnehmer ist von 48,6 Milliarden Stunden im Jahr 2000 auf rund 49 Milliarden Stunden im Jahr 2013 gestiegen. Bei den Erwerbstätigen insgesamt lag das Arbeitsvolumen im Jahr 2000 bei rund 57,9 Milliarden Stunden und im Jahr 2013 bei rund 58,1 Milliarden Stunden. Diese Zahlen nennt die Bundesregierung in ihrer Antwort http://dip21.bundestag.de auf eine Kleine Anfrage http://dip21.bundestag.de der Fraktion Die Linke. Aus der Antwort geht weiter hervor, dass der Anteil des bezahlten Überstundenvolumens am Arbeitsvolumen seit 2010 relativ konstant geblieben ist und zwischen 2,7 und 2,9 Prozent liegt. Jedoch verweist die Bundesregierung darauf, dass in der IAB-Arbeitszeitrechnung, auf deren Daten die Antwort basiert, bisher nur die bezahlten Überstunden erfasst werden. Erst ab diesem Jahr sollen auch Informationen über unbezahlte Überstunden erfasst werden, schreibt die Regierung. Sie verweist in diesem Zusammenhang jedoch auf eine wissenschaftliche Studie, wonach das Volumen der unbezahlten Überstunden im Jahr 2010 bei 2,9 Prozent des gesamtwirtschaftlichen Arbeitsvolumens gelegen habe.

Die Bundesregierung hat derzeit noch keine konkreten Pläne, wie die Ansprüche von kurzzeitig Beschäftigten auf Arbeitslosengeld-I-Bezug verbessert werden können. Das schreibt sie in ihrer Antwort http://dip21.bundestag.de auf eine Kleine Anfrage http://dip21.bundestag.de der Fraktion Die Linke. Darin hatte die Fraktion die im Koalitionsvertrag von CDU, CSU und SPD in Aussicht gestellte Regelung, die Rahmenfrist, innerhalb derer die Anwartschaftszeit für den Bezug von Arbeitslosengeld I erfüllt sein muss, von zwei auf drei Jahre zu verlängern als möglicherweise unzureichend bezeichnet, um kurzzeitig Beschäftigte künftig besser abzusichern. Die Bundesregierung führt in der Antwort aus, dass die bisherige Regelung im Dritten Buch Sozialgesetzbuch, wonach kurzzeitig Beschäftigte unter bestimmten Bedingungen Zugang zum Arbeitslosengeld bekommen können, auch wenn sie die Versicherungszeit nicht erfüllen, nur in geringem Umfang zum Anspruch auf Arbeitslosengeld geführt habe. Sie werde deshalb den gesetzgebenden Körperschaften eine Verlängerung der Rahmenfrist vorschlagen, schreibt die Bundesregierung weiter. Eine konkrete Ausgestaltung dieser Regelung stehe jedoch derzeit nicht fest.

Die Europäische Kommission hat  mit Frankreich das erste operationelle Programm angenommen, um die verfügbaren Mittel aus der Beschäftigungsinitiative für junge Menschen zur Bekämpfung der Jugendarbeitslosigkeit einzusetzen. Weitere Infos: http://ec.europa.eu.

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Asyl/Migration

Bis Ende März 2014 haben insgesamt 121.230 Menschen den vom Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (BAMF) angebotenen berufsbezogenen Sprachförderkurs begonnen. Das teilt die Bundesregierung in ihrer Antwort http://dip21.bundestag.de auf eine Kleine Anfrage http://dip21.bundestag.de der Fraktion Bündnis 90/Die Grünen mit. Seit dem Jahr 2007 ist das BAMF im Auftrag des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales (BAMS) mit der Durchführung eines entsprechenden nationalen Programmteils des Europäischen Sozialfonds (ESF), der sogenannten ESF-BAMF-Kurse, beauftragt. Aufgrund der großen Nachfrage hätten ab 1. April 2014 zunächst keine neuen Kurse bewilligt werden können, da die Mittel dafür ausgeschöpft gewesen seien. Ende April habe das BMAS jedoch mitgeteilt, weitere 34 Millionen Euro bereitzustellen, um die Durchführung der Kurse bis Ende des Jahres sicherzustellen.

Am Freitag; den 8. August 2014 um 12.00 Uhr zeigt 3sat/die woche in der Reihe 37 Grad: „Wie wir uns trauen! Heiraten in drei Kulturen“, einen Film von Aljoscha Hofmann. Ob auf Türkisch, auf Hebräisch oder Hindi, sich das Ja-Wort zu geben ist für Paare ein großes Ereignis. Die Hochzeit - eine Entscheidung, die das Leben zweier Menschen verändert. Hier werden Opfergaben verbrannt, da wird unter lautem Knirschen ein Glas zertreten oder Hände in einer langen Zeremonie mit Henna bemalt. Die Rituale unterscheiden sich, Gefühle und Emotionen aber sind die gleichen. In den Vorbereitungen zur Hochzeit wird viel geflucht, die Nervosität bleibt bei keinem Paar aus, sogar der Zweifel an der Entscheidung zur Heirat lässt sich nicht ganz verstecken. Doch während der Zeremonie und bei den Feierlichkeiten ist das alles vergessen, es wird laut gelacht und ausgelassen getanzt. Die Dokumentation „Wie wir uns trauen!“ aus der Reihe „37 Grad“ begibt sich auf eine Reise in fremde Kulturen im eigenen Land und zeigt Sorgen, Liebe und Hoffnung der Paare.

LAG Katholische Jugendsozialarbeit NRW: „Neue Ansätze der Sozialen Arbeit in der Migrationsgesellschaft?“. Deutschland ist eine Migrationsgesellschaft: Im europäischen Vergleich hat Deutschland die zweithöchste Zuwanderungs- und vierthöchste Abwanderungsquote. Für 2012 weist der aktuelle Migrationsbericht des Bundes 207.423 Zu- und 138.171 Fortzüge allein für Nordrhein-Westfalen aus. Diese rein quantitative Tatsache zieht jedoch auch weitreichende qualitative Konsequenzen für unsere Gesellschaft nach sich, von denen auch die soziale Arbeit mit jungen Menschen betroffen ist. Gleichzeitig beginnen die Grenzen zwischen Integrations- und Inklusionsbemühungen zu verschwimmen - zielen doch beide, wenn auch aus unterschiedlichem Blickwinkel, auf die Anerkennung von Vielfalt und die gesellschaftliche Teilhabe aller. Es reicht nicht mehr aus, dass Migrantinnen und Migranten mit und in unserer Gesellschaft klar kommen. Vielmehr muss unsere Gesellschaft dem gelingenden Zusammenleben unterschiedlicher Kulturen und Ethnien gerecht werden. Den notwendigen Anforderungen, die durch diese und weitere Entwicklungen an eine soziale Arbeit in unserer Migrationsgesellschaft gestellt werden, geht Prof. Dr. Josef Freise im neuen JSA aktuell nach. Freise ist Dozent an der Katholischen Hochschule NRW mit Forschungsschwerpunkten zu internationalen, interkulturellen und interreligiösen Aspekten der Sozialen Arbeit. Den Artikel „Neue Ansätze der Sozialen Arbeit in der Migrationsgesellschaft?“ erhalten Sie unter: http://www.jugendsozialarbeit.info

Perspektivenwechsel: Von Integration zu Inklusion – neuer Ansatz für die Migrationsarbeit? Christine Müller, Referentin bei der LAG KJS NRW, befasst sich in der neuen Ausgabe der „jugendsozialarbeit aktuell“ mit der Frage, ob Inklusion statt Integration die neue Perspektive der Migrationsarbeit sein kann. http://www.jugendsozialarbeit.info

Rechtliche Betreuung

 Die 2. Auflage von „Praxiswissen Betreuungsrecht“ für Ehrenamtliche, Familienangehörige und Bevollmächtigte ist letzte Woche erschienen. Betreuungsvereine der verbandlichen Caritas können das Buch wieder zu vergünstigten Konditionen (15,80 €) über den Lambertus Verlag bestellen. Den dafür notwendigen Flyer erhalten Sie über die SKM-Bundesgeschäftsstelle, Frau Dannhäuser. Bitte machen Sie wieder kräftig Werbung, damit ähnlich gute Verkaufszahlen wie bei der ersten Auflage erzielt werden. Dank an alle, die das Erscheinen der zweiten Auflage möglich gemacht haben.

Initiativen zur BtG-Vergütung. Das gemeinsame Positionspapier der verbandlichen Caritas zur Vergütung der beruflich geführten Betreuung nach VBVG ist verabschiedet. Nun gehen die Aktivitäten in eine neue Phase. Die BAGFW hat sich inzwischen mit einer verkürzten Version unserer Position angeschlossen.  Ende September 2014 (39. KW) sollen in Berlin Hintergrundgespräche mit der Koalition und Opposition geführt werden an denen der SkF, der DCV und der SKM teilnehmen. In der anschließenden 40. KW (30.9.-3.10.2014) sind die Betreuungsvereine aufgerufen, ihre Abgeordneten (Bund und Land) in ihre Geschäftsstellen, Vereine, Veranstaltungen einzuladen und das Arbeitsfeld mit seinen Chancen und Möglichkeiten, aber auch die kritische Situation der Vereine eindrucksvoll vorzustellen. Die AG „BtG-Kampagne“ arbeitet an einer öffentlichkeitswirksamen Begleitung dieser Gespräche und Besuche. Mit einem realistischen Aufwand soll eine hohe Aufmerksamkeit erzielt werden und dazu auch die virtuelle Welt (Internet, soziale Netzwerke, Facebook & Co) genutzt werden.. Die Umsetzung der Aktion können die Betreuungsvereine nur gemeinsam stemmen. Daher der ausdrückliche Wunsch und die Bitte um Beteiligung aller Vereine und Diözesanstellen. Eine wirklich hohe Aufmerksamkeit erzielen wir nur mit einer hohen Beteiligung und einer zeitgleichen Aktivität!

Statistik 2013 – Auswertung. Die Zahlen aus dem Arbeitsfeld Rechtliche Betreuung sind inzwischen ausgewertet. Die Beteiligung an der Statistik hat sich erfreulicherweise deutlich erhöht. Im Querschnittsbereich fällt weiterhin der große quantitative Unterschied im Engagement der Betreuungsvereine auf. Hier reichen die Zahlen der begleiteten ehrenamtlichen Betreuer (inklusive bestellter Familienangehörigen)von 0 – 600 pro Verein.  Dieser Unterschied ist nicht alleine mit einer unterschiedlicher Förderung zu erklären und auch nicht mit der Größe eines Vereins. Für den Betreuungsbereich stellen die Vereine im Durchschnitt 3,2 Planstellen zur Verfügung. Bei den beruflich geführten Betreuungen führen hauptamtliche Mitarbeiter, die für die Fallarbeit zuständig sind, durchschnittlich unverändert 46 Betreuungen. Auf den Querschnittsbereich entfallen im Durchschnitt 0,5 Stellen. Nach der deutlichen Steigerung des Vorsorgebereichs zeigt sich dieses Arbeitsfeld diesmal im Jahresvergleich mit 2012 stabil. Im Durchschnitt veranstaltet jeder Verein im Laufe des Jahres 8 Infoveranstaltungen rund um das Thema Betreuungsvermeidung und führt 85 Einzelberatungen zu dem Thema durch. Somit bindet dieser Bereich einen erheblichen Teil der Arbeitsressourcen. Auffällig sind aber auch hier erhebliche Unterschiede bei den Vereinen. Die Nutzung des Persönlichen Budgets ist angesichts der höheren Beteiligung der Zahlen stabil. Auffällig, aber zu erwarten, ist eine deutlich höhere Nutzung in Rheinland-Pfalz. Die finanzielle Situation der Vereine hat sich weiter verschlechtert. Bei 135 von 164 Vereinen ist die Fallarbeit der beruflich geführten Betreuungen nicht kostendeckend finanziert.

Fachtag Online-Beratung. Am 13. Mai 2014 fand in Köln der Fachtag Online-Beratung statt. 40 Beraterinnen und Berater setzten sich unter der Überschrift „Last und Lust der Online-Beratung“ mit ihrer neuen Beraterrolle auseinander. In einem World-Café am Nachmittag tauschten sie ihre Erfahrungen aus. Zuvor hatte Jürgen Pelzer, Theologe und Web 2.0-Experte die Teilnehmer in seinem Vortrag „Online-Beratung und neue Medien - soziale Arbeit im Netz, geht das?“ mitgenommen in die Möglichkeiten und Chancen der virtuellen Welt.

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Ehrenamt/Bürgerschaftliches Engagement

Jung und engagiert – ausgezeichnet! Elisabeth-Preis 2014: Sonderpreis für junge Engagierte. Die CaritasStiftung im Erzbistum Köln schreibt wieder den Elisabeth-Preis für herausragendes soziales Engagement aus. Zusätzlich vergibt die den Sonderpreis „jung + engagiert“ an Jugendliche und junge Erwachsene bis 27 Jahre, die sich starkmachen für andere – in ihrer Gemeinde, bei der Caritas oder einer anderen katholischen Einrichtung. Die Preisträger, gewinnen jeweils 2500 Euro, der Zweit- und Drittplatzierte 1500 und 500 Euro. Bewerbungen unter http://caritas.erzbistum-koeln.de.

Heldinnen und Helden gesucht: Bundesministerin Manuela Schwesig ruft zur Nominierung für den Deutschen Engagementpreis auf. Engagierte Personen, Organisationen, Kommunen und Unternehmen können noch bis zum 1. Juli 2014 auf der Homepage www.deutscher-engagementpreis.de für die bundesweite Auszeichnung vorgeschlagen werden. Das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend und der Generali Zukunftsfonds fördern den Deutschen Engagementpreis, um die Anerkennungskultur für bürgerschaftliches Engagement in der Bundesrepublik zu stärken. Nominierungen für den Deutschen Engagementpreis können postalisch oder online auf http://www.deutscher-engagementpreis.de noch bis zum 1. Juli 2014 eingereicht werden. Der Deutsche Engagementpreis ehrt seit 2009 bürgerschaftlich Engagierte in den Kategorien Dritter Sektor, Einzelperson, Wirtschaft sowie Politik und Verwaltung. Die zusätzliche Schwerpunktkategorie im Jahr 2014 würdigt das Engagement für ein Miteinander der Generationen. 

Familie 

Das Bundeskabinett hat den Gesetzentwurf zur Einführung des sogenannten „Elterngeld Plus“ gebilligt. Darüber informierte Bundesfamilienministerin Manuela Schwesig (SPD) den Familienausschuss. Eltern sollen durch das Gesetz zukünftig bis zu 28 Monate Elterngeld beziehen können, wenn sie Teilzeit arbeiten. Der Gesetzentwurf werde jetzt über den Bundesrat in das parlamentarische Gesetzgebungsverfahren eingebracht. Der Bundesrat werde dann voraussichtlich im September über die Gesetzesinitiative beraten. Nach den Vorstellungen der Ministerin soll das Gesetz noch in diesem Jahr im Bundestag verabschiedet werden und im kommenden Jahr in Kraft treten. Schwesig informierte den Ausschuss zudem über weitere gesetzliche und andere Vorhaben ihres Ministeriums.
Ministerin Schwesig möchte im zweiten Halbjahr 2014 zudem das Gesetz zur Gleichstellung von Frauen und Männern in Führungspositionen auf den Weg bringen. Im Sommer soll der entsprechende Entwurf dem Bundeskabinett vorgelegt werden. Zudem kündigte die Ministerin ein Gesetz zur besseren Vereinbarung von Familien, Pflege und Beruf an. Dies sieht unter anderem eine zehntägige berufliche Auszeit bei Lohnfortzahlung zur Organisation der Pflege eines Angehörigen vor.

Erstmals wird anlässlich des Auftakts der CSD-Saison 2014 vor einem Bundesministerium die Regenbogenflagge gehisst. An der Aktion nehmen auch mehrere Regenbogenfamilien mit ihren Kindern teil. Hierzu erklärt die Bundesministerin für Familie, Senioren, Frauen und Jugend, Manuela Schwesig: „"Das Hissen der Regenbogenflagge steht für unser gemeinsames Ziel eines toleranten und weltoffenen Europas ohne Diskriminierung. Überall dort, wo Menschen wegen ihrer sexuellen Orientierung benachteiligt, angefeindet oder gar angegriffen werden, muss gehandelt werden. In Deutschland, in Europa, weltweit. Das ist unsere gemeinsame Verantwortung und Aufgabe.“… „Auch Kinder müssen vorurteilsfrei aufwachsen. Gerade Kinder von Regenbogenfamilien haben es in der Schule oft schwerer, weil ihre Eltern anders leben als die ihrer Klassenkameraden. Sie begegnen Vorurteilen und Ausgrenzung. Gerade in Schulen müssen aber die Grundsteine für Offenheit, Anerkennung und Toleranz gelegt werden." Die Regenbogenflagge ist weltweit das Symbol der Lesben- und Schwulenbewegung, sie steht für Vielfalt und Respekt ebenso wie für Engagement gegen Homophobie und Transphobie. Seit den 1990er Jahren wird in Berlin und vielen Städten des Landes an Rathäusern die Regenbogenflagge gehisst.

Die Zahl der Elternpaare, bei denen sowohl Mütter als auch Väter Elterngeld beziehen, ist in den vergangenen Jahren gestiegen. Dies geht aus der Antwort der Bundesregierung http://dip21.bundestag.de auf eine Kleine Anfrage der Fraktion Die Linke http://dip21.bundestag.de hervor. Im Jahr 2009 waren es nach Angaben der Regierung rund 139.000 Paare, im Jahr 2010 bereits rund 155.000 Paare. Im ersten Halbjahr 2012 verzeichnet die Regierung rund 85.000 Paare, bei denen sowohl die Mütter als auch die Väter Elterngeld beziehen. Ebenfalls steigt nach Regierungsangaben der Anteil der Paare, bei denen Mütter und Väter zumindest zweitweise oder über den gesamten Zeitraum gleichzeitig Elterngeld beziehen, von 61,8 Prozent (2009) auf 69,2 Prozent (2012).

Die Einsamkeit ist auf dem Vormarsch. Betroffen davon seien vor allem verwitwete Männer im Ruhestand, ergab eine Befragung von ehrenamtlichen Mitarbeitern der Caritas-Konferenzen und Vinzenz-Konferenzen im Erzbistum Paderborn. Diese setzen sich mit vielfältigen Maßnahmen gegen Einsamkeit ein. Besonders erfolgreich seien dabei ehrenamtliche Besuchsdienste, etwa zu Geburtstagen, sowie regelmäßige Seniorenkreise, ergab eine Studie des Zentrums für gesellschaftliches Lernen und soziale Verantwortung (UNIAKTIV) der Universität Duisburg-Essen in Zusammenarbeit mit Caritas-Konferenzen und Vinzenz-Konferenzen im Erzbistum Paderborn. Einsame Menschen werden am ehesten durch direkte Ansprache erreicht. Aber auch Flyer und Veranstaltungshinweise in Medien sprechen sie an. Der Personenkreis der einsamen Menschen, die von den Ehrenamtlichen erreicht werden, profitieren davon, so die Überzeugung der Befragten: Der Kontakt steigere das geistige und emotionale Wohlbefinden. Angesichts zunehmender Einsamkeit in der Gesellschaft wachse die Bedeutung von Besuchsdiensten, analysiert die Studie. Gleichzeitig fehlten aber vielerorts ehrenamtliche Kräfte zu deren Durchführung. An ihre Grenzen kommen ehrenamtliche Mitarbeiter allerdings, wenn einsame Menschen für neue Kontakte nicht offen sind oder ausdrücklich allein sein wollen. Auch bei einer fehlenden Vertrauensbasis sei Hilfe kaum möglich. Größtes Hindernis für Hilfe sei allerdings, dass sich einsame Menschen oft so sehr zurückziehen, dass sie nicht bekannt seien. „Die Befragung zeigt, dass Einsamkeit ein sehr aktuelles Thema ist“, sagen Britta Kinze und Sabrina Groppe, Kooperationspartner der Uni Duisburg-Essen bei Caritas- und Vinzenz-Konferenzen. „Immer mehr Menschen sind von Einsamkeit gefährdet oder sind bereits einsam.“ Doch jeder könne etwas gegen Vereinsamung tun: „Wichtig ist es, vor Ort zu sein und Nähe zu seinen Mitmenschen zu zeigen“, raten sie. „Es müssen nicht die großen Taten sein.“ Als Türöffner reiche schon ein Gruß oder ein kleines „Wie geht´s?“ Für die Studie wurden Ehrenamtliche von 37 Caritas- und Vinzenz-Konferenzen nach ihren Beobachtungen und Erfahrungen im Umgang mit einsamen Menschen gefragt. Pressemeldung des DICV Paderborn vom 17.06.2014. 

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Fortbildung/Tagungen

 Die Fortbildungs-Akademie des Deutschen Caritasverbandes e.V. bietet demnächst folgende Veranstaltungen an:

  • Vorabinformation: Die Kommission Caritasprofil der Delegiertenversammlung des Deutschen Caritasverbandes veranstaltet am 10. Oktober 2014 in Frankfurt den Fachtag „Arme Kirche für die Armen – Was heißt das für die Caritas?“

Nähere Auskünfte: Fortbildungs-Akademie des Deutschen Caritasverbandes e.V., Wintererstr. 17-19, 79124 Freiburg, Tel. 0761/200-538, Fax -199, E-Mail akademie@caritas.de , Internet: www.fak.caritas.de, www.caritas-akademien.de,

Jugendhilfe 

Der Kooperationsverbund Jugendsozialarbeit hat die neue Ausgabe des Bildungsmonitors herausgegeben. Es wird eine Kompilation der aktuellen Berichterstattung über bildungspolitische Entwicklungen, Programme, Studien, Statistiken und Stellungnahmen geboten. Hierbei werden vor allem die wichtigsten Ergebnisse des Berufsbildungsberichts 2014 genannt und Entwicklungen in den Bundesländern dargestellt, wie die Einführung der Jugendberufsagentur in Hamburg sowie weitere jugendpolitische und ausbildungsmarktbezogene Entwicklungen dargestellt. Zur tieferen fachlichen Auseinandersetzung mit diesen Themen sind aktuelle Daten über das Bildungswesen in Deutsch-land gesammelt und Neuerscheinungen, die für die Jugendsozialarbeit relevant sind, bewertet worden. Download: http://www.jugendsozialarbeit.de.

Das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ) präsentiert nach Relaunch eine neue Kinderwebsite und startet die Online-Aktion „Deine Frage an Manuela Schwesig“. Wie sieht ein Arbeitstag der Bundesfamilienministerin aus und wie funktioniert denn ein Ministerium? Diesen spannenden Fragen können Kinder ab sofort auf der neuen Kinderwebsite www.kinder-ministerium.de nachgehen. Die Seite wurde pünktlich zum internationalen Kindertag am 1. Juni 2014 vom BMFSFJ für Kinder eingerichtet und soll ihnen die Möglichkeit bieten, sich im Internet über Kinderpolitik und Kinderrechte zu informieren.

Nach ungefähr zehn Jahren Erfahrungen mit dem Web 2.0 ist einiges im pädagogischen Alltag selbstverständlich geworden, einiges bereitet vielen Pädagoginnen und Pädagogen nach wie vor Kopfzerbrechen. Das Smartphone steht sinnbildlich für die ständige Verfügbarkeit und Allgegenwart medialer Anwendungen in unserem Alltag. Nichts geändert hat sich an der Unbefangenheit der Jugendlichen, sich neue Entwicklungen anzueignen bzw. Medien auch anders zu nutzen als die Mehrzahl der Erwachsenen. Um sich mit den aktuellen Entwicklungen auseinanderzusetzen, hat die Aktion Jugendschutz Baden-Württemberg ein interessantes und breit gefächertes Tagungsprogramm zusammengestellt. Die Einzelheiten der Anmeldung und die Programmgestaltung finden sich auf der Website www.ajs-bw.de  

Das Ziel ist klar: mehr Jugendlichen mit Behinderungen eine berufliche Ausbildung zu ermöglichen. Zu der Frage wie das gelingen kann, haben die Beteiligten der Initiative Chance Ausbildung Vorschläge erarbeitet und gemeinsam ein Positionspapier veröffentlicht. Statt wie bislang Jugendliche mit Behinderungen weitgehend in Sondereinrichtungen und -maßnahmen auszubilden und zu betreuen, soll die hohe Fachkompetenz beispielsweise der Berufsbildungswerke und anderer Einrichtungen im Regelsystem nutzbar gemacht werden, um ein inklusives Ausbildungssystem zu gestalten. Dazu sind vor allem mehr betriebliche Ausbildungsressourcen zu gewinnen. Damit das gelingt, müssen Betriebe kontinuierlich und verlässlich unterstützt und die Auszubildenden individuell gefördert werden. Aber auch das Ausbildungssystem muss sich verändern. Um den Bedürfnissen von Jugendlichen gerecht zu werden, sollten Streckungs- und Unterbrechungsmöglichkeiten stärker genutzt und die Ausbildung in Ausbildungsbausteine gegliedert werden. http://www.bertelsmann-stiftung.de.

Der Petitionsausschuss will Opfern von Cybermobbing unter Kindern und Jugendlichen helfen. Der Ausschuss beschloss daher einstimmig, eine dahingehende Petition dem Bundesministerium für Justiz und Verbraucherschutz „als Material“ zu überweisen und den Fraktionen des Bundestages zur Kenntnis zu geben. In der Petition wird gefordert, dass alle Einträge über Personen, die in Suchmaschinen oder Informationsdiensten für die Öffentlichkeit bereitstehen, bei schriftlichem Einspruch mit einem „Button“ – vergleichbar mit einer presserechtlichen Gegendarstellung – versehen werden müssen, wenn sie denn nicht aufgrund des Einspruchs sofort gelöscht werden. Zur Begründung wird angeführt, dass sich Suchmaschinen und Informationsdienste oft weigern würden, falsche Einträge zu löschen. In solchen Fällen bleibe dem Nutzer nur, gerichtlich dagegen vorzugehen. Dieses Verfahren, so heißt es in der Petition, sei jedoch zu aufwändig und zeitintensiv. Insbesondere bei Cybermobbing gegen Jugendliche sei ein schnellerer Schutz erforderlich. Wie der Petitionsausschuss unter Bezugnahme einer Stellungnahme der Bundesregierung in seiner Beschlussempfehlung schreibt, bietet das geltende Recht dem Nutzer „eine Reihe von rechtlichen und tatsächlichen Möglichkeiten“, um sich zu schützen. So gebe es bei von Medien verbreiteten Tatsachenbehauptungen einen Gegendarstellungsanspruch. Dieser diene der Waffengleichheit gegenüber den Medien und stelle eines der wirkungsvollsten Mittel zum Schutz des Persönlichkeitsrechts gegen Presseveröffentlichungen dar, urteilt der Ausschuss. Was den Vorschlag des Petenten angeht, wonach es dem Betroffenen selbst ermöglicht werden soll, durch Anklicken eines „Buttons“ einen eigenen Gegendarstellung einzustellen, sei anzumerken, dass das Verfassen einer Richtigstellung in Internet-Foren schon heute möglich sei. Den Nutzern werde standardmäßig die Möglichkeit geboten, auf schon bestehende Einträge mit eigenen Stellungnahmen und Kommentaren zu reagieren.

Die Website des Projekts Chance Ausbildung – Jeder wird gebraucht! ist ab sofort auch in Leichter Sprache zu lesen. Die Leichte Sprache verzichtet auf einen komplexen Satzbau und auf die Verwendung von Fremdwörtern. Inhalte in Leichter Sprache entsprechen dem Sprachniveau A1 des Gemeinsamen Europäischen Referenzrahmens für Sprachen (GER) und tragen ein entsprechendes Gütesiegel. Etwa 95 % aller Menschen in Deutschland können die Leichte Sprache lesen und verstehen. Alle Texte und Illustrationen auf der Seite in Leichter Sprache sind für sogenannte Screenreader formatiert. Personen mit einer Sehbehinderung können sich die Texte und Beschreibungen von einem Screenreader vorlesen lassen. http://chance-ausbildung.de.

THEMA JUGEND, Heft 2/2014 unter dem Titel Generation Smartphone ist erschienen und enthält folgende Beiträge:

  • Daniel Hajok: Medienumgang Jugendlicher im Wandel – Von der rezeptiven Mediennutzung zur partizipativen Medienaneignung
  • Kai W. Müller: Weder gut noch böse – Exzessive Medien- und Internetnutzung heute
  • Sabine Plötz: Die anderen spielen auch alle! – Eine Mutter berichtet über das Online-Verhalten ihres Sohnes
  • Gordon Schmid, Andreas Niggestich: Computerspiel- und Internetsucht vorbeugen – Das Präventionsprojekt DIGITAL – voll normal!?!
  • Nicole Alfert, Mischa Engelbracht: Soziale Arbeit auf Facebook? – Potenziale und Herausforderungen der professionellen Facebook-Nutzung
  • Bernd Schorb: Medienkompetenz – Grundlage der Bewältigung der Gegenwart

THEMA JUGEND kostet 2,- Euro pro Exemplar zzgl. Versandkosten. Bestelladresse: Katholische Landesarbeitsgemeinschaft Kinder- und Jugendschutz NW e.V., Salzstraße 8, 48143 Münster, Tel.: 0251/54027, Fax: 0251/518609, E-Mail: info@thema-jugend.de.

Forum Jugendhilfe, Zeitschrift der Arbeitsgemeinschaft für Kinder- und Jugendhilfe (AGJ) bringt in der Ausgabe 2/2014 unter anderem folgende Beiträge:

  • Peter Klausch: 24/7 Kinder- und Jugendhilfe. Viel wert. Gerecht. Wirkungsvoll. – 15. Deutscher Kinder- und Jugendhilfetag
  • Sandra Scheeres: 24/7 Kinder- und Jugendhilfe – der Deutsche Kinder- und Jugendhilfetag zu Gast in der Hauptstadt
  • Uwe Lübking: Kinder- und Jugendhilfe hat ihren Wert
  • Verean Göppert: Kinder- und Jugendhilfe steht für Gerechtigkeit
  • Jörg Freese: Kinder- und Jugendhilfe zeigt Wirkung!
  • Wolfgang Stadler: Vielfalt leben
  • Stephan Groschwitz: Perspektiven wechseln und Gestaltungsmacht teilen – Beteiligung in der Jugendhilfe
  • Norbert Hocke: Professionalität sichern

Bezug: AGJ, Mühlendamm 3, 10178 Berlin, Tel.: 030/40-200, Fax -232, www.agj.de

Kampagnen/Initiativen

Kampf gegen Armut in Deutschland aufgenommen. Der Mensch am Rand ist unsere Mitte. SKM-Vertreterversammlung leitet bundesweite Kampagne zur Armutsbekämpfung 2015 ein. Die diesjährige Vertreterversammlung des SKM – Katholischer Verband für soziale Dienste in Deutschland – Bundesverband e.V. vom 23.-24. Mai hat eine bundesweite Kampagne zur Armutsbekämpfung in Deutschland angestoßen. Grundlage für diese Entscheidung ist das Beschlusspapier „Der Mensch am Rand ist unsere Mitte – Armut und Ausgrenzung in Deutschland bekämpfen“, das an alle wichtigen Entscheidungsträger in Politik, Wirtschaft und Kirche gerichtet ist. Das Papier beinhaltet u. a. Forderungen von Papst Franziskus zur Behebung der „Ungleichverteilung der Einkünfte“ als „Ursache des sozialen Übels“ (Evangelium gaudii Nr. 202) und wurde einstimmig von den SKM-Delegierten verabschiedet. In einer bundesweiten Kampagne sollen die Punkte des Papiers öffentlich sichtbar gemacht werden. In vielen Einzelaktionen in den SKM-Diözesanverbänden und Ortsvereinen werden die Themen regional und bundesweit behandelt. Ihren Höhepunkt findet die Kampagne im Spätsommer 2015. Das Papier „Der Mensch am Rand ist unsere Mitte – Armut und Ausgrenzung in Deutschland bekämpfen“ ist dieser Pressemitteilung als PDF-Datei beigefügt. Fotos können angefordert werden bei Claudia Finke, SKM-Bundesverband: finke@skmev.de.

Mit einer Plakataktion machen die Wohlfahrtsverbände in Bielefeld auf die wachsende Armut in der Stadt aufmerksam. „Viele Menschen leben unterhalb der Armutsgrenze. Doch im Kommunalwahlkampf fällt das unter den Tisch“, sagt Elisabeth Mösenmeier, Geschäftsführerin des Caritasverbandes Bielefeld. Großformatige Plakate mit drei verschiedenen Motiven geben den von Armut Betroffenen ein Gesicht und präsentieren erschreckende Zahlen: So leben allein in Bielefeld fast 6.000 Senioren und mehr als 11.000 Kinder unter der Armutsgrenze. Zudem verweisen die Wohlfahrtsverbände auf mehr als 2.000 Flüchtlinge in Bielefeld, die „mehr brauchen als Lippenbekenntnisse“. Als „Anwalt der Armen“ wollen die Verbände auf die versteckte Not aufmerksam machen, betont Elisabeth Mösenmeier. „Und das über die Wahl hinaus.“ Bis zur Kommunalwahl wurden die Plakate an 17 Standorten in Bielefeld präsentiert – neben den Plakaten zur Kommunalwahl. Danach sind sie weiterhin in den Einrichtungen der beteiligten Verbände zu sehen. Außerdem werden die Motive als Postkarten verteilt. Die Verbände verweisen auf die Armutsentwicklung in der Stadt. Die staatlichen Leistungen zur Unterstützung von Menschen in Armut seien in den vergangenen Jahren „scheibchenweise“ immer mehr gekürzt worden. Einrichtungen wie Warenkörbe oder auch die „Schulkramkiste“ der Arbeitsgemeinschaft Wohlfahrtsverbände Bielefeld seien angesichts der Not nicht mehr wegzudenken. „Schade, dass es sie geben muss“, sagt Elisabeth Mösenmeier von der Caritas. „Das ist ein Armutszeugnis für unsere Gesellschaft.“ 

Männerarbeit

MANN-Aktuell! Die aktuelle Ausgabe von MANN Aktuell finden Sie unter: http://kath-maennerarbeit.de.  

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Sozialberatung für Schuldner

Zum 1. Juli 2014 wird es einen Wechsel in der Vertretung des Arbeitsfeldes Sozialberatung für Schuldner(innen) beim Deutschen Caritasverband geben. In Kontext einer Neustrukturierung der Geschäftsstelle der Caritas Suchthilfe (CaSu) wird der bisher zuständige Referent, Herr Stefan Bürkle, künftig mit seinem vollen Stellenumfang die Geschäftsstelle CaSu leiten und das Arbeitsfeld der Sozialberatung für Schuldner(innen) abgeben. Als neuen Referenten auf Bundesebene konnten wir Herrn Cornelius Wichmann gewinnen. Herr Wichmann ist Diplom-Pädagoge und Diplom-Sozialpädagoge (FH) und seit 2001 in der Zentrale des Deutschen Caritasverbandes als Referent für das Arbeitsfeld Straffälligenhilfe mit einem Stellenumfang von 50% tätig. Daneben hat Herr Wichmann in der Vergangenheit Projekte für den DCV und Tätigkeiten in anderen Referaten und Fachbereichen übernommen. Vor seiner Tätigkeit beim DCV war er in einer Einrichtung für Haftentlassene tätig. Herr Wichmann wird die Sozialberatung für Schuldner(innen) mit einem Stellenumfang von 50% zusätzlich zu seiner Referententätigkeit im Arbeitsfeld Straffälligenhilfe übernehmen.

Die Bundestagsfraktion der Grünen fordert eine gesetzliche Begrenzung der zu hohen Dispositions- und Überziehungszinsen auf ein „vertretbares“ Niveau. Derzeit lägen die Zinsen bei Überschreibung des Kontos im Rahmen des erlaubten Dispokredits durchschnittlich bei 11,3%. Überziehungszinsen, die über den geduldeten Rahmen eines Dispokredits hinaus fällig werden, betragen bis zu 22,5%. Dies sei angesichts des historisch niedrigen Leitzinses der Europäischen Zentralbank von derzeit 0,25% „nicht akzeptabel“. In ihrem Antrag, der am 12. Mai in den Bundestag eingebracht wurde, verweist die Fraktion auch auf die in der Vergangenheit wirkungslos gebliebenen Selbstverpflichtungen der Banken und Kreditinstitute. Aus Sicht der Fraktion der Grünen sind die geplanten Maßnahmen der Bundesregierung hierzu nicht ausreichend. Sie fordern, die Dispo- und Überziehungszinsen deutlich abzusenken sowie die Trennung zwischen Dispo- und Überziehungszinsen aufzuheben. Hierfür gäbe es bereits praktische Beispiele einiger Banken, die auch zeigen, dass solche Schritte die Banken nicht in wirtschaftliche Schwierigkeiten brächten. 

Die AG SBV, Matthias Bruckdorfer, hat mit dem Bundesamt für Statistik (BFS) eine Kooperationsvereinbarung für die diesjährige Aktionswoche (23. bis 27. Juni) vereinbart. Das BFS veröffentlicht regelmäßig die sog. „Zahl der Woche“ in einer entsprechenden Pressemeldung. Diese Zahl wird sich auf die Aktionswoche Schuldnerberatung, speziell auf die Höhe der Energieschulden von Betroffenen bei Energieversorgern, beziehen. Nach Vorlage wird die Pressemeldung über die Verteiler in der Schuldnerberatung weitergeleitet, für die Möglichkeit, diese Zahl auch bei den geplanten Aktionen dieser Woche zu nutzen. Siehe auch www.aktionswoche-schuldnerberatung.de.

Präventionsnetzwerk Finanzkompetenz. Im Rahmen der 5. FinKom, am 6. März in Frankfurt wurden eine Reihe interessanter Projekte zur Schuldenprävention präsentiert, u.a. zur Präventionsarbeit mit und von Schülern (Jung und im Plus); Tradity (Börsenspielplattform von Jugendlichen für Jugendliche) usw. Die Beiträge sind auf der Website des Präventionsnetzwerkes eingestellt. http://www.praeventionsnetzwerk-finanzkompetenz.de.

Bitte beachten Sie: Alle aktuellen Fortbildungsangebote im Bereich der Schuldnerberatung der Caritas finden Sie auch auf der Website des SKM www.skmev.de unter Aktuelles/Fortbildungen. Ein Blick auf die Internetseite lohnt sich, da sich auch kurzfristig Änderungen für die Fortbildungsangebote ergeben können. Ihre Fragen zum Fortbildungsangebot in der Schuldnerberatung beantworten wir Ihnen gerne: Stephan Buttgereit, SKM e.V. Tel. 0211 / 233948-0 und Stefan Bürkle, DCV e.V. Tel. 0761 / 200-303 

Rund ums SGB

Im Jahr 2013 wurden laut Statistik der Bundesagentur für Arbeit rund eine Million neue Sanktionen gegenüber Menschen im Leistungsbezug des Zweiten Buches Sozialgesetzbuch (Hartz IV) verhängt. Mit 72 Prozent seien Meldeversäumnisse der häufigste Grund dafür gewesen, schreibt die Bundesregierung in ihrer Antwort http://dip21.bundestag.de auf eine Kleine Anfrage http://dip21.bundestag.de der Fraktion Bündnis 90/Die Grünen weiter. An zweiter Stelle folgte die Weigerung zur Aufnahme einer Arbeit, Ausbildung oder anderer Maßnahmen. Im Jahresdurchschnitt 2013 habe es demnach im Bestand rund 8.900 so genannte vollsanktionierte Personen gegeben, von denen rund 5.000 (56 Prozent) unter 25 Jahren waren. Die Bundesregierung betont, dass die Mitarbeiter der Jobcenter bemüht seien, die Leistungsberechtigten vor Meldeversäumnissen zu bewahren, unter anderem durch kostenlose SMS-Terminerinnerungen, von denen monatlich fast 500.000 verschickt würden.

„Soziale Arbeit“, Ausgabe Mai 2014, die Zeitschrift für soziale und sozialverwandte Gebiete, beschäftigt sich unter anderem mit:

  • Kerstin Nicolaysen: Motivierende Gesprächsführung – Case Management mit Jugendlichen
  • Stefan Bestmann, Sarah Häseler-Bestmann: Mentoring beim Berufseinstieg
  • Burkhard Hill: Musik in der Sozialen Arbeit – Projekte und Workshops
  • Alf Scheidgen: Beteiligungsorientierte Organisationsentwicklung – Mitarbeiterbefragung zur Arbeitsanalyse in sozialen Diensten

Soziale Arbeit wird herausgegeben vom Deutschen Zentralinstitut für soziale Fragen (DZI), Bernadottestr. 94, 14195 Berlin, Telefon 030/839001-0 Fax: 030/8314750 www.dzi.de, E-Mail sozialinfo@dzi.de.

Eine Verweigerung von Anträgen nach dem Zweiten und Dritten Buch Sozialgesetzbuch steht im Widerspruch zur Aufklärungs- und Beratungspflicht der Leistungsträger und ist rechtsaufsichtlich zu beanstanden. Das schreibt die Bundesregierung in ihrer Antwort http://dip21.bundestag.de auf eine Kleine Anfrage http://dip21.bundestag.de der Fraktion Die Linke. Die Leistungsträger seien gesetzlich verpflichtet, darauf hinzuwirken, dass unverzüglich klare und sachdienliche Anträge gestellt und unvollständige Angaben ergänzt werden, heißt es in der Antwort weiter.

Im Nachrichtendienst des Deutschen Vereins für öffentliche und private Fürsorge finden sich in Heft 6/2014 folgende Beiträge:

  • Kann das SGB II zur Fachkräftesicherung beitragen?
  • Kooperation von Ganztagsschule und Jugendlichen
  • Forschungsprojekt Auslandsadoption – ein Zwischenbericht

Bezug der Zeitschrift über: Eigenverlag des NDV, Michaelkirchstraße 17/18, 12179 Berlin, Tel. 030/62980-0, Fax -9521 Internet: www.deutscher-verein.de

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Straffälligenhilfe 

Die schwierigen Lebenslagen von Straffälligen und ihren Angehörigen werden von der Freien Straffälligenhilfe aufgegriffen und finden ihren Niederschlag in einem vielfältigen lebenspraktischen Hilfeangebot der Anlaufstellen und Dienste. Der diesjährige Fachkongress findet unter dem Motto: „Wir sind Straffälligenhilfe! Besondere Hilfen für besondere Lebenslagen“ am 23.-24. September 2014 im Gustav-Stresemann Institut Bonn statt. Weitere Infos: http://www.bag-s.de.

Am Sonntag, den 27. Juli 2014 zeit 3sat/die woche um 19.10 Uhr den Beitrag Alltag im Gefängnis Film von Kurt Widmer (aus der Reihe „NZZ Format“). Der Kinderschänder in der Wohngruppe? Wie schwerwiegend die Tat eines Insassen auch immer war, für den Mitarbeiter oder die Mitarbeiterin im Justizvollzug kann das zum persönlichen Problem werden, darf es aber nicht. Mensch oder Monster, Macht und Ohnmacht, und immer wieder die richtige Balance zwischen Nähe und Distanz: Der Alltag hinter Gittern ist eine ständige Herausforderung und stellt hohe Ansprüche an das professionelle Verhalten aller Angestellten. Die größte Justizvollzugsanstalt der Schweiz liegt in Pöschwies. Hier kontrolliert das System alles, auch Zellkontrollen gehören zum Alltag der Gefangenen - wie die Arbeit und die Freizeit. Mit dem ewig gleichen und durchstrukturierten Tagesablauf kommen nicht alle Insassen zurecht. Besuche von Verwandten, der eigenen Kinder, eine Ausbildung im Gefängnis, all dies kann für Verurteilte Halt bieten und Hoffnungen auf das Danach nähren. Bei vielen Lebens- und Überlebensstrategien aber liegen Hoffnungen und Enttäuschungen im Gefängnis nahe beieinander. „Alltag im Gefängnis“ aus der Reihe „NZZ Format“ gewährt Einblicke in den Alltag der größten Justizvollzugsanstalt der Schweiz.

Literaturhinweis: Heinz Cornel, Lydia Halbhuber-Gassner u.a. (Hrsg.): Strafvollzug, Straffälligenhilfe und der demografische Wandel, Lambertus Verlag GmbH 2013, 131 Seiten, ISBN 978-3-7841-2460-5, 16,90 Euro. Der Band geht zurück auf eine Fachtagung zum Thema Straffälligenhilfe zwischen Tradition und Wandel im Dezember 2012 in München Freising. Es treffen sich dort seit 1992 Wissenschaftler und Praktiker zu einem intensiven und offenen Erfahrungsaustausch über die Entwicklung und Perspektiven der Straffälligenhilfe in Deutschland.

Sucht/Drogen 

 Die restriktive Anti-Drogen-Politik vieler Staaten wird nach Ansicht der Fraktionen von Die Linke und Bündnis 90/Die Grünen dem Problem nicht gerecht. In einem Antrag http://dip21.bundestag.de an den Bundestag fordern die beiden Oppositionsfraktionen die Bundesregierung dazu auf, externe Experten mit einer Überprüfung der Verbotspolitik zu beauftragen und den politischen Entscheidern „wissenschaftlich untermauerte Handlungsempfehlungen“ zu unterbreiten. Der soziale Abstieg von Menschen mit einer Suchterkrankung, die Finanzierung der Organisierten Kriminalität, die Beschaffungskriminalität bis hin zur Übertragung von Infektionskrankheiten würden ganz selbstverständlich mit Drogenkonsum in Verbindung gebracht. Sie seien aber auch Folge der Prohibitionspolitik, nicht nur des Drogenkonsums selbst. Es bestünden somit erhebliche Zweifel daran, dass das Betäubungsmittelrecht noch wirksam und verhältnismäßig sei. In Europa hätten unter anderem die Niederlande, Portugal, Tschechien und die Schweiz den Weg der Entkriminalisierung eingeschlagen. Portugal habe als erstes europäisches Land den Besitz von Drogen zum eigenen Gebrauch entkriminalisiert und damit große Erfolge erzielt.

Als erfreulich wertete die Drogenbeauftragte der Bundesregierung die rückläufige Zahl jugendlicher Raucherinnen und Raucher. „Während unter den jungen Erwachsenen noch 36 Prozent zur Zigarette greifen, ist die Zahl unter den 12- bis 17-Jährigen auf derzeit zwölf Prozent gesunken. Entscheidend ist jetzt, dass es uns glückt, an diese Erfolge anzuknüpfen und eine Trendumkehr zu verhindern. Erst gar nicht mit dem Rauchen anzufangen oder möglichst früh wieder aufzuhören ist ein wichtiges Ziel der Tabakprävention“. Sie spricht sich vor diesem Hintergrund dafür aus, Kinder und Jugendliche besser vor neuen elektronischen Produkten wie E-Shishas und E-Zigaretten zu schützen, die ohne Altersbeschränkung frei zugänglich sind. Unterstützung und Informationen zum Rauchstopp finden Sie unter: www.rauchfrei-info.de oder www.anbieter-raucherberatung.de

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Verschiedenes

 Soziale Inklusion, Familie und Beruf, Renten, Gesundheit, Langzeitpflege – wie Deutschland mit diesen Themen vorankommt, ist nachzulesen im kürzlich veröffentlichten Nationalen Sozialbericht (NSB) 2014, herausgegeben vom Bundesministerium für Arbeit und Soziales. Dass die Bundesregierung jährlich von ihren Strategien im Bereich Sozialschutz berichtet, ist im Rahmen der Offenen Methode der Koordinierung der Europäischen Union gefordert. Dabei werden auch familienpolitische Vorhaben berührt: Quellen:

  • Bundesministerium für Arbeit und Soziales (Hrsg.): Strategische Sozialberichterstattung. Nationaler Sozialbericht 2014 (NSB) – Deutschland. Bonn 2014 http://www.bmas.de
  • Anmerkungen und Hinweise der Bundesarbeitsgemeinschaft der Freien Wohlfahrtspflege e.V. (BAGFW) zur Fortschreibung des Nationalen Reformprogramms und des Nationalen Sozialberichts 2014. Berlin 2013. http://www.bagfw.de

Zum 01. Juli übernimmt Katrin Gerdsmeier (43) die Leitung des Berliner Büros des Deutschen Caritasverbandes. Sie folgt Mario Junglas (61), der nach zwölf Jahren in dieser Funktion in den Ruhestand geht. Katrin Gerdsmeier, die in Essen geboren und aufgewachsen ist, studierte Rechtswissenschaft in Trier, Alcalá de Henares (Spanien) und in Freiburg im Breisgau. Nach dem ersten juristischen Staatsexamen absolvierte sie ein Freiwilliges Soziales Jahr in Honduras. Im Rahmen ihres Referendariats machte sie auch Station im Internationalen Büro des Jesuitenflüchtlingsdienstes in Rom, bevor sie ihr zweites juristisches Staatsexamen am Oberlandesgerichtsbezirk Stuttgart ablegte. Im Frühjahr 2000 begann sie ihre Tätigkeit als Referentin im Kommissariat der deutschen Bischöfe in Berlin, dem Verbindungsbüro der Katholischen Kirche zur Bundespolitik. Hier beschäftigte sie sich u.a. mit Fragen des Migrations- und Flüchtlingsrechts, der Bioethik, des Staatskirchenrechts und der Menschenrechte und Entwicklungszusammenarbeit. Die Verabschiedung und Einführung der Leitung des Berliner Büros fand im Rahmen des Jahresempfangs des Deutschen Caritasverbandes in Berlin statt. Caritas-Präsident Peter Neher dankte Mario Junglas für seinen außerordentlich engagierten Einsatz als Leiter des Berliner Büros und die hohe Kompetenz, die er als Jurist und als Theologe in diese Arbeit eingebracht hat und begrüßte gleichzeitig die Nachfolgerin

Gleichstellungspolitischer Auftrag der Bundesagentur für Arbeit im SGB III. Mit dem Forschungsvorhaben wird erstmals eine umfassende Governance- und Implementationsuntersuchung vorgenommen, wie die Bundesagentur für Arbeit (BA) ihren gesetzlichen gleichstellungspolitischen Auftrag (§ 1 SGB III) umsetzt. Dieser beinhaltet, die Gleichstellung von Frauen und Männern als durchgängiges Prinzip zu verfolgen sowie darauf, dass die Leistungen der Arbeitsförderung die berufliche Situation von Frauen verbessern sollen, indem sie auf die Beseitigung bestehender Nachteile sowie auf die Überwindung eines geschlechtsspezifisch geprägten Ausbildungs- und Arbeitsmarktes hinwirken. Weitere Infos: http://www.bmas.de.

Die Pflegeleistungsbeträge werden ab 2015 erhöht. Das teilte die Bundesregierung in einer Unterrichtung http://dip21.bundestag.de mit. Laut Sozialgesetzbuch (SGB XI) sei eine Anpassung der Leistungsbeträge alle drei Jahre (erstmals 2015) vorgesehen. Die Bundesregierung wolle nun „für den kumulierten Dreijahreszeitraum eine Anhebung der Leistungsbeträge um vier Prozent“ vornehmen. Orientierungswert für die Höhe der Dynamisierung solle dabei die Inflationsrate in den zurückliegenden drei Jahren sein, aber nicht mehr als der Anstieg der Bruttolöhne im selben Zeitraum, teilt die Regierung weiter mit. Bei Leistungen, die im Oktober 2012 mit dem Pflegeneuausrichtungsgesetz eingeführt wurden, ist eine Anpassung von 2,67 Prozent vorgesehen, wobei die Preisentwicklung in den vergangenen zwei Jahren berücksichtigt wird. Die Leistungssteigerungen sind auch Teil des mehrstufigen Pflegereformgesetzes, das vom Kabinett bereits beschlossen ist. Wegen des engen zeitlichen und inhaltlichen Zusammenhangs biete es sich an, die Dynamisierung der Leistungen abweichend von den Vorgaben des SGB XI nicht durch Rechtsverordnung, sondern im Gesetz selbst vorzunehmen, hieß es. Gleichwohl werde zuvor wie gesetzlich festgelegt dieser Bericht vorgelegt.

BFS-Marktreport Krankenhaus blickt auf die Versorgungsstruktur im Jahr 2030. Wie wird die Struktur der Krankenhausversorgung im Jahr 2030 aussehen? Welche Einflussfaktoren sind bereits heute erkennbar, die bestimmte Entwicklungen wahrscheinlich machen? Welche Voraussetzungen müssen Krankenhäuser erfüllen, um auf die Veränderungen der nächsten Jahre vorbereitet zu sein? Welche strategischen Handlungsoptionen stehen ihnen offen? Welche politischen Rahmensetzungen sind zu erwarten? Antworten auf diese Fragen gibt der jetzt erschienene BFS-Marktreport Krankenhaus 2014: Krankenhausversorgungsstruktur 2030 der Bank für Sozialwirtschaft AG. Der ca. 110-seitige BFS-Marktreport Krankenhaus 2014: Krankenhausversorgungsstruktur 2030 kann zum Preis von 49,00 Euro (inkl. MwSt. und Versandkosten) per E-Mail bestellt werden: kommunikation-research@sozialbank.de. Die Management Summary steht unter www.sozialbank.de zum kostenlosen Download zur Verfügung.

Mit der Schrift „Das katholische Profil caritativer Dienste und Einrichtungen in der pluralen Gesellschaft“ stellt die Deutsche Bischofskonferenz (DBK) klar: „Die kirchlichen Dienste und Einrichtungen stehen jedem Menschen in Not offen, unabhängig von seinem ethnischen, nationalen, religiösen oder sozialen Hintergrund.“ Die Bischöfe reagieren mit ihrer 38-seitigen Schrift darauf, dass die sozial-caritative Arbeit der Kirche in einer kulturell und religiös immer vielfältiger werdenden Gesellschaft erfolgt. Das Bischofswort hat somit auch für die Einstellungspraxis von Mitarbeiter, die einer anderen Konfession oder Religion oder keiner Kirche angehören, Bedeutung. Für die Praxis soll das Papier ein überdiözesaner Ordnungsrahmen für katholische Verbände und Einrichtungen sein, der auf diözesaner Ebene konkretisiert werden kann. Das Bischofswort betont den Wert der sozial-caritativen Arbeit als „unverzichtbaren Ausdruck“ des Wesens der Kirche. Er begründet damit, warum in kirchlichen Einrichtungen in der Regel Menschen arbeiten, die für den Glauben der Kirche ein persönliches Zeugnis ablegen.  Das Wort der Bischöfe „Das katholische Profil caritativer Einrichtungen in der pluralen Gesellschaft“ kann unter www.dbk.de als pdf heruntergeladen oder bestellt werden.

Das ZdK hat im März die Online-Befragung „Frauen in Leitungspositionen im ZdK, in den Diözesanräten und in den Organisationen der AGKOD“ durchgeführt. Sehr viele von Ihnen haben sich daran beteiligt, wofür ich Ihnen herzlich danke. So konnten in der Vollversammlung am 28.05.2014 aussagekräftige Ergebnisse für diesen bedeutenden Bereich organisierter katholischer Laienarbeit vorgelegt werden, die fast durchgehend ein Frauenanteil in der Größenordnung von 35-40 % ausweisen – ein gutes Ergebnis. Die Präsentation finden Sie auf der Homepage des ZdK unter http://www.zdk.de.

In der Beilage zur Wochenzeitung „Das Parlament“ Aus Politik und Zeitgeschichte, Heft 22-23/2014/26. Mai 2014 sind folgende Beiträge zum Thema Politik, Medien, Öffentlichkeit veröffentlicht:

  • Ulrich Mückenberger: Zeiten der Politik und Zeiten der Medien
  • Petra Sorge: Echzeitjournalismus in der Kritik
  • Uwe Hasebrink, Sascha Hölig: Topografie der Öffentlichkeit
  • Klaus-Dieter Altmeppen: Handlungsmöglichkeiten zur Sicherung publizistischer Vielfalt
  • Ch. Pentzold, Ch. Katzenbach, C. Fraas: Digitale Plattform und Öffentlichkeiten mediatisierter politischer Kommunikation
  • Daniel Jacob, Manuel Thomas: Das Internet als Heilsbringer der Demokratie?
  • Konstatin Vössing: Parteien und Bürger: Wer folgt wem?

Download aller Beiträge über www.bpb.de, die Homepage der Bundeszentrale für politische Bildung.

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Wohnraum/Wohnungslose 

In dieser Rubrik liegen derzeit keine Meldungen vor. 

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Verbandsinterne Informationen des SKM 

Am 16. Mai 2014 wurde Herr Josef Kaesler Mitglied der SKM-Gruppe Gengenbach des SKM-Ortenau e.V. mit der Urkunde und Nadel des Verbandes geehrt. Er ist seit 20 Jahren ehrenamtlichen rechtlichen Betreuung engagiert und war in dieser Zeit bei zahlreichen Menschen mit besonderen sozialen Schwierigkeiten darunter Bewohnern des Pflege- und Betreuungsheimes Ortenau.

Am 6. Juni 2014 wurden zwei verdiente Mitglieder des SKM-Landkreises Lörrach geehrt: Seit über 20 Jahren sind die Herren Wolfgang Schliebner und Dieter Schmid ehrenamtlich beim SKM-Landkreis Lörrach in der rechtlichen Betreuung; Herr Dieter Schmidt war lange Jahren als Beisitzer im Vorstand tätig er führt genau wie Herr Schliebner eine rechtliche Betreuung

Ebenfalls geehrt wurde am 6. Juni 2014 Herr Otto Maier, der seit 1994 beim SKM-Schwarzwald Baar tätig ist. Herr Maier hat viel Betreuungen durchgeführt und Ehrenamtliche angeworben. Er führt selbst im Alter von 83 Jahre noch eine Betreuung. 

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Verbandsinterne Informationen der VKD

Vinzenz-Gemeinschaft wählt neues Präsidium
Auf der Hauptratstagung der Gemeinschaft der Vinzenz-Konferenzen Deutschlands e.V. in Bremen vom 13.-15. Juni 2014 standen turnusgemäß die Neuwahlen zum Präsidium auf der Tagesordnung. Wiedergewählt wurde Präsident Heinrich Kläser aus der Vinzenz-Konferenz St. Quirinus in Bonn.  Als Vizepräsidenten wurden gewählt: Ralph Wirth, St. Vincentius-Zentralverein, München und Andreas Bröcher, Vinzenz Konferenz St. Johann, Bremen. Zum neuen Schatzmeister wurde Burkhard Hölzer aus Solingen gewählt. Weiterhin gehören zum Präsidium der Geistliche Beirat Pfarrer Frank Müller (Köln), der Präsident des DCV Prälat Dr. Peter Neher (Freiburg) und Generalsekretär Reiner Klaes (Duisburg).

Die beliebten Notizblöcke der Vinzenz-Gemeinschaft sind jetzt mit neuer Adresse wieder verfügbar. Bestellungen: Gegen Einzahlung von 10,00 Euro auf das Konto der Vinzenz-Gemeinschaft erhalten Sie umgehend 100 Blöcke.

Inzwischen ist auch das Faltblatt „Freude schenken – Freude erfahren“ in zweiter Auflage erschienen und kann gegen Erstattung der Porto- und Versandkosten über die Bundesgeschäftsstelle angefordert werden. 

Bundesgeschäftsstelle 

Hier die voraussichtlich nächsten Erscheinungstermine:

  • KuNo 7-8/2014                      Mitte August  2014

Bitte beachten Sie: Aufgrund von technischen Problemen hat sich die Herausgabe dieser Ausgabe von KuNo etwas verzögert. Die nächste Ausgabe erscheint auf Grund der Sommerferien als Doppelnummer voraussichtlich in der zweiten Augusthälfte.

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Der Verein ist im Vereinsregister des Amtsgerichtes Düsseldorf unter der Registernummer VR 3385 eingetragen.

Vertretung des Vereins
Der Verein wird gesetzlich vertreten durch den Generalsekretär Stephan Buttgereit oder durch die Vorsitzende/den Vorsitzenden des Vorstandes, bei deren/dessen Verhinderung durch die stellvertretende Vorsitzende/den stellvertretenden Vorsitzenden, jeweils zusammen mit einem weiteren Mitglied des Vorstandes.
Der SKM ist Mitglied im Deutschen Caritasverband.

Disclaimer
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